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Sonntag, 12. Juli 2020

Wie viel ist Dir Deine kostbare Lebenszeit wert?


Wie viel Deiner kostbaren Lebenszeit vergeudest Du mit Dingen, die Dich nicht erfüllen, Dir nicht gut tun oder Dir Energie ziehen? Hast Du Dir das einmal bewusst überlegt? Wir nehmen uns meist nicht ausreichend Zeit, dies in Ruhe zu reflektieren. Stattdessen versacken wir im Alltagstrott und nehmen es als notwendiges Übel hin, dass einige Dinge vielleicht nicht so sind, wie wir sie uns vorstellen. „Das ist halt so!“, sagst Du Dir dann und lebst tagein tagaus weiter wie bisher und findest auch sehr gute Gründe, so weiterzumachen.
                                                  
Heute schmeiße ich Dich daher direkt mit einem Experiment ins Kalte Wasser.

Experiment: Was zieht Dir Energie?
SCHRITT 1: Nimm Dir 5 bis 10 Minuten Zeit und schreibe die Punkte auf, die Dich im Leben nicht erfüllen oder Dir Energie ziehen.

Hier sind einige Beispiele:
·         Meine Mutter, die jeden Tag 3 Mal anruft
·         Mein Chef, der mich wiederholt klein macht oder Druck ausübt
·         Mein Job, der mir insgesamt nicht wirklich Spaß macht.
·         Die Freundin/der Freund, der nur rumjammert, wenn wir uns sehen
·         Einige Bekannte, die neurotisch und oberflächlich durcheinander reden, wenn wir uns treffen.
·         Meine Wohnung, die viel zu dunkel und eng ist.
·         Meine Beziehung, in der wir oft streiten.
·         Etc.

SCHRITT 2: Nachdem Du nun diese Punkte aufgeschrieben hast, besteht der zweite Schritt darin, aufzuschreiben, warum Du dieses Spiel mitspielst. Was sind Deine Gründe? Warum hast Du bisher die Dinge weiterlaufen lassen, die Dir Energie entziehen?

Auch dazu einige Beispiele:
·         Ich befürchte, dass die anderen mich nicht mehr mögen, wenn ich eine Grenze setze.
·         Ich befürchte, dass ich sonst alleine da stehe.
·         Ich weiß nicht, wie ich Veränderung angehen soll.
·         Es ist bequem. Das kenne ich.
·         Umstände lassen sich nicht so einfach verändern.
·         Andere erwarten das von mir.
·         Etc.

Nachdem Du nun diese zwei Schritte durchlaufen hast, schau Dir die Liste noch einmal an und beantworte die zwei folgenden, spannenden Fragen:

Wie viel ist Dir Deine kostbare Lebenszeit wert?
Wie viel bist Du Dir selbst wert?             

Oftmals meinen wir, wir sind in Umständen gefangen und können diese nicht so leicht verändern. Dem ist jedoch nicht so! Du hast eine Kraft, die Dir niemand nehmen kann: Die Kraft des Wählens! Das bedeutet, Du kannst jederzeit entscheiden, was Du mit Deinem Leben machen möchtest. Ich gebe Dir ein konkretes, persönliches Beispiel:

Vor vielen Jahren hatte ich einen ganz anderen Job. Ich war Projektleiterin in der IT und Automobil Branche. Dann habe ich mir eines Tages die Frage gestellt, ob mich dieser Job erfüllt und ich diesen weiter machen möchte. Die Antwort lautete „Nein!“ und so habe mich entschieden, meine Berufung zu finden und sie zu leben. Nach genau 2 Wochen habe ich aus dem Nichts heraus von einer Freundin durch einen kleinen Kommentar einen Hinweis bekommen, der mich auf meinen neuen Weg gebracht hat. Ich hätte natürlich in dem alten Job bleiben können. Ich war dort erfolgreich und hatte alle nur denkbaren Annehmlichkeiten. Doch der Job entsprach mir nicht mehr.

