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Freitag, 13. Mai 2016

5 Essentielle Komponenten, um Ihre Energie zu halten



In letzter Zeit bin ich zahlreichen Menschen begegnet, die ausgepowert sind, keine Energie mehr haben und selbst durch Urlaub nur bedingt wieder auf die Spur kommen. In einer sich immer schneller verändernden Welt ist dies zunehmend eine Herausforderung. Insbesondere wenn wir mit vielen Menschen in Kontakt sind, passiert es schnell, dass unsere Energie verloren geht, wenn wir nicht bewusst darauf achten. Kennen Sie es beispielsweise, dass Sie gemütlich durch die Stadt laufen und letztendlich völlig erschlagen und ohne Energie wieder zuhause ankommen? Oder Sie sitzen im Büro, zahlreiche Kollegen wollen etwas von Ihnen und bereits mittags ist Ihre Energie am Nullpunkt angelangt? Diese Phänomene sind in unserer Gesellschaft leider gängig, sodass letztendlich viele Menschen gestresst, energielos und dadurch unausgeglichen sind, gleichzeitig jedoch auch keinen Ausweg aus dem Teufelskreis finden. Ein hohes Energie-Niveau scheint meist eher zufällig und temporär zu sein, oder aber an bestimmte Bedingungen geknüpft zu sein (z. B. an „gute Laune“).

Was oftmals passiert, ist dass unsere Energie unbemerkt durch verschiedene Kanäle oder in Situationen entweicht, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Die meisten Menschen merken es erst, wenn es schon zu spät ist und sie müde oder genervt abends auf der Couch landen. Die energieraubenden Situationen können dabei sehr vielfältig sein. Beispielsweise kann es sein, dass

  • Sie versuchen, es allen recht zu machen (sowohl privat als auch im Job),
  • Sie sich unbewusst subtil manipulieren lassen oder versuchen, andere zu manipulieren (z. B. durch Worte, Gesten, Handlungen)
  • Sie täglich in kleinen oder großen Dramen, Diskussionen, Rechthaberei verwickelt sind.
  • eine unbewusste Vermischung von Energien mit anderen Menschen stattfindet (es gibt regelrechte Energie-Vampire, die versuchen, Ihre Energie abzusaugen)
  • Sie Ihre Kraft und Energie an vermeintliche Autoritätspersonen abgeben (Partner, Chef, kraftvolle Kollegen, Nachbarn, die Behörden….),
  • Sie persönliche Grenzüberschreitungen zulassen, die eigentlich nicht in Ordnung sind,
  • Sie sich zu viel auf einmal zumuten und zu viele Projekte/Ideen/Termine haben (möglicherweise um vermeintliche Anerkennung von anderen zu erlangen. In unserer Gesellschaft ist Stress zu einer Art traurigem Status-Symbol geworden. Der Irrglaube lautet: „Wenn ich gestresst bin, leiste ich enorm viel, ergo ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ich von anderen mehr Anerkennung – wenn auch nur in Form von Mitleid - für diese scheinbar enorme Leistung bekomme.)
  • Sie versuchen im Job professionell zu sein und stupide Leistung zu erbringen, die Ihnen eigentlich keinen Spaß macht,
  • Sie ungesunde Energie (Hass, Groll, schlechte Laune, emotionale Verletzungen, etc.) von anderen Menschen abkriegen (manchmal ohne dass Sie mit ihnen sprechen),
  • Sie versuchen von anderen Personen (häufig vom Partner oder engen Freunden) alte, unerfüllte Kindheitsbedürfnisse erfüllt zu bekommen (z. B. das unerfüllte Bedürfnis, damals nicht genug Liebe oder Aufmerksamkeit bekommen zu haben),
  • etc.

Experiment: Wann fühlen Sie sich energielos?
Es lohnt sich, einmal darauf zu achten, wann Ihre Energie verloren geht. Machen Sie einmal eine Liste wann, wo und idealerweise durch was oder wen, Sie sich energielos fühlen. Möglicherweise sind es Situationen, wie oben beschrieben, möglicherweise sind es auch ganz andere Situationen. Entscheidend ist, dass Sie beginnen, bewusst Ihre Aufmerksamkeit darauf zu richten, um die Energielücken aufzudecken.
Glücklicherweise ist es möglich, die persönliche Energie auf einem hohen Niveau zu halten, sobald wir einige Fertigkeiten lernen und diese bewusst nutzen. Es gibt – neben anderen - 5 essentielle Komponenten, die dafür unabdingbar sind:   

