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Dienstag, 16. Oktober 2018

Die kraftvolle Wirkung von Verbindlichkeit auf Dein Leben!


Hast Du Dir einmal überlegt, inwieweit Verbindlichkeit Einfluss auf Dein Leben hat und wie verbindlich Du selbst tatsächlich bist?

Um diese Frage beantworten zu können, ist es hilfreich zunächst einmal zu schauen, was Verbindlichkeit genau bedeutet. Wikipedia bietet hierzu eine sehr treffende Definition:

Verbindlichkeit bezeichnet die Konsequenz, Ausdauer, beziehungsweise Standhaftigkeit, mit der eine Person – teils unter widrigen Umständen – zu einer Zusage oder Absichtserklärung (…) steht, die sie einer anderen Person oder anderen Personen gemacht hat. Sie gilt vielen als zwingende Voraussetzung für einen fairen und korrekten Umgang miteinander und impliziert Verlässlichkeit.

Verbindlichkeit ist somit an sich eine kraftvolle Qualität. Doch gerade diese Qualität scheint  in der modernen Multi-Options-Gesellschaft immer mehr in Vergessenheit zu geraten. Stattdessen wollen viele Menschen alle Möglichkeiten haben und sich auch alle Möglichkeiten bis zum Schluss offen halten, denn schließlich kann man nie wissen, ob nicht doch noch eine bessere Option, ein besseres Angebot oder eine bessere Party kommt. Nicht umsonst kannst Du auf einigen Social Media Plattformen, bei der Frage, ob Du an einer Veranstaltung teilnimmst, auf „vielleicht“ klicken, um Dich bloß nicht festlegen zu müssen.

In Zeiten von Facebook, WhatsApp und Co. ist es ein leichtes geworden, vereinbarte Termine, ausgemachte Verabredungen oder zugesagte Tätigkeiten wieder abzusagen. Da reicht eine kurze Nachricht mit den Worten „Du, geht doch nicht! Sorry!“ Es ist noch nicht einmal mehr notwendig, die andere Person persönlich anzurufen.

Verbindlichkeit scheint zunehmend uncool zu sein. Es gibt Menschen, die nennen Verbindlichkeit sogar spießig und altmodisch. Stattdessen rühmen sie sich damit, ohne Verbindlichkeit frei, ungebunden und extrem flexible zu sein.

Flexibilität, Freiheit und Kreativität sind entscheidende Aspekte in Zeiten schneller Veränderung. Es gibt jedoch einen Unterschied, ob Du flexibel sein kannst bei gleichzeitiger Verbindlichkeit, oder ob Du Dich in Deinem Leben einer unzuverlässigen und damit unverbindlichen Beliebigkeit und Wurstigkeit hingibst. Wenn Du das Thema Verlässlichkeit komplett außen vor lässt und dadurch in Deinem Leben keine Verbindlichkeit mehr besteht, dann musst Du Dich nicht wundern, wenn Du im Leben nicht wirklich voran kommst.

Stell Dir einmal folgende Fragen und beantworte sie für Dich radikal ehrlich: 

·         Wo bist Du nicht verbindlich?
·         Wo stehst Du nicht in letzter Konsequenz zu Deiner Entscheidung?
·         Was ist Deine Angst, wenn Du Dich verbindlich entscheiden müsstest?
·         Was ist die Angst hinter dieser Angst?

Zieh einmal in Betracht, dass Du Dich selbst betrügst, wenn Du das Thema Verbindlichkeit sehr locker siehst. Inwieweit? Nun, wenn Du gegenüber anderen unverbindlich bist, bist Du mit großer Wahrscheinlichkeit Dir selbst gegenüber auch unverbindlich. Das zeigt sich beispielsweise darin, dass Deine Entscheidungen keine Kraft haben und Du letztendlich Deine Ziele nicht erreichst, Deine Träume und Wünsche nicht manifestieren kannst, und Deine Freundschaften und Beziehungen nicht die Tiefe erreichen, nach der Du Dich sehnst. Bei fehlender Verbindlichkeit verpuffen Deine Entscheidungen wie eine Seifenblase, weil mit der Entscheidung keine Verpflichtung einhergeht.

Um es mit den Worten von Dr. Stefan Frädrich zu sagen: „Wenn keine Verbindlichkeit mehr besteht, gibt es eigentlich kein Leben, denn dann ist nichts mehr fest, dann ist alles orientierungslos, dann gibt es kein oben, unten, rechts, links, dann gibt es keinen inneren Kompass, dann ist eigentlich alles egal.“

Verbindlichkeit ist jedoch eine entscheidende Kraft, die Du im Leben brauchst, um Deinen Weg zu gehen, erfüllende, respektvolle Beziehungen zu erschaffen und Deine Bestimmung zu leben.

Verbindlichkeit impliziert Verlässlichkeit
Verbindlichkeit hat etwas mit Disziplin und auch mit Respekt zu tun. Respekt gegenüber Dir selbst und der anderen Person. Wenn Du bei Terminzusagen und Verabredungen unzuverlässig und unverbindlich bist, dann erhält die andere Person unbewusst von Dir die Botschaft „Du bist mir egal“ oder „Das Thema ist mir egal“, was letztendlich nicht gerade förderlich für Eure Beziehung ist. Wir sprechen hier nicht von dem Fall, dass Du unerwartet mit Grippe im Bett liegst und deswegen einen Termin absagen musst. Vielmehr geht es um die launenhafte Beliebigkeit, mit der in letzter Minute Zu- oder Absagen gemacht und Entscheidungen verwässert werden, wie ein Fähnchen, das sich im Wind dreht.

Das, was Verbindlichkeit von Beliebigkeit unterscheidet ist der Definitions-Teil „standhaft – teils unter widrigen Umständen…“  Genau das macht Verbindlichkeit aus. Du bist verbindlich, wenn Du Dich nicht bei jeder noch so kleinen Gefühlsschwankung von Deiner Entscheidung abbringen bzw. Dich durch andere Dinge ablenken lässt.

Hier ein Alltags-Beispiel: Ich wurde von einer Bekannten gefragt, ob ich sie bei einer Abend-Veranstaltung unterstützen könnte. Die Veranstaltung sollte 3 Wochen später sein. Ich sagte zu. Am eigentlichen Veranstaltungstag hatte ich bereits 2 volle Wochen mit Trainings hinter mir und war ziemlich müde. Es wäre ein leichtes gewesen aus genau diesem Grund abzusagen. Doch ich hatte mich verpflichtet. Die Bekannte zählte auf mich und mir war die Verbindung wichtig. Also fuhr ich zu der Veranstaltung und hatte trotzdem einen netten Abend. Es steht außer Frage, dass sie diesen Abend alleine hätte meistern können, doch Verbindlichkeit bedeutet eben, die Konsequenz zu tragen, auch wenn die Umstände etwas unbequemer werden.

Wenn Du verbindlich bist, dann können andere auf Dich zählen. Die Menschen in Deinem Umfeld und auch das Universum wissen in dem Fall, dass Du da bist, wenn es drauf ankommt und dadurch entsteht letztendlich eine besondere Art von Verbindung.


Der Schlüssel für Verbindung ist Verbindlichkeit
Genau da liegt jedoch die Krux. Viele Menschen sehnen sich in der schnell-lebigen Zeit nach Erdung und vor allem nach Verbindung, schaffen es jedoch gleichzeitig nicht, sich festzulegen, standhaft zu sein und damit verbindlich zu sein.

Der Schlüssel für Verbindung ist jedoch Verbindlichkeit. Ohne Verbindlichkeit ist langfristig keine stabile und erfüllende Verbindung zu anderen Menschen, zu Familie, Freunden oder Kollegen möglich, ganz zu schweigen von der Verbindung zur universellen Kraft. Verbindlichkeit fängt mit Verlässlichkeit an. Was haben die Leute sonst von Dir, wenn Du nicht verlässlich bist? Was hat das Universum von Dir, wenn Du nicht verlässlich bist? Sobald Du Dich verbindlich für etwas entscheidest, sendest Du automatisch eine Botschaft aus, dass es Dir ernst ist. Wenn Du Dich nicht entscheidest, nicht festlegst, unzuverlässig und unverbindlich bist, dann reagiert das Universum entsprechend und kann Dich auf Deinem Weg nicht unterstützen und nicht weiterbringen. Das bedeutet, die Verpflichtung und die verbindliche Entscheidung kommen zuerst, selbst wenn Du nicht weist, wie es geht.

Wenn Du Dich beispielsweise verbindlich dafür entscheidest, Deine Bestimmung zu finden ohne zu wissen, wie es geht und Du dann konsequent den Tätigkeiten folgst, die Dich inspirieren und Dir Freude machen und Du Ausschau hältst, was Dich weiterbringt, dann weis das Universum, dass es sich auf Dich verlassen kann. Als Konsequenz wird es Dir neue, ungeahnte Möglichkeiten liefern, die Dich Deiner Bestimmung näher bringen. Sobald Du Dich verbindlich und mit ganzem Herzen für eine Sache entscheidest (egal wie vermeintlich groß oder klein die Entscheidung ist) eröffnet sich die Möglichkeit der Möglichkeiten.

Um Dich verbindlich entscheiden zu können, ist es hilfreich, wenn Du Zugang zu Deiner Wutkraft hast, sprich zu Deinem inneren Krieger oder der inneren Kriegerin. Auch wenn uns in der Gesellschaft eingetrichtert wird, dass Wut – wie die anderen Gefühle auch – nicht okay ist, zieh einmal in Betracht, dass die die Wutkraft neutrale Energie und Information ist, die Dir dient, z. B. um Entscheidungen zu treffen, Klarheit zu schaffen, Grenzen zu setzen, diszipliniert voran zu gehen und verbindlich zu sein.

Verbindlichkeit kann jedoch auch in gewisser Weise schmerzhaft sein. Der Schmerz kann sich beispielsweise in Traurigkeit ausdrücken, weil mit der Entscheidung für eine Sache, die anderen Optionen wegfallen und nicht mehr zur Verfügung stehen. Vielleicht kommt auch Angst auf, weil Du Dich fragst, ob Du Dich richtig entschieden hast. Zieh einmal in Betracht, dass Du Dich nicht falsch entscheiden kannst. Wenn Du eine verbindliche Entscheidung triffst, triffst Du eine Entscheidung. Punkt. Es gibt kein richtig und kein falsch. Jede Entscheidung hat einfach Konsequenzen. Wenn die Konsequenzen nicht so sind, wie Du sie Dir vorgestellt hast, ist es einfach ein Hinweis, Deinen Kurs anzupassen und in eine andere Richtung zu steuern. Das nennt sich schnelles Lernen. In diesem Zusammenhang kann Verbindlichkeit aus einer neuen Perspektive gesehen wirklich Spaßmachen und als wertvoller Kompass dienen.

Im Folgenden findest Du eine Gegenüberstellung der alten und neuen Sichtweise auf Verbindlichkeit.


Verbindlichkeit – Alte Sicht
Verbindlichkeit – Neue Sicht
uncool
respektvoll
altmodisch
schafft Verbindung
spießig
kraftvoll
schwer, ernst
eröffnet neue Chancen
macht unfrei
macht frei
engt ein
standhaft
unflexibel
bringt Dich voran
macht keinen Spaß
macht Spaß
linear, starr
wertvoller Kompass
Rigide, steif
klare Ausrichtung
begrenzt die Möglichkeiten
die verbindliche Entscheidung für eine Möglichkeit eröffnet die Möglichkeit neuer Möglichkeiten.

Was in Deinem Leben ist Dir wirklich wichtig?
Was fehlt Dir im Leben?
Was würdest Du in Deinem Leben gerne verändern?
Welche Art von Beziehung möchtest Du leben?
Welche Art von Tätigkeit wünschst Du Dir?
Welchen Umgang wünschst Du Dir mit anderen?

Bist Du bereit, für all das selbst verbindlich einzustehen und die Quelle dessen zu sein?

Herzlich verbindliche Grüße, 
Nicola


GIB DEINEM LEBEN EINE NEUE RICHTUNG!
www.viva-essenza.com

Mittwoch, 17. Januar 2018

Stehst Du zu Deiner einzigartigen, brillanten Kraft?



Den Jahresbeginn nutzen viele Menschen als Neubeginn, d. h. dafür, altes hinter sich zu lassen, Gewohnheiten abzulegen und neues auszuprobieren oder mit Disziplin zu verfolgen. Wie wäre es da, in die Liste der Vorhaben für das neue Jahr folgendes mit aufzunehmen und sogar an die erste Stelle zu setzen: Die eigene Größe zur Entfaltung bringen und in jeder Hinsicht leben und strahlen lassen!

Hast Du Dir einmal bewusst die Frage gestellt, ob und inwieweit Du Deine einzigartige, innewohnende Kraft tatsächlich lebst? Wo stehst Du hinter Deinem Potential und Deinen Talenten zurück, weil Du Dich nicht traust? Die eigene Größe und Kraft wirklich zu leben, ist oftmals unsere größte Angst. Der Text von Marianne Williamson aus dem Buch "A Return To Love: Reflections on the Principles of A Course in Miracles", der auch von Nelson Mandela bei in seiner Antrittsrede 1994 zitiert wurde, bringt es auf den Punkt:

„Unsere größte Angst ist nicht, dass wir unzureichend sind. Unsere größte Angst ist, dass wir unermesslich mächtig sind. Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, das uns am meisten erschreckt. Wir fragen uns selbst, „Wer bin ich, dass ich brillant, prachtvoll, talentiert und sagenhaft bin?“ Tatsächlich, wer bist du, es nicht zu sein? (…)

Es dient der Welt nicht, wenn du dich klein machst. Sich klein zu machen, nur damit sich andere um dich herum nicht unsicher fühlen, hat nichts Erleuchtetes. (…) Indem wir unser eigenes Licht leuchten lassen, geben wir unbewusst anderen die Erlaubnis, es auch zu tun. Indem wir uns von unserer eigenen Angst befreien, befreit unsere Gegenwart automatisch andere.“  

Die Angst, die Dich abhält, kraftvoll zu sein, ist möglicherweise die Angst, dass andere ein Problem haben könnten, wenn Du Deine Größe und Dein Talent in die Welt bringst. Es könnte die Angst sein, als verrückt oder komisch erklärt zu werden, als Konkurrenz gesehen und möglicherweise bekämpft, missachtet oder ausgegrenzt zu werden. Wie Du die Angst auch beschreiben würdest, es ist - wenn Du diese Angst bis zum Ursprung zurück verfolgst - letztendlich jedes Mal die Angst vor dem Tod. Ausgegrenzt oder ignoriert zu werden kann sich anfühlen, als würde ein Teil von Dir sterben. Daher ist es hilfreich, eine neue Perspektive in Bezug auf die Angst einzunehmen, wenn Du Deine Größe und Deine Brillanz in die Welt bringen möchtest. Lass uns dazu ein Experiment machen.

Experiment 1: Was bedeutet Angst für Dich?
Bevor Du eine neue Perspektive in Bezug auf Angst einnehmen kannst, ist es hilfreich zunächst einmal zu schauen, welche bisherige Definition von Angst Du in Dir trägst? Wenn Du den Satz „Angst ist …“ vervollständigen müsstest, wie würde er lauten? Möglicherweise hast Du in Dir eine verknüpfte Definition von „Angst ist…“

  • gefährlich
  • unangenehm
  • zu vermeiden
  • Terror
  • panisch
  • blockierend
  • nicht zielführend
  • unprofessionell
  • schwach
etc.

Schreibe diese Definition einmal auf. Solch eine Definition von Angst zu haben, ist nicht verwunderlich, denn wir lernen nichts über Angst bzw. Gefühle im Allgemeinen. Stattdessen wachsen wir in der modernen Gesellschaft mit der Haltung auf, dass Angst – wie andere Gefühle auch – nicht in Ordnung und auf jeden Fall zu vermeiden ist.

Um jedoch Dein Talent, Deine Brillanz, Dein Licht in die Welt zu bringen, ist es entscheidend, dass Du mit der Angst vertraut wirst und sie als wertvolle Informations- und Energiequelle nutzt. Um die Angst verantwortlich in Deinem Leben nutzen zu können, ist es daher notwendig, in einem ersten Schritt die bisherige Definition zu ändern.

Experiment 2: Eine neue Definition von  Angst
Um Deine innewohnende Kraft  und Brillanz wirklich in die Welt bringen zu können, brauchst Du eine neue Sichtweise auf Angst, die zum einen neutral und gleichzeitig kraftvoll ist. Wie könnte eine neue Deklaration lauten?

Möglicherweise gehen Dir jetzt Sätze durch den Kopf wie „Angst ist positiv“ oder „Angst ist nützlich“ oder „Angst ist nicht schlimm“. Die Krux bei dieser Art neuen Definition ist, dass Du – wie bei der alten Definition auch – eine Wertung verknüpfst, die auf Dauer nicht hilfreich ist. War vorher die übergreifende Definition „Angst ist schlecht“ so würde einer der geraden genannten Sätze übergreifend deklarieren „Angst ist gut“. Es geht jedoch nicht um gut oder schlecht, richtig oder falsch. Es geht darum, dass Angst eine neutrale Energie und Information ist, die Dir dient. Ziehe daher einmal folgende neutrale Definition in Betracht: 

Angst ist Angst!

Lass das einmal sacken: Angst ist Angst. Nur das. Angst ist weder gefährlich, noch panisch, noch blockierend. Angst ist Angst. Eine komplett neutrale Definition. Wir haben dieses Gefühl nicht umsonst, es ist kein Designfehler des Universums. Die Angst leitet uns im Leben und wir brauchen sie. Angst ist Angst! Lass diese neue Definition einmal ganz in Deine Zellen sinken. Diese Definition ermöglicht Dir, Angst überhaupt wieder bewusst in Deinem Leben zu fühlen und zu nutzen.

Mit dieser neuen Definition kann Angst Dir als neutrale Energie und Information dienen. Wenn das Gefühl der Angst Dir als neutrale Energie und Information zur Verfügung steht, was könntest Du dann damit tun? Nun Du könntest:


·         wach und präsent sein
·         kreativ sein
·         in unbekannte Gebiete gehen
·         neue Projekte starten
·         im Nichtwissen stehen
·         Losgehen, bevor Du weißt, wie es geht
·         improvisieren
·         ungeahnte Kräfte freisetzen
·         eine neue Richtung einschlagen, obwohl alle um Dich herum das Gewohnte machen
·         etc.



Ja, es kann sich beängstigend anfühlen, Deine volle Größe zu leben und inspirierende Projekte ins Leben zu rufen und scheinbar unmögliche Dinge zu vollbringen. Die Angst ist das entscheidende Gefühl, das alle großen Pioniere, Forscher, Regel-Brecher, Piraten, Magiere und Evolutionäre genutzt haben. Sie haben die Angst genutzt, um in unbekanntes Gebiet zu gehen und Dinge zu vollbringen, die vor ihnen noch niemand vollbracht hatte. Sie hatten den Mut, sich auf den Weg zu machen und sich von der Angst als neutrale Energie und Information leiten zu lassen.

Auch die anderen Gefühle Wut, Traurigkeit und Freude sind absolut notwendig, um Deine Größe in die Welt zu bringen, doch heute ist die entscheidende Frage, ob Du Deine Angst nutzen kannst, um zu beginnen, ohne zu wissen, wie es geht.
In dieser Zeit schneller Veränderung, in der die Erde bedroht ist, braucht es keine erfolgreichen Menschen im alten Sinne mehr, sondern Menschen, die bereit sind, Ihr Talent, Ihre Größe, Ihre Brillanz und Ihr Licht in die Welt zu bringen. Oder  wie der Dalai Lama sagt:  
„Der Planet braucht keine erfolgreichen Menschen mehr. Der Planet braucht dringend Friedensstifter, Heiler, Erneuerer, Geschichtenerzähler und Liebende aller Arten. Er braucht Menschen mit Zivilcourage, bereit, sich dafür einzusetzen, die Welt lebenswert und menschlich zu gestalten. Diese Qualitäten haben wenig mit der Art Erfolg zu tun, die in unseren Kulturen verbreitet ist.“

Jeder einzelne von uns wird in seiner vollen Größe und Kraft gebraucht. Du wirst gebraucht! Und wenn irgendjemand ein Problem damit hat, dass Du kraftvoll bist, wessen Problem ist es dann? Richtig, das Problem der anderen Person. Lass sie ihr Problem haben. Es geht darum, dass Du strahlst. Bist Du bereit, das zu leben?

Herzlich strahlende Grüße,
Nicola Nagel


P. S. Inspirierende Fertigkeiten, um Deine Größe und Kraft zu entfalten und in die Welt zu bringen kannst Du in den sogenannten Expand The Box Trainings und Possibility Laboratorien erlernen und erfahren. Ein echtes Erlebnis! Mehr dazu findest Du auf www.viva-essenza.com



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Mittwoch, 9. August 2017

NEW WORK: Organisatorische Resilienz - Wie erfüllt und inspiriert sind Ihre Mitarbeiter?



Heutzutage arbeiten mehr Menschen in bürokratischen Organisationen als je zuvor. Zwischen 1983 und 2014 wuchs die Anzahl der Manager, Leiter und anderen Angestellten in gehobenen Positionen in den USA um 90%. Ein vergleichbarer Trend ist in Europa zu sehen (Quelle: G. Hamel & M. Zanini). Es scheint, als ginge es darum, die Arbeitswelt durch Bürokratie mehr und mehr zu strukturieren und zu kontrollieren. Obwohl zahlreiche Geschäftsführer und Vorstände die gängige Bürokratie mittlerweile anprangern, gibt es gleichzeitig nur wenige, die Erfolge darin haben, sie zu verändern. Die verneinenden Kräfte, die Veränderungen sehr schnell wieder rückgängig machen möchten, sind groß. Fragen wie beispielsweise „Wie soll denn das ohne Bürokratie gehen?“ sind gängig.

Gary Hamel (www.garyhamel.com) hat es in seinem Artikel „Mehr von uns arbeiten in bürokratischen Organisationen als je zuvor“ auf den Punkt gebracht: „Man könnte argumentieren, dass in einer Welt, die sich durch steigende Komplexität auszeichnet, die Bürokratie unausweichlich ist. Wer, wenn nicht leitende Angestellte, sollte sonst all diese ärgerlichen, neuen Themen wie Globalisierung, Digitalisierung und soziale Verantwortung adressieren? Wer sonst sollte all die neuen Einhaltungs-Auflagen in Bezug auf die Themen Diversität, Risiko-Minderung und Nachhaltigkeit erfüllen? Diese Denkweise hat einen Schwall neuer C-Level Rollen hervorgebracht: Chief Analytics Officer, Chief Collaboration Officer, Chief Customer Officer, Chief Digital Officer, Chief Ethics Officer, Chief Learning Officer, Chief Sustainability Officer und sogar Chief Happiness Officer (Anmerkung der Autorin: im Deutschen entspräche das den L-Rollen: Leiter Analytik, Leiter Kollaboration, Leiter Kunden, Leiter Digitalisierung, Leiter Ethik, Leiter Weiterbildung, Leiter Nachhaltigkeit und sogar Leiter für Glück am Arbeitsplatz). Und noch nüchterner betrachtet: wer – wenn nicht Manager – sollte die Alltagsarbeit machen wie planen, priorisieren, zuteilen, überprüfen, koordinieren, kontrollieren, disponieren und vergüten? Trotzdem zeigt unsere Forschung, dass Bürokratie nicht unausweichlich ist; es ist nicht der unvermeidbare Preis, um Business in einer komplizierten Welt zu betreiben. Es ist vielmehr ein Krebs, der die ökonomische Produktivität und organisatorische Widerstandskraft auffrisst.“

Doch was bedeutet organisatorische Widerstandskraft? Im New Work Kontext bedeutet es, das ein Unternehmen mittel- und langfristig in dem Maße Bestand hat, wie seine Mitarbeiter als ein lebendiger Organismus.

Organisatorische Widerstandskraft im neuen Sinne
Drei wichtige Bestandteile von organisatorischer Widerstandskraft im neuen Sinne sind Gesundheit und Inspiration der Mitarbeiter und damit einhergehend das Thema der bewussten Gefühle. Doch an diesen Aspekten hapert es ganz massiv in der Unternehmenswelt. Zwar gibt es in Firmen Gesundheitsprogramme, Sportangebote, Grün-Oasen und sonstige Entspannungsangebote, doch trotzdem können die wenigsten Mitarbeiter sagen, dass ihr Job sie wirklich erfüllt. Sie sind nicht in ihren verschiedenen Körpern genährt. Was bedeutet das?

Es können vier Körper unterschieden werden (in einigen Lehren gibt es sogar noch mehr): physischer Körper, intellektueller Körper, emotionaler Körper und energetischer Körper (siehe Abbildung). Der physische Körper ist allgemein bekannt. Er besteht aus Knochen, Muskeln, Nerven und hat Sinnesorgane. Unter dem intellektuellen Körper versteht man den Verstand mit seinen Gedanken, Ideen und Meinungen. Der emotionale Körper umfasst das emotionale Herz mit Gefühlen. Der vierte Körper ist der sogenannte energetische Körper, der das Sein beinhaltet. Das Sein hat Präsenz, Vision, Bestimmung, Inspiration.

Möglicherweise haben Sie bereits beim Lesen festgestellt, dass Ihnen zwei der genannten Körper – der physische und intellektuelle Körper - bekannt sind, während die zwei anderen – der emotionale und energetische Körper - eher unbekannt sind.


 
Intellektueller Körper im Business Kontext
In der modernen, bürokratischen und auf Leistung ausgerichteten Gesellschaft wird der intellektuelle Körper besonders genährt. Wissen wird fortlaufend in der Schule, im Studium und im Job vermittelt und ist zudem Dank des Internets und der Medien auch jederzeit verfügbar.  Wissen ist Macht, heißt ein Sprichwort. Wer viel weiß und große fachliche Kompetenz hat, kommt weit, so die Devise. Die Problematik dabei ist, dass der Großteil der Mitarbeiter in Firmen, sich maßgeblich mit ihrem Verstand identifiziert, denn nach wie vor stehen in bürokratischen Unternehmen die Umsatzzahlen im Vordergrund. Es wird analysiert, logisch geschlussfolgert, gerechnet und viel Zeit für logische Problemlösungen aufgebracht. Es geht darum, Zusammenhänge zu verstehen, zu strukturieren, Prozessabläufe zu optimieren und Ziele zu erreichen, sodass letztendlich die geforderten Umsatzzahlen erreicht werden. Der intellektuelle Körper wird in der Arbeitswelt genährt durch diskutieren, Angebote schreiben, ein Meeting abhalten, planen, Strategien ausarbeiten, entwerfen, Kurse oder Workshops besuchen, an Konferenzen teilnehmen, eine Firma oder Abteilung führen, etc. Dieser Körper ist bei den meisten Mitarbeitern somit mehr als ausreichend genährt.

Physischer Körper im Business Kontext
Der physische Körper wird ebenfalls bis zu einem gewissen Grad genährt, in der Regel jedoch eher in der Freizeit, als im Job. Nahrung für den physischen Körper ist beispielsweise Bewegung, Sport, nahrhaftes Essen und Erholung in Form von ausreichend Schlaf und Urlaub. Im Job wird es mit diesen Komponenten jedoch bereits herausfordernd. Das fängt bereits beim Essen an. Viele Mitarbeiter stehen so unter Leistungsdruck, dass sie sich wenig bis gar keine Zeit für Pausen nehmen und beim Essen eher auf oftmals ungesundes und wenig schmackhaftes Kantinenessen zurück greifen oder auf den Fast Food Stand nebenan. Auch an der Bewegung mangelt es massiv. 8-12 Stunden im Büro und in Besprechungen zu sitzen, ist alles andere als zuträglich für den physischen Körper. Zwar stellen einige Unternehmen Fitness-Räume zur Verfügung oder bieten finanzielle Boni für Sportkurse in der Freizeit an, doch es ist eher ein geringer Anteil an Mitarbeitern, die das tatsächlich nutzen. Die meisten kommen eher müde und erschöpft aus dem Büro und haben wenig Lust sich dann noch aufzuraffen und zu sporteln.

Erholung, Auszeiten und Entspannung sind jedoch entscheidend. Inspiration und Kreativität können nur entstehen, wenn Geist und Körper sich erholen dürfen. Gerade das ist jedoch ein Thema, das in der gewöhnlichen Arbeitswelt zu kurz kommt. Wo Leistung und Zahlen im Vordergrund stehen, ist Erholung nur möglich, wenn es in den Terminkalender passt und dann in der Regel auch nicht länger als 2 Wochen. In dieser kurzen Urlaubszeit haben die meisten Schwierigkeiten, sich tatsächlich zu erholen, zumal oftmals noch die unausgesprochene Erwartung auf ihnen lastet, trotzdem für die Kollegen oder den Chef erreichbar zu sein, falls etwas Dringendes geklärt werden muss.

Emotionaler Körper im Business Kontext
Der emotionale Körper wird im Arbeitsumfeld – und der modernen Gesellschaft grundsätzlich - so gut wie gar nicht genährt. Nahrung für den emotionalen Körper bedeutet, Gefühle authentisch und verantwortlich auszudrücken und zu nutzen, sowie Offenheit, Verletzlichkeit, Mitgefühl und Zuhören ohne Diskussion zu praktizieren. Gerade das Thema Gefühle ist jedoch in der Business Welt ein absolutes Tabu, denn die Haltung der modernen Gesellschaft in Bezug auf Gefühle basiert auf der Annahme, dass Gefühle nicht okay sind. Wer Gefühle im Job zeigt, gilt als schwach, unprofessionell und nicht resilient. Insgesamt gibt es vier große Gefühlsterritorien, die unterschieden werden können: Wut, Traurigkeit, Angst und Freude. Es gibt noch weitere Begriffe für Gefühle, die jedoch häufig zu einem der großen Territorien gehören (z. B. gehört Nervosität  in das Territorium der Angst, während Groll in das Territorium der Wut gehört) oder aber eine Vermischung von Gefühlen darstellen.

Unter der Annahme, dass Gefühle nicht okay sind, ist es somit nicht verwunderlich, dass die meisten Menschen vermeintliche Resilienz beweisen, indem sie die Gefühle irgendwie unterdrücken, runterschlucken und betäuben. Doch anstatt tatsächlicher Resilienz, also Widerstandskraft gegen Stress, werden sie immer schwächer, landen im Burnout oder haben andere psychosomatische Krankheiten (ziehen Sie einmal in Betracht, dass diese Krankheiten eine Vermischung von unbewussten, unausgedrückten Gefühlen über einen sehr langen Zeitraum sein können). Resilienz bedeutet in unserer Gesellschaft und Business Welt, die Taubheitsschwelle (also die Schwelle bei der Sie ein Gefühl überhaupt als solches wahrnehmen) möglichst hoch zu halten, beispielsweise durch Essen, Fernsehen, exzessiven Sport, Internet, Social Media, Shoppen, Alkohol, Zigaretten und sonstige Drogen. Gefühle, die jedoch nur betäubt werden und keinen bewussten Ausdruck finden, schlagen sich langfristig auf die Gesundheit nieder.

Eine neue Sichtweise in Bezug auf Gefühle basiert hingegen auf der Annahme, dass Gefühle neutrale Energie und Information sind, die Ihnen dienen, sowohl im Job, als auch privat. Sie sind wie ein inneres Navigationssystem, dass Sie zielsicher durchs Leben leitet.
  
Energetischer Körper im Business Kontext
Der vierte Körper ist der sogenannte energetische Körper. Wenn Sie nicht gerade Yoga oder Meditation ausüben, wird dieser wahrscheinlich das größte Rätsel sein. Der energetische Körper ist schwer greifbar und nicht logisch erklärbar, denn er umfasst das Sein, das Präsenz hat. Im gewöhnlichen Arbeitsumfeld ist der energetische Körper – genau wie der emotionale Körper – in der Regel ausgeklammert. Allein das Wort energetisch wird schnell als esoterischer Quatsch abgetan. Doch dieser Körper ist sehr entscheidend im Sinne einer neuen Art des Arbeitens. Das Sein hat nicht nur Präsenz hat, sondern ist vor allem die Quelle von Inspiration und Vision. Dass dieser Körper in der modernen Gesellschaft und gewöhnlichen Business Welt unterdrückt wird, ist dabei nicht verwunderlich. Mitarbeiter, deren energetischer Körper regelmäßig genährt wird, werden sich früher oder später gegen verkrustete Strukturen, die Evolution entgegenstehen, wehren und das wird von Managern, die großen Nutzen aus den bürokratischen Strukturen ziehen, alles andere als befürwortet. Mitarbeiter, die präsent sind und ihrer Inspiration folgen, sind nicht mehr manipulierbar.

Der energetische Körper wird genährt durch Evolution, Kreativität, transformatorische Prozesse, Entwicklung, aufrichtige Teamarbeit, Gemeinschaft, Wertschätzung der individuellen Seins-Qualitäten (im Gegensatz zu manipulierendem Lob) und dadurch, etwas Größerem zu dienen und seine Bestimmung in Aktion zu sein.

Die Antwort auf die Frage WIE? lautet JA!
Und was nun? Wie soll es in Unternehmen bewerkstelligt werden, dass alle vier Körper der Mitarbeiter genährt werden? Genau das ist so eine klassische Frage und es wäre ein leichtes zu sagen „Das geht nicht! Das ist Träumerei!“

Wie Gary Hamel sagt: „Es gibt keinen gut etablierten Weg, um eine post-bürokratische Organisation aufzubauen. Bürokratie einzudrücken erfordert Finesse, nicht brutale Gewalt. Wenn Sie die bürokratische Bremse in Ihrer Firma reduzieren wollen, werden Sie einen Veränderungs-Ansatz benötigen, der aufstrebend, kollaborativ, iterativ und klug ist. Der Schlüssel: revolutionäre Ziele und evolutionäre Wege.“

Somit kann die Antwort auf die Frage „Wie soll es gehen?“ nur lauten: „JA!“ Es geht nicht zuerst um das WIE. Wenn Sie das Wie als erstes beantwortet haben wollen, dann stehen Sie in 5 Jahren immer noch genau an dem gleichen Punkt. Sie planen, forschen, analysieren und schätzen alle Eventualitäten ab, um Sicherheit zu haben, wie es geht, anstatt loszugehen und es auszuprobieren. Bei einer neuen Art des Arbeitens und dem Etablieren von post-bürokratischen Vorgehen, steht jedoch die Verpflichtung als erstes im Vordergrund. Ziehen Sie einmal in Betracht, dass sich neue Möglichkeiten und Gestaltungsoptionen auftun, sobald Sie sich klar für einen neuen Weg entschieden haben. Das ist ein universelles Gesetz. Die Entscheidung und Verpflichtung kommt zuerst. Sie müssen nicht wissen, wie es geht (auch das mag sich für manche Manager wie ein apokalyptischer Albtraum anhören). Im Nichtwissen stehen zu können und auf dem neuen Weg durch permanentes Feedback und Coaching von Kollegen, dem Umfeld, etc. einen Schritt nach dem anderen zu machen, ist Teil einer großen Kompetenz im Rahmen von New Work.  

Sind Sie bereit ein Unternehmen mit zu gestalten, in dem die Mitarbeiter in allen 4 Körpern genährt sind und entspannt mit Inspiration und Leichtigkeit agieren?

Herzliche Grüße, 
Nicola Nagel


Tipp: Mehr zum Thema „New Work“ finden Sie im Buch „Edgeworker: Leadership war gestern – Es ist Zeit für die Führungs-(R)Evolution!“ von Nicola Nagel und Patrizia Servidio. Details zur Kraft der Gefühle und ihrem großartigen Nutzen finden Sie darüber hinaus im Buch „Die Kraft des bewussten Fühlens“ von Clinton Callahan.


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