Wenn Du wirklich etwas verändern willst, kannst Du es auch verändern! Wenn Du jetzt sagst „Ich würde ja gerne, aber das ist alles nicht so einfach.“, dann versteckst Du Dich hinter der Bequemlichkeit. Dann bleibt ein Teil von Dir lieber in der Komfortzone. Das ist nicht gut und nicht schlecht. Wenn Du Deine Lebenszeit gerne weiter mit Dingen füllen möchtest, die Dir eigentlich nicht gut tun und Dir Energie ziehen, dann ist das Deine Entscheidung. Du kannst jedoch jederzeit wählen. Zu wählen ist eine Fähigkeit, die Dir niemand nehmen kann.

Wut - Die Kraft, um Entscheidungen zu fällen
Damit wären wir bei einem wichtigen Aspekt. Um etwas in Deinem Leben zu verändern, ist es notwendig, eine Entscheidung zu treffen. Das fällt vielen Menschen bereits schwer. Vielfach liegt die Ursache darin, dass sie keinen bewussten und verantwortlichen Zugang zu ihrer Wut haben. Zieh einmal in Betracht, dass Du Wut brauchst, um eine kraftvolle Entscheidung zu treffen. Entscheidung, heißt, Du ent-scheidest; Du scheidest eine Sache von einer anderen, so als würdest Du mit einem Schwert zwei Dinge voneinander trennen. Dafür brauchst Du Zugang zu Deiner Wut. Wir sprechen hier nicht von der unverantwortlichen, lauten Explosion, die wie eine Vulkan-Eruption herausbricht. Wut kann auch leise sein, doch sie ist bestimmt. Sie hat Richtung, sie hat Fokus, sie hat Entschluss und Aktion. Du brauchst die Wut, um nicht länger Opfer der Umstände zu sein, sondern endlich Grenzen zu setzen, für Dich einzustehen und die Dinge in Deinem Leben zu streichen, die Dich nicht erfüllen.

Angst - Der Katalysator, um in unbekanntes Gebiet zu gehen
Doch – Du ahnst es möglicherweise schon – selbst wenn Du eine Entscheidung treffen möchtest, kann der nächste Hinderungsgrund Deine Angst sein. Die Angst vor dem Nichtwissen. Wenn Du einige Dinge wirklich radikal ehrlich verändern würdest, was bleibt dann? Wie geht es dann weiter? Und hier kommen wir zu einem weiteren ganz entscheidenden Punkt:

Wenn Du Dich von der Angst blockieren lässt, weil Du nicht weißt, wie Dein Leben aussieht oder was passiert, wenn Du einige Grenzen setzt und Entscheidungen triffst, dann ziehst Du Dich zurück in Deine Komfortzone und lebst wieder weiter, wie bisher. Du könntest Die Angst stattdessen jedoch auch als wertvollen Raketentreibstoff nutzen. Zieh in Betracht, dass die Angst Dir einfach nur anzeigt, dass etwas Neues passiert, das Du nicht kennst. Nutze die Angst, um mutig voran zu gehen, um Neuland zu betreten, um kreativ zu sein oder auch zu improvisieren. All das kannst Du mit der Angst machen, wenn Du sie bewusst und verantwortlich als Kraft nutzt.

Die Magie des Nichts
Wenn Du der Angst vertraust, dann entsteht pure Magie und zwar auf folgende Art und Weise: Sobald Du der Angst vertraut hast und möglicherweise einige Kontakte beendet hast, Grenzen im Job gesetzt hast oder andere Entscheidungen getroffen und verkündet hast, stehst Du im Nichts. Es fühlt sich ein bisschen so an, als hättest Du viele alte, lästige Fäden durchgeschnitten, die Dich daran gehindert haben, voran zu gehen. Dieses Nichts erzeugt ein Vakuum. Das bedeutet, die neue Freiheit, die Du dadurch gewonnen hast, dass Du die Dinge losgelassen hast, die Dich nicht mehr erfüllen oder inspirieren, sorgt dafür, dass etwas Neues kommen kann. Ein Vakuum erzeugt einen Sog.