1.    Lernen Sie, zentriert zu sein
2.    Lernen Sie, Ihren persönlichen, energetischen Raum zu halten
3.    Achten Sie darauf, wo Ihre Aufmerksamkeit ist
4.    Steigen Sie aus den täglichen Dramen aus & übernehmen Sie radikale Verantwortung
5.    Nutzen Sie Ihre bewusste Wutkraft

1.    Lernen Sie, zentriert zu sein
Energieverlust passiert sehr häufig dadurch, dass wir unsere Kraft bzw. unser sogenanntes Zentrum unbewusst abgeben. Was bedeutet das? Zum einen haben wir ein physisches Zentrum. Dieses sitzt zwischen den Hüftknochen in der Körpermitte etwa auf Höhe der Gürtelschnalle und sorgt dafür, dass wir physisch in Balance sind. Neben dem physischen Zentrum besitzen wir jedoch noch ein weiteres, sogenanntes energetisches Zentrum. Dieses nimmt seinen Ursprung in der Größe einer Grapefruit und ist beweglich. Sie können es sich wie eine energetische Kugel vorstellen. In unserer Gesellschaft legen wir das energetische Zentrum meist in einen bestimmten Körperteil: den Kopf. Wir denken ständig darüber nach, welche Termine wir noch haben, was wir noch einkaufen müssen, wen wir anrufen müssen, etc.

Was viele Menschen darüber hinaus gerne machen ist, dass sie ihr energetisches Zentrum an vermeintliche Autoritätspersonen abgeben, z. B. den Chef, den Kollegen, den Partner, die Eltern, etc. Der Nutzen liegt meist darin, dass sie keine Verantwortung übernehmen müssen, sie hoffen, dass der andere sich um sie kümmert, sie keine Entscheidungen treffen müssen, nicht in Aktion treten müssen und sich dadurch letztendlich sicher fühlen. Nun gibt es unterschiedliche Arten von Autoritätspersonen: a) energieraubende Autoritäten (sogenannte Gremlin-Anführer) oder b) wahrhaftige Autoritäten/Anführer.

Energieraubende Autoritäten sind dabei Menschen, die gerne Ihr energetisches Zentrum nehmen, denn dann fühlen sie sich auch sicher. Es sind in der Regel Menschen, die zwar autoritär auftreten, jedoch dadurch nur ihre Angst vor Unzulänglichkeit kaschieren. Beispielsweise gibt es Chefs, die mit Worten und Gesten durch die Gegend poltern, sodass alle Mitarbeiter aus Angst sofort springen – ergo ihr Zentrum und damit ihre eigene Energie abgeben – um bloß nicht aus dem Rahmen zu fallen. Wahrhaftige Autoritäten würden hingegen Ihr Zentrum gar nicht annehmen. Ein echter Anführer würde sagen „Ich will Dein Zentrum nicht. Ich möchte, dass Du in der Lage bist, eigene Entscheidungen zu treffen.“

Zentriert zu sein bedeutet nun, dass Sie Ihre Absicht und Aufmerksamkeit nutzen, um Ihr energetisches Zentrum auf Ihr physisches Zentrum zu legen. Lokalisieren Sie zu nächst Ihr energetisches Zentrum. Wenn Sie sich beispielsweise gerade fragen, wie das denn gehen soll, dann ist Ihr energetisches Zentrum im Kopf. Es funktioniert wirklich mit Ihrer Absicht und Aufmerksamkeit. Es gibt beispielsweise bei Kampfsportarten oder auch beim Ballett Ausgangspositionen, die dazu dienen, komplett geerdet und zentriert zu stehen, sodass Sie sich aus dieser Position überall hinbewegen können.

Sie können Ihr Zentrum übrigens nicht nur an Autoritätspersonen sondern auch an andere Dinge abgeben, beispielsweise die Zeit („Herrje, schon wieder so spät, jetzt muss ich mich aber beeilen, sonst komme ich zu spät“), an Haustiere oder kleine Kinder („Schau mal, wie süüüß“), an die Vergangenheit („Damals war alles besser“) oder an die Zukunft („Bin ich froh, wenn ich in 3 Wochen Urlaub habe“), oder oder oder. Die Einladungen, um Ihr Zentrum abzugeben, sind vielfältig. Fakt ist jedoch: Wenn Sie Ihr Zentrum abgeben, verhalten Sie sich angepasst. Und: nur Sie können Ihr energetisches Zentrum und damit Ihre Kraft und Energie abgeben. Niemand kann es Ihnen klauen. Die anderen können Einladungen aussprechen, doch das Zentrum letztendlich abzugeben ist Ihre – meist unbewusste – Entscheidung. Lernen Sie also, auf Ihr Zentrum zu achten und zentriert zu sein, anstatt sich angepasst zu verhalten. Wenn Sie zentriert sind, sind Sie in der Lage, im JETZT präsent zu sein.

