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Donnerstag, 9. August 2018

3 essentielle Schritte, um Deine Vision zu leben


Wie oft hast Du Dich in Deinem Leben schon gefragt „Wie soll ich das bloß machen?“ oder „Wie soll ich da hinkommen?“ oder „Wie kann ich das erreichen?“ Vermutlich sind Dir solche Wie-Fragen schon mehrmals im Leben in verschiedensten Situationen begegnet. Wenn solch eine Frage auftaucht, versuchen viele Menschen herauszufinden, was sie tun müssen, um das Ziel zu erreichen. Sie führen Gespräche, lesen Bücher und recherchieren im Internet, um das Wie in den Griff zu kriegen. Das kann manchmal eine ganze Weile dauern. Was jedoch vor allem häufig passiert ist, dass Du in dem Moment, wo Du meinst, das WIE ansatzweise in den Griff bekommen zu haben und bereit bist, loszugehen, sich die Umstände meist schon wieder verändert haben, und Du wieder von vorne beginnen musst zu planen und zu recherchieren. Kennst Du das?

Nun, dann lass uns einmal schauen, was die 3 essentiellen Schritte auf dem Weg sind, Deine Wünsche zu manifestieren bzw. Deine Vision zu leben.

1.    Schritt 1: Verpflichte Dich
Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht in Bezug darauf, das Wie in den Griff zu kriegen. Die schlechte Nachricht ist, dass Du das WIE nie vollständig von vornherein in den Griff bekommen kannst, weil Du nicht alle Umstände im Voraus kennen kannst. Wenn Du beispielsweise eine Reise in eine andere Stadt machst und Du Dich fragst „Wie soll ich da hin kommen?“, dann kannst Du zwar schauen, mit welchem Zug Du von A nach B kommst, doch ob der Zug pünktlich ist, oder tatsächlich bis zum Zielort fährt, bleibt letzten Endes offen. Ich saß kürzlich zum Beispiel genau in dem richtigen Zug, der mich an meinen Zielort bringen sollte. Nach 40 Minuten Fahrtzeit kam jedoch eine Durchsage, dass der Zug diesmal nicht bis an den Zielort fährt, obwohl er technisch in einwandfreiem Zustand war und es auch auf der Strecke selbst kein Problem gab. Stattdessen gab es einfach diese Entscheidung und alle Fahrgäste mussten in einem kleinen Nest aussteigen und eine Stunde auf einen weiteren Zug warten, um weiterreisen zu können.

Das Gleiche trifft auch auf größere Lebensthemen zu. Wenn Du beispielsweise versuchst herauszufinden, wie Du einen passenden Partner finden kannst, wie Du Deine Berufung leben kannst,  oder wie Du etwas anderes in Deinem Leben erreichen oder schaffen kannst, dann verschwende Deine Zeit nicht damit zu versuchen, mit Deinem Verstand das Wie in den Griff zu bekommen und es zu kontrollieren. Du kannst es nicht kontrollieren. Zu meinen, dass Du das Wie mit Deinem Verstand kontrollieren kannst, ist eine Illusion.

Die gute Nachricht ist, dass es auf die Frage „Wie?“ nur eine Antwort gibt.

Die Antwort auf die Frage „Wie?“ lautet „Ja!“

Es stellt sich also nicht so sehr die Frage nach dem Wie, sondern vielmehr die Frage nach Deiner Verpflichtung. Wenn Du ein Ziel oder eine Vision hast und Du aus einer überzeugten, inneren Entscheidung heraus sagen kannst „Ja, das werde ich angehen oder erreichen!“, so ist das der entscheidende Schritt. Die aufrichtige Verpflichtung kommt zu erst. Du verpflichtest Dich sozusagen, loszugehen, Dich auf den Weg zu machen, bevor Du weißt, wie es geht.

2.    Schritt 2: Vertraue dem Nichtwissen
Möglicherweise fragst Du Dich, wie Du Dich verpflichten kannst, wenn Du doch nicht weist, wie etwas geht. Es ist ein gängiger Glaubenssatz in der modernen Gesellschaft, dass wir uns erst etwas verpflichten können, wenn wir genau wissen, wie es geht. Doch wie oft hast Du Dinge nicht getan, oder bist einem Impuls oder einer Inspiration nicht gefolgt, weil Du nicht wusstest, wie es geht? Die Angst vor dem Nichtwissen ist wirklich groß. Schließlich lernen wir bereits in der Schule jahrelang, dass wir nur als guter Schüler gelten, wenn wir die Dinge wissen. Einen vermeintlich guten Job bekommt man ebenfalls nur, wenn man ausreichend Fachwissen hat. Wissen wird in unserer Gesellschaft großgeschrieben. Etwas nicht zu wissen kann daher sehr beängstigend sein, vor allem wenn Du die gängige Definition von Angst  in Dir hast. Die gängige Definition lautet, dass Angst blockierend, lähmend, unangenehm, unprofessionell und definitiv zu vermeiden ist. Somit ist es nicht verwunderlich, dass viele Menschen weiterhin probieren, die Dinge zuerst zu kontrollieren, bevor Sie sich auf den Weg machen, ein Ziel oder eine Vision zu realisieren.

Wenn Du hingegen eine Neuverkabelung in Deinem Kopf machst und Angst als neutrale Energie und Information siehst, die Dir dient, was kannst Du dann bewusst mit Angst machen? Nun, Du kannst in unbekanntes Gebiet gehen, Neues ausprobieren improvisieren, wachsam und präsent bleiben, und eben aus dem Nichts heraus Dinge kreieren. Das Tolle am Nichtwissen ist, dass Du flexibel bleibst, Du nicht an einen starren Weg gebunden bist oder aus einem Konzept heraus handeln musst und dadurch regelrechte Magie passieren kann. Nichtwissen hat jedoch nichts mit Gleichgültigkeit zu tun. Wenn Du gleichgültig wärst, würde die Verpflichtung für Dein Ziel oder Deine Vision wieder fehlen. 