Stell Dir vor Du hast einen Raum, der vollgestellt ist, mit Möbeln und allem möglichen Zeug. Der Raum ist bis unter die Decke voll. Dieses ganze Zeug ist vergleichbar mit all den Dingen in Deinem Leben, die Du eigentlich gar nicht haben willst. Damit etwas Neues reinkommen kann, musst Du die alten, ausgedienten Möbel und allen anderen Kruscht also erst einmal rausbringen. Es reicht nicht, dass Du die Tür aufmachst und sagst „Ich würde ja gerne, ich habe ja die Tür aufgemacht.“ Es ist notwendig, dass Du eine klare Entscheidung triffst und aktiv wirst. Dann räumst Du den Raum komplett aus, bis er leer ist und das strahlende Sonnenlicht wieder durch die Fenster in den Raum fällt. Diesen leeren Raum kannst Du dann voller Inspiration auf Deine Art neu gestalten. Doch erst muss das Alte raus.

Hier noch ein persönliches Beispiel:
Ende letzten Jahres – ich lebte bereits seit 12 Jahren meine Berufung als Trainerin – kam ich an einen Punkt, an dem ich mir radikal ehrlich eingestehen musste, dass mich die Trainingsformate, die ich bis dahin gegeben hatte, nicht mehr inspirierten. Das war beängstigend, hatte ich doch den Kontext mit aufgebaut und viel Erfahrung mit dieser Art Trainings gesammelt. Eine Möglichkeit wäre gewesen, einfach weiter zu machen. Schließlich ist es meine Berufung, Menschen zu ermächtigen. Doch es war klar, dass ich mich von den alten Trainingsformaten  trennen musste. Kaum hatte ich diese Entscheidung getroffen und an Kollegen kommuniziert, stand ich zunächst im Nichts. Was würde als nächstes kommen? Wie sollte es weitergehen? Gleichzeitig spürte ich eine neue Freiheit, Leichtigkeit und neue Inspiration neue Trainingsformate zu entwickeln, die die Menschen weiterbringen und von Grund auf ermächtigen. Hatte ich Angst, das Alte zurück zu lassen? JA. Stand ich dann erst einmal im Nichts? JA. Wusste ich, wie es weitergeht? NEIN. Doch der Sog des Vakuums wirkte unmittelbar. Kaum hatte ich für mich die Entscheidung getroffen, entwickelte sich durch die Anfrage eines Coaching Klienten im Nu ein neues Coaching Programm, aus dem sich anschließend weitere neue Formate ergaben.

Um es in einem Satz zu sagen:

Sobald Du klare Entscheidungen triffst, legt sich der Weg unter Dich!

Wenn Du in Deinem Leben ausmistest, erzeugst Du ein Vakuum und das bringt auf meist magische Weise neue Dinge und Menschen in Dein Leben, mit denen Du nicht gerechnet hast. Was möchtest Du also mit Deiner kostbaren Lebenszeit machen? Wie viel bist Du Dir selbst wert? Bist Du es Dir wert, Magie in Deinem Leben entstehen zu lassen und Dein Leben so auszurichten, dass Du inspiriert und erfüllt bist? Oder möchtest Du lieber weiterhin als Opfer der Umstände in Deiner Komfortzone bleiben, wo es zwar kuschelig ist, Du aber vielleicht nur bedingt glücklich bist und Dich viele Dinge nerven? Du hast jetzt gerade dieses Leben. Was machst Du mit Deiner kostbaren Lebenszeit?


In diesem Sinne, viel Freude beim Ausmisten.