2.    Lernen Sie, Ihren persönlichen, energetischen Raum zu halten
Ein weiterer entscheidender Aspekt, um ein hohes Energie-Niveau zu halten ist, dass Sie Bewusstheit über Ihren persönlichen, energetischen Raum bekommen. Während wir über Zentrieren möglicherweise noch etwas lernen, wenn wir beispielsweise Kampfsport machen, tanzen, turnen oder ähnliches, lernen wir über unseren persönlichen energetischen Raum in der Regel nichts. Somit kann es durchaus sein, dass die folgenden Erläuterungen zunächst einmal etwas befremdlich wirken.

Ihren persönlichen, energetischen Raum können Sie sich vorstellen, wie eine etwas dickere Seifenblase, die im Abstand von ca. 50cm komplett um Sie herum geht. Dieser Raum ist nicht einfach da. Auch hier sind wieder Ihre Aufmerksamkeit und Ihre Absicht gefragt. Beides nutzen Sie, um diese energetische Blase - d. h. unsichtbare aber doch existente Blase - um sich herum zu deklarieren. Sie können beispielsweise als Hilfe mit 2 Fingern schnipsen und so deklarieren, dass Ihr persönlicher Raum nun besteht. Probieren Sie es einmal aus. Setzen Sie sich entspannt hin und schließen Sie für einen Moment die Augen. Spüren Sie erst einmal, wie es sich ohne eine energetische Blase anfühlt. Das ist der Modus, den Sie wahrscheinlich kennen. Nun schnipsen Sie mit den Fingern und lassen Sie mit Ihrer Absicht eine durchsichtige Blase um sich herum entstehen. Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in dieser Blase. Nutzen Sie Ihre Hände, um die Blase von innen zu ertasten; vorne, hinten, an den Füßen, über dem Kopf…
Dies ist möglicherweise das erste Mal, dass Sie Ihren persönlichen Raum bewusst wahrnehmen. Nun schnipsen Sie die Blase wieder weg und spüren Sie erneut den Unterschied.

Dann schnipsen Sie die Blase wieder hin. Das ist Ihr persönlicher Raum, in dem niemand anderes etwas verloren hat, weder Ihr Partner, noch Ihr Chef, noch Ihr Hund, noch sonst wer oder sonst was. Dieser Raum enthält nur Ihre Energie. Üben Sie sich darin, diesen Raum den ganzen Tag aufrecht zu erhalten, indem Sie immer einen Teil Ihrer Aufmerksamkeit darauf gerichtet lassen. Sobald Sie Ihren persönlichen Raum halten, sind Sie geschützt vor anderen Energien bzw. Ihre Energie fließt nicht mehr einfach so aus.

Was sehr häufig passiert ist, dass Menschen ihre persönlichen energetischen Räume vermischen (z. B. wenn der eine Partner am anderen „klebt“ oder jemand, der nicht Ihr Partner ist, ständig versucht, sie zu berühren, oder unbewusst mit Ihnen zu flirten, etc.). Das führt dann zu Energieverlust.

Sobald Sie Ihren persönlichen Raum nicht mehr bewusst klar haben, verlieren Sie Energie auch dadurch, dass Sie destruktive Energien anderer Menschen ungeschützt abkriegen (das ist z. B. oft der Grund, warum sich die meisten Menschen müde fühlen, wenn Sie durch die Stadt gegangen oder in der U-Bahn gefahren sind).


3.    Achten Sie darauf, wo Ihre Aufmerksamkeit ist
Es gibt den Spruch „Da wo Deine Aufmerksamkeit hingeht, geht Deine Energie hin“. Wo ist also Ihre Aufmerksamkeit? Ist sie jetzt schon bei der langen To Do Liste für den Tag? Oder bei den Kollegen oder den Kindern? Ihre Aufmerksamkeit ist Ihre wertvollste Ressource, denn Sie ist das einzig essentielle Mittel, mit dem Sie etwas tun können. Wenn Sie Ihre Aufmerksamkeit nicht bewusst gebrauchen, dann wird sie von etwas anderem Gebraucht. Denken Sie einmal an die ganzen Medienagenten, die versuchen, Ihre Aufmerksamkeit zu bekommen: Werbetafeln, Magazine, Fernsehen, Radios, Kataloge, sexy Frauen, trainierte Männer, schreiende Kinder, schnurrende Katzen….Was sie wirklich versuchen zu bekommen, ist Ihre Energie.