Wenn Du Deine Angst bewusst nutzen kannst, um im Nichtwissen zu stehen, hast Du also die Möglichkeit vorwärts zu gehen, ohne zu wissen, wie es geht. Du machst einfach einen Schritt auf Deinem Weg. Du wirst schnell merken, ob der Schritt funktioniert oder nicht funktioniert. Funktioniert er, so heißt das für Dich einfach, dass Du den nächsten Schritt machst. Funktioniert der Schritt nicht (wiederholst Du beispielsweise ein Muster, steckst Du in alten Emotionen und Glaubenssätzen fest), so ist das einfach nur ein neutrales Feedback für Dich und eine Einladung, etwas zu verändern oder etwas anderes auszuprobieren. Entscheidend ist, dass Du einen Schritt, der nicht funktioniert hat, nicht zum Anlass nimmst, stehen zu bleiben oder zu sagen „Ich hab’s doch gewusst. War ja eh klar, dass es wieder nicht funktioniert!“ Es ist einfach nur neutrales Feedback. Verändere etwas und mache einen neuen Schritt.

3.    Schritt 3: Wechsle in einen neuen Seins-Modus
Ein dritter entscheidender Schritt ist, dass Du bereits in den neuen Seins-Modus wechselst, bevor Du da bist. Viele Menschen sagen „Ich glaube es erst, wenn ich es sehe / es sich in meinem Leben zeigt.“ Zieh jedoch einmal in Betracht, dass die Magie umgekehrt funktioniert: „Sobald Du es glaubst bzw. bist, zeigt es sich in Deinem Leben.“ Vielleicht klingt das jetzt ein wenig befremdlich. Doch probiere einmal folgende Übung, die aus dem sogenannten Reality Creation Coaching stammt.

Experiment: Sein oder nicht Sein, das ist hier die Frage
Setze Dich einmal für ca. 20-30 Minuten ruhig hin und stelle sicher, dass Du nicht gestört wirst bzw. durch Telefon oder andere Menschen abgelenkt wirst. Schließe die Augen und rufe Dir in Erinnerung, was Du gerne erreichen möchtest, Du jedoch nicht weißt, wie es gehen soll.

Der bisherige, Dir vertraute Seins-Modus ist möglicherweise, dass Du eben nicht weißt, wie es geht. Spüre einmal die Symptome, die mit dem „Ich weiß nicht wie“ einher gehen. Vielleicht ist Dein Körper etwas verspannt, oder Du fühlst Angst oder Traurigkeit. Vielleicht entzieht Dir der Gedanke „Ich weiß nicht, wie“ auch Energie und Du fühlst Dich antriebslos oder blockiert. Das ist der Zustand, den Du kennst. Verweile einen kurzen Moment dort, vielleicht eine halbe Minute oder Minute. Spüre genau, wie sich das anfühlt.

Dann wechsle in ein anderes Sein. Das bedeutet: stell Dir vor und FÜHLE, wie es ist, wenn Du das Ziel bereits erreicht hast. Es geht nicht darum, Dir vorzustellen, wie es wäre, wenn Du es erreichen würdest. Denn dann wärest Du nach wie vor in dem Modus des Mangels, also dass Du es noch nicht erreicht hast. Begib Dich in den Modus der Fülle und spüre genau, wie es ist, wenn Du ein Ziel oder einen Wunsch bereits manifestiert hast. Wie fühlt sich das an? Das Gefühl dazu ist entscheidend. Nimm bewusst Deine Gefühle, Gedanken, Dein Energie-Level und Dein körperlichen Empfindungen wahr. Es geht hier nicht um positives Denken. Dadurch, dass Du es fühlst, verändert sich Dein Energie-Feld. Du merkst möglicherweise, dass Deine Energie ansteigt, Deine Laune sich bessert, Du aufrechter sitzt. Bleibe jetzt für einen Moment in diesem neuen Seins-Modus.

Dann wechsle wieder in den alten Modus von „Ich weiß nicht wie“ und nimm wieder die Energie, die Gefühle, die Gedanken und die körperlichen Empfindungen von diesem Modus wahr. Dann wechsle erneut in den neuen Seins-Modus von „Ich bin es bereits. Es ist bereits in meinem Leben“ und spüre wie Deine Energie ansteigt. Wechsle für 20 bis 30 Minuten zwischen diesen beiden Modi hin und her. Wiederhole diese Übung am besten jeden Tag. Die ersten Ergebnisse werden sich bereits nach wenigen Tagen zeigen. Plötzlich ergeben sich interessante Zufälle, oder Du bekommst eine entscheidende Information, die Dir gefehlt hat, oder was auch immer. Sobald Du mehr und mehr in den neuen Seins-Modus wechselst, lenkst Du Deine Aufmerk-samkeit in eine neue Richtung und ziehst dadurch neue Möglichkeiten in Dein Leben. Die Energie folgt der Aufmerksamkeit.

Für den Verstand, der doch so gerne rationale Argumente und Logik liebt, ist das nur schwer nachvollziehbar. Fakt ist, sobald Du Dich verpflichtet hast, bereit bist, im Nichtwissen zu stehen, und in den neuen Seins-Modus wechselst, kann auch das Universum in Aktion treten. Zieh einmal in Betracht, dass das Universum noch ganz andere Möglichkeiten und Wege kennt, als jene, die unser begrenzter, menschlicher Verstand greifen oder sich ausdenken kann. Vertraue also dem Nichtwissen. Ich lade Dich herzlich ein, dieses Experiment auszuprobieren. Lass Dich überraschen, welche plötzlichen Möglichkeiten sich auf Deinem Weg auftun und Dich Deinem Wunsch, Ziel oder Deiner Vision immer näher bringen. Bleib offen für die Magie des Lebens.