Herzlichst, 
Nicola 


INSPIRATION, DIE BEWEGT!
www.viva-essenza.com

Mittwoch, 13. März 2019

3 Schritte, um in Bewegung zu kommen, wenn Du feststeckst


Steckst Du in dem einen oder anderen Lebensbereich fest, oder hast Du in der Vergangenheit schon einmal festgesteckt? Die meisten werden dies schon erlebt haben. Wenn Du feststeckst, dann hast Du den Eindruck, es geht nicht vorwärts und nicht rückwärts. Eventuell hast Du es auch schon erlebt, dass Sätze wie „Ich weiß nicht, was ich tun soll“ oder „Ich weiß nicht, wie ich es verändern soll“ durch Deinen Kopf. Hier sind zwei Beispiele:

Beispiel 1: „Ich stecke im Job fest“
Stell Dir vor, Du hast einen Chef oder eine Chefin, die enormen Druck ausübt, sodass Du Dich letztendlich in Deinem Job gestresst fühlst. Du bekommst immer mehr Aufgaben und versuchst dieser Aufgaben Herr zu werden, denn schließlich möchtest Du Deinen Job nicht verlieren. Doch eigentlich fragst Du Dich, wie Du das nur schaffen sollst. Du weißt nicht, wie Du aus dem Hamsterrad aussteigen kannst und machst daher weiter wie bisher, möglicherweise so lange, bis Du völlig erschöpft bist und krank wirst.

Beispiel 2: „Ich stecke in meiner Beziehung fest“
Vielleicht steckst Du auch in Deiner Beziehung fest, z. B. in der Form, dass Du Dich mit Deinem Partner/Deiner Partnerin immer wieder in Streits oder Diskussionen wiederfindest und Du mittlerweile der festen Überzeugung bist, dass nichts anderes möglich ist. Eventuell passiert auch genau das Gegenteil und Du steckst fest in der Situation, dass Ihr nicht mehr viel miteinander sprecht, Distanz da ist und Du Dich fragst, welche gemeinsame Basis Ihr eigentlich habt. Du sagst Dir: „Ich würde ja gerne eine andere Art von Nähe und Intimität leben, aber ich weiß nicht wie. Mit ihm/ihr ist das nicht möglich. Jedes Mal, wenn ich es probiere, kommen wir wieder in das alte Muster und streiten. Er/Sie sieht mich einfach nicht.“

Es gibt noch viele andere Beispiele des Feststeckens. Die spannende Frage ist jedoch, wie Du in Bewegung kommst, wenn Du meinst, festzustecken. Dafür ist es notwendig kurz zu beleuchten, wie Du überhaupt in eine festgefahrene Situation kommst.

Wenn Du feststeckst, dann meinst Du in dem Moment, dass nichts anderes möglich ist. Du wünschst Dir vielleicht etwas anderes, weißt aber nicht, wie Du aus der eigentlichen Situation rauskommen sollst. Du deklarierst „Es IST so!“ „Nichts anderes ist möglich.“ „Ich stecke fest“. Das bedeutet, dass Du komplett mit Deinen Gedanken und Geschichten über die Situation identifiziert bist und auch fortlaufend Gründe dafür findest, warum es so ist. Die Welt ist reich an Beweisen, und welche Geschichte Du auch immer untermauern willst, Du wirst die Beweise finden.

Hast Du die festgefahrene Situation, dass Dein Chef ein Idiot ist, dann wirst Du jeden Tag im Job Beweise finden, dass er z. B. schon wieder einen gemeinen Drall in der Stimme hatte, oder nicht gegrüßt hat, oder was auch immer. Wenn Du die festgefahrene Situation in Deiner Beziehung hast, dass Nähe mit Deinem Partner/Deiner Partnerin nicht wirklich möglich ist, dann wirst Du eine Menge Beweise finden, z. B. dass er/sie jeden Abend müde auf dem Sofa liegt, dass er Dir vielleicht schon lange keine Blumen mehr mitgebracht hat, oder sie schon lange nicht mehr „Ich liebe Dich!“ gesagt hat.
In dem Moment, wo Du meinst Festzustecken, bist Du in einer Opfer-Haltung. Du bist Opfer der Umstände, Opfer der Situation, Opfer des Feststeckens. Vielleicht sagst Du jetzt „Ja, toll, und wie komme ich da raus?“ Hier sind 3 wichtigen Schritte, um in Bewegung zu kommen.