Lernen Sie also auf Ihre Aufmerksamkeit zu achten, indem Sie sie beispielsweise bewusst von einer Sache auf eine andere lenken, wie einen Gegenstand, ein Bild, eine Idee. Sie können Ihre Aufmerksamkeit weggeben, sie verlieren oder sie teilen, indem Sie auf mehr als eine Sacht gleichzeitig achten (wie z. B. beim Autofahren).

Aufmerksamkeit auf Ihre Aufmerksamkeit zu lenken, lässt sich noch anders ausdrücken: Seien Sie sich bewusst, über was Sie sich bewusst sind. Denken Sie darüber nach, womit Sie denken. Nehmen Sie den Wahrnehmer in sich wahr.

Wem oder was schenken Sie jeden Tag Ihre Aufmerksamkeit?


4.    Steigen Sie aus den täglichen Dramen aus und übernehmen Sie radikale Verantwortung
Worauf bei vielen Menschen sehr viel Aufmerksamkeit und Energie verwendet wird, sind die alltäglichen Dramen, bzw. das sogenannte niedere Drama. Niederes Drama ist jede Handlung, die darauf ausgerichtet ist, Verantwortung zu vermeiden. Es ist das klassische Täter-Retter-Opfer Spiel, das bei den meisten Menschen zur Tagesordnung gehört. Niederes Drama ist das beliebteste Spiel auf unserem Planeten, entzieht jedoch auch fortwährend die meiste Energie. Es geht meist darum, wer das größte Kuchenstück bekommt, den besten Job, die beste Bezahlung, den besten Partner, wer recht hat, mächtiger ist und gewinnt. Niederes Drama basiert auf dem Spiel „Ich gewinne – Du verlierst“. Wenn Sie nicht genug niederes Drama in Ihrem eigenen Leben haben, brauchen Sie nur den Fernseher anschalten oder die Zeitung aufschlagen. Es geht permanent darum, wer wem etwas angetan hat. Der mächtigste Charakter ist dabei interessanterweise das Opfer, denn es kann jede Person in Lichtgeschwindigkeit zum Täter machen (Beweise gibt es immer genug) und hält dieses Spiel am Laufen. Ohne Opfer gibt es kein niederes Drama.

Der große Nutzen liegt für das Opfer darin, dass es keine Verantwortung übernehmen muss, Mitleid und Aufmerksamkeit bekommt, nicht aktiv werden muss, jammernd in der „Ich Arme(r)“-Geschichte hängen bleiben kann und vor allem irgendwann Rache üben kann. Sie kennen niederes Drama. Die Anzeichen dafür sind beispielsweise: Rechthaben, Streit, Jammern, Beschuldigungen, andere ins Unrecht setzen, Entschuldigungen, Rechtfertigungen, Erwartungen, Positionsverhaftungen, Groll, Klatsch und Tratsch, Ausreden, sich beschweren, endlose Diskussionen, etc.

Prüfen Sie einmal kurz, wie viel Ihrer Energie in kleinen oder großen niederen Dramen jeden Tag verloren geht. Es gibt Menschen, die meinen, niederes Drama sei das Leben, denn es fühlt sich wirklich lebendig an, da eine Menge unbewusste Gefühle am Werk sind (unbewusste Wut, Traurigkeit, Angst oder auch Freude) oder alte Emotionen getriggert werden. Fakt ist, dass niederes Drama eine Sackgasse ist und zu nichts führt, außer, dass Sie älter werden und Nähe und Vertrautheit zerstören.

Um aus niederem Drama aussteigen zu können, besteht Schritt 1 darin, dass Sie sich zunächst einmal schmerzlich bewusst werden, wann, wie oft und mit wem Sie täglich niederes Drama spielen. Niederes Drama kann dabei auch in Ihnen mit verschiedenen Stimmen ablaufen (z. B. Täter: „Oh man, wie konntest Du nur so blöd sein.“, Opfer: „Ja, ich weiß, jetzt stehe ich wirklich dämlich da und die anderen halten mich für unfähig“, Retter:“Ach komm, beim nächsten Projekt hängst Du Dich wieder rein und dann wird das schon wieder.“)

Schritt 2 würde darin bestehen, radikale Verantwortung zu übernehmen, für niederes Drama und alles, was Sie in ihrem Leben vorfinden. Damit gibt es keine Schlupflöcher mehr. Wenn Sie alles erschaffen haben und kein Opfer der Umstände mehr sind, dann erhalten Sie eine Menge Energie zurück.

