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Donnerstag, 16. Dezember 2021

Kennst Du den Kern aller Lebenskraft?

 

Das Jahr neigt sich dem Ende und der Dezember ist für viele Menschen die Zeit, das Jahr Revue passieren zu lassen. Was hast Du dieses Jahr erlebt? Wer oder was hat Dich inspiriert? Was hat funktioniert und was hat nicht funktioniert? Wie viel Deiner Zeit hast Du mit Aktivitäten verbracht, die Dir nicht entsprechen? Wann hast Du Dir zu viel aufgehalst? Und wofür hättest Du gerne mehr Zeit gehabt?
Es ist entscheidend für Deine Lebenskraft, Dir die Zeit zu nehmen, um für Dich zu reflektieren, damit Du nicht nur mit neuer Energie in das Neue Jahr starten kannst, sondern grundsätzlich auch mit leichtem Gepäck Deine Lebensreise gestalten kannst. Laotse - der Chinesische Philosph - brachte es mit folgendem Zitat auf den Punkt:
"Aussortieren des Unwesentlichen ist der Kern aller Lebenskraft!"
Was ist für Dein Lebensglück und Deine Lebenskraft wesentlich und was ist unwesentlich? Was brauchst Du, um im Fluss zu sein?
Wo bist Du Verpflichtungen eingegangen, die Dich nerven? Wo stapeln sich physisch in Deinem Zuhause Sachen, die ausgemistet gehören? Welche Menschen oder Tätigkeiten ziehen Deine Energie, anstatt Dich zu nähren?
Du hast die Wahl, ob Du Deinen Rucksack mit unnötigem Ballast anfüllst, oder nicht. Es ist in jedem Moment Deine Entscheidung. Wie wäre es also, die letzten 2 Wochen dieses Jahres zu nutzen, um radikal ehrlich das Unwesentliche auszumisten oder zu delegieren, das Dich nicht nährt? Auch wenn ein Teil von Dir sagt "Aber das ist genau das, was mich nicht nährt", ziehe in Betracht, dass es genau der Schattenanteil von Dir ist, der Dich an Deinem Platz halten und alles beim Alten belassen möchte. Mache dieses Experiment trotzdem. Du wirst überrascht sein, wie viel mehr Lebenskraft Du danach hast.
Weitere Möglichkeiten, die Dich in jedem Fall nähren und in Deiner Lebenskraft stärken, findest Du wie immer auch auf www.viva-essenza.com . Schau doch mal rein.
 
 
INSPIRATION, DIE BEWEGT!
www.viva-essenza.com 
 

Dienstag, 15. Januar 2019

Tanzt Du im Feuer das Wunder des Lebens?


Kürzlich viel mir ein Zettel mit einer indianischen Weisheit wieder in die Hände, die folgendes sagt:
Tanze im Feuer das Wunder des Lebens!
Fließe mit dem Wasser in die Tiefe der Träume!
Atme im Wind die Weite des Himmels!
Wachse in die Erde zum Quell Deiner Kräfte!

Eine sehr kraftvolle Weisheit, die jedoch in der modernen, schnelllebigen Gesellschafte nur wenige Menschen wirklich konsequent zu beherzigen scheinen. Für solche Weisheiten ist in der Regel keine Zeit. Einige lesen sie vielleicht interessiert, verstehen die Weisheit mit dem Verstand, um sie anschließend direkt in die gedanklichen Schublade „verstanden“ zu stecken, wo sie wieder in Vergessenheit gerät, ohne wirklich Beachtung gefunden zu haben.

Doch wie wäre es, wenn Du diese indianische Weisheit für dieses frische Neue Jahr zu Deinem Motto machst und tatsächlich lebst? Um das tun zu können, ist zuvor die Beantwortung zwei ganz anderer Fragen hilfreich:

·         Wieso rennst Du manchmal (oder öfter) durchs Leben und bist gehetzt oder gestresst?
·         Wann hörst Du auf zu überleben und beginnst zu leben?

Die Krux an der Sache ist, dass der Stress und die Alltagshektik selbstgemacht sind. Kennst Du das: Du meinst, Du müsstest dieses und jenes noch unbedingt schnell erledigen, besorgen oder lösen, bevor Du Dich wirklich entspannen kannst? Warum tust Du das?

Das ständige Tun scheint bei den meisten Menschen wie ein Virus zu sein. Und glaube mir, ich kenne diesen Virus sehr gut. Ich hatte jahrelang wirklich Mühe, tagsüber einfach einmal eine Pause zu machen. Es ist ein Virus einer patriarchischen Gesellschaft, die auf Leistung gedrillt ist. Viele von uns haben das Virus, ständig etwas leisten zu müssen, unbewusst tief in den Zellen sitzen. Wenn Du beispielsweise einfach gemütlich im Park sitzt und die Bäume anschaust, dann leistest Du nichts. Womöglich wirst Du sogar noch gefragt, ob Du nichts zu tun hast oder schon wieder Urlaub hast. Ein fataler Glaubenssatz, der damit einhergeht ist, dass Du nur Anerkennung bekommst, wenn Du etwas leistest und Geld verdienst. „Von nichts kommt nichts!“, heißt ein Sprichwort. Wenn Du gestresst bist, musst Du demnach wirklich viel leisten und scheinbar wichtig sein (z. B. für Deine Firma). Ergo bekommst entsprechend Bewunderung von anderen. Und nur wenn Du krank wirst, hast Du das Recht, eine Pause zu machen. Das sind nur einige wenige der unausgesprochenen Virus-Aspekte und Glaubenssätze. Der Fokus liegt auf dem Tun und Haben. Es geht um materielles und monetäres Wachstum. Wir versuchen das Tun und das Haben zu vermehren und wachsen zu lassen, anstatt unser Sein wachsen zu lassen.

Merkst Du, welche Kluft zwischen der indianischen Weisheit und den Glaubenssätzen der modernen Gesellschaft klafft? Diese beiden scheinen sich nicht wirklich vereinen zu lassen.

Und doch ist es möglich! Es ist möglich, dass Du im Feuer das Wunder des Lebens tanzt und in die Erde zum Quell Deiner Kräfte wächst, sobald Du Dir Deine Kraft zurück holst und aufhörst, Dich im Außen zu verlieren.

Sich im Außen zu verlieren bedeutet, dass Du Deine Kraft und Autorität abgibst und nicht mehr geerdet und bei Dir bist. Du kannst Deine Kraft an Dinge, Personen, Situationen, Projekte, die Zeit, Geld, Glaubenssätze oder auch vermeintliche gesellschaftliche Regeln und Normen abgeben. Es ist daher sinnvoll, einmal für Dich zu überprüfen, wie oft pro Tag Du Deine Kraft nach außen abgibst und nicht mehr zentriert bei Dir bist. Frage Dich zum Beispiel einmal folgendes:

  • Wie oft machst Du es Deinem Partner, Deinem Chef, Deinen Kollegen, etc. recht?
  • Wie oft meinst Du, noch mehr tun bzw. leisten zu müssen?
  • Wie viele Aufgaben hast Du aus inauthentischem Pflichtbewusstsein übernommen, die Dich aber stressen anstatt inspirieren.
  • Inspiriert und erfüllt Dich Dein Job? Oder beginnt das Leben erst nach Feierabend?
  • Wie lang ist Deine To-Do Liste? Wie viele Punkte hat sie (wenn Du alles aufschreiben würdest, was Du meinst erledigen zu müssen, auch wenn es täglich wiederkehrende Aufgaben wie putzen, bügeln, die Kinder zur Schule fahren, etc. sind).
  • Wie häufig am Tag denkst Du „Ich möchte nur noch eben schnell das und jenes fertig machen, bevor ich mich in Ruhe hinsetze und einen Kaffee trinke?“
  • Machst Du Dir Sorgen, ob Du genug Geld hast bzw. wie Du mehr Geld verdienen kannst?
  • Wie oft im Monat nimmst Du Dir Zeit, um wirklich nichts zu tun?
  • Wie oft bist Du gedanklich im Morgen oder im Gestern und denkst über Eventualitäten der Zukunft nach oder darüber, was war?
  • Wie oft am Tag nimmst Du Dir Zeit, im Hier und Jetzt anzukommen und zu fühlen, was gerade in Dir los ist; was Du fühlst?

Selbst, wenn Du eine Arbeit oder ein Projekt hast, das Dich wirklich inspiriert, kann es sein, dass Du Deine Kraft abgibst. Das passiert beispielsweise dann, wenn Du vor lauter Inspiration den Moment verpasst, in dem es angesagt wäre, eine Pause zu machen. Dann gibst Du Deine Kraft an das Projekt ab. Wenn Inspiration durch Dich hindurch fließt, fließt sie. Inspiration kennt keine Zeit und keine Pausen. Deswegen ist es in dem Fall notwendig, dass Du die Pausen bewusst festlegst und nicht vor lauter Inspiration ausbrennst.

Es kann so schnell passieren, dass Du in dem „Viel zu tun“-Ding landest. Unabhängig davon, in welcher Form bzw. an wen oder was Du Deine Kraft nach außen abgibst, ist es notwendig, dass Du regelmäßig inne hältst, um bei Dir anzukommen und die indianische Weisheit mehr in Dein Leben zu integrieren. Werfe alles an Gepäck ab, was Du nicht brauchst; alles, was Dir nicht entspricht (siehe hierzu auch den Artikel von Dezember 2018 „Mit wie viel Gepäck reist Du durchs Leben“). Werde authentisch, präsent und komme im Hier und Jetzt an. Dazu sind zwei Schritte unabdingbar.

 
Schritt 1: Zentriere Dich
Der erste Schritt besteht darin, dass Du lernst, Dich wirklich zu zentrieren. Du zentrierst Dich, indem Du Deine Aufmerksamkeit nutzt und schaust, wo Dein sogenanntes, energetisches, bewegliches Seins-Zentrum ist (es hat in der Regel zunächst die Größe einer Grapefruit und wir legen es häufig in den Kopf und denken die ganze Zeit). Anschließend benutzt Du Deine Absicht, um es auf das physische Zentrum zu legen. Das physische Zentrum ist in Höhe der Gürtelschnalle, in der Körpermitte und hält unsere Balance. Wenn diese beiden Zentren aufeinander liegen, bist Du zentriert. Schau Dir beispielsweise die Grundhaltung einer Kampfsportart wie Aikido, Jiu-Jitsu oder ähnlich auf YouTube an. Wenn Du zentriert bist, kann Dich nichts umhauen. Du kannst das Zentrieren möglicherweise verstärken, wenn Du deklarierst, dass Wurzeln aus Deinen Füßen in die Erde wachsen. Im zentrierten Zustand zählt nur das Hier und Jetzt. Dein Verstand wird jetzt vielleicht nicht wissen, wie das geht. Die Einladung ist: probiere es trotzdem!

Schritt 2: Werde Dir über Deinen persönlichen Raum bewusst
Das ist etwas, das wir definitiv nicht in der Schule lernen und somit hört sich das Folgende jetzt möglicherweise etwas merkwürdig an. Jeder von uns hat eigentlich einen persönlichen, energetischen Raum um sich. Da die meisten von uns jedoch nichts darüber lernen und diesen somit nicht bewusst aufrecht erhalten, fällt der Raum in sich zusammen und ist nicht da. Die Konsequenz ist, dass Du die Energie von den Menschen, denen Du begegnest, ungeschützt abbekommst. Bist Du schon einmal durch die Innenstadt gelaufen und warst völlig erledigt, als Du wieder zuhause ankamst? Die meisten haben das wohl schon einmal erlebt. Das passiert, wenn Du Deinen persönlichen, energetischen Raum nicht deklariert hast. Sobald Du die ganze Energie abbekommst, wird es sehr schwierig, bei Dir anzukommen und zu bleiben.

Probiere einmal Folgendes: Setz Dich entspannt auf einen Stuhl. Schließe die Augen. Nun benutze zwei Finger zum Schnipsen. Schnipse einmal und deklariere damit, dass um Dich herum eine Blase ist, die Dich komplett einschließt. Du sitzt in dieser Blase. Sie ist wie eine Seifenblase im Abstand von ca. 50cm komplett um Dich herum, vorne, hinten, oben und unten. Ertaste diese Blase nun von innen mit Deinen Händen. Bewege wirklich Deine Hände an der Blasenwand entlang. Wenn Du das eine Minute gemacht hast, schnipse die Blase wieder weg und spüre den Unterschied. Dann nutze wieder Deine Absicht und schnipse die Blase wieder hin und spüre erneut den Unterschied. Mache das ein paar Mal. Dies ist möglicherweise das erste Mal, dass Du Bewusstheit über Deinen persönlichen, energetischen Raum bekommst und diesen spürst. Dann gehe einmal in die Innenstadt und deklariere ganz bewusst diesen persönlichen Raum um Dich. Halte die ganze Zeit einen Teil Deiner Aufmerksamkeit darauf gerichtet, damit er bestehen bleibt. Nimm den Unterschied wahr.

Wenn Du mehr und mehr zentriert bist, im Sein und im Hier und Jetzt ankommst, Dir ausgiebige Pausen gönnst, in denen alles sacken kann, dann kann in Dir Ruhe einkehren. Dann kannst Du Erlebtes integrieren, Dinge verabschieden, Klarheit darüber bekommen, was wirklich Dir entspricht und Neues entstehen lassen.

Stress ist selbst gemacht. Wenn Du gestresst und gehetzt bist, bist Du gefangen in Deinen eigenen Gedanken und Glaubenssätzen und im Tun und Handeln. Doch was, wenn Du nicht Deine Gedanken bist? Was, wenn Du ausbrechen kannst aus dem intellektuellen Gefängnis? Was, wenn Du nicht Dein Tun und Haben bist?

Jeder Mensch hat ein Sein. Das Sein ist gekennzeichnet durch Qualitäten, die Dich in Deiner Essenz ausmachen und die beschreiben, wie Du bist. Vielleicht bist Du offen, klar, kreativ, wie ein leuchtender Stern, aufmerksam, feinspürig, humorvoll, etc. Wie wäre es, wenn Du den Fokus abziehst vom Tun und mehr auf Dein Sein richtest?

Vielleicht fragst Du jetzt „Ja alles schön, aber wie soll ich das machen? Wie geht das?“ Zieh einmal in Betracht, dass die Antwort auf die Frage „Wie?“ ganz einfach „Ja!“ lautet. Fange einfach an! (zum Beispiel mit den beiden oben beschriebenen Schritten).

Die wirklich interessante Frage lautet nicht „Wie?“ sondern vielmehr: „Wann entscheidest Du Dich bewusst und aufrichtig aus ganzem Herzen dafür,

im Feuer das Wunder des Lebens zu tanzen,
mit dem Wasser in die Tiefe der Träume zu fließen,
im Wind die Weite des Himmels zu atmen,
in die Erde zum Quell Deiner Kräfte zu wachsen?“

Achte auf Dich! Es ist Deine einzigartige, kostbare Lebenszeit!

Herzliche Grüße, 
Nicola


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Mittwoch, 9. Mai 2018

3 essentielle Fragen für mehr Energie, Fluss und Lebensfreude in Deinem Leben.


Den Frühling nutzen viele Menschen dazu, physischen Frühjahrsputz zuhause zu machen. Doch hast Du Dir einmal überlegt, auch in Dir selbst Frühjahrsputz zu machen? Das klingt vielleicht auf den ersten Blick nicht sehr attraktiv. Putzen ist nicht jedermanns Sache. Es lohnt sich jedoch, einige Dinge in Dir zu entstauben, wieder zum Leben zu erwecken und vielleicht das ein oder andere zu auszumisten. Das einzige, was Du brauchst, ist Experimentierfreude, Aufrichtigkeit und die Bereitschaft, Klarheit zu schaffen. Was Du gewinnst, sind mehr Energie, Fluss und Lebensfreude in Deinem Leben. Bist Du bereit?

Es gibt sicher viele verschiedene Komponenten, die entscheidend sind für mehr Energie, Fluss und Lebensfreude in Deinem Leben. 3 sehr wichtige Fragen in diesem Zusammenhang sind jedoch folgende:

1. Wo ist Deine Aufmerksamkeit?
2. Wie groß ist Dein JETZT?
3. Was ist für Dich stimmig?

Lass uns einmal betrachten, was es mit diesen 3 Fragen auf sich hat.

1. Wo ist Deine Aufmerksamkeit?
Wir vergeuden oftmals sehr viel Zeit damit, uns über Dinge Gedanken oder gar Sorgen zu machen, die noch gar nicht eingetreten sind oder die uns Energie rauben. Hier einige Beispiele:

·         Du machst Dir Gedanken oder Sorgen, was wohl passiert, wenn etwas ganz bestimmtes eintritt, z. B.
o   Dir Dein Job gekündigt wird
o   Ein geliebter Mensch in Deinem Umfeld stirbt
o   Deine Kinder in die Schule kommen
o   Du einen wichtigen Termin verpasst
o   Dein Partner/Deine Partnerin Dich verlässt
o   Du nicht genug Geld verdienst
o   Du keinen Job findest bzw. keinen, der Dich erfüllt
o   etc.

·         Du machst Dir Gedanken oder Sorgen, was andere wohl über Dich denken, wenn
o   Du bestimmte Äußerung machst
o   Du Deine Meinung vertrittst
o   Du Grenzen setzt und der andere womöglich empört ist
o   Du Deinen ganz eigenen Weg gehst
o   Du vielleicht außergewöhnliche Kleidung trägst,
o   Du gesellschaftliche Regeln und Normen hinterfragst
o   Du bestimmte Leute nicht zu Deinem Geburtstag oder zum Familienfest einlädst,
o   etc.

·         Du verstrickst Dich in Bewertungen und Geschichten bezüglich Situationen bzw. Menschen   in Deinem Umfeld, z. B. dass
o   Der Nachbar neurotisch ist, weil er die Hecke mit einem Lineal nachmisst, wenn er sie geschnitten hat
o   Dein Kollege unmöglich ist, weil er Dir Informationen nicht weitergeleitet hat
o   Dein Chef ein Idiot ist
o   überhaupt der ganze Job ätzend ist, weil Du so viel arbeiten musst und es Dir keinen Spaß macht,
o   Dein Partner ein Jammerlappen ist, weil er sich ständig beschwert
o   etc.

Unser Gehirn ist darauf programmiert, fortwährend Gedanken zu produzieren. So funktioniert unser intellektueller Körper nun einmal. Du kannst jedoch beeinflussen, welche Art von Gedanken Du produzierst bzw. worauf Du Deine Aufmerksamkeit lenkst.

Wenn Dich Gedanken der oben genannten Kategorien immer wieder beschäftigen, lenkst Du Deine Aufmerksamkeit beispielsweise grundsätzlich auf das, was Du NICHT möchtest bzw. was Dir Energie entzieht. Da Deine Energie Deiner Aufmerksamkeit folgt, gibst Du damit den Szenarien Energie, die Du eigentlich vermeiden möchtest und produzierst dadurch weitere Sorgen, Unwohlsein und Mangel. Die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Je mehr Energie Du bestimmten Gedanken gibst, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie sich manifestieren.

Früher gab es modellierbare Bilder aus Nägeln. Die Nägel waren locker durch Löcher einer Holzplatte gesteckt und konnten sich im Loch hin und her bewegen ohne herauszufallen. Das Bild wurde dann zunächst so umgedreht, dass alle Nägel mit den langen Enden auf eine Seite rutschten. Anschließend hast Du z. B. Deine Faust oder Hand in diese Seite hineingedrückt, sodass sie  sich auf der anderen Seite der Holzplatte abzeichnete, weil die Nägel nur dort eingedrückt wurden, wo Deine Faust bzw. Hand war. Ähnlich funktioniert es mit der Manifestation von Gedanken. Wenn Du einen Gedanken immer wieder denkst und diesen noch mit einem Gefühl verknüpfst (z. B. Angst) dann wird dieser zu einer gefühlten inneren Realität und einem inneren Abdruck (ähnlich dem Nagel-Bild).

Die entscheidende Frage ist also: Worauf richtest Du Deine Aufmerksamkeit? Das ist nicht zu verwechseln mit positivem Denken. Es geht hierbei nicht darum, dass Du Dir immer wieder einen vermeintlich positiven Satz vorsagst, sobald Du wahrnimmst, dass Du destruktive Gedanken hast. Es geht darum, achtsam zu werden, worauf Du Deine Aufmerksamkeit richtest. Wählst Du das, was Dir Sorgen macht, Mangel kreiert oder Dich nervt? Oder richtest Du Deine Aufmerksamkeit auf das, was Dich nährt?

2. Wie groß ist Dein JETZT?
Die zweite wichtige Frage beschäftigt sich damit, wie groß Dein JETZT ist, d. h. wie groß die Zeitspanne ist, in der Du lebst. Während Kinder noch ein sehr kleines Jetzt haben und von Moment zu Moment im Spielen versinken können, haben die meisten erwachsenen Menschen ein sehr großes Jetzt. Wie zeigt sich ein großes Jetzt? Es zeigt sich z. B. dadurch, dass:

·         Du schon morgens daran denkst, was Du bis abends alles erledigt haben musst
·         Du Dir heute Gedanken darüber machst, wie das Treffen mit der Freundin nächste Woche wird
·         Du in der Vergangenheit lebst und gedanklich z. B. bei der Besprechung mit Deinem Chef letzte Woche oder bei dem schönen Wochenendausflug vor 3 Tagen bist
·         Du bereits gedanklich im Urlaub bist, der in 3 Monaten ansteht
·         etc.

Das Jetzt ist bei vielen Menschen sehr groß, sodass sie in Tagen, Monaten oder sogar Jahren denken.

Die Sache ist die: Du kannst nicht mehr ändern, was in der Vergangenheit passiert ist, denn es ist schon vorbei. Du kannst auch nicht das ändern, was in der Zukunft liegt, denn es ist noch nicht da. Wenn Du in der Vergangenheit oder in der Zukunft bist, bist Du nicht im Hier und Jetzt präsent. Stattdessen gibst Du Deine Kraft an die Vergangenheit oder die Zukunft ab, die Du nicht kontrollieren kannst. Der einzige Moment, in dem Du wirklich Kraft hast, ist im Hier und Jetzt.

Du kannst als Erinnerung für das Jetzt einen kleinen Stein in Deine Hosentasche tun. Drücke mehrmals am Tag auf den Stein. In dem Moment, wo Du den Stein berührst und den Druck an Deinem Finger spürst, da ist das Jetzt. Minimiere Dein Jetzt auf diesen Moment. Sei präsent und wach in diesem Moment. Nur dort hast Du Kraft. Das Leben passiert Hier und Jetzt, nicht morgen, nicht übermorgen oder letzte Woche. Nur Hier und Jetzt. Mit dieser Wachheit kannst Du dann auch Veränderung vornehmen im Hier und Jetzt. Sobald Du in diesem Moment präsent bist und eine Situation vorfindest, die für Dich nicht funktioniert, kannst Du deklarieren, dass jetzt etwas völlig anderes möglich ist, als das.

Das wiederum bringt uns zur dritten Frage.

3. Was ist für Dich wirklich stimmig?
Wenn Du im Hier und Jetzt präsent und damit in Deiner Kraft bist, stellt sich die Frage, was für Dich genau in diesem Hier und Jetzt stimmig ist.

·         Ist es stimmig, das zu tun, was Du gerade tust?
·         Nährt Dich das, was in diesem Moment ist?
·         Folgst Du in diesem Moment Deiner Freude oder einer vermeintlichen Verpflichtung, die Dir keinen Spaß bringt?
·         Was inspiriert Dich jetzt?
·         Worin besteht jetzt die Notwendigkeit? (Was wird in diesem Moment gebraucht, entweder von Dir oder von anderen).

Um dem zu folgen, was für Dich wirklich stimmig ist, kann es notwendig sein, zunächst einmal die Dinge auszumisten, die für Dich nicht mehr stimmig sind. Bist Du beispielsweise Verpflichtungen eingegangen, hinter denen Du nicht mehr stehst und die Dir keine Freude mehr bereiten (z. B. Mitgliedschaft in irgendeinem Verein, eine Wohnung, in der Du Dich nicht wohl fühlst, die Übernahme von Aufgaben, die Dich eigentlich nerven, etc.)?

An welchen Dingen in Deinem Leben hältst Du fest, obwohl sie nicht mehr zu Dir gehören, Dir nicht gut tun und alles andere als stimmig für Dich sind? Wie viel unnötigen Ballast schleppst Du mit Dir rum?

Beginne damit, in Dich hinein zu spüren, was sich für Dich stimmig anfühlt, was Dir entspricht und was Dich nährt. Dann fang an, Platz für das zu schaffen, indem Du mit den Dingen aufhörst, die Dich nicht mehr nähren.

Vielleicht sagst Du jetzt: „Das ist leichter gesagt, als getan“. Nun, niemand hat gesagt, dass es leicht ist. Und zieh einmal in Betracht, dass es möglicherweise leichter ist, als Du denkst und Du Dir nur zu viele Gedanken darüber machst, wie das denn gehen soll. Denke nicht darüber nach. Fang einfach in kleinen Schritten an, zu experimentieren. Die einzige Frage ist, ob Du mehr Energie, Fluss und Lebensfreude in Deinem Leben haben möchtest oder nicht.

Frederic Dodson hat in seinem Buch Reality Creation Coaching einmal ein schönes Beispiel gegeben. Er saß mit einem Klienten auf einer Parkbank und fragte diesen: „Was würdest Du jetzt am liebsten tun?“ Der Klient, der selbständig war, sagte: „Nun, ich sollte jetzt mal dringend nach Hause gehen und Kundenakquise am Telefon machen“. Federic Dodson sagte: „Das war nicht die Frage. Die Frage war, was Du jetzt am liebsten tun würdest. Was wäre JETZT für Dich stimmig?“ Der Klient schaute in den Park und sagte: „Nun, am liebsten würde ich jetzt da vorne zu dem Baum gehen und die Eichhörnchen füttern, aber das ist ja nicht sehr lukrativ.“ Dodson sagte nur: „Erzähl das mal den Eichhörnchen.“ Also ging der Klient zu dem Baum und fütterte die Eichhörnchen. Eine Frau kam des Weges und sprach ihn an, weil er die Eichhörnchen fütterte. Sie kamen ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass sie die Geschäftsführerin einer großen Firma mit mehreren tausend Mitarbeitern war, die genau den Service brauchte, den der Klient anzubieten hatte. So wurde diese Firma der neue Kunde des Klienten.

Worauf richtest Du im Hier und Jetzt Deine Aufmerksamkeit und was ist für Dich jetzt stimmig?

Herzliche Grüße,
Nicola Nagel


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