SCHRITT 1: Gesteh Dir ein, dass Du feststeckst
Dir einzugestehen, dass Du feststeckst, ist der erste Schritt. Dir das einzugestehen, kann möglicherweise schmerzhaft sein, vor allem wenn Du zu den Menschen gehörst, die normalerweise alles im Griff haben und gerne für alles eine Lösung haben. Um Dir einzugestehen, dass Du feststeckst, mache einmal folgendes Experiment:

·         Schreibe die Lebenssituation auf, in der Du feststeckst. Wer sind die Beteiligten? Worum geht es genau? In welcher Form steckst Du fest? Was passiert da genau?

·         Dann schreibe Deine ganzen Beweise für diese Situation auf. Welches sind konkret die Beweise, die Deine Geschichte des Feststeckens untermauern? Sie präzise. Und sei vor allem radikal ehrlich, auch wenn Du Beweise anführst, die Dir vielleicht peinlich sind. Es liest ja niemand außer Dir. Hier geht es darum, dass Du es Dir selbst eingestehst.


SCHRITT 2: Dein Nutzen, festzustecken
Nun da Du Klarheit über Deine Situation und die ganzen Gründe hast, geht es ans Eingemachte. Ein Teil in Dir möchte diesen zweiten Schritt vielleicht gar nicht machen. Wenn Du wirklich in Bewegung kommen willst, mach ihn trotzdem!

In Schritt 1 hast Du gerade aufgeschrieben, wo Du Opfer des Feststeckens bist. Jetzt geht es darum, dass Du aufschreibst, was Dein Nutzen davon ist. Was ist der Nutzen davon, dass Du feststeckst und immer wieder Beweise für die festgefahrene Situation findest? Möglicherweise sagt eine Stimme in Dir „Wie, Nutzen? Ich habe davon doch keinen Nutzen! Das Feststecken ist Mist! Ich will ja etwas anderes.“ Und doch hast Du einen Nutzen davon, sonst hättest Du bereits etwas anderes im Leben. Es geht darum, dass Du beginnst, Verantwortung für Dein Feststecken zu übernehmen. Beantworte dazu folgende Fragen:

  • Wie hast Du dazu beigetragen, dass Du feststeckst?
  • Was konntest Du durch das Feststecken bisher vermeiden?
  • Was musstest Du nicht tun?
  • Was hast Du dadurch eventuell bekommen?
  • Was war bisher der Nutzen?

Es geht bei diesem Schritt also nicht um die anderen beteiligten Personen, sondern um Dich. Was ist DEIN Nutzen des Feststeckens. Verantwortung für Dein Feststecken zu übernehmen, scheint im ersten Moment nicht fair. Doch wenn Du in Bewegung kommen willst, kommst Du um diesen Schritt nicht herum. Im Folgenden findest Du Schritt 2 angewandt auf die beiden oben genannten Beispiele.


Beispiel 1: Der Nutzen, im Job festzustecken
Lass uns das obige Beispiel wieder hernehmen. Vielleicht hast Du in der Form zum Feststecken im Job beigetragen, dass Du nie glasklar NEIN gesagt und eine Grenze gesetzt hast, als das Arbeitspensum längst erreicht war. Du bist nicht für Dich eingestanden, sondern hast Deine Autorität an Deinen Chef abgegeben und Dich angepasst verhalten. Möglicherweise ist Dein sehr großer Nutzen auch der, dass Du Anerkennung und Aufmerksamkeit von Kollegen oder Deinen Lieben bekommst, wenn Du gestresst nach Hause kommst, weil Du wieder so viel gearbeitet hast. Aufmerksamkeit ist ein toller Nutzen! Vielleicht musst Du Dir bei so viel Stress auch nicht eingestehen, dass Du den Job eigentlich gar nicht machen möchtest. Dadurch musst Du Dich nicht der Angst aussetzen, was passiert, wenn Du kündigst. … und so weiter. Sei radikal ehrlich.