Herzlich magische Grüße, 
Nicola


GIB DEINEM LEBEN EINE NEUE RICHTUNG!
www.viva-essenza.com

Donnerstag, 14. Juni 2012

Das Pradox des Lebens - Geben Sie Kontrolle auf, um Ziele zu erreichen


Ein Ziel zu haben ist etwas Feines. Etwas ganz bestimmtes erreichen oder haben zu wollen kann ungemein motivieren. Haben Sie auch immer wieder mal Wünsche, Vorstellungen, Ziele? Dann kennen Sie es vielleicht auch, dass Sie die Dinge gerne so steuern möchten, wie sie Ihrer Meinung nach zu laufen haben, damit Sie schnellstmöglich an einem entsprechenden Ziel ankommen, oder?

Was tun wir nicht alles, um etwas Bestimmtes zu erreichen, z. B. um einen bestimmten Job zu bekommen, einen Partner anzuziehen oder ein materielles Luxusgut zu ergattern. Bei materiellen Dingen ist es in der Regel sehr einfach, sofern wir das Geld haben. Ab in den Laden oder ins Internet, kaufen, fertig. Das können wir leicht kontrollieren und steuern. Interessanter wird es da schon, wenn es um „größere“, nicht materielle Dinge geht. Einen Traum-Job oder Partner können Sie nicht mal eben kaufen. Und die größere, schicke Wohnung können Sie sich vielleicht auch nicht leisten, wenn die Miete Ihr Budget übersteigt. Bei solchen Vorhaben kommen wir dann schon eher an unsere Grenzen.

Doch wie kommt es, dass einige Menschen scheinbar mühelos alles erreichen, was sie anstreben und andere nicht? Es hat etwas mit Kontrolle zu tun und mit Ihrem Sein.

Wir sind in unserer modernen Gesellschaft darauf trainiert, dass alles logisch, kontrollierbar, berechenbar und erklärbar sein muss. Vor allem die Illusion der Sicherheit lässt uns Dinge gerne kontrollieren. Um die Angst der Unsicherheit nicht spüren zu müssen, haben wir lieber einen Plan. Oder was dachten Sie, warum viele Menschen Versicherungen für jedes Kinkerlitzchen abschließen? Aus reiner Angst. Die ganzen Medien, Werbeagenturen und Marketing-Mogule arbeiten alle mit diesem Faktor: ANGST!

Lassen Sie mich ein paar Beispiele geben. Wir sollen z. B. eine bestimmte Creme kaufen, damit  wir jünger aussehen. Das ist das Spiel mit der Angst, nicht zu genügen, wenn wir Falten haben. Oder wir sollen ein bestimmtes Bier trinken, denn nur dann sind wir cool und haben ganz viele Freunde, wie in dem Werbespot. Ein anderes Beispiel sind die zahlreichen Werbungen für Produkte, die das Haus und Heim praktisch keimfrei machen. In diesen Werbespots wird gezielt die unbewusste Angst angesprochen, man könnte sich üble Krankheiten einfangen und die Gesundheit seiner Familie gefährden, wenn wir mit dem entsprechenden Produkt nicht unser Bad oder die ganze Wohnung desinfizieren. Oder, das muss ich Ihnen einfach noch erzählen, folgender Werbespot:  Sie sollen ein bestimmtes Mundwasser kaufen und jeden Tag benutzen, damit Sie auch morgens beim Aufwachen, keinen schläfrigen Geschmack im Mund haben, denn sonst ekelt sich Ihr Partner. Als ich diesen Spot gesehen habe, bin ich vor Lachen vom Sofa gekippt. Was für ein Bullshit wird uns doch suggeriert. Wir werden zu sterilen, genormten, schlafenden Schafen erzogen. Ein Wahnsinn der seinesgleichen sucht. Ehrlich, schauen Sie sich die Werbespots im Fernsehen oder Anzeigen in der Zeitung einmal daraufhin an. Sie arbeiten fast alle ganz subtil mit der „Wenn Du nicht…dann…“ Drohung und damit manipulieren Sie uns mit unsere eigenen unbewussten Angst. 

So werden wir im Zaum gehalten und kontrolliert. Denn Angst ist ja nun wirklich ein Gefühl, das es zu vermeiden gilt, oder nicht? Die gängige Meinung ist schließlich, dass wir Angst (wie übrigens auch die anderen Gefühle Wut, Freude und Traurigkeit) besser nicht fühlen. Denn, uuuuuh, Angst blockiert. Angst ist schlecht. Man ist ein Schattenparker, Weichei oder Angsthase, wenn man Angst offen zum Ausdruck bringt. Außerdem ist Angst definitiv keine gute Eigenschaft einer glaubwürdigen Person und unprofessionell ist sie obendrein. Alles in allem wird Angst als negativ abgestempelt und damit als Gefühl, das es zu vermeiden gilt.

Wen wundert’s da, dass die meisten Menschen meinen, alles kontrollieren und planen zu müssen, um ja alles richtig zu machen und zu erreichen, wie es halt die Norm ist. Wir müssen wissen wie es geht oder wo es lang geht. Kennen Sie solche Leute, die immer wissen, wie es geht? Zumindest meinen sie das. Die Menschen haben gelernt, eine Maske aufzusetzen. Eine perfekte Maske, mit der wir nach außen vermitteln, dass wir alles sicher im Griff haben und der Norm entsprechen. Eine großartige Strategie, um in unserer Gesellschaft zu überleben.

Ich lade Sie ein, an dieser Stelle einmal einen tiefen Atemzug zu nehmen… Prima. Danke.
So, und jetzt lassen Sie uns gemeinsam ein neues Kapitel aufschlagen. Ein Kapitel, in dem es um Freude, Leichtigkeit, Spaß, Kreativität und Erfüllung im Leben geht. Sind Sie dabei? Ehrlich, es ist höchste Zeit aus diesem starren, von Angst manipulierten Gesellschafts-konstrukt auszubrechen und wieder lebendig zu werden. (Ein kurzes inspirierendes Video dazu finden Sie auf Youtube unter http://www.youtube.com/watch?v=sb2YOg_dkQM)

Lassen Sie uns als erstes mit der Vorstellung aufräumen, dass Angst und alle anderen Gefühle schlecht sind. Die Wahrheit ist nämlich: Angst ist eine geniale, neutrale Kraft, die Ihnen klare Energie und Information gibt und Ihnen professionell dient. Was? Wie? Lassen Sie uns an dieser Stelle gleich einmal ein Experiment machen.


Experiment 1: Verbinden Sie sich mit der Angst
Wählen Sie eine Situation, von der Sie sagen würden, dass sie Ihnen Angst macht. Vielleicht wäre das so etwas wie einen Vortrag vor 100 Leuten zu halten, oder den netten neuen Kollegen anzusprechen, ob er Lust hat Abendessen zu gehen,  oder alleine in eine fremde Großstadt zu reisen. Uaaah, da wollen die ersten Leser den Artikel schon ganz schnell zur Seite legen…denn, uaaaah, wir haben doch bisher alles getan, um Angst nicht zu fühlen, und jetzt sollen Sie die Angst fühlen? Yep! Genau! Der entscheidende Unterschied in diesem Experiment ist, dass Sie die Angst BEWUSST fühlen.

Schließen Sie die Augen und verbinden Sie sich mit Ihrer Angst. Spüren Sie sie einfach einmal bewusst und lassen Sie sie auf einer Skala von 0-100% nur 5% oder 10% groß werden. Es kann eine ganz subtile Angst sein, z. B auch davor, dass Sie gerade auf einem wackeligen Stuhl sitzen und Angst haben, dass er gleich zusammenbricht. Oder Sie haben jetzt gerade Angst, weil Sie durch diese Übung eventuell zu spät zu Ihrer nächsten Verabredung kommen. Spüren Sie einfach mal hin. Das ist Angst. Sie ist nicht gut und nicht schlecht. Angst ist einfach nur Angst. Nur das. Angst ist Angst. So fühlt sie sich an. Alle Zusammensetzungen wie „Angst ist gefährlich, bedrohlich, destruktiv oder blockierend“ können Sie getrost den Abfluss hinunter spülen. Das ist einfach das, was uns bisher eingetrichtert wurde. Fakt ist aber: Angst ist Angst. Nur das. Ohne Bedeutung. Neutral.


Experiment 2: Angst dient Ihnen professionell
Lassen Sie uns nun zum zweiten Schritt gehen. Nachdem Sie Angst gerade einmal bewusst gefühlt haben, wie könnte Ihnen diese Angst professionell im Leben dienen? Schreiben Sie einmal auf ein Blatt Papier, wie diese Kraft Ihnen wirklich dienen könnte. Hier einige Beispiele:

  • Lässt mich kreativ und innovativ werden.
  • Lässt mich in unbekanntes Gebiet gehen
  • Ich kann damit Neues ausprobieren.
  • Sie schützt mich vor tatsächlicher Gefahr.
  • Ich kann damit gefährliche Fragen stellen.
  • Lässt mich wach(sam) und präsent sein.
  • Ich kann mit Angst aufmerksam sein.
  • Sie lässt mich präzise sein.
  • Ich kann damit über meine Grenzen gehen.

Das ist schon ein ganz anderes Bild, oder? Anstatt sich durch Angst von Dingen abhalten zu lassen, können Sie die Energie und Klarheit dieses neuen Gefühls hernehmen und für sich nutzen. Ich gebe Ihnen ein Beispiel von mir: Ich war auf einer großen Veranstaltung und hatte den Impuls einen Mann anzusprechen, den ich nicht kannte. Ich hatte lediglich kurz vorher erfahren, dass er der Chef eines großen Konzerns war. Nachdem ich den Impuls wahrgenommen hatte, spürte ich Angst. Und dann kam gleich eine bekannte Stimme, die mir einflüsterte „Uuuuaaah, ich kenne den doch gar nicht. Was soll ich dem denn sagen? Ich kann doch nicht einfach hingehen und guten Tag hier bin ich sagen.“ Das war die alte Interpretation von Angst. Und ehrlich, es wäre herrlich bequem gewesen, einfach nach Hause zu gehen, ohne ihn anzusprechen. Stattdessen habe ich mir gesagt „Moment, Angst ist einfach nur Angst und sie leitet mich jetzt in unbekanntes Gebiet. Den kann ich sehr wohl ansprechen.“ Ich habe der Angst vertraut, habe den CEO angesprochen ohne vorher einen Plan zu haben, was ich sagen würde. Das Resultat war ein großartiges, bereicherndes Gespräch mit ihm und ein neuer Auftrag.

Was hat das nun mit Ihren Zielen und Wünschen zu tun? Nun, wenn Sie lernen, der Angst zu vertrauen, dann müssen Sie die Dinge in Ihrem Leben nicht mehr kontrollieren. Wenn Sie nämlich versuchen, etwas zu kontrollieren, grenzen Sie damit alle Möglichkeiten, Ihre Ziele oder Wünsche zu verwirklichen darauf ein, was Sie mit Ihrem logischen Verstand selbst schon wissen. Sie grenzen die Möglichkeiten automatisch auf das ein, was Sie mit Ihrem brillanten Hirn kontrollieren können. Das ist nicht gut und nicht schlecht, es bringt Sie unter Umständen nur nicht so weit, wie Sie schon längst sein könnten oder es bringt Sie gar nicht ans Ziel. Und Kontrolle ist vor allem eins: linear, langweilig, berechnend und meist spaßfrei.

Wenn Sie einen echten Herzenswunsch oder ein Ziel haben, dann geht es vielmehr darum, sich mit dem bereits neuen, noch nicht erreichten Zustand zu identifizieren, ohne zu kontrollieren, wie Sie da wohl hinkommen. Nehmen Sie bereits jetzt die neue Identität an. Bevor Sie etwas erreichen können, müssen Sie zu dem werden. Wenn Sie sich ein Ziel gesteckt haben und nun die ganze Zeit denken „Hoffentlich klappt das. Ich habe Angst, dass es schief gehen könnte.“, dann geben Sie automatisch der Vision Kraft, dass es nicht gelingt. Oder wenn Sie sagen „Ich weiß nicht wie, ich weiß nicht was ich tun soll“, dann treten Sie auf der Stelle und erreichen gar nichts.

Es gibt ein ganz einfaches universelles Gesetz: Das, was Du eindrückst, drückt das universelle Feld aus. Kennen Sie diese Nagel-Bilder von früher? Lauter Nägel waren beweglich an einem Brett befestigt und dann konnten Sie auf einer Seite Ihre Hand, Ihr Gesicht oder was auch immer darauf legen und in die Nägel eindrücken. Das, was Sie eingedrückt haben, wurde 1:1 als Bild aus lauter Nägeln auf der anderen Seite dargestellt. Genauso verhält sich das Universum. Wenn Sie dem universellen Feld permanent etwas in Form von Gedanken und Gefühlen „eindrücken“, dann spiegelt das Universum Ihnen das 1:1 zurück. Und wenn wir etwas kontrollieren wollen, dann werden wir starr und unflexibel und das universelle Feld damit unbeweglich.

Das Universum hat etwas andere Gesetze als unser Verstand meint. Um das im Leben zu bekommen, was Ihnen wirklich am Herzen liegt, müssen Sie also paradoxerweise die Kontrolle aufgeben. Kontrolle können Sie jedoch nur aufgeben, wenn Sie der Angst vertrauen können, ins Unbekannte zu gehen und wenn es vor allem okay für Sie ist, nicht zu wissen, wie es geht. Lassen Sie uns ein weiteres Experiment machen.


Experiment 3: Seien Sie bereits am Ziel
Nehmen Sie eines Ihrer Ziele her. Was hätten Sie gerne realisiert oder manifestiert? Zum Beispiel einen Job, der Ihren Talenten entspricht. Schließen Sie nun die Augen und malen Sie sich aus, wie es IST, diesen Job bereits zu haben. Wer sind Sie dann? Wie fühlt sich das an. Was machen Sie dann? Sie werden feststellen, dass Ihr Verstand vielleicht eine Schleife dreht und sagt „Hey, Moment, ich könnte nur den und den Job haben, weil ich das und das studiert habe, also muss es ein Job sein, der dem Möglichen entspricht.“ Vergessen Sie es. Schicken Sie Ihren Verstand für einen Moment zum Kaffeetrinken. Lassen Sie völlig außer Acht, welchen Titel der Job haben müsste, oder ob er zu Ihrer Vita passt. Nehmen Sie das Ziel als neue Realität in Besitz, so als sei es schon erreicht. Wie fühlen Sie sich dann? Gehen Sie in dem Gefühl der Freude auf. Spüren Sie die Erfüllung. Sehen Sie sich bereits glücklich am Ziel. Seien Sie die Person, die den idealen Job bereits hat. Halten Sie den Fokus darauf. Drücken Sie dieses neue Sein, diese neue Identität in das universelle Feld ein, damit es den entsprechenden Job ausdrücken (=manifestieren) kann.


Experiment 4: Geben Sie komplett die Kontrolle auf
Geben Sie nun komplett die Kontrolle auf. Es geht darum, dass Sie die neue Identität in Besitz nehmen, sich gedanklich und gefühlsmäßig in Ihr neues Dasein hineinversetzen und es SIND. Den Rest erledigt das universelle Gesetz auf seine Art. Hören Sie auf, logisch zu kontrollieren wie etwas zu laufen hat. Vertrauen Sie darauf, dass Sie nicht wissen müssen, wie es geht, oder wie sich Ihr Ziel realisiert. Das ist wie bei einem Baum. Sie säen nur den Samen, der Baum wächst von alleine. Alles ist in dem Samen bereits angelegt. Der Baum macht sich ja schließlich auch keine Gedanken darum, ob er nun einen Ast links herauswachsen lassen muss und es nicht noch ein Blatt oben recht braucht. Geben Sie die Kontrolle auf. Lassen Sie sich wieder vom Lebensstrom tragen. Setzen Sie nur den gesunden Samen in die Erde, indem Sie sich mit dem bereits erreichten Ziel identifizieren. Das universelle Feld erledigt den Rest. Staunen Sie einfach, was sich plötzlich in Ihrem Leben für Dinge ereignen. Bei dem Nagel-Bild haben Sie ja nach dem Eindrücken auch nicht jeden Nagel noch einmal einzeln mit den Fingern so geschoben, dass Ihr Gesicht entstanden ist.

Sobald Sie merken, dass  Sie wieder in die Kontrolle abrutschen, oder in den Gedanken, dass etwas vielleicht nicht klappen könnte, zentrieren Sie sich wieder. Setzen Sie sich ruhig hin und nehmen Sie wieder mit Ihren Gefühlen und Gedanken Ihre neue Identität in Besitz. Damit gleichen Sie Ihre Schwingung wieder auf das Ziel an. Ihr Unterbewusstsein kennt Mittel und Wege, Ihr Ziel zu realisieren, die Ihrem menschlichen Verstand komplett verborgen sind. Geben Sie also die Kontrolle einfach auf und empfangen Sie das, was kommt. Sollte das dann nicht ganz dem entsprechen, was Sie eigentlich wollten, überprüfen Sie wieder Ihr Ziel bzw. Ihre Gedanken dazu. Nur wenn Sie sich vollständig mit dem Ziel oder Wunsch identifizieren können, liegt er auch im Bereich des Möglichen. Seien Sie überzeugt davon, dass Sie das, was Ihnen am Herzen liegt, bereits haben bzw. sind. Sobald Zweifel aufkommen, denkt das Universum sonst, sie wollen das Ziel doch nicht erreichen.

Sie sind Ihr eigener Magier. Ein Magier kontrolliert nicht. Er schwingt einfach seinen Zauberstab und ist schon vorher überzeugt von der Manifestation.

In diesem Sinne, herzlich magische Grüße, 
Ihre Nicola Nagel





POTENZIALE LEBEN! 
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Donnerstag, 12. April 2012

Wenn das Wörtchen WENN nicht wäre - Über vermeintliche Umstände und sonstige Querelen

Wenn das Wörtchen WENN nicht wäre, ja dann wäre sowieso alles anders, oder? Wie oft ist es Ihnen schon passiert, dass Sie gesagt haben „Ja wenn…, dann würde ich das-und-das machen und dann wäre sowieso alles viel leichter.“?
Lassen Sie uns einmal ein wenig spezifischer werden. Was ist denn dieses WENN überhaupt? Hier einige Beispiele, die ich kürzlich hörte:
  • Wenn ich doch nur wüsste wie, dann könnte ich…
  • Wenn doch bloß die ständige Auseinandersetzung mit den Kollegen nicht wäre, dann…
  • Wenn ich mehr Geld hätte, dann würde ich…
  • Wenn ich damals eine andere Entscheidung getroffen hätte, dann wäre ich heute…
  • Wenn mein Partner so-und-so wäre, dann würde es mir in der Beziehung besser gehen…
  • Wenn ich doch nur wüsste, dass es sicher ist, diesen Schritt zu gehen, dann würde ich ihn ja machen.
  • Wenn das Wetter nur besser gewesen wäre, dann wäre der Urlaub richtig schön gewesen.
  • Wenn nur die nervigen Nachbarn / der Chef nicht wären, dann…
Sie können die Liste im Prinzip beliebig fortsetzen. Es wird immer auf das gleiche hinaus laufen: die lieben Umstände bzw. die anderen sind schuld daran, dass Ihnen bestimmte Dinge im Leben passieren. Oder etwa nicht? Schließlich wäre das Leben viel leichter, wenn die anderen nicht wären und es nicht ständig diese Missverständnisse und sonstigen Dramen gäbe.
Wohl wahr, wohl wahr und zwar genau so wahr, wie der Glaube an den Weihnachtsmann. Wenn Sie immer noch an den Weihnachtsmann glauben möchten, dann sollten Sie jetzt aufhören, diesen Artikel weiterzulesen, denn die Illusion des weißbärtigen Rotjäckchens muss ich Ihnen genauso rauben, wie die Illusion, dass Ihr Leben von den Umständen bestimmt wird.
Keine Bange, es ist zwar meist etwas schmerzhaft, einen liebgewordenen und langgehegten Glaubenssatz  loszulassen, doch es tritt mitunter etwas viel besseres an die leere Stelle. In diesem Fall lade ich Sie zu dem Experiment ein, sich für die magische Wirkung von Verpflichtung und Absicht zu öffnen. Das mag jetzt im ersten Moment erst einmal verwirrend klingen. Fakt ist - Sie mögen diesen Satz schon einmal gelesen haben – dass Sie alles, was Sie in Ihrem Leben vorfinden, selbst kreiert haben. Alles ist auf Ihrem Mist gewachsen. Die vermeintlichen Umstände, Wirrungen, geplatzten Träume oder sonstige Querelen, haben Sie selbst manifestiert. Egal, ob es sich dabei um den Streit mit dem Partner handelt oder die Überforderung im Job.
Wie funktioniert das im Allgemeinen? Es funktioniert über die Kraft ihrer Gedanken und über Ihre bewussten und unbewussten Glaubensmuster, die Sie im Laufe Ihres Lebens angenommen haben. Die spannende Frage, die Sie sich in jeder Situation stellen können ist „Was ist meine Absicht?“ Wenn Sie zum Beispiel einen Streit mit Ihrem Kollegen oder Partner haben, wäre es natürlich einfach, in dem Moment zu sagen „Oh man, wenn der mal nicht so stur wäre…“ Zu solch einer Situation gehören jedoch immer zwei und im Zweifel ist der andere nur ein Spiegel für Sie. Stellen Sie sich nun die Frage „Was ist meine Absicht?“, dann könnten Sie ziemlich schnell zu der Einsicht gelangen, dass es Ihre Absicht ist, Recht zu behalten, anstatt mit dem anderen in Beziehung zu sein. Vielleicht ist es auch Ihre unbewusste Absicht, Nähe und Vertrautheit zu zerstören, um sich selbst zu schützen. Was ist Ihre wahre Absicht?
Wie Sie es auch drehen und wenden, es hat immer etwas mit Ihnen zu tun. Es sind nie die anderen, die an ihrem Leben Schuld sind. Es hat immer etwas mit Ihrer Absicht und vor allem mit Ihrer Verpflichtung zu tun.
Natürlich ist es leicht und vor allem viel bequemer, an dem alten Glaubenssatz festzuhalten, dass die Umstände an Ihrer Situation Schuld sind. Doch um mit einem weiteren Mythos aufzuräumen: So etwas wie einen Glaubenssatz gibt es in Wirklichkeit gar nicht. „Wie bitte?“, höre ich da jetzt einige entsetzt sagen. Sie haben richtig gelesen, ein Glaubenssatz ist eine reine Illusion, eine Geschichte, die Sie sich selbst zurecht gestrickt haben, um eine logische Basis für Ihr Leben zu haben.
Sich an einen Glaubenssatz festzuklammern ist Selbstbetrug, weil Sie sich damit an eine Geschichte klammern, die für Sie Gültigkeit hat. Geschichten zu kreieren ist nicht gut und nicht schlecht. Es produziert einfach nur ganz bestimmte Ergebnisse, je nachdem, welche Absicht Sie verfolgen. Ein Glaubenssatz ist also lediglich eine Geschichte mit einer bestimmten Absicht.
Das Entscheidende ist: Sie sind die Quelle!
Sie sind die Quelle aller Geschichten in Ihrem Leben. Sie kreieren jede Geschichte und dabei können Sie entweder eine bewusste, verantwortliche Absicht wählen oder eine unbewusste, unverantwortliche Absicht. Es liegt an Ihnen. Welcher Absicht verpflichten Sie sich? Uuuh, bei dem Wort „Verpflichtung“ da rollen einige schon mit den Augen. Warum nur hat das Wort Verpflichtung diesen schweren Beigeschmack in unserer Gesellschaft?

Ver-pflicht-ung, es steckt ja schon im Wort: da geht es um Pflicht. Und wenn etwas eine Pflicht ist, dann macht man es nicht freiwillig und hat folglich keinen Spaß, oder wie? Das Wort Verpflichtung löst genau wie das Wort Verantwortung bei vielen Menschen nach wie vor einen Schauer aus. Verpflichtung ist eine Last, man MUSS etwas tun und unterliegt bestimmten Zwängen. Da geht das englische Wort „commitment“ schon leichter über die Lippen.
Der große Unterschied, ob Verpflichtung eine Last oder eine Freude ist, liegt darin, ob Sie mit dem Herzen bei der Sache sind. Eine Verpflichtung können Sie im Prinzip nur dann wirklich eingehen, wenn Sie voll und ganz hinter etwas stehen; wenn Sie Stellung beziehen. Wenn Sie sich ver-pflichten, dann übernehmen Sie Verantwortung für etwas. Ver-pflichten heißt, SIE und nur SIE nehmen die Pflicht und Verantwortung auf sich für eine bestimmte Sache oder Person. Wie aber können Sie sich ehrlich verpflichten, wenn es nicht von Herzen kommt?
Beängstigende Frage: Wie viele Menschen machen einen Job in einem Unternehmen, dem Sie nicht wirklich verpflichtet sind? Wie viele Menschen leben in mittelmäßigen Pseudo-Beziehungen ohne wirkliche Verpflichtung, einfach um sich abzulenken und nicht alleine sein zu müssen?
Experiment 1: Ihre persönliche Wunschliste
Listen Sie einmal ganz ehrlich die  Dinge auf, von denen Sie sich wünschen, dass sie anders wären. Erstellen Sie sozusagen Ihre persönliche Wenn-Dann-Liste. Dabei müssen die Sätze nicht zwangsläufig mit „Wenn“ beginnen. Sie könnten z. B. auch lauten „Ich wünschte, dass…, dann wäre…“. Listen Sie einmal die Dinge auf, die Sie verändern möchten, doch wo bisher die vermeintlichen Umstände im Weg waren.

Experiment 2: Wo sind Sie nicht wirklich verpflichtet?
Haben Sie Ihre Liste? Prima, dann kommen wir jetzt zum ungemütlicheren Teil. Nun sind Sie an der Reihe, schonungslos aufzudecken, wo Sie die Umstände verantwortlich gemacht haben, weil es bequemer war, anstatt sich vollen Herzens zu verpflichten.
Wenn die Umstände anders wären, dann würden Sie Ihren Traum erfüllen und nach Australien reisen? Nun, wie verpflichtet sind Sie diesem Traum tatsächlich? Haben Sie sich mit Haut und Haaren und vor allem mit Ihrem Herzen diesem Traum verpflichtet? Ist es das, was Sie wirklich wollen und wofür Sie alles tun würden? Oder ist es beim Blättern im Reiseführer geblieben?
Wenn mein Partner bloß anders wäre, dann wäre unsere Partnerschaft viel erfüllter. Ach ja? Wie sehr haben Sie sich einer erfüllten Partnerschaft verpflichtet? Würden Sie tatsächlich alles dafür tun? Sind Sie für sich glücklich oder meinen Sie, dass Ihr Partner für Ihr Glück verantwortlich ist? Haben Sie sich tatsächlich mit dem Herzen entschlossen aus Ihrem Partner einen König zu machen? Oder ist Ihre unbewusste Absicht eher darauf gerichtet, die ganzen Dinge ausfindig zu machen, die er / sie nicht kann, oder nicht nach Ihren Vorstellungen macht? Kurzum: haben Sie vielleicht die unbewusste Absicht, Ihren Partner statt zu einem König zu einem Schwein zu machen?
Wenn Sie nur einen anderen Job hätten, dann ginge es Ihnen besser? Wie sehr haben Sie sich verpflichtet, einen für Sie erfüllenden Job zu finden? Haben Sie z. B. die Grenze gesetzt und Ihren aktuellen Job gekündigt? Oder warten Sie immer noch darauf, dass irgendwann der richtige Job daher spaziert kommt und Ihnen jemand die Lösung präsentiert?
Viele Menschen lamentieren über die unterschiedlichsten Zustände in ihrem beruflichen oder privaten Leben, ohne aber tatsächlich eine innere Bereitschaft zu haben, etwas bei sich selbst zu verändern. Und da ist der große Haken. Verpflichtung und Verantwortung gehen einher. Sie können also nicht erwarten, dass irgendwann eine Fee vorbeifliegt und Ihnen Ihre Wünsche erfüllt oder die Dinge nach Ihren Vorstellungen regelt, ohne dass Sie bereit sind, dafür Verantwortung zu übernehmen.
Verpflichtung heißt übrigens auch nicht Manipulation. Manipulation ist eine unbewusste, unverantwortliche Aktion. Konkret: wenn Sie sich verpflichten, Ihrem Chef Honig um den Bart zu schmieren, damit er Sie vielleicht befördert, dann verfolgen Sie eine sogenannte Schattenabsicht, die mitunter schneller auffliegt, als Ihnen lieb ist.
Jetzt fragt sich der ein oder andere vielleicht „Moment, wie soll denn das mit der Verpflichtung gehen? Wenn andere Menschen involviert sind, kann ich die ja nicht steuern.“ Ganz richtig. Und genau da greift das universelle Gesetz, das da heißt: Verpflichtung erzeugt Notwendigkeit. Lassen Sie das noch einmal sacken:
VERPFLICHTUNG ERZEUGT NOTWENDIGKEIT
Was heißt das? Wenn Sie sich absolut mit ihrem Herzen zu etwas verpflichten, dann bewegt sich das Universum und erzeugt die notwendigen Ressourcen, die Sie brauchen. Wohlgemerkt nur dann, wenn Sie eine Verpflichtung nicht für egoistische, manipulative Zwecke benutzen. Das Universum kann sehr wohl zwischen klar, verantwortlicher Verpflichtung und Pseudo-Verpflichtung unterscheiden.
Und damit haben Sie den ersten Schlüssel in der Hand. Verpflichtung erzeugt Notwendigkeit. Sie sind die Quelle. Sie können das kreieren, was Ihnen wirklich am Herzen liegt, indem Sie sich dazu verpflichten. Kreieren funktioniert wie Bogenschießen: Zuerst fokussieren Sie das Ziel. Wo wollen Sie hin, wo soll der Pfeil hingehen? Genauso funktioniert es mit Ihrer Absicht. Sie setzen zuerst bewusst die Absicht dessen, was Sie kreieren wollen, bevor Sie wissen, wie Sie es kreieren werden.  Hier ist also der zweite Schlüssel:
VERPFLICHTE DICH BEVOR DU WEISST, WIE ES GEHT
Im Beispiel des Bogenschießens kennen Sie auch nur das Ziel. Sie haben die Absicht, das Ziel zu treffen. Wie der Pfeil jedoch seinen Weg dahin findet, entzieht sich Ihrer Kenntnis. Sie haben einfach nur die bewusste Absicht, das Ziel zu treffen. Genauso funktioniert es mit der Verpflichtung in Ihrem Leben. Um es mit den Worten eines aktuellen Werbeslogans zu sagen „Don’t be a maybe“, seien Sie kein „Vielleicht“. Seien Sie ein klares JA, wenn es um ein Ziel geht, das Ihnen wirklich am Herzen liegt.
Neulich war ich zum Beispiel von einer Firma zu einem Gespräch eingeladen. Bereits im Auto auf der Fahrt zu dem Kunden habe ich die bewusste Absicht gesetzt, ein kreatives, kooperatives Meeting mit diesem Kunden abzuhalten. Wusste ich, wie das geht? Nein. Ich konnte es gar nicht wissen, weil ich die Teilnehmer überhaupt nicht kannte und  keine Ahnung hatte, wie deren Laune an dem Tag war. Trotzdem habe ich mich dieser Absicht mit ganzem Herzen verpflichtet. Daraus ergab sich dann der ganze Rest. Schon bei meiner Ankunft ereignete sich überraschend eine sehr humorvolle Situation, die schließlich die Stimmung der gesamten Besprechung prägte.
Und noch einmal: es funktioniert nur, wenn Sie eine bewusste, ehrenwerte Absicht haben, die allen Beteiligten dient. Wenn Sie die Absicht haben, die Dinge so hinzubiegen, dass es für Sie passt, egal wie es den anderen damit geht, good luck. Viel Erfolg. Der Schuss wird ziemlich schnell nach hinten los gehen. Wenn Sie eine unverantwortliche Absicht haben, dann produzieren Sie automatisch unverantwortliche Resultate.
Und: Verpflichtung hat auch nichts mit positivem Denken zu tun. Auch positives Denken funktioniert wieder rein im Verstand, kommt aber meist nicht von Herzen. Da ist der Wille eher der Antreiber. Naja, und wenn der Verstand sich immer positive Bilder ausmalt und sagt „Das will ich“, dann sorgt das Universum meist dafür, dass Sie es auch immer weiter wollen, sprich es manifestiert sich nicht. Die Absicht liegt auf dem Wollen.
Experiment 3: Verpflichten Sie sich von ganzem Herzen
Schauen Sie sich nun noch einmal die Liste an, die Sie unter Experiment 1 erstellt haben. Was möchten Sie tatsächlich in Ihrem Leben ändern oder verwirklichen? Picken Sie sich ein Beispiel raus, von dem Sie sagen können „Ja, das möchte ich wirklich und dazu verpflichte ich mich.“ Und jetzt kommt der Trick: Eine Verpflichtung, zu der Sie wirklich stehen, treffen Sie nicht rein im Verstand. Wenn Sie eine Verpflichtung nur mit dem Verstand treffen, ist es eine reine Ego-Entscheidung. Eine wahre Verpflichtung mit dem Herzen können Sie auch entsprechend im Körper spüren. In dem Moment, in dem Sie eine wahre Verpflichtung eingehen, spüren Sie, wie sich diese in Ihrem Körper regelrecht verankert. Oft ist damit ein Gefühl der Freude verbunden. Mit dieser Verankerung entsteht die Notwendigkeit, die das Universum in Aktion treten lässt
Hierzu eine kleine persönliche Anekdote:
Vor einigen Jahren, saß ich zuhause und dachte über meinen damaligen Job nach. Ich war erfolgreich, alles war schön und gut, aber wirklich erfüllt hat mich der Job nicht. Ich hätte noch zig Jahre so weitermachen können, doch plötzlich war dieses Wort „Bestimmung“ in meinem Kopf. Ich hatte eine innere Gewissheit, dass es für jeden Menschen eine Bestimmung gibt, die ihn erfüllt. Und dann packte es mich plötzlich und ich hörte mich vollen Herzens sagen: „Es gibt so etwas wie die Bestimmung. Ich habe keine Ahnung, was meine Bestimmung ist, aber ich werde sie finden und ich werde sie leben.“ Ich konnte im gleichen Moment spüren, wie sich diese Verpflichtung innerlich verankerte. Es dauerte keine 2 Wochen, bis ich einen Hinweis auf Possibility Management bekam. 2 weitere Wochen später war ich auf meinem ersten Training und 2 Monate später begann ich die Trainer Ausbildung.
Sie sehen also, das Universum reagiert ziemlich schnell, sobald Sie eine bewusste, verantwortliche Absicht setzen und die Verpflichtung eingehen. Sie sind der Schöpfer Ihres Lebens. Ich lade Sie somit herzlich ein aufzuhören, irgendwelche Drama-Geschichten von vermeintlichen Umständen zu erzählen und stattdessen Ihre persönliche Verpflichtung einzugehen. Wie gesagt, Verpflichtung erzeugt Notwendigkeit im Universum, auch wenn Sie nicht wissen wie es geht. Und das ist ein echtes Abenteuer.
Verbundene Grüße,
Ihre Nicola Nagel



POTENZIALE LEBEN!
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