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Samstag, 15. Januar 2022

3 entscheidende Fragen, um Dein Leben neu auszurichten

 

Heute möchte ich mit einem Bild beginnen und Dich einladen, dies einmal kurz auf Dich wirken zu lassen.


Na, hat Dir beim Anblick dieses Bildes kurz der Atem gestockt? Das ist verständlich, denn die meisten Menschen würden wohl weder in solch eine Gletscher-Region kommen, noch freiwillig über diese Leiter gehen. Doch möglicherweise wird genau dieses Foto von Stacy Taniguchi zum Sinnbild für Dein Jahr 2022 und Dein Leben insgesamt.

Etwas, das Du besitzt und das Dir niemand auf der Welt jemals wegnehmen kann ist WAHL. Du hast immer die Fähigkeit zu wählen. Selbst, wenn Du Dich nicht entscheiden kannst, ist das eine Wahl. Du wählst in dem Fall, Dich nicht zu entscheiden. Genauso kannst Du auch wählen, wie Du in Deinem Leben wachsen möchtest. Im Leben hast Du grundsätzlich zwei Wahlmöglich-keiten: 1. Gedeihe in Deinem Leben und sei inspiriert oder 2. Ertrage es bzw. halte es aus. Was Du wählst, bleibt Dir überlassen. Doch mache Dir bewusst, dass Du Schöpfer*in Deines eigenen Lebens bist. Du kannst in vermeintlichen Umständen, Beziehungen, Dramen etc. bleiben, die Dir möglicherweise nicht gut tun, oder Du kannst etwas anderes wählen. Es ist und bleibt Deine Wahl. Das ist die innere Freiheit, die Du hast. Um Deinen Weg zu gehen bzw. neu auszurichten, helfen Dir möglicherweise folgende 3 entscheidende Fragen:

 

1.    Die Frage von Nietzsche:

Nietzsche würde an dieser Stelle die ewig wiederkehrende Frage stellen: „Wenn Du Dein Leben immer und immer wieder genauso leben könntest wie bisher bis in alle Ewigkeiten, würdest Du es tun?“

Bei dieser Frage geht es darum, einmal zu schauen, wo Du im Leben gerade stehst und aus Deiner Komfortzone heraus zu treten. Um Nietzsches Frage einmal konkret auf den Alltag zu übertragen, kannst Du Dir auch folgende Fragen stellen:

 

·         Wenn Du den Job, den Du gerade machst immer und immer weiter machen könntest, bis in alle Ewigkeiten, würdest Du es tun?

·         Wenn Du die Beziehung, die Du gerade lebst (oder auch nicht lebst) immer weiter so leben könntest, würdest Du es tun?

·         Wenn Du immer und immer wieder genau an dem Ort leben würdest, an dem Du gerade lebst, würdest Du es tun?

·         Wenn Dein Tagesablauf immer und immer wieder so wäre, wie er aktuell tagein tagaus ist, würdest Du ihn wählen?

Du kannst die Ursprungsfrage von Nietzsche auch noch weiter auf alles, was Du in Deinem Leben vorfindest aufschlüsseln. Fakt ist, wenn Du auch nur eine Frage mit NEIN beantwortet hast, dann stehst Du am Rande der Gletscherspalte. Dann ist es Zeit, Deine Komfortzone zu verlassen und zu wachsen, zu gedeihen, Neues zu wagen.

 

2.    WOFÜR überquerst Du die Leiter?

Und genau hier kommt das Bild der Gletscherspalte ins Spiel, das Stacy auf einer seiner Mount Everest Touren aufgenommen hat. Es gibt solche Überquerungsleitern bei großen Bergexpeditionen tatsächlich. Die unangenehme an solchen Leitern ist, dass Dich ein einzelner, heftiger Windstoß von der Leiter fegen kann und Du 1000 Meter in den Abgrund stürzt. Doch anstatt Dich von dieser Angst blockieren zu lassen – im Alltag wäre das Deine Angst, Deine bequeme, kuschelig warme Komfortzone zu verlassen – geht es darum den Blick nach vorne zu richten und Dir folgende Frage zu stellen:

 

 „Was würde Dich dazu bringen, die Leiter zu überqueren?“

·         Würdest Du Sie für 1 Euro überqueren? Wahrscheinlich eher nicht.

·         Würdest Du sie überqueren, wenn Du Dein eigenes, 3-jähriges Kind auf der anderen Seite siehst, dass völlig selbstversunken haarscharf am Rand der Gletscherspalte spielt und droht hinunter zu fallen? Ja, vermutlich würdest Du sofort loslaufen.

 

Beantworte einmal radikal ehrlich die Frage. Wofür würdest Du in Deinem Leben die Leiter überqueren. Was siehst Du auf der anderen Seite der Gletscherspalte, für das es sich lohnt zu gehen? Welche Art Leben wartet dort auf Dich, welche Art Beziehung? Wenn Du das heraus gefunden hast, schau einmal, welches das dahinter stehende Prinzip ist? Das Prinzip, das Du für Dich an dieser Stelle herausfindest, ist Dein Kernprinzip, das Dich im Leben an Deine Ziele bringt.

Als ich mir diese Frage vor 15 Jahren gestellt habe, war ich nicht mehr glücklich in meinem alten Job und mit dem Thema Beziehung sah es auch nicht so rosig aus. Das was auf der anderen Seite der Gletscherspalte leuchtete, war damals „Sinnhaftigkeit und Erfüllung im Leben“. Dafür war ich bereit über die Leiter zu gehen, ohne zu wissen, was das bedeuten würde bzw. welchen Job ich in Zukunft machen würde oder was es für mein Beziehungsleben bedeuten würde. Es war dennoch das, wonach ich strebte.

