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Mittwoch, 14. September 2016

Wie beziehungslos ist die moderne Gesellschaft? - Stärke Deine eigene Beziehungsfähigkeit!



Hast Du Dir einmal die Frage gestellt, wie beziehungslos unsere Gesellschaft ist? In Beziehung zu sein mit sich selbst, anderen Menschen und der Erde ist ursprünglich etwas ganz natürliches. Es scheint jedoch, dass diese Fähigkeit des In-Beziehung-Seins zu einem großen Teil verloren gegangen ist. Der kürzlich erschienene und prämierte Film „Toni Erdmann“ von Maren Ade macht dies auf geniale, wenn auch sehr schmerzhafte Art und Weise deutlich und zeigt klar auf, wo die moderne Gesellschaft gerade steht. Zwar haben viele Menschen täglich Kontakt mit zahlreichen Personen, doch welche Art von Kontakt ist das? In welcher Art von Beziehung sind wir tatsächlich mit der Familie, dem Partner, den Kollegen und Freunden? 

In Beziehung zu sein ist ein Grundbedürfnis; das Sein sehnt sich nach authentischem, nährendem Kontakt, doch genau damit haben viele Menschen die größten Schwierigkeiten. Nicht umsonst boomen seit geraumer Zeit die verschiedensten online Beziehungsbörsen. Die moderne Gesellschaft ist verzweifelt beziehungslos. Das liegt unter anderem daran, dass uns die Medien und die moderne Wirtschaft in einer Art und Weise manipulieren, die unseren Fokus völlig verzerrt und vom Wesentlichen abbringt: von uns selbst, anderen Menschen und der Erde. 

Die Medien versuchen den Menschen vorzugaukeln, wie Beziehung – sei es zum Partner, zur Familie oder zum Nachbarn – zu funktionieren hat. Sie geben uns ein genormtes, oberflächliches Konzept vor, das zwar vordergründig mit rührenden Bildern von Beziehung lockt, doch hinter der Fassade die Absicht verfolgt, dass wir uns anpassen und idealerweise bestimmte Produkte konsumieren. Der Besitz von und damit die Beziehung zu materiellen Dingen wird propagiert. Erfolg wird daran gemessen, ob eine Person einen hoch bezahlten Job hat, ein Auto und eine Wohnung besitzt, ein schickes Smartphone hat und mehrmals pro Jahr in Urlaub fahren kann. Das Konkurrenzdenken und damit das Einzelkämpfertum sind in der modernen Gesellschaft in einem Maße ausgeprägt, das eine Verarmung an authentischen und tiefen Kontakten mit sich bringt. Das Konkurrenzdenken und der stete Versuch im Job professionell und leistungsstark zu sein, treibt die Menschen auseinander. Um Hilfe zu bitten, ist regelrecht verpönt und wird als Schwäche gewertet. Und genau durch dieses Getrenntsein bleiben sie für die Medien, die Wirtschaftsbosse und Politiker angreifbarer und leicht manipulierbar. 

Es gibt in der modernen Gesellschaft keine traditionelle Männer- und Frauenkultur mehr, die sich ursprünglich untereinander gestärkt haben. Stattdessen gibt es Werbungen, die anpreisen, wie toll es angeblich sei, heute in einer Großstadtwohnung leben zu können, ohne einen Schritt vor die Tür setzen bzw. einen anderen Menschen treffen zu müssen. Du kannst von zuhause aus arbeiten, kannst alles online bestellen, was Du brauchst (inklusive frischer Lebensmittel) und Dir diese Dinge direkt an die Haustür liefern lassen. Da Du auch online bezahlen kannst, brauchst Du noch nicht einmal die Tür öffnen, sondern lässt den Lieferservice das Paket einfach vor der Tür abstellen. Traurig, aber wahr. 

In einer Gesellschaft, in der Zeitmangel bereits als Statussymbol gilt (denn wer wenig Zeit hat und gestresst ist, ist vermeintlich wichtig), laufen die persönlichen Beziehungen oftmals  auf Sparflamme bzw. nebenher. Nicht selten wird Beziehung auch mit dem Klären von Alltagslogistik verwechselt. Es stimmt zwar, dass Sie in Kontakt sind, wenn Sie mit Ihrem Kollegen klären, wann der nächste Kundentermin ist, oder mit Ihrer Frau besprechen, wann die Kinder vom Judo-Kurs abzuholen sind, doch dabei handelt es sich meist um oberflächlichen Kontakt, der rein auf den Intellekt beschränkt ist. Eine authentische Herz-zu-Herz Verbindung findet in diesen Momenten selten statt. 