5.    Nutzen Sie Ihre bewusst Wutkraft
Eine letzte essentielle Komponente, um Ihr Energie-Niveau hoch zu halten, besteht darin, Zugang zu Ihrer bewussten Wutkraft zu bekommen. Die anderen Gefühle – Traurigkeit, Freude, Angst – sind sicherlich auch wichtig, doch am wichtigsten ist zunächst die Wut. Wenn Sie Ihre Energie halten wollen brauchen Sie die Wut. Entgegen der gängigen Meinung ist Wut nicht gefährlich, zerstörerisch, nicht gesellschaftsfähig, unprofessionell, unkontrolliert oder trotzig. Vielmehr ist Wut kraftvolle Energie und Information, die Ihnen dient. Sie brauchen Ihre erwachsene, verantwortliche, bewusste Wut, um beispielsweise

·         Grenzen setzen zu können,
·         Sich zu zentrieren
·         Ihren persönlichen, energetischen Raum aufrecht zu halten und zu schützen,
·         Entscheidungen zu treffen,
·         Ja zu sagen,
·         Nein/Stopp zu sagen (vor allem wenn etwas zu viel wird),
·         Klarheit zu schaffen,
·         Sich abzugrenzen,
·         Auf Ihre Aufmerksamkeit zu achten,
·         In Aktion zu treten.


Diese 5 essentiellen Komponenten, um die Energie hoch zu halten, brauchen sicherlich Übung und Aufmerksamkeit, damit sie automatisch in unseren täglichen Gebrauch übergehen. Wenn Sie beginnen damit zu experimentieren, kann es sein, dass Sie trotzdem zwischendrin wieder Energie verlieren, weil Sie möglicherweise vergessen haben, sich zu zentrieren oder Ihren persönlichen Raum zu deklarieren. Lassen Sie sich nicht entmutigen. Es ist ähnlich wie beim Jonglieren. Je mehr Sie experimentieren und üben, desto mehr gehen die Fertigkeiten Ihnen in Fleisch und Blut über, bis schließlich automatisch zentriert sind, Ihren persönlichen Raum haben, Grenzen setzen, auf sich achten und im Jetzt präsent sind. Ihre Energie ist es Wert. Sind Sie es sich wert?

In diesem Sinne, herzlich energiegeladene Grüße,
Ihre Nicola Nagel


P. S. Die grundlegenden Fertigkeiten, um Ihre Energie hoch zu halten, zentriert zu sein, Ihre Gefühle in Besitz zu nehmen und kraftvoll und voller Inspiration im Leben zu stehen, können Sie übrigens in den sogenannten Expand The Box Trainings und Possibility Laboratorien erlernen und erfahren. Ein echtes Erlebnis! Mehr dazu finden Sie auf: http://www.viva-essenza.com/66/privattraining/expand-the-box-training



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Donnerstag, 14. Januar 2016

Gorilla und Wildcat Basics - Erste Schritte zu außergewöhnlicher Beziehung



Den Jahreswechsel nehmen viele Menschen zum Anlass, gute Vorsätze für das neue Jahr zu fassen. Die Klassiker wie mehr Sport, gesünder essen, aufhören zu rauchen haben Sie möglicherweise zuhauf gehört. Doch wie wäre es einmal mit einem Vorsatz der ganz anderen Art, etwas, dass sich viele Menschen immer wieder wünschen: Eine außergewöhnliche Beziehung erschaffen!

Es ist erstaunlich, dass der große Wunsch nach einer erfüllenden, nährenden Beziehung oftmals schwierig realisierbar scheint, obwohl beide Partner die gleiche Sehnsucht in sich tragen. Das liegt häufig daran, dass vielen die unterschiedlichen Dynamiken in einer Beziehung nicht bewusst sind und somit bereits durch kleinste Gesten und Worte schnell Missverständnisse, Auseinandersetzungen, Diskussionen, Oberflächlichkeit und damit gewöhnliche Beziehung entsteht.

Viele Themen spielen beim Erschaffen außergewöhnlicher Beziehung eine Rolle (Buchtipp: Wahre Liebe im Alltag von Clinton Callahan). Eines davon ist das breitgefächerte Thema Kommunikation und gerade da scheitert es oft schon an kleinen aber feinen Grundlagen. Zwei dieser grundlegenden Themen sind:
  1. Gorilla und Wildcat Basics: Wann spreche ich mit meinem Partner?
  2. König(in) oder Schwein: Was ist meine Absicht?

Lassen Sie uns diese beiden Aspekte einmal in Kurzform betrachten.

1.    Gorilla und Wildcat Basics
Der erste entscheidende Schritt bei einem Gespräch ist das Timing, d. h. wann sprechen Sie überhaupt mit Ihrem Partner/Ihrer Partnerin. Die Kenntnis über die sogenannten Gorilla Basics und Wildcat Basics ist an dieser Stelle sehr hilfreich und kann Ihre Beziehung maßgeblich verändern, wenn Sie bewusst Ihre Aufmerksamkeit darauf lenken. Gorilla und Wildcat Basics mögen im ersten Moment simpel erscheinen, doch interessanterweise führt die Missachtung dieser Basics sehr oft zu Unmut und Sammeln von Grollpunkten in vielen Beziehungen. Gorilla und Wildcat Basics sagen etwas darüber aus, wann Sie idealerweise mit Ihrem Partner sprechen  bzw. nicht sprechen.

Gorilla Basics
Versuche nicht mit einem Mann zu sprechen, wenn:
  • Er hungrig ist.
  • Er müde ist oder er morgens gerade erst die Augen aufgemacht hat.
  • Er genervt von der Arbeit kommt.
  • Er geil ist.
  • Das Fußballspiel im Fernsehen läuft (oder was immer seine Lieblingsportart ist)
  • Es Zeit ist, zu gehen/aufzubrechen (z. B. ins Restaurant, zur Arbeit, ins Kino…)
  • Er gerade mit etwas beschäftigt ist (einschließlich der Dinge, von denen Sie meinen, dass sie nicht wichtig sind)
Wildcat Basics:
Versuche nicht mit einer Frau ernsthaft zu sprechen, wenn:
  • Sie hungrig ist.
  • Sie müde ist.
  • Sie auf dem Sprung zu ihren Freundinnen ist oder die Freundinnen gleich vor der Tür stehen.
  • Kurz vor oder am 1. Tag ihrer Periode (klären Sie mit Ihrer Partnerin, welches der Tag ist, an dem sie deswegen emotional nicht zurechnungsfähig ist. Sie weiß es ganz genau).
  • Sie sich im Bad Zeit nimmt, um sich schön zu machen/zu pflegen.
  • Sie vor dem Kleiderschrank steht und sich fragt, was sie anziehen soll.

Es kann tatsächlich so einfach sein! Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob es gerade das richtige Timing ist, fragen Sie Ihren Partner, indem Sie z. B. sagen „Hast Du gerade einen Moment Zeit? Ich würde gerne etwas mit Dir besprechen/ich habe eine Frage.“ Und nehmen Sie es nicht persönlich, wenn ein Nein als Antwort kommt. Immerhin ist die andere Person dann ehrlich. Schließlich hätte keiner von Ihnen etwas davon, wenn einer während des Gesprächs mit den Gedanken ganz woanders ist. Falls ein Nein kommt, könnten Sie z. B. fragen, wann es der anderen Person passt und sich entsprechend für später verabreden.

Angenommen, Sie haben das richtige Timing erwischt, so ist die nächste Frage, was ist Ihre Absicht?


2.    König(in) oder Schwein?
Machen Sie sich bewusst, was Ihre genaue Absicht bei einem Gespräch ist. Wenn Sie nicht wissen, was Ihre Absicht ist, schauen Sie sich das Resultat der Unterhaltung oder Ihre Beziehung insgesamt an.

Wenn Sie sich in einem Streit oder endlosen Diskussion wiederfinden oder Beschuldigungen  und Ausreden an der Tagesordnung sind, dann sind Sie dabei, sogenanntes niederes Drama zu kreieren, das Ihre Beziehung untergräbt. Ein niederes Drama ist jede Handlung die dazu dient, Verantwortung zu vermeiden und stattdessen Nähe und Vertrautheit zu zerstören und den Partner/die Partnerin zum Schwein zu machen. Niederes Drama impliziert, dass eine Person die sogenannte Opferrolle übernimmt. Es ist das klassische Täter-Retter-Opfer Spiel. Die Opferrolle kann dabei sehr bequem und lukrativ sein, denn als Opfer bekommen Sie Aufmerksamkeit und Mitleid, müssen keine Verantwortung übernehmen, können die „Ich Arme(r)“ Story erzählen und haben vor allem die Lizenz zur Rache. Wenn Sie beweisen können, dass Ihr Partner/Ihre Partnerin Sie ins Unrecht gesetzt oder angeblich verletzt hat, dann können Sie zum Gegenschlag ausholen. Weitere beliebte Anzeichen für niederes Drama in Beziehung sind Rechthaberei, Besserwisserei, Entschuldigungen und Rechtfertigungen.

Stellen Sie sich also vor und auch während des Gesprächs die Frage: Was ist jetzt gerade meine Absicht? Zum Beispiel:

·         Will ich meinen Partner/meine Partnerin manipulieren oder mit ihm/ihr authentisch und verletzlich in Kontakt sein? (Machen Sie sich einmal bewusst, dass Manipulation schon auf subtile Weise geschehen kann, z. B. durch die kleine Frage „Sollen wir spazieren gehen?“ anstatt klar zu äußern „Ich würde gerne raus an die frische Luft und einen Spaziergang machen, kommst Du mit?“)

·         Will ich gerade unbedingt recht haben oder kann ich von meinem Standpunkt runterkommen, damit Nähe und Vertrautheit möglich ist? (Vielleicht hilft Ihnen folgender Satz zur Erinnerung: Entweder Du haben Recht, oder Du bist in Beziehung. Beides gleichzeitig geht nicht.)

·         Will ich ihn/sie klein machen / zum Schwein machen, damit ich als Sieger aus dem Gespräch hervor gehe, oder kann ich den anderen SEIN lassen wie er ist und respektvoll und erwachsen agieren? (Wertschätzen Sie Ihren Partner z. B. dafür, dass er daran gedacht hat, eine Tüte Milch aus dem Supermarkt mitzubringen, oder tadeln Sie ihn stattdessen dafür, dass er die falsche Marke gekauft hat?)

·         Verhalte ich mich angepasst, um es ihm/ihr recht zu machen (und möglicherweise die Harmonie zu wahren), oder kann ich klar bei mir und in meiner Kraft sein und dadurch erwachsen und verantwortlich den Beziehungsraum halten und gestalten?

·         Projiziere ich gerade z. B. das Verhalten meiner Eltern auf meinen Partner/meine Partnerin oder sehe ich ihn/sie tatsächlich? (Gibt es z. B. nur eine Möglichkeit, die Spülmaschine einzuräumen oder gewisse Kommentare zu machen, oder können Sie gelassen bleiben?)

Was ist tatsächlich Ihre Absicht? Von einigen Klienten habe ich schon gehört „Ich möchte ja eine außergewöhnliche Beziehung, aber er/sie müsste sich ändern.“ Kennen Sie diesen Satz? Wenn Sie erwarten, dass der andere sich ändert: viel Erfolg! Es wird nicht funktionieren. Wenn Sie gewöhnliche Beziehung mit niederem Drama in Ihrem Leben vorfinden, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass Sie dies unbewusst selbst gestaltet haben. Fangen Sie also bei sich an. Wachen Sie auf! Werden Sie aufmerksam!

Es gibt einen Teil in uns – genannt unser Gremlin, der innere Schweinehund oder das kleine fiese Monster – dessen Leibspeise es ist, niederes Drama zu erzeugen und Beziehung zu zerstören. Es ist unsere Schattenseite, die genau das Täter-Retter-Opfer Spiel liebt. Der Gremlin ist sozusagen der König Ihrer eigenen Unterwelt und es ist sehr hilfreich, sich diesen Teil genau anzuschauen. Sobald wir nicht achtsam sind oder gar keine Kenntnis über diesen Teil in uns haben, der niederes Drama liebt, wird es herausfordernd sein, ein anderes Spiel zu spielen und außergewöhnliche Beziehung zu erschaffen. Mit dem Grad der Bewusstheit über diesen Mechanismus steht und fällt die Qualität Ihrer Beziehung.

Niederes Drama äußert sich übrigens auch in dem Aufrechterhalten von Erwartungen (seien sie nun ausgesprochen oder unausgesprochen). Erwartungen sind prädestiniert dafür enttäuscht zu werden. Gerade in Bezug auf Beziehungs-Kommunikation haben Frauen und Männer gleichermaßen Erwartungen. Der entscheidende Punkt ist: Ein Mann ist keine Frau und umgekehrt!!! „ACH!“ werden jetzt einige von Ihnen möglicherweise sagen. Doch diese Feststellung ist durchaus ernst gemeint, denn viele Frauen erwarten in Ihrer Beziehung unter anderem, dass der Mann

  1. genauso zuhört, wie die beste Freundin
  2. gerne viel und schnell erzählt
  3. in der Lage ist, 7 Themen gleichzeitig zu besprechen

während Männer gerne erwarten, dass ihre Frau

  1. endlich zum Punkt kommt
  2. auf eine Ja/Nein Frage einfach klar mit ja oder nein antwortet
  3. bei einem Thema bleibt.

Um es kurz zu machen: Ihr Mann wird nicht zuhören wie eine Frau, er antwortet anders auf Fragen und behandelt nur ein Thema nach dem anderen. Gleiches gilt umgekehrt: Ihre Frau wird nicht zuhören wie Ihr bester Freund und hat einfach die Tendenz gerne, viel zu erzählen.

Wenn Sie ein Mann sind und Ihre Partnerin Ihnen etwas erzählen möchte, das ihr am Herzen liegt, dann ist es sinnvoll erst einmal nur zuzuhören und nichts zu sagen, bis sie mit erzählen fertig ist. Lassen Sie Ihre Handwerkermütze im Schrank und kommen Sie nicht direkt mit Lösungsvorschlägen. Ihre Frau möchte Ihnen etwas erzählen! Wenn sie einen Rat oder eine Lösung braucht, wird sie es schon sagen. Frauen haben die Tendenz, das was in ihnen ist, vor sich auszubreiten. Es kommt wie ein riesiger Wasserschwall: alles auf einmal. 

Sind Sie hingegen eine Frau und Ihr Mann möchte Ihnen etwas erzählen, das ihm wichtig ist, so lautet die Empfehlung: Halten Sie sich an die 30 Sekunden Regel. Was ist damit gemeint? Nun während eine Frau eher wie ein Wasserfall sprudelt und alles sofort in einem Schwall erzählt, ist der Mann eher wie ein tiefer Brunnen. Er erzählt etwas – kippt sozusagen den ersten Eimer voll Wasser aus – doch dann muss er den Eimer im Brunnen erst wieder herunterlassen, um die nächste Fuhre Wasser (Gedanken/Information) hinauf zu befördern. Sein Motto ist: eine Schicht nach der anderen. Warten Sie also 30 Sekunden. Wenn Sie sich nach dem ersten Wassereimer als Frau nicht in Geduld üben und nach 10 Sekunden Stille schon mit einer Frage oder einem Kommentar dazwischen platzen, weil sie die Stille nicht aushalten, dann schlagen Sie die Tür zur nächst tieferen Ebene an Nähe und Intimität zu. Dann wird Ihr Mann nicht auf die nächste Ebene des Gesprächs gehen, weil der Raum dafür nicht stabil ist. Gleiches gilt, wenn Sie eine Frage gestellt haben: WARTEN Sie!!! Viele Frauen tendieren dazu, den Mann nach 5 Sekunden direkt mit den nächsten 3 Fragen zu bombardieren, bevor er überhaupt auf die erste Frage geantwortet hat, sodass er gar nicht mehr weiß, auf welche Frage er überhaupt antworten soll. Wenn er nach 30 Sekunden nichts mehr sagt, können Sie wieder in Aktion treten.

Es ist hilfreich sich bewusst zu machen, dass Gehirne von Männern und Frauen völlig unterschiedlich ticken. Das Gehirn der Frauen ist wie ein riesiges Knäuel an wirren Drähten. Alle Themen sind mit allen verbunden: der Job mit der Großmutter, die Großmutter mit dem Auto, das Auto mit den Kindern, die Kinder mit dem Haus…alles ist einfach mit allem verbunden. Deswegen können Frauen auch über viele Dinge gleichzeitig sprechen und zig Themen wie einen Haufen Jonglierbälle in der Luft halten. Versuchen Sie einmal als Mann einem Gespräch unter Freundinnen zu folgen. Ihnen wird nach wenigen Minuten wahrscheinlich schwindelig.

Männer hingegen ticken anders. Das Gehirn der Männer besteht aus vielen kleinen Boxen. Jede Box beinhaltet ein Thema und wenn sie über ein spezifisches Thema sprechen, ziehen sie die entsprechende Box heraus, öffnen sie und sprechen nur über das, was in dieser Box ist. Danach schließen sie die Themenbox wieder, schieben sie an ihren Platz und achten sorgfältig darauf, dass diese keine andere Themenbox berührt. Schauen Sie sich passend dazu das sensationelle Video von Marc Gungor auf Youtube an: http://www.youtube.com/watch?v=ulP6f9zXtTs

Das Thema Beziehung ist viel zu komplex, als dass es in einem Artikel abgehandelt werden könnte, das wissen Sie! Allein das Thema Kommunikation in Beziehung würde ein ganzes Buch füllen. Doch eine außergewöhnliche Beziehung zu erschaffen, beginnt immer mit dem ersten Schritt. Wie wäre es also, das neue Jahr mit dem Experiment zu beginnen, auf die Gorilla bzw. Wildcat Basics zu achten und einen Detektor für niederes Drama zu entwickeln? Nach welcher Art von Beziehung sehen Sie sich?

Herzliche Grüße,
Ihre Nicola Nagel


P. S. Die grundlegenden Fertigkeiten, um tatsächlich außergewöhnliche Beziehung zu erschaffen und voll präsent in Ihrer Kraft zu sein, können Sie übrigens in den sogenannten Expand The Box Trainings und Possibility Laboratorien erlernen und erfahren. Ein echtes Erlebnis! Mehr dazu finden Sie auf: http://www.viva-essenza.com/66/privattraining/expand-the-box-training




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