 

3.    WIE überquerst Du die Leiter?

Doch es ist nicht nur entscheidend, was für Dich auf der anderen Seite der Leiter ist. Das ist lediglich das erste Puzzel Teil. Die fast wichtigere Frage ist:  „WIE überquerst Du die Leiter?“

Wenn wir beispielsweise wieder das spielende Kleinkind nehmen, für das Du über die Brücke gehen würdest, um es vor dem Abstürzen zu bewahren, dann ist es nicht sehr sinnvoll, auf die Leiter zu stürmen und Leute, die noch auf der Leiter sind, in den Abgrund zu schubsen. Das WIE sind Deine Prinzipien, die Dich über die Leiter bringen, bzw. die Dich in Deinem Leben voran bringen um an dem neuen Ziel rauszukommen.

 

Als ich damals das Prinzip der Sinnhaftigkeit und Erfüllung im Leben vor Augen hatte, waren die Prinzipien, WIE ich über die Leiter gehe sofort klar. Für mich waren es damals Klarheit, Inspiration, Möglichkeit, Lebensfreude und Integrität, die mir den nötigen Fokus gaben über die Leiter zu gehen.

 

Die Komfortzone zu verlassen, ist alles andere als leicht. Du wirst Angst spüren, weil Du nicht weißt, was da draußen – außerhalt der weichen Komfortzone – auf Dich wartet. Es wird Menschen geben, die versuchen, Dich daran zu hindern, weil Du möglicherweise auch an ihren sicheren Strukturen rüttelst. Deine eigenen Glaubenssätze und Geschichten werden versuchen, Dich daran zu hindern. Wenn Du die Komfortzone verlässt, wirst neues erleben und vielleicht nicht wissen wie es geht. Doch genau das ist es, was Dein Leben bereichert. Vertraue der Angst. Sie zeigt Dir einfach nur, dass etwas Neues auf Dich zukommt. Genau wie auf der Leiter, machst Du einfach immer nur den nächsten Schritt und hältst den Blick nach vorne gerichtet.

 

Das Leben ist kostbar. Was machst Du daraus? Bleibst Du im immer gleichen Sumpf stecken oder hast Du den Mut, Deine Komfortzone zu verlassen, zu wachsen und ein Leben voller Inspiration und Erfüllung zu leben? Es ist Deine Wahl. Gehst Du über die Leiter?

 

Herzlichst,

Nicola

P. S. Unten findest Du das Bild mit den Fragen, falls Du es Dir als Erinnerung ausdrucken möchtest.




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INSPIRATION, DIE BEWEGT!

Montag, 16. April 2018

Wie kraftvoll sind Deine Entscheidungen in Deinem Leben?


Wir tragen eine sehr große Kraft in uns, die in der Hektik des Alltags schnell in Vergessenheit geraten kann: Du kannst WÄHLEN und damit kraftvolle Entscheidungen treffen. Zu wählen und zu entscheiden ist eine der großen menschlichen Kräfte, die uns niemand nehmen kann. Wir schwächen sie jedoch oftmals dadurch, dass wir: 

  1. nur aus dem wählen, was uns angeboten wird
  2. einen Grund für unsere Entscheidung / Wahl angeben
  3. nicht authentisch entscheiden
  4. meinen, die Wahl muss für einen langen Zeitraum Gültigkeit haben.
Vielleicht warst Du schon einmal in einer Situation, oder bist gerade in einer Situation, die scheinbar ausweglos oder alternativlos erscheint und Dich denken lässt, keine Wahl zu haben. Die Frage ist jedoch, wieso meinst Du, keine Wahl zu haben? Wenn Du beispielsweise in ein Restaurant gehst und die Menükarte bekommst, meinst Du dann, Du hättest nur die Möglichkeit, das auszuwählen, was auf der Speisekarte steht? Wenn Du in einer Beziehung steckst, die Dich nicht nährt, meinst Du, Du hättest keine andere Wahl? Meinst Du, nur einen Job machen zu können, der Deinem Ausbildungs- oder Studienabschluss entspricht? Meinst Du Dich so verhalten zu müssen, wie es die gesellschaftliche Norm vorschreibt? Meinst Du, bestimmte Dinge erst tun zu können, wenn Du ein bestimmtes Einkommen hast? Meinst Du, dass Du keine Wahl hast, wenn Du in einem Unternehmen arbeitest, das die Leute durch streng hierarchische Machtstrukturen klein hält und manipuliert? Meinst Du, keine Wahl zu haben, was die politischen Strukturen in Deinem Land angeht? Meinst Du keine Wahl zu haben, was die umwelttechnischen und klimatischen Veränderungen betrifft?

Experiment 1: Wo meinst Du, keine Wahl zu haben?
Schreib einmal auf, in welchen Situationen Du meinst, keine Wahl zu haben. Sei radikal ehrlich. Es kann sich dabei um Situationen aus der Gegenwart, der Vergangenheit oder sogar der Zukunft handeln. Es kann sich um kleine Alltagssituationen oder auch größere Lebenssituationen handeln. Wo hast Du scheinbar keine Wahl?

Wähle aus dem, was nicht angeboten wird
Wir ziehen oftmals nicht in Betracht, dass wir auch aus dem wählen können, was nicht angeboten wird. Wir sind so in gesellschaftliche, bürokratische und wohl begründete Konventionen verstrickt, dass wir nicht merken, wie viele großartige Möglichkeiten an uns vorüberziehen, weil wir nur das sehen, was uns angeboten wird. Zeit, die Scheuklappen abzunehmen. 

Wenn Du wieder einmal meinst, keine Wahl zu haben, dann dreh Dich einmal um Dich selbst und deklariere für Dich, dass Du etwas völlig anderes wählen kannst. Das nächste Mal, wenn Du in ein Restaurant gehst, wähle beispielsweise etwas aus, das nicht auf der Karte steht. Bitte den Kellner, ob sie Deine Wunsch-Komposition zaubern können. Oder sage „Bringen Sie mir etwas Leckeres“ und lass Dich überraschen, was Du serviert bekommst.

Wenn Du als junger Mensch überlegst, welches Studium Du belegen sollst und Dich viele verschiedene Studiengänge jeweils nur zum Teil anlachen, dann stelle Dir Dein Studium selbst zusammen und wähle das, was Dich inspiriert. Eine junge Trainings-Teilnehmerin hat aus verschiedenen Studiengängen nur einzelne Fächer belegt, zwischen drin in einem Ökodorf gearbeitet und Erfahrung gesammelt, dann wieder einige Fächer studiert und sich so ihr eigenes Lebensstudium zusammengestellt. Bekommt sie dafür ein Zertifikat? Nein, sicherlich nicht. Doch sie möchte sowieso nicht in einem herkömmlichen, hierarchischen Unternehmen arbeiten.

Wenn Du Dir in Deinem Job eine andere Art Arbeitsklima und Miteinander wünscht, wähle es! Es ist Deine Wahl. Du kannst jederzeit beginnen, genau da wo Du gerade bist.

Wenn Du Deine Wahl von den Umständen abhängig machst, dann bist Du Opfer dieser Umstände und machst Dein Leben davon abhängig, ob bzw. wie sich die Umstände verändern. Opfer zu sein ist sehr bequem, denn in dieser Rolle musst Du keine Verantwortung übernehmen, kannst jammern und bekommst Aufmerksamkeit und Mitleid. Ändern tut sich jedoch dadurch nichts. Wenn Du Deine Kraft des Wählens wieder in Besitz nehmen möchtest, dann bedeutet das automatisch, dass Du einen höheren Grad an Verantwortung übernimmst. Du übernimmst Verantwortung, bewusst etwas zu wählen, das Dir entspricht bzw. sich stimmig anfühlt und trägst die Konsequenzen. Wenn Du bewusst wählst, kannst Du somit kein Opfer mehr sein. Das ist der Preis.

Wählen ohne Grund
Das Wählen ist deshalb auch eine so große menschliche Kraft, weil wir jederzeit ohne Grund wählen können. Die Kraft ist bei vielen Menschen jedoch dadurch geschwächt, dass sie fortwährend Gründe für ihre Wahl oder Entscheidung angeben. Das betrifft einerseits Alltagssituationen wie z. B. „Ich gehe heute nicht joggen, weil es regnet“ oder „Ich gehe heute Abend nicht aus, weil ich müde bin.“ oder „Ich fahre diesen Weg zur Arbeit, weil ich ihn immer fahre“ oder „Ich halte im Job lieber meinen Mund, weil ich dann keinen Ärger bekomme.“

Andererseits betrifft es auch größere Entscheidungen, wie z. B. „Ich kaufe dieses Auto, weil ich mobil sein muss und die Marke mag“ oder „Ich arbeite in dem Konzern, weil ich das Geld zum (Über-)Leben brauche“. Wir geben ständig Gründe für unsere Wahl an. Das ist nicht verwunderlich; schließlich werden die Menschen von den Medien den ganzen Tag mit Gründen manipuliert, um sich für bestimmte Produkte zu entscheiden. Vielleicht hast Du auch schon einmal fadenscheinige Gründe angegeben, weil Du nicht authentisch die Wahrheit sagen wolltest. Wenn Du beispielsweise abends zum Grillen mit Freunden eingeladen warst und Du partout keine Lust hattest, hast Du da schon einmal eine Ausrede erfunden? (z. B. „Ah… Du… Ich muss für morgen noch dringend etwas fertig machen. Ich kann leider nicht.“)

Experiment 2: Wo, wann und gegenüber wem gibst Du automatisch Gründe an?
Mach Dir einmal bewusst, wann und wie oft Du automatisch Gründe für Deine Wahl angibst.
Schreibe die Situationen am besten auf. Dann beginne damit, den Automatismus zu durchbrechen und keine Gründe mehr anzugeben. 

Was ist der Hintergrund, keinen Grund mehr anzugeben? Nun, wenn Du einen Grund für Deine Wahl angibst, wer hat dann die Kraft? Wenn Du beispielsweise sagst: „Ich gehe heute nicht joggen, weil es regnet“, wer hat dann die Kraft? …Der Grund hat die Kraft. In dem Moment, wo Du Gründe für Deine Wahl bzw. Deine Entscheidung angibst, hat der Grund die Kraft. Wenn Du – um beim genannten Beispiel zu bleiben – nur sagst: „Ich gehe heute nicht joggen.“, wer hat dann die Kraft? Richtig, dann bleibt die Kraft bei Dir.

Es geht nicht darum, dass Du ab sofort nie wieder Gründe angibst. Wenn Du eine Entscheidung triffst, ohne Grund wählst und Dich dann jemand nach dem Warum fragt, geht es nicht darum, die andere Person vor den Kopf zu stoßen und keinen Grund zu nennen. Es geht vielmehr darum, den Automatismus zu durchbrechen und Deine Kraft von den Gründen wieder bewusst zurück zu holen. (Kinder können das übrigens großartig. Auf die Frage „Warum machst Du das?“ sagen sie oft nur „Darum!“). Wenn Du also die nächste Einladung zum Grillen bekommst und nicht hingehen möchtest, probiere einmal folgende Variante: „Vielen Dank für die Einladung. Toll, dass Du an mich denkst. Ich bin diesmal jedoch nicht dabei.“ Punkt. Kein Grund. Am Anfang fühlt es sich möglicherweise komisch an, keine Gründe mehr anzugeben. Vielleicht musst Du Dir sogar bewusst auf die Lippen beißen, damit der Grund nicht automatisch rauskommt. Übe es jedoch weiterhin, bis Du den Automatismus durchbrochen hast und Du wirst merken, wie viel Kraft und Energie Du zurück bekommst.

Aus dem zu wählen, was nicht angeboten wird und ohne Grund zu wählen kann beängstigend sein. Wenn Du als Kind in der Schule Deine Hausaufgaben vergessen hattest und einen großartigen Grund erfinden konntest, bist Du wahrscheinlich glimpflich davon gekommen. Wenn Du hingegen nur gesagt hast „Ich habe sie nicht gemacht“, hast Du möglicherweise einen Eintrag ins Klassenbuch bekommen und bist somit bestraft worden.

Was sollen die Familie, der Partner, die Freundin, die Kollegen, der Chef oder die Nachbarn denken, wenn Du plötzlich neue Dinge ohne Grund tust und damit aus der Norm fällst? Lass sie denken, was sie wollen. Sie werden es möglicherweise gar nicht merken. Sollten sie auf Deine Entscheidung hin einen Grund brauchen, werden sie schon nach dem Warum fragen. Falls übrigens jemand ein Problem mit Deiner Wahl hat, dann lass die Person ihr Problem haben. Es ist nicht Dein Problem. Diese Person hat lange dafür gearbeitet, um dieses Problem zu haben, also rette sie nicht, indem Du Dich ihretwegen umentscheidest.

Alte Muster zu durchbrechen kann zunächst beängstigend sein, denn Du weist manchmal nicht, wie Du Dich im neuen Modus bewegen sollst. So fühlt es sich einfach an. Die gute Nachricht ist: Angst ist Angst, das Gefühl des Magiers, der aus dem Nichts Neues entstehen lässt. Nutze die Angst  - entgegen gesellschaftlicher Normen, die Angst als schlecht bezeichnen - als inneres Navigationssystem, das Dir klar anzeigt, dass Du Dich auf ungewohntes Terrain begibst. Dann vertraue der Angst und gehe mutig voran.

Wähle authentisch
Die dritte Komponente, die Deine Entscheidungen wirklich kraftvoll sein lässt, ist Deine Authentizität. Wenn Du Dinge wählst, hinter denen Du nicht stehst, dann kommt der Bumerang früher oder später zurück und Du bist unzufrieden, genervt oder gar unglücklich.

Experiment 3: Wo bzw. wann hast Du nicht authentisch gewählt?
Ein etwas gefährlicheres Experiment besteht nun darin, dass Du einmal aufschreibst, wo Du nicht authentisch gewählt hast. Wo hast Du JA gesagt, aber meintest NEIN. Wo hast Du Dich für etwas entschieden, obwohl Du es nicht wolltest oder umgekehrt? Wo hast Du vielleicht aus einem inneren Druck heraus gemeint, Du müsstest Dich sofort entscheiden bzw. eine der vorhandenen Optionen wählen, obwohl es sich für Dich nicht stimmig angefühlt hat? Warum hast Du indem Moment Deine innere Weisheit verleugnet (und Dich möglicherweise direkt danach geärgert, dass Du Dich so entschieden hast)? Diese Frage ist gefährlich. Sie berührt möglicherweise Dein Innerstes. Gleichzeitig geht es darum, Dir genau diesen Punkt aufrichtig einzugestehen und den Schmerz darüber zu spüren, dass Du bei einigen Entscheidungen nicht authentisch warst. Denn nur wenn Du Dir Deine eigene Inauthentizität eingestehst, kannst Du authentisch werden.

Du hast jetzt neue Möglichkeiten. Du kannst wählen, ab sofort nur noch authentisch zu wählen. Ohne Grund. Du kannst selbstverständlich jederzeit aus dem wählen, was angeboten wird, wenn es sich für Dich stimmig anfühlt. Wenn Du jedoch verschiedene Optionen zur Auswahl hast und sich keine stimmig anfühlt, dann wähle die Option, die nicht angeboten wird. Entscheide Dich dafür nicht Opfer der Umstände, sondern Magier der Möglichkeiten zu sein. Nutze Deine Angst, um eine neue Option zu erschaffen. Es liegt in Deiner Hand. Bist Du bereit, Deine Entscheidungen kraftvoll und authentisch zu gestalten?

Sei Magier der Möglichkeiten anstatt Opfer der Umstände
wähle aus dem, was nicht angeboten wird – authentisch - ohne Grund

Wähle im Hier und Jetzt
Entscheidend ist zudem, dass Du bei Deiner Wahl im Hier und Jetzt präsent bist, d. h. zentriert und bei Dir. Es geht nicht um gestern, es geht nicht um morgen. Oftmals haben Entscheidungen keine Kraft, weil wir zu sehr mit den Eventualiäten beschäftigt sind, mit den Umständen, die sich möglicherweise verändern könnten. Wenn Du versuchst, alle möglichen Entwicklungen zu berücksichtigen und eine Entscheidung zu treffen, die die nächsten 10 oder 20 Jahre Gültigkeit hat, dann gibst Du Deine Kraft wieder an die Umstände und an die Zukunft ab. Du kannst nicht wissen, wie sich die Dinge entwickeln werden. Du kannst jedoch immer wieder neu wählen und entscheiden, konkret alle 3 Sekunden – jeden Moment. Dabei geht es nicht um Willkür oder Beliebigkeit. Es geht darum, dass Du präsent und aufmerksam wirst, für das was ist. Du wählst im Hier und Jetzt, was für Dich authentisch und stimmig ist. Entsprechend trägst Du die Konsequenzen. Wenn Du dann nach 4 Wochen oder 3 Monaten feststellst, dass der Weg nicht mehr stimmig ist, wählst Du wieder neu. Mach Dir bewusst, dass Du jedem Moment eine neue Wahl treffen kannst. Jetzt…und jetzt…und jetzt…Das ist Deine Kraft.

Falls Du dazu tendierst, Schwierigkeiten beim Wählen zu haben und Dich nicht entscheiden zu können, ist es hilfreich, Deine Wutkraft in Besitz zu nehmen. Um klar und authentisch zu wählen, brauchst Du die Wut als sogenannte Kriegerkraft. Sie ist dazu da, um Entscheidungen zu treffen, Klarheit zu schaffen, Grenzen zu setzen, Ja und Nein zu sagen, etc.; alles Aspekte, die beim Wählen und Entscheiden relevant sind.
 
Im Folgenden findest Du als Übersicht die Landkarte der Kraft des Wählens.


Herzlich kraftvolle Grüße, 
Nicola Nagel

GIB DEINEM LEBEN EINE NEUE RICHTUNG!
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Freitag, 13. Mai 2016

5 Essentielle Komponenten, um Ihre Energie zu halten



In letzter Zeit bin ich zahlreichen Menschen begegnet, die ausgepowert sind, keine Energie mehr haben und selbst durch Urlaub nur bedingt wieder auf die Spur kommen. In einer sich immer schneller verändernden Welt ist dies zunehmend eine Herausforderung. Insbesondere wenn wir mit vielen Menschen in Kontakt sind, passiert es schnell, dass unsere Energie verloren geht, wenn wir nicht bewusst darauf achten. Kennen Sie es beispielsweise, dass Sie gemütlich durch die Stadt laufen und letztendlich völlig erschlagen und ohne Energie wieder zuhause ankommen? Oder Sie sitzen im Büro, zahlreiche Kollegen wollen etwas von Ihnen und bereits mittags ist Ihre Energie am Nullpunkt angelangt? Diese Phänomene sind in unserer Gesellschaft leider gängig, sodass letztendlich viele Menschen gestresst, energielos und dadurch unausgeglichen sind, gleichzeitig jedoch auch keinen Ausweg aus dem Teufelskreis finden. Ein hohes Energie-Niveau scheint meist eher zufällig und temporär zu sein, oder aber an bestimmte Bedingungen geknüpft zu sein (z. B. an „gute Laune“).

Was oftmals passiert, ist dass unsere Energie unbemerkt durch verschiedene Kanäle oder in Situationen entweicht, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Die meisten Menschen merken es erst, wenn es schon zu spät ist und sie müde oder genervt abends auf der Couch landen. Die energieraubenden Situationen können dabei sehr vielfältig sein. Beispielsweise kann es sein, dass

  • Sie versuchen, es allen recht zu machen (sowohl privat als auch im Job),
  • Sie sich unbewusst subtil manipulieren lassen oder versuchen, andere zu manipulieren (z. B. durch Worte, Gesten, Handlungen)
  • Sie täglich in kleinen oder großen Dramen, Diskussionen, Rechthaberei verwickelt sind.
  • eine unbewusste Vermischung von Energien mit anderen Menschen stattfindet (es gibt regelrechte Energie-Vampire, die versuchen, Ihre Energie abzusaugen)
  • Sie Ihre Kraft und Energie an vermeintliche Autoritätspersonen abgeben (Partner, Chef, kraftvolle Kollegen, Nachbarn, die Behörden….),
  • Sie persönliche Grenzüberschreitungen zulassen, die eigentlich nicht in Ordnung sind,
  • Sie sich zu viel auf einmal zumuten und zu viele Projekte/Ideen/Termine haben (möglicherweise um vermeintliche Anerkennung von anderen zu erlangen. In unserer Gesellschaft ist Stress zu einer Art traurigem Status-Symbol geworden. Der Irrglaube lautet: „Wenn ich gestresst bin, leiste ich enorm viel, ergo ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ich von anderen mehr Anerkennung – wenn auch nur in Form von Mitleid - für diese scheinbar enorme Leistung bekomme.)
  • Sie versuchen im Job professionell zu sein und stupide Leistung zu erbringen, die Ihnen eigentlich keinen Spaß macht,
  • Sie ungesunde Energie (Hass, Groll, schlechte Laune, emotionale Verletzungen, etc.) von anderen Menschen abkriegen (manchmal ohne dass Sie mit ihnen sprechen),
  • Sie versuchen von anderen Personen (häufig vom Partner oder engen Freunden) alte, unerfüllte Kindheitsbedürfnisse erfüllt zu bekommen (z. B. das unerfüllte Bedürfnis, damals nicht genug Liebe oder Aufmerksamkeit bekommen zu haben),
  • etc.

Experiment: Wann fühlen Sie sich energielos?
Es lohnt sich, einmal darauf zu achten, wann Ihre Energie verloren geht. Machen Sie einmal eine Liste wann, wo und idealerweise durch was oder wen, Sie sich energielos fühlen. Möglicherweise sind es Situationen, wie oben beschrieben, möglicherweise sind es auch ganz andere Situationen. Entscheidend ist, dass Sie beginnen, bewusst Ihre Aufmerksamkeit darauf zu richten, um die Energielücken aufzudecken.
Glücklicherweise ist es möglich, die persönliche Energie auf einem hohen Niveau zu halten, sobald wir einige Fertigkeiten lernen und diese bewusst nutzen. Es gibt – neben anderen - 5 essentielle Komponenten, die dafür unabdingbar sind:   

1.    Lernen Sie, zentriert zu sein
2.    Lernen Sie, Ihren persönlichen, energetischen Raum zu halten
3.    Achten Sie darauf, wo Ihre Aufmerksamkeit ist
4.    Steigen Sie aus den täglichen Dramen aus & übernehmen Sie radikale Verantwortung
5.    Nutzen Sie Ihre bewusste Wutkraft

1.    Lernen Sie, zentriert zu sein
Energieverlust passiert sehr häufig dadurch, dass wir unsere Kraft bzw. unser sogenanntes Zentrum unbewusst abgeben. Was bedeutet das? Zum einen haben wir ein physisches Zentrum. Dieses sitzt zwischen den Hüftknochen in der Körpermitte etwa auf Höhe der Gürtelschnalle und sorgt dafür, dass wir physisch in Balance sind. Neben dem physischen Zentrum besitzen wir jedoch noch ein weiteres, sogenanntes energetisches Zentrum. Dieses nimmt seinen Ursprung in der Größe einer Grapefruit und ist beweglich. Sie können es sich wie eine energetische Kugel vorstellen. In unserer Gesellschaft legen wir das energetische Zentrum meist in einen bestimmten Körperteil: den Kopf. Wir denken ständig darüber nach, welche Termine wir noch haben, was wir noch einkaufen müssen, wen wir anrufen müssen, etc.

Was viele Menschen darüber hinaus gerne machen ist, dass sie ihr energetisches Zentrum an vermeintliche Autoritätspersonen abgeben, z. B. den Chef, den Kollegen, den Partner, die Eltern, etc. Der Nutzen liegt meist darin, dass sie keine Verantwortung übernehmen müssen, sie hoffen, dass der andere sich um sie kümmert, sie keine Entscheidungen treffen müssen, nicht in Aktion treten müssen und sich dadurch letztendlich sicher fühlen. Nun gibt es unterschiedliche Arten von Autoritätspersonen: a) energieraubende Autoritäten (sogenannte Gremlin-Anführer) oder b) wahrhaftige Autoritäten/Anführer.

Energieraubende Autoritäten sind dabei Menschen, die gerne Ihr energetisches Zentrum nehmen, denn dann fühlen sie sich auch sicher. Es sind in der Regel Menschen, die zwar autoritär auftreten, jedoch dadurch nur ihre Angst vor Unzulänglichkeit kaschieren. Beispielsweise gibt es Chefs, die mit Worten und Gesten durch die Gegend poltern, sodass alle Mitarbeiter aus Angst sofort springen – ergo ihr Zentrum und damit ihre eigene Energie abgeben – um bloß nicht aus dem Rahmen zu fallen. Wahrhaftige Autoritäten würden hingegen Ihr Zentrum gar nicht annehmen. Ein echter Anführer würde sagen „Ich will Dein Zentrum nicht. Ich möchte, dass Du in der Lage bist, eigene Entscheidungen zu treffen.“

Zentriert zu sein bedeutet nun, dass Sie Ihre Absicht und Aufmerksamkeit nutzen, um Ihr energetisches Zentrum auf Ihr physisches Zentrum zu legen. Lokalisieren Sie zu nächst Ihr energetisches Zentrum. Wenn Sie sich beispielsweise gerade fragen, wie das denn gehen soll, dann ist Ihr energetisches Zentrum im Kopf. Es funktioniert wirklich mit Ihrer Absicht und Aufmerksamkeit. Es gibt beispielsweise bei Kampfsportarten oder auch beim Ballett Ausgangspositionen, die dazu dienen, komplett geerdet und zentriert zu stehen, sodass Sie sich aus dieser Position überall hinbewegen können.

Sie können Ihr Zentrum übrigens nicht nur an Autoritätspersonen sondern auch an andere Dinge abgeben, beispielsweise die Zeit („Herrje, schon wieder so spät, jetzt muss ich mich aber beeilen, sonst komme ich zu spät“), an Haustiere oder kleine Kinder („Schau mal, wie süüüß“), an die Vergangenheit („Damals war alles besser“) oder an die Zukunft („Bin ich froh, wenn ich in 3 Wochen Urlaub habe“), oder oder oder. Die Einladungen, um Ihr Zentrum abzugeben, sind vielfältig. Fakt ist jedoch: Wenn Sie Ihr Zentrum abgeben, verhalten Sie sich angepasst. Und: nur Sie können Ihr energetisches Zentrum und damit Ihre Kraft und Energie abgeben. Niemand kann es Ihnen klauen. Die anderen können Einladungen aussprechen, doch das Zentrum letztendlich abzugeben ist Ihre – meist unbewusste – Entscheidung. Lernen Sie also, auf Ihr Zentrum zu achten und zentriert zu sein, anstatt sich angepasst zu verhalten. Wenn Sie zentriert sind, sind Sie in der Lage, im JETZT präsent zu sein.

2.    Lernen Sie, Ihren persönlichen, energetischen Raum zu halten
Ein weiterer entscheidender Aspekt, um ein hohes Energie-Niveau zu halten ist, dass Sie Bewusstheit über Ihren persönlichen, energetischen Raum bekommen. Während wir über Zentrieren möglicherweise noch etwas lernen, wenn wir beispielsweise Kampfsport machen, tanzen, turnen oder ähnliches, lernen wir über unseren persönlichen energetischen Raum in der Regel nichts. Somit kann es durchaus sein, dass die folgenden Erläuterungen zunächst einmal etwas befremdlich wirken.

Ihren persönlichen, energetischen Raum können Sie sich vorstellen, wie eine etwas dickere Seifenblase, die im Abstand von ca. 50cm komplett um Sie herum geht. Dieser Raum ist nicht einfach da. Auch hier sind wieder Ihre Aufmerksamkeit und Ihre Absicht gefragt. Beides nutzen Sie, um diese energetische Blase - d. h. unsichtbare aber doch existente Blase - um sich herum zu deklarieren. Sie können beispielsweise als Hilfe mit 2 Fingern schnipsen und so deklarieren, dass Ihr persönlicher Raum nun besteht. Probieren Sie es einmal aus. Setzen Sie sich entspannt hin und schließen Sie für einen Moment die Augen. Spüren Sie erst einmal, wie es sich ohne eine energetische Blase anfühlt. Das ist der Modus, den Sie wahrscheinlich kennen. Nun schnipsen Sie mit den Fingern und lassen Sie mit Ihrer Absicht eine durchsichtige Blase um sich herum entstehen. Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in dieser Blase. Nutzen Sie Ihre Hände, um die Blase von innen zu ertasten; vorne, hinten, an den Füßen, über dem Kopf…
Dies ist möglicherweise das erste Mal, dass Sie Ihren persönlichen Raum bewusst wahrnehmen. Nun schnipsen Sie die Blase wieder weg und spüren Sie erneut den Unterschied.

Dann schnipsen Sie die Blase wieder hin. Das ist Ihr persönlicher Raum, in dem niemand anderes etwas verloren hat, weder Ihr Partner, noch Ihr Chef, noch Ihr Hund, noch sonst wer oder sonst was. Dieser Raum enthält nur Ihre Energie. Üben Sie sich darin, diesen Raum den ganzen Tag aufrecht zu erhalten, indem Sie immer einen Teil Ihrer Aufmerksamkeit darauf gerichtet lassen. Sobald Sie Ihren persönlichen Raum halten, sind Sie geschützt vor anderen Energien bzw. Ihre Energie fließt nicht mehr einfach so aus.

Was sehr häufig passiert ist, dass Menschen ihre persönlichen energetischen Räume vermischen (z. B. wenn der eine Partner am anderen „klebt“ oder jemand, der nicht Ihr Partner ist, ständig versucht, sie zu berühren, oder unbewusst mit Ihnen zu flirten, etc.). Das führt dann zu Energieverlust.

Sobald Sie Ihren persönlichen Raum nicht mehr bewusst klar haben, verlieren Sie Energie auch dadurch, dass Sie destruktive Energien anderer Menschen ungeschützt abkriegen (das ist z. B. oft der Grund, warum sich die meisten Menschen müde fühlen, wenn Sie durch die Stadt gegangen oder in der U-Bahn gefahren sind).


3.    Achten Sie darauf, wo Ihre Aufmerksamkeit ist
Es gibt den Spruch „Da wo Deine Aufmerksamkeit hingeht, geht Deine Energie hin“. Wo ist also Ihre Aufmerksamkeit? Ist sie jetzt schon bei der langen To Do Liste für den Tag? Oder bei den Kollegen oder den Kindern? Ihre Aufmerksamkeit ist Ihre wertvollste Ressource, denn Sie ist das einzig essentielle Mittel, mit dem Sie etwas tun können. Wenn Sie Ihre Aufmerksamkeit nicht bewusst gebrauchen, dann wird sie von etwas anderem Gebraucht. Denken Sie einmal an die ganzen Medienagenten, die versuchen, Ihre Aufmerksamkeit zu bekommen: Werbetafeln, Magazine, Fernsehen, Radios, Kataloge, sexy Frauen, trainierte Männer, schreiende Kinder, schnurrende Katzen….Was sie wirklich versuchen zu bekommen, ist Ihre Energie.

Lernen Sie also auf Ihre Aufmerksamkeit zu achten, indem Sie sie beispielsweise bewusst von einer Sache auf eine andere lenken, wie einen Gegenstand, ein Bild, eine Idee. Sie können Ihre Aufmerksamkeit weggeben, sie verlieren oder sie teilen, indem Sie auf mehr als eine Sacht gleichzeitig achten (wie z. B. beim Autofahren).

Aufmerksamkeit auf Ihre Aufmerksamkeit zu lenken, lässt sich noch anders ausdrücken: Seien Sie sich bewusst, über was Sie sich bewusst sind. Denken Sie darüber nach, womit Sie denken. Nehmen Sie den Wahrnehmer in sich wahr.

Wem oder was schenken Sie jeden Tag Ihre Aufmerksamkeit?


4.    Steigen Sie aus den täglichen Dramen aus und übernehmen Sie radikale Verantwortung
Worauf bei vielen Menschen sehr viel Aufmerksamkeit und Energie verwendet wird, sind die alltäglichen Dramen, bzw. das sogenannte niedere Drama. Niederes Drama ist jede Handlung, die darauf ausgerichtet ist, Verantwortung zu vermeiden. Es ist das klassische Täter-Retter-Opfer Spiel, das bei den meisten Menschen zur Tagesordnung gehört. Niederes Drama ist das beliebteste Spiel auf unserem Planeten, entzieht jedoch auch fortwährend die meiste Energie. Es geht meist darum, wer das größte Kuchenstück bekommt, den besten Job, die beste Bezahlung, den besten Partner, wer recht hat, mächtiger ist und gewinnt. Niederes Drama basiert auf dem Spiel „Ich gewinne – Du verlierst“. Wenn Sie nicht genug niederes Drama in Ihrem eigenen Leben haben, brauchen Sie nur den Fernseher anschalten oder die Zeitung aufschlagen. Es geht permanent darum, wer wem etwas angetan hat. Der mächtigste Charakter ist dabei interessanterweise das Opfer, denn es kann jede Person in Lichtgeschwindigkeit zum Täter machen (Beweise gibt es immer genug) und hält dieses Spiel am Laufen. Ohne Opfer gibt es kein niederes Drama.

Der große Nutzen liegt für das Opfer darin, dass es keine Verantwortung übernehmen muss, Mitleid und Aufmerksamkeit bekommt, nicht aktiv werden muss, jammernd in der „Ich Arme(r)“-Geschichte hängen bleiben kann und vor allem irgendwann Rache üben kann. Sie kennen niederes Drama. Die Anzeichen dafür sind beispielsweise: Rechthaben, Streit, Jammern, Beschuldigungen, andere ins Unrecht setzen, Entschuldigungen, Rechtfertigungen, Erwartungen, Positionsverhaftungen, Groll, Klatsch und Tratsch, Ausreden, sich beschweren, endlose Diskussionen, etc.

Prüfen Sie einmal kurz, wie viel Ihrer Energie in kleinen oder großen niederen Dramen jeden Tag verloren geht. Es gibt Menschen, die meinen, niederes Drama sei das Leben, denn es fühlt sich wirklich lebendig an, da eine Menge unbewusste Gefühle am Werk sind (unbewusste Wut, Traurigkeit, Angst oder auch Freude) oder alte Emotionen getriggert werden. Fakt ist, dass niederes Drama eine Sackgasse ist und zu nichts führt, außer, dass Sie älter werden und Nähe und Vertrautheit zerstören.

Um aus niederem Drama aussteigen zu können, besteht Schritt 1 darin, dass Sie sich zunächst einmal schmerzlich bewusst werden, wann, wie oft und mit wem Sie täglich niederes Drama spielen. Niederes Drama kann dabei auch in Ihnen mit verschiedenen Stimmen ablaufen (z. B. Täter: „Oh man, wie konntest Du nur so blöd sein.“, Opfer: „Ja, ich weiß, jetzt stehe ich wirklich dämlich da und die anderen halten mich für unfähig“, Retter:“Ach komm, beim nächsten Projekt hängst Du Dich wieder rein und dann wird das schon wieder.“)

Schritt 2 würde darin bestehen, radikale Verantwortung zu übernehmen, für niederes Drama und alles, was Sie in ihrem Leben vorfinden. Damit gibt es keine Schlupflöcher mehr. Wenn Sie alles erschaffen haben und kein Opfer der Umstände mehr sind, dann erhalten Sie eine Menge Energie zurück.

5.    Nutzen Sie Ihre bewusst Wutkraft
Eine letzte essentielle Komponente, um Ihr Energie-Niveau hoch zu halten, besteht darin, Zugang zu Ihrer bewussten Wutkraft zu bekommen. Die anderen Gefühle – Traurigkeit, Freude, Angst – sind sicherlich auch wichtig, doch am wichtigsten ist zunächst die Wut. Wenn Sie Ihre Energie halten wollen brauchen Sie die Wut. Entgegen der gängigen Meinung ist Wut nicht gefährlich, zerstörerisch, nicht gesellschaftsfähig, unprofessionell, unkontrolliert oder trotzig. Vielmehr ist Wut kraftvolle Energie und Information, die Ihnen dient. Sie brauchen Ihre erwachsene, verantwortliche, bewusste Wut, um beispielsweise

·         Grenzen setzen zu können,
·         Sich zu zentrieren
·         Ihren persönlichen, energetischen Raum aufrecht zu halten und zu schützen,
·         Entscheidungen zu treffen,
·         Ja zu sagen,
·         Nein/Stopp zu sagen (vor allem wenn etwas zu viel wird),
·         Klarheit zu schaffen,
·         Sich abzugrenzen,
·         Auf Ihre Aufmerksamkeit zu achten,
·         In Aktion zu treten.


Diese 5 essentiellen Komponenten, um die Energie hoch zu halten, brauchen sicherlich Übung und Aufmerksamkeit, damit sie automatisch in unseren täglichen Gebrauch übergehen. Wenn Sie beginnen damit zu experimentieren, kann es sein, dass Sie trotzdem zwischendrin wieder Energie verlieren, weil Sie möglicherweise vergessen haben, sich zu zentrieren oder Ihren persönlichen Raum zu deklarieren. Lassen Sie sich nicht entmutigen. Es ist ähnlich wie beim Jonglieren. Je mehr Sie experimentieren und üben, desto mehr gehen die Fertigkeiten Ihnen in Fleisch und Blut über, bis schließlich automatisch zentriert sind, Ihren persönlichen Raum haben, Grenzen setzen, auf sich achten und im Jetzt präsent sind. Ihre Energie ist es Wert. Sind Sie es sich wert?

In diesem Sinne, herzlich energiegeladene Grüße,
Ihre Nicola Nagel


P. S. Die grundlegenden Fertigkeiten, um Ihre Energie hoch zu halten, zentriert zu sein, Ihre Gefühle in Besitz zu nehmen und kraftvoll und voller Inspiration im Leben zu stehen, können Sie übrigens in den sogenannten Expand The Box Trainings und Possibility Laboratorien erlernen und erfahren. Ein echtes Erlebnis! Mehr dazu finden Sie auf: http://www.viva-essenza.com/66/privattraining/expand-the-box-training



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