Beispiel 2: Der Nutzen, in Deiner Beziehung festzustecken
Wenn Du mit Deinem Partner immer wieder streitest oder Ihr umgekehrt nicht mehr viel miteinander sprecht und Du in dieser Situation feststeckst, wie hast Du dazu beigetragen und was könnte Dein Nutzen sein? Möglicherweise hast Du in der Form dazu beigetragen, dass Du irgendwann aufgehört hast, Deinen Partner wertzuschätzen. Vielleicht teilst Du auch nicht mehr mit, welche Dinge Dich bewegen. Der Nutzen davon könnte sein, dass Du Dich nicht verletzlich zeigen musst und dadurch nicht riskieren musst verletzt zu werden. Du kannst im Bekannten bleiben. Ein weiterer Nutzen kann auch sein, dass Du Mitleid von Deinen Freunden bekommst, wenn Du Dich bei ihnen über Deine Beziehung beschwerst. Außerdem musst Du Dich nicht der Angst stellen, die aufkommt, wenn echte Nähe und Intensität entsteht. Du siehst, auch da gibt es einen interessanten Nutzen, wenn Du radikale Verantwortung übernimmst.

Schreibe einmal genau auf, was Dein Nutzen ist, wenn Du radikale Verantwortung für Dein Feststecken übernimmst.


SCHRITT 3: Wie lautet Deine Entscheidung?
Nachdem Du nun Klarheit über die Situation, die Beweise dafür und Deinen Nutzen des Feststeckens hast, besteht Schritt 3 darin, eine gefährliche Frage zu beantworten, und zwar aus Deinem Körper heraus, nicht aus Deinem Verstand. Atme, komm in Deinen Körper, spüre in Deinem Körper den Schmerz des Feststeckens ganz bewusst und beantworte aus dem heraus  folgende Frage:
Hast Du lange genug festgesteckt?

Stelle Dir diese Frage ernsthaft und beantworte sie aus Deinem Körper heraus, nicht aus dem Verstand. Falls Deine Antwort JA lautet, kannst Du beginnen, Deine Geschichte zu verändern. Dann bist Du bereit, Deinen bisherigen vermeintlichen Nutzen aufzugeben und etwas völlig neues zu wagen. Dann ist Dir klar, dass Du zu dieser Situation und dem Feststecken beigetragen hast und somit auch Verantwortung übernehmen kannst, etwas Neues zu kreieren.

Ist Deine Antwort NEIN, dann ist das nicht gut und nicht schlecht. Es bedeutet einfach, dass es einen Teil in Dir gibt, der nicht bereit ist, Verantwortung für die Situation zu übernehmen, weil Dein Nutzen noch zu groß ist. Vielleicht erfindest Du dann Geschichten wie „Ja, vielleicht ändert er/sie/die Situation sich ja und dann ist alles anders!“ In dem Fall ist es bequemer für Dich, weiter festzustecken und das Leben an Dir vorbei ziehen zu lassen. Dann machst Du Dir den Schmerz des Feststeckens nicht in seinem vollen Ausmaß bewusst, denn sonst würdest Du etwas verändern. Sei Dir einfach bewusst, dass es Deine kostbare Lebenszeit ist, die Du durch das Feststecken vergeudest. Du bekommst sie nicht zurück.

Etwas zu verändern und aus dem Feststecken herauszukommen kann beängstigend sein. Du verlässt bekanntes Gebiet und probierst vielleicht etwas Neues aus. Es ist absolut angemessen Angst zu haben. Doch anstatt sich von der Angst blockieren zu lassen, kannst Du sie einfach als Indikator dafür nehmen, dass Du aus etwas Bekanntem ausbrichst und nicht weißt, was dann passiert. Das braucht Mut. Vielleicht hilft es Dir, an dem Punkt dann folgendes in Betracht zu ziehen:

Mut ist nicht das Ausbleiben von Angst.
Mut ist die Entscheidung, dass etwas anderes wichtiger ist, als die Angst.