Ein Phänomen ist in diesem Zusammenhang auch das sogenannte neurotische Zuhören. Neurotisches Zuhören passiert, wenn Sie beispielsweise etwas wichtiges erzählen, die andere Person aber gar nicht zuhört, sondern stattdessen weiter am Handy spielt, die Spülmaschine ausräumt, in Gedanken die nächsten Termine durchgeht, aus dem Fenster oder auf die Uhr schaut, o. ä. Sie kennen diese Art des Zuhörens, denn sie ist leider normal geworden. Wenn Sie neurotisch zuhören, sind Sie jedoch nicht in Beziehung. Kürzlich stand ich beim Einkaufen an der Kasse und sah vor mir eine Mutter mit ihrer ca. 15jährigen Tochter. Die Tochter hatte unglaublich viel zu erzählen und versuchte regelrecht die Aufmerksamkeit ihrer Mutter zu bekommen. Die Mutter jedoch – obwohl sie in der Schlange warten musste – schaute in der Gegend umher, wirkte gelangweilt und ging in Gedanken sichtlich die Liste an Dingen durch, die sie später noch erledigen musste. Sie war weder präsent, noch in Beziehung mit ihrer Tochter. Die Tochter lief regelrecht gegen eine energetische Glaswand, die zwischen ihr und der Mutter stand. 

Ein weiterer Aspekt, der dazu beiträgt, dass viele Menschen in der Vergangenheit massiv an Beziehungsfähigkeit eingebüßt haben, ist die Tatsache, dass sie einer permanenten Reizüberflutung und einem Unterhaltungsangebot ausgesetzt sind, die darauf abzielen, sich selbst nicht mehr zu spüren. Es ist sehr leicht, die sogenannte Taubheitsschwelle der eigenen Gefühle weit oben zu halten, beispielsweise mit viel Fernsehen, Internetsurfen, übermäßigem Essen, übermäßigem Arbeiten, exzessivem Sport, Süßigkeiten, Shoppen und - nicht zu vergessen - Social Media. 

Die Trendwelle und Verbreitung von Social Media, die sich in den letzten Jahren etabliert hat, trägt maßgeblich dazu bei, sich zum einen selbst in der oberflächlichen, schnelllebigen digitalen Welt zu verlieren und zum anderen authentische Beziehung mit digitaler Beziehung zu verwechseln. Der Kommunikation über Social Media und Smartphone (Facebook, Twitter, WhatsApp, XING, etc.) wird eine Bedeutung beigemessen, die jegliche echten, persönlichen Kontakte in den Hintergrund rückt. Die Social Media Sucht hat in einem Maße um sich gegriffen, dass Menschen zunehmend dissoziiert sind. Sie sind zwar in der Lage, über Social Media einen tollen Link, ein Foto oder einen Kommentar zu posten, also zu veröffentlichen und mit vielen vermeintlichen Freunden zu teilen, sind jedoch nicht mehr in der Lage, einen Abend lang ein intensives Zweiergespräch vis-à-vis zu führen. Sie sind regelrecht abgetrennt vom realen Erleben im Hier und Jetzt und auf die digitale Welt fokussiert. Es geht darum, wer online wie viele – wenn auch oberflächliche – Kontakte hat und wer die meisten „Likes“ auf Facebook bekommt. Geh einmal in ein Restaurant und beobachte die Gäste. Wie viele sind in der Lage, kein einziges Mal ihr Smartphone zu zücken und in intensivem Austausch mit ihrem Gegenüber zu sein?

Beziehungslosigkeit ist nicht gut und nicht schlecht, doch sie produziert bestimmte Resultate. Neben Frustration und Isolation im persönlichen Bereich, zieht die individuelle Beziehungslosigkeit weitere Kreise, die letztendlich unseren Planeten betreffen. Denn wenn wir die authentische Beziehung zu uns selbst und zu anderen Menschen verlieren, verlieren wir den Bezug zur Erde. Zieh einmal in Betracht, dass die enorm hohe Taubheitsschwelle der Menschen dazu geführt hat, dass die Erde aktuell in einem selbstmörderischen Maß ausgebeutet wird, das die Menscheit langfristig nicht überleben lässt. Es ist also höchste Zeit, sich wieder auf die individuelle Beziehungsfähigkeit zu besinnen und damit in Kontakt zu kommen.  
Doch wie ist es möglich, die Beziehungsfähigkeit zu entzünden und wie könnte In-Beziehung-Sein dann aussehen?

Die Beziehungsfähigkeit kann nur bei jedem einzelnen beginnen. Die Verantwortung abzugeben mit den Worten „Wenn sich XY nur ändern würde, dann wäre eine andere Art von Beziehung möglich“, funktioniert nicht. 


Stärke Deine eigene Beziehungsfähigkeit
Beziehungsfähigkeit beginnt bei Dir selbst. Das bedeutet, es geht zunächst einmal darum, dass Du wieder in Beziehung zu Dir selbst kommst. Möglicherweise gibt es einen Teil in Dir, der jetzt sagt, dass Du doch mit Dir selbst in Beziehung bist, doch prüfe einfach einmal folgende Punkte. Um Deine innere Beziehungsfähigkeit wieder zu entfachen, sind drei Schritte entscheidend:
  1. Lerne zentriert zu sein und im Hier und Jetzt präsent zu sein
  2. Nimm die Kraft Deiner bewussten Gefühle wieder in Besitz
  3. Werde authentisch über Deine eigene Inauthentizität
Beziehungsfähigkeit bedeutet, zunächst einmal Innenschau zu halten und radikal ehrlich zu sein, wo Du mit Dir selbst nicht in Beziehung bist. Allein das bereitet vielen Menschen bereits Mühe, denn Innenschau zu halten bedeutet, leise zu werden, ins Hier und Jetzt zu kommen und zu fühlen. Beziehungsfähigkeit steigt in dem Maße, in dem Du bereit bist, Deine eigenen Gefühle bewusst wahrzunehmen und auszudrücken. Wir sind Weltmeister darin, Gefühle zu unterdrücken und die Taubheitsschwelle – wie oben beschrieben – hoch zu halten, indem wir uns ablenken. Uns wurde seit der Kindheit eingetrichtert, dass Gefühle nicht erwünscht sind. Doch wenn Du mit Dir selbst nicht authentisch in Beziehung sein und bewusst fühlen kannst, wie willst Du dann mit anderen Menschen tiefen Kontakt erleben? Es ist also notwendig, dass Du zuerst in Deine Tiefen tauchst und die Kraft Deiner Gefühle erschließt, konkret die 4 großen Gefühlsterritorien Wut, Freude, Traurigkeit und Angst. Im Gegensatz zu dem, was die meisten von uns gelernt haben, sind Gefühle neutrale Energie und Information, die Dich wie ein inneres Navigationssystem zielsicher durch das Leben leiten. Du stärkst Deine Beziehungsfähigkeit, indem Du in einem ersten Schritt lernst, die Gefühle bewusst und klar getrennt voneinander auszudrücken. Dich authentisch in Deinen Gefühlen mitzuteilen öffnet bereits völlig neue Türen zu authentischeren Begegnungen mit anderen Menschen. Da die meisten Menschen es nicht gewohnt sind, ihre Gefühle bewusst mitzuteilen, kann es zu Beginn beängstigend sein zu sagen „Ich fühle mich wütend/ängstlich/traurig/froh, weil….“. Doch es lohnt sich, dieses Experiment eine Zeit lang zu machen. Sobald Du Schritt 1 verinnerlicht hast, kannst Du in einem zweiten Schritt die Gefühle bewusst und verantwortlich nutzen, um authentische Beziehung mit dem Partner, der Familie, Freunden, den Kollegen oder dem Nachbarn zu erschaffen.  

Werde in diesem Zusammenhang auch authentisch über Deine eigene Inauthentizität. In welchem Maße bist Du selbst nicht authentisch? Wann sagst Du beispielsweise Ja, obwohl Du Nein meinst und umgekehrt? Was gestehst Du Dir selbst nicht ein? Was versuchst Du möglicherweise nicht zu fühlen und zu verdrängen? Auch wenn es auf den ersten Blick nicht sehr attraktiv erscheint, diese Fragen zu beantworten, so wirst Du nicht darum herum kommen, wenn Du Deine Beziehungsfähigkeit stärken möchtest. In dem Maße in dem Du Dir selbst gegenüber nicht authentisch bist, wirst Du Authentizität und Tiefe in Beziehungen mit anderen Menschen einbüßen. 


Übernimm radikale Verantwortung für Deine Beziehungen zu anderen
Nährende, authentische Kontakte und Beziehungen zu Menschen passieren nicht zufällig. Sie sind vielmehr ein fortwährender, bewusster Akt nichtlinearen Kreierens. Das bedeutet, dass die Art der Beziehungen, die Du erlebst, in Deiner Verantwortung liegt. In dem Maße, in dem Du Deine eigene, innere Beziehungsfähigkeit gestärkt hast, bist Du in der Lage auch mit anderen Menschen in Beziehung zu sein. Wenn Du Dir beispielsweise mit einem Kollegen einen authentischeren Kontakt wünschst, dann geh Du voran. Sei Du authentisch gegenüber Deinem Kollegen. Darauf zu warten, dass die andere Person beginnt oder sich gar verändert, kann dazu führen, dass weitere Jahre ohne authentische Beziehung ins Land streichen. Damit zu beginnen, eine verletzlichere, authentischere Art von Beziehung ins Leben zu rufen, kann im ersten Moment beängstigend sein, denn es bedeutet, dass Du zuerst Deine Maske oder Deine Schutzmauer fallen lässt. Doch Angst ist nur Angst, ein wunderbares Gefühl, dass Dir zeigt, dass Du Dich gerade in neues, ungewohntes Gebiet begibst. Übernimm Verantwortung für die Tiefe Deiner Beziehungen und gehe voran. Beispielsweise habe ich mir mit einer Freundin einen tieferen Kontakt gewünscht, der es zulässt auch urweibliche Themen anzusprechen. Ich hatte Angst, bei einem persönlichen Treffen das Gespräch in diese Richtung zu lenken und diesbezüglich von mir zu erzählen. Doch bereits beim ersten, vorsichtigen Andeuten des Themas rannte ich offene Türen ein. Seither hat unsere Freundschaft eine neu Art von Tiefe erreicht, die nährend und stärkend zugleich ist.  

Besinne Dich darauf, Dich persönlich mit den Menschen zu treffen, mit denen Du authentisch in Verbindung sein möchtest. Es kommt nicht auf Quantität, sondern auf die Qualität des Kontaktes an und wirklich authentische, tiefe Beziehung ist nur möglich, wenn Dir eine Person gegenüber steht. Weder Skype noch WhatsApp Video-Nachrichten können dies bewerkstelligen. Lege Deinen Fokus wieder auf Gemeinschaft, Verbindung, Nähe und Authentizität. 

Authentische Beziehungen zu erschaffen erfordern Zeit. Dadurch, dass so ein reichhaltiges Angebot an Ablenkung und Unterhaltung zur Verfügung steht, meinen wir oftmals, wir hätten keine Zeit. Doch werde auch hier authentisch. Wie viel Zeit verbringst Du pro Tag mit unnützen Dingen, z. B. damit im Internet oder auf Facebook irgendwelche Videos anzuschauen oder in einem online Shop zu stöbern? Wenn Du die gesamte Zeit pro Woche zusammen rechnest, könnten dabei schnell 3-4 Stunden heraus kommen. Eine wunderbar lange Zeit, die Du für direkte, persönliche Beziehung nutzen könntest. Du bist kein Opfer der Zeit. Du bist ein Zeitmacher/eine Zeitmacherin. Du bestimmst in jedem Moment selbst, wofür Du Deine kostbare Zeit verwendest. Wann beginnst Du Zeit für authentische, persönliche Beziehungen zu machen?


Verbinde Dich wieder mit der Erde
Wenn Du beginnst, die Beziehungsfähigkeit zu Dir selbst und damit zu anderen Menschen zu stärken, wirst Du automatisch auch Deine Beziehungsfähigkeit zur Erde stärken. Eine Möglichkeit, Dein Nervensystem von der Reizüberflutung zu heilen und wieder in Balance zu bringen, besteht darin, Zeit in der Natur zu verbringen – und zwar ohne Smartphone, Laptop oder Ipod und auch nicht, um irgendwelchen Fun-Sportarten nachzugehen. In einer Zeit, in der Stadt-Kinder denken, dass Kühe lila sind und es Menschen gibt, die nicht wissen, was ein Sternenhimmel ist, weil sie in New York oder Tokyo aufgewachsen sind, ist es dringend notwendig die Rückverbindung mit der Erde gezielt wieder herzustellen. Verbringe bewusst Zeit in der Natur, um die Erde - dieses wunderbare, atmende Lebewesen, das Dich nährt - wieder unter Deinen Füßen zu spüren. Entzieh Dich am besten für mehrere Tage dem Konsum, der Reizüberflutung, den Dauergeräuschen, dem ganzen Komfort des täglichen Lebens und komme in der Natur wirklich an. Wiederhole dieses Experiment mehrmals. Du kannst dadurch übrigens auch wunderbar Technopenuriaphobie heilen, d. h. die unbewusste Angst vor dem Verlust der Technik. 

Im Folgenden findest Du eine Gegenüberstellung einiger Aspekte, wie Beziehung oftmals in der modernen Gesellschaft existiert und was eine mögliche neue, heilende Sichtweise wäre.


Beziehung
Status der modernen Gesellschaft
Beziehung
Eine neue Sichtweise
Beziehung zu materiellen Dingen wird propagiert, um Konsum und damit Profit zu sichern.
Rückbesinnung auf die Beziehung zu sich selbst, anderen Menschen und der Erde. Materielles ist unwichtig.
Propagieren des Einzelkämpfers, der niemanden braucht.
Fokus auf Gemeinschaft, Verbindung, Vertrauen, Nähe.
Konkurrenzdenken treibt Menschen auseinander
Rückverbindung mit und Erschaffen einer unterstützenden Männer- und Frauenkultur
Um Hilfe bitten ist verpönt und schwach.
Um Hilfe bitten stärkt eine Beziehung
Verarmung authentischer, tiefer Kontakte
Nährende, authentische, bereichernde Kontakte
Möglichst viele, wenn auch oberflächliche Kontakte
Qualität statt Quantität
Kommunikation über Social Media (Facebook, Twitter, XING…), Smartphone
Echter, persönlicher Kontakt
Genormte Beziehungen als Konzept – die Medien geben vor, wie eine Beziehung auszusehen hat, sowohl in einer Partnerschaft, als auch in einer Familie.
Authentische, individuelle Beziehung, die sich in jedem Moment entfaltet und erschaffen wird.
Eine Beziehung haben.
In Beziehung SEIN.

Beziehung
Status der modernen Gesellschaft
Beziehung
Eine neue Sichtweise
Zeitmangel - Beziehung läuft nebenher und wird von Alltagslogistik verschluckt.
Zeit machen - Beziehung ist ein fortwährender, bewusster Akt nicht-linearen Kreierens. Es werden Zeiträume für Beziehung geschaffen.
Beziehung erfolgt hauptsächlich über intellektuellen Körper
Beziehung in allen 4 Körpern (physisch, intellektuell, emotional und energetisch)
Neurotisches Zuhören (mit anderen Dingen beschäftigt sein – sei es aktiv oder passiv in Gedanken)
Erwachsenes Zuhören und Möglichkeitszuhören
Fehlende Beziehung zu sich selbst durch permanente Ablenkung
Kraftvolle Beziehung zu sich selbst.
Fehlende Beziehung zur Erde
Rückverbindung mit der Erde durch Rituale und bewusster, stiller Zeit in der Natur
Nervensystem steht durch Reizüberflutung dauernd unter Strom
Harmonisieren des Nervensystems durch bewusstes Ausschalten von Geräuschquellen und Zeit in stiller Natur
Beziehung per Katalogkriterien über online Plattformen. => oftmals fehlende Bereitschaft, eine Person mit Ecken und Kanten kennenzulernen.
Authentische Begegnung in persönlichem Treffen
Sein Inneres verbergen
Sich sehen lassen


Herzliche authentische Grüße,
Nicola Nagel



EMPOWERING PEOPLE - FACILITATING CHANGE!
www.viva-essenza.com

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Die Illusion des Konsums - oder: Eine etwas andere Art von Weihnachtsgeschenken…



In der Vorweihnachtszeit drängt sich eine Frage auf, die zwar unterjährig auch relevant ist, jedoch im Dezember an Brisanz gewinnt: Wie neurotisch ist unsere Gesellschaft?

Es scheint als verfalle die moderne Gesellschaft in den 4 Wochen vor Weihnachten in einen Kauf- und Konsumrausch, der seinesgleichen sucht. In allen Geschäften glitzert und funkelt es und an jeder Ecke werden die Menschen mit Werbung, Weihnachtsliedern und Kaufangeboten beschallt. Die Reizüberflutung in den Städten ist unvergleichlich und trägt in der ohnehin schnelllebigen Zeit einmal mehr zum Stress der Menschen bei. Das Leben vieler Menschen ist ein einziger schneller, gestresster Irrsinn geworden, beginnend bei einem stressigen Job, über Freizeitstress (schließlich müssen die meisten am Wochenende mit Freizeitaktivitäten den Stress kompensieren, der sich unter der Woche angesammelt hat) und nun kommt auch noch das Weihnachts-Geschenke-Dilemma dazu.

Kürzlich sah ich an einem alten, weit-gereisten VW Bus an der Ampel einen interessanten Aufkleber: „No shoes, no shirt, no worries“. Was wäre, wenn wir uns darauf wieder besinnen würden und weniger mehr wäre? Fülle ist nur bis zu einem gewissen Grad gesund ist und zwar gesund für die Erde. Wie vielen Menschen ist beispielsweise tatsächlich bewusst, dass aktuell die Ressourcen von 2,5 Planeten verbraucht werden, obwohl wir nur diesen einen schönen Planeten haben? Wie viele Personen haben Kenntnis darüber, dass jeden Tag tausende, wenn nicht gar Millionen Tiere elendiglich verrecken, weil  sie Plastikmüll aus dem Meer fressen, in der Annahme es seien bunte Fische? Und das alles aufgrund der neurotischen Habgier und Ignoranz der modernen Gesellschaft, die zur Weihnachtszeit wieder einen Höhepunkt erreicht.  (Falls Sie das noch nicht gehört haben, schauen Sie sich dieses kurze Youtube Video an:http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=0ZCNRzQ0IH4 ).

Der ein oder andere mag jetzt denken, dass dies ja nun nicht gerade ein besinnliches Thema zur Weihnachtszeit ist. Doch was, wenn es genau das Thema ist, um sich wirklich auf den Ursprung zu besinnen? Die Menschen wünschen sich gegenseitig be-SINN-liche Weihnachtstage. Doch was ist dieser SINN?

Einige mögen sagen, der Sinn ist, traditionell einem lieben Menschen mit einem Geschenk eine Freude zu machen, um an den Ursprung der Weihnachtsgeschichte zu erinnern. Doch wie viele Menschen zermartern sich jedes Jahr aufs Neue den Kopf darüber, was sie ihrem Mann, ihrer Frau, Tante Trudi, oder Oma Else und den 3 Freunden schenken sollen? Letztendlich wird alles gekauft, was es zu haben gibt: Handtaschen, Smartphones, Trockenhauben, Toaster, Kleidung, massenhaft Plastik-Spielzeug, Schmuck, Kitsch-Kram und Verlegenheitsgeschenke. Der Konsum ist eine Gesellschafts-Neurose geworden. Die Medien haben es geschafft, die Masse der Gesellschaft glauben zu machen, sie müssten bestimmte materielle Dinge besitzen, um „in“ oder „hip“ zu sein, anerkannt zu werden und – in Bezug auf Weihnachten – den gesellschaftlichen Norm zu entsprechen und dazu zu gehören (getreu dem Motto „Zu Weihnachten macht man halt Geschenke. Das ist nun mal so.). Doch genau das ist eine der größten Lügen überhaupt. Den eigenen Wert über materielle Dinge zu definieren, ist eine Illusion, eine künstliche Abhängigkeit. Nicht selten wird insbesondere zur Weihnachtszeit sogar die Liebe an dem Wert des Geschenkes der Person gemessen, die es macht. Konsum ist nichts anderes als eine Möglichkeit, die persönliche Taubheitsschwelle möglichst hoch zu halten, um nicht fühlen zu müssen, was tatsächlich auf der Erde, oder auch in der eigenen Beziehung los ist bzw. um wahre Intimität und Nähe zu vermeiden. Es scheint diesbezüglich eine einzige Verwirrung in der Gesellschaft zu herrschen.  

Da ist der Spruch auf dem VW Bus doch ein ernst zu nehmender neuer Ansatz „No shoes, no shirt, no worries“. Keine Schuhe, kein Shirt, keine Sorgen. Kein Konsum, keine Sorgen. Kein Geschenkwahn, keine Sorgen. Verstehen Sie das bitte nicht falsch, es geht nicht darum einer anderen Person keine Freude mehr in Form eines Geschenkes zu machen. Doch es geht einerseits um die Freude, die von Herzen kommt, nicht um die Pflicht und einen hausgemachten Gesellschaftsdruck. Andererseits geht es um die Sinnhaftigkeit der Geschenke.

Wie könnten be-SINN-liche Weihnachtstage aussehen, wenn Konsum nicht mehr im Vordergrund stünde? Was wäre die Besinnung auf den Ursprung? Es würde nicht mehr um die materiellen Geschenke gehen, sondern um das, was sich dahinter verbirgt: Wertschätzung, Respekt, Liebe, Nähe, Gemeinschaft. Es würde darum gehen, eine nährende Zeit mit lieben Menschen zu verbringen und die Wertschätzung für diese Menschen zum Ausdruck zu bringen. Anstatt dies über haufenweise gekaufte Geschenke auszudrücken (wenn diese Geschenke überhaupt ein Ausdruck dessen sind), gäbe es noch eine ganze Menge anderer Optionen. Sie könnten beispielsweise Wertschätzung, Möglichkeiten, Miteinander Sein und Zeit schenken. Wie würde das aussehen?


Wertschätzung schenken
In unserer Gesellschaft geht es fortwährend darum, was eine Person tut (z. B. welche Position sie im Job sie einnimmt) oder was eine Person hat (das neueste Smartphone, das schicke Auto, die Designer-Schuhe, etc.). Die Seins-Qualitäten einer Person werden meist völlig ignoriert. Doch es ist das Sein, das eine Person wirklich ausmacht. Wertschätzung  bezieht sich auf genau diese Seins-Qualitäten. Sie wertschätzen eine Person, indem Sie deklarieren, wie eine Person in ihrem Wesenskern IST. Wir sind es gewohnt zu sagen, dass jemand einen schönen Pulli trägt oder einen schicken Haarschnitt hat. Das hat jedoch nichts mit Wertschätzung des Seins zu tun. Das Sein hungert nach Nahrung, denn die wenigsten Menschen fühlen sich in ihrem Wesen gesehen. Dabei ist es so einfach. Sie können Wertschätzung in verbaler Form oder in Schriftform schenken.

Wenn sie die verbale Form wählen, dann setzen Sie sich der ausgewählten Person gegenüber (kein Tisch oder andere Gegenstände in der Mitte). Bevor Sie beginnen, klären Sie die Person über Ihr spezielles Wertschätzungs-Geschenk auf, indem Sie z. B. sagen „Ich habe ein ganz spezielles Geschenk für Dich. Ich würde Dir gerne Wertschätzung schenken….“ Bitten Sie die andere Person einfach nur zuzuhören und zu versuchen, das Geschenk anzunehmen. Dabei ist es sinnvoll, wenn Sie beide eine offene Körperhaltung haben und weder die Arme noch die Beine verschränken, damit Ihre Wertschätzung wirklich in der anderen Person landen kann.

Wenn Sie sich gegenüber sitzen, schauen Sie der Person in die Augen. Das kann bereits sehr intensiv sein. Atmen Sie einfach weiter. Wertschätzung kommt nicht aus Ihrem Verstand. Sie sehen die Seins-Qualitäten vielmehr in den Augen der anderen Person. Fangen Sie dann an zu sprechen, bevor Sie denken. Beginnen Sie beispielsweise mit „Was ich an Dir schätze, ist…“ und ergänzen Sie dann den Satz. Oder sagen Sie „Du BIST eine Frau/ein Mann mit viel….“ Sagen Sie, wie die Person in ihrem Kern IST. Vielleicht ist die Person sehr kreativ, oder Sie schätzen die Tiefe und Weisheit, die sie in sich trägt, oder die Person ist in ihrem Kern wie ein bunter Schmetterling, der die Menschen in seinem Umfeld mit Leichtigkeit begeistert. Malen Sie mit Ihren Worten die Seins-Qualitäten der Person aus. Machen Sie das für 3-5 Minuten (oder auch länger). Ihr Verstand funkt möglicherweise dazwischen und meint nach 2 Sätzen, dass es genug ist. Hören Sie nicht auf Ihren Verstand! Ihr Herz hat sehr viel mehr zu sagen und Sie können die Seins-Eigenschaften wirklich in den Augen der anderen Person ablesen. Vertrauen Sie darauf.

Wenn Sie mit mehreren Menschen Weihnachten verbringen, können Sie alle in diese Wertschätzungs-Geschenk-Runde einbinden und Zweier-Teams bilden. Schlagen Sie vor, dass sich jeweils 2 Personen gegenüber setzen und jeder den anderen für 3-5 Minuten wertschätzt (dann ist es sinnvoll, dass Sie auf die Zeit achten und nach 3  oder 5 Minuten alle gleichzeitig die Rollen wechseln lassen). Sobald eine Runde vorbei ist, lassen Sie die Personen noch eine Minute still miteinander sitzen, damit die Wertschätzung – die sie möglicherweise noch nie in der Form gehört haben – sacken kann.

Sie können die Übung alternativ auch als gesamte Gruppe machen. Dazu würden Sie im Kreis sitzen und jeweils ganz laut gemeinsam den Namen einer Person rufen, damit diese wach und präsent ist. Dann gibt die ganze Gruppe gleichzeitig dieser Person Wertschätzung. Nach 3-5 Minuten lassen Sie eine Glocke ertönen und der Name der nächsten Person wird gerufen.

Sie werden überrascht sein, welch besinnlicher und nährender Raum sich dadurch für alle Beteiligten öffnet. Dieses Experiment ist nicht nur für diejenigen nährend, die Wertschätzung bekommen, sondern auch für die, die Wertschätzung geben.

Falls Ihnen die verbale Form von Wertschätzung zu gefährlich ist, können Sie auch einen Brief formulieren, in dem Sie die entsprechende Person wertschätzen. Diesen können Sie dann schön verpackt überreichen.


Möglichkeiten schenken
Eine weitere, sehr nährende Form von Geschenk ist das sogenannte Möglichkeits-Sprechen. Das funktioniert zu Weihnachten besonders gut, wenn Sie mindestens zu dritt sind. Eine Person sitzt den beiden anderen in einem Stuhl gegenüber. Sie eröffnen diese Möglichkeits-Geschenk-Runde, indem Sie zunächst den Kontext dafür setzen und erklären, dass es beim Möglichkeits-Geschenk darum geht, dass die Einzelperson um konkrete oder allgemeine Möglichkeiten bittet. Dies geschieht durch die Konkrete Formulierung „Bitte gebt mir Möglichkeiten.“ (das wäre allgemein) oder „Bitte gebt mir Möglichkeiten in Bezug auf….“ (die Einzelperson würde hier ein konkretes Thema wählen). Dadurch entsteht eine Notwendigkeit im Raum und die beiden anderen Personen können beginnen, in diese Notwendigkeit hineinzusprechen (durch die ausgesprochene Notwendigkeit „retten“ Sie die andere Person nicht). Für die Sprecher gilt lediglich: Nicht denken! Sie sprechen als Raum für die sogenannten Hellen Prinzipien. Ihr Verstand und Ihr Ego treten in den Hintergrund. Sie sprechen das aus, was sie als Impuls bekommen, ohne dass Ihr Verstand das ganze vorher editiert. Um zu einem „Raum“ zu werden, schnipsen Sie mi Ihren Fingern und stellen Sie sich vor, dass Sie eine Blase um sich herum haben, die den Raum darstellt. Dies ist am Anfang eventuell etwas schwierig. Wenn Sie beispielsweise den Impuls bekommen zu sagen „Geh in den Wald und füttere das Kaninchen“, dann könnte Ihr Verstand dazwischen funken und Ihnen erzählen, dass das überhaupt keinen Sinn ergibt. Sagen Sie es trotzdem. Die Person, die um Möglichkeiten gebeten hat, kann damit garantiert etwas anfangen. Manchmal kommen Botschaften als Bilder verschlüsselt. Geben Sie der Person 3-5 Minuten Möglichkeiten.

Eine humorvolle Alternative dazu ist – und das ist möglicherweise für den ein oder anderen zu Beginn einfacher – dass Sie einen bestimmten Charakter annehmen. Sobald die Einzelperson die Bitte um Möglichkeiten gestellt hat, stehen Sie und der zweite Sprecher auf, drehen sich einmal um sich selbst und sowie Sie sich hinsetzen, schlüpfen Sie in die Rolle des ersten Charakters, der Ihnen in den Sinn kommt. Das kann eine berühmte Person sein, der Nachbar, eine Fantasie-Figur,  ein Tier, was auch immer. Sie nehmen das erste, was auftaucht. Kommt Ihnen z. B. Donald Duck in den Sinn, dann stellen Sie sich bei der Einzelperson kurz vor, sobald Sie sitzen: „Hallo mein Name ist Donald Duck“. Dann sprechen Sie aus diesem Charakter, indem Sie Mimik, Gestik und Stimme dieses Charakters annehmen. Wichtig ist, Ihren Impulsen zu folgen und diese ungefiltert auszusprechen.

Die Einzelperson wird einen Haufen Möglichkeiten bekommen. Dieses Geschenk ist wertvoller, als es ein gekauftes Geschenk je sein könnte. Nach 3-5 Minuten wechseln Sie die Rollen und die nächste Person bittet um Möglichkeiten.


Miteinander Sein – Sitzen in Beziehung
Ein ganz anderes Geschenk, bei dem nicht gesprochen wird, ist das sogenannte „Sitzen in Beziehung“. Dazu setzen Sie sich Ihrem Partner oder einer anderen lieben Person nah gegenüber, achten jedoch darauf, dass Sie sich nicht berühren. Sie können entweder auf Stühlen oder auf dem Boden sitzen. Dann schauen Sie einander für 10 Minuten in die Augen, ohne etwas zu sagen. Es geht nicht darum zu Starren oder das Spiel zu spielen, wer zuerst blinzelt. Es geht darum, gesehen zu werden, sich sehen zu lassen und die andere Person wirklich zu sehen. Es ist eine Verbindung von Sein zu Sein, die keiner Worte bedarf. Es hilft, wenn Sie sich dabei auf ein Auge der anderen Person konzentrieren. Sie müssen nicht das ganze Gesicht oder beide Augen gleichzeitig im Blick haben. Das sorgt nur für eine unruhige Bewegung Ihrer Augen. Konzentrieren Sie sich auf ein Auge. Möglicherweise verschwimmt dabei sogar das Gesicht der anderen Person ein wenig. Es kann auch passieren, dass Sie dabei etwas fühlen, denn es kann bewegend sein, wirklich gesehen zu werden und die andere Person zu sehen.

Nach 10 Minuten beenden Sie das stille Sitzen in Beziehung und tauschen sich darüber aus, was Sie wahrgenommen haben.


Zeit schenken
Eine weitere interessante Möglichkeit ist es, Zeit zu schenken. Im stressigen Alltagsleben ist es oftmals schwierig, Zeit zu finden, die wirklich intensiv mit dem Partner oder mit Freunden genossen werden kann. „Ich habe keine Zeit“ ist ein viel benutzter Satz in unserer Gesellschaft.  Statt jedoch Opfer von Zeit und Umständen zu sein, wäre die Alternative, dass Sie zum Zeitmacher werden. Denn das sind Sie. Sie sind Zeitmacher! Wie Sie Ihre Zeit verbringen, ist grundsätzlich Ihre Entscheidung. Sie machen Zeit für die Dinge die Sie tun.  Wenn Sie beispielsweise meinen „keine Zeit“ zu haben, um mit Ihrer Frau oder Ihrem Mann einen schönen Tag in der Natur zu verbringen und ein romantisches Picknick zu machen, dann sind Sie Opfer der Zeit. Sie können jedoch genauso Zeit für solch einen schönen Tag machen, indem Sie diesen Tag im Kalender einfach blocken und keinem anderen Termin erlauben, diesen Tag zu zerstören.  Sie entscheiden, für wen oder welche Aktivitäten Sie Zeit machen. Werden Sie zum Zeitmacher und verschenken Sie Ihre kostbare Zeit an eine Person, die Ihnen am Herzen liegt.

Diese vier genannten Experimente sind eine Einladung, dem Geschenkwahn zu entrinnen und Weihnachten einmal anders zu gestalten, als bisher. Probieren Sie es einfach einmal aus. Ihr Ego wird möglicherweise ein Veto einlegen und Sie spüren vielleicht sogar Angst. Es ist angemessen Angst zu haben, wenn Sie diese Experimente machen, denn Sie betreten damit unbekanntes Gebiet. Sie wagen etwas, das Sie vielleicht noch nie gewagt haben. Nehmen Sie die Angst als Indikator dafür, dass sie einfach etwas Ungewohntes, Neues tun. Angst ist einfach nur Angst. Ein wertvolles Gefühl, das Ihnen dient. Lassen Sie nicht zu, dass die Angst Sie blockiert und Sie die Gelegenheit verstreichen lassen, nährende Erfahrungen zu machen.

Wirklich be-SINN-lich sind jene Momente, die unser Herz und unser Sein nähren. Lassen Sie diese nicht verstreichen, sondern kreieren Sie diese mutig. 

Besinnlich, wertschätzende Seins-Grüße,
Ihre Nicola Nagel


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