Ziehe zudem einmal in Betracht, dass Du nicht bereits wissen musst, wie das Neue geht. Du musst es auch nicht alleine tun, sondern kannst Dir jederzeit Unterstützung holen in Form von Freunden, erfahrenen Trainer, oder was es auch immer braucht. Die einzige Frage, die zählt, ist:

War es jetzt lange genug?

In diesem Sinne, herzlich bewegende Grüße,
Nicola

Montag, 16. April 2018

Wie kraftvoll sind Deine Entscheidungen in Deinem Leben?


Wir tragen eine sehr große Kraft in uns, die in der Hektik des Alltags schnell in Vergessenheit geraten kann: Du kannst WÄHLEN und damit kraftvolle Entscheidungen treffen. Zu wählen und zu entscheiden ist eine der großen menschlichen Kräfte, die uns niemand nehmen kann. Wir schwächen sie jedoch oftmals dadurch, dass wir: 

  1. nur aus dem wählen, was uns angeboten wird
  2. einen Grund für unsere Entscheidung / Wahl angeben
  3. nicht authentisch entscheiden
  4. meinen, die Wahl muss für einen langen Zeitraum Gültigkeit haben.
Vielleicht warst Du schon einmal in einer Situation, oder bist gerade in einer Situation, die scheinbar ausweglos oder alternativlos erscheint und Dich denken lässt, keine Wahl zu haben. Die Frage ist jedoch, wieso meinst Du, keine Wahl zu haben? Wenn Du beispielsweise in ein Restaurant gehst und die Menükarte bekommst, meinst Du dann, Du hättest nur die Möglichkeit, das auszuwählen, was auf der Speisekarte steht? Wenn Du in einer Beziehung steckst, die Dich nicht nährt, meinst Du, Du hättest keine andere Wahl? Meinst Du, nur einen Job machen zu können, der Deinem Ausbildungs- oder Studienabschluss entspricht? Meinst Du Dich so verhalten zu müssen, wie es die gesellschaftliche Norm vorschreibt? Meinst Du, bestimmte Dinge erst tun zu können, wenn Du ein bestimmtes Einkommen hast? Meinst Du, dass Du keine Wahl hast, wenn Du in einem Unternehmen arbeitest, das die Leute durch streng hierarchische Machtstrukturen klein hält und manipuliert? Meinst Du, keine Wahl zu haben, was die politischen Strukturen in Deinem Land angeht? Meinst Du keine Wahl zu haben, was die umwelttechnischen und klimatischen Veränderungen betrifft?

Experiment 1: Wo meinst Du, keine Wahl zu haben?
Schreib einmal auf, in welchen Situationen Du meinst, keine Wahl zu haben. Sei radikal ehrlich. Es kann sich dabei um Situationen aus der Gegenwart, der Vergangenheit oder sogar der Zukunft handeln. Es kann sich um kleine Alltagssituationen oder auch größere Lebenssituationen handeln. Wo hast Du scheinbar keine Wahl?

Wähle aus dem, was nicht angeboten wird
Wir ziehen oftmals nicht in Betracht, dass wir auch aus dem wählen können, was nicht angeboten wird. Wir sind so in gesellschaftliche, bürokratische und wohl begründete Konventionen verstrickt, dass wir nicht merken, wie viele großartige Möglichkeiten an uns vorüberziehen, weil wir nur das sehen, was uns angeboten wird. Zeit, die Scheuklappen abzunehmen. 

Wenn Du wieder einmal meinst, keine Wahl zu haben, dann dreh Dich einmal um Dich selbst und deklariere für Dich, dass Du etwas völlig anderes wählen kannst. Das nächste Mal, wenn Du in ein Restaurant gehst, wähle beispielsweise etwas aus, das nicht auf der Karte steht. Bitte den Kellner, ob sie Deine Wunsch-Komposition zaubern können. Oder sage „Bringen Sie mir etwas Leckeres“ und lass Dich überraschen, was Du serviert bekommst.

Wenn Du als junger Mensch überlegst, welches Studium Du belegen sollst und Dich viele verschiedene Studiengänge jeweils nur zum Teil anlachen, dann stelle Dir Dein Studium selbst zusammen und wähle das, was Dich inspiriert. Eine junge Trainings-Teilnehmerin hat aus verschiedenen Studiengängen nur einzelne Fächer belegt, zwischen drin in einem Ökodorf gearbeitet und Erfahrung gesammelt, dann wieder einige Fächer studiert und sich so ihr eigenes Lebensstudium zusammengestellt. Bekommt sie dafür ein Zertifikat? Nein, sicherlich nicht. Doch sie möchte sowieso nicht in einem herkömmlichen, hierarchischen Unternehmen arbeiten.

Wenn Du Dir in Deinem Job eine andere Art Arbeitsklima und Miteinander wünscht, wähle es! Es ist Deine Wahl. Du kannst jederzeit beginnen, genau da wo Du gerade bist.

Wenn Du Deine Wahl von den Umständen abhängig machst, dann bist Du Opfer dieser Umstände und machst Dein Leben davon abhängig, ob bzw. wie sich die Umstände verändern. Opfer zu sein ist sehr bequem, denn in dieser Rolle musst Du keine Verantwortung übernehmen, kannst jammern und bekommst Aufmerksamkeit und Mitleid. Ändern tut sich jedoch dadurch nichts. Wenn Du Deine Kraft des Wählens wieder in Besitz nehmen möchtest, dann bedeutet das automatisch, dass Du einen höheren Grad an Verantwortung übernimmst. Du übernimmst Verantwortung, bewusst etwas zu wählen, das Dir entspricht bzw. sich stimmig anfühlt und trägst die Konsequenzen. Wenn Du bewusst wählst, kannst Du somit kein Opfer mehr sein. Das ist der Preis.

Wählen ohne Grund
Das Wählen ist deshalb auch eine so große menschliche Kraft, weil wir jederzeit ohne Grund wählen können. Die Kraft ist bei vielen Menschen jedoch dadurch geschwächt, dass sie fortwährend Gründe für ihre Wahl oder Entscheidung angeben. Das betrifft einerseits Alltagssituationen wie z. B. „Ich gehe heute nicht joggen, weil es regnet“ oder „Ich gehe heute Abend nicht aus, weil ich müde bin.“ oder „Ich fahre diesen Weg zur Arbeit, weil ich ihn immer fahre“ oder „Ich halte im Job lieber meinen Mund, weil ich dann keinen Ärger bekomme.“

Andererseits betrifft es auch größere Entscheidungen, wie z. B. „Ich kaufe dieses Auto, weil ich mobil sein muss und die Marke mag“ oder „Ich arbeite in dem Konzern, weil ich das Geld zum (Über-)Leben brauche“. Wir geben ständig Gründe für unsere Wahl an. Das ist nicht verwunderlich; schließlich werden die Menschen von den Medien den ganzen Tag mit Gründen manipuliert, um sich für bestimmte Produkte zu entscheiden. Vielleicht hast Du auch schon einmal fadenscheinige Gründe angegeben, weil Du nicht authentisch die Wahrheit sagen wolltest. Wenn Du beispielsweise abends zum Grillen mit Freunden eingeladen warst und Du partout keine Lust hattest, hast Du da schon einmal eine Ausrede erfunden? (z. B. „Ah… Du… Ich muss für morgen noch dringend etwas fertig machen. Ich kann leider nicht.“)

Experiment 2: Wo, wann und gegenüber wem gibst Du automatisch Gründe an?
Mach Dir einmal bewusst, wann und wie oft Du automatisch Gründe für Deine Wahl angibst.
Schreibe die Situationen am besten auf. Dann beginne damit, den Automatismus zu durchbrechen und keine Gründe mehr anzugeben. 

Was ist der Hintergrund, keinen Grund mehr anzugeben? Nun, wenn Du einen Grund für Deine Wahl angibst, wer hat dann die Kraft? Wenn Du beispielsweise sagst: „Ich gehe heute nicht joggen, weil es regnet“, wer hat dann die Kraft? …Der Grund hat die Kraft. In dem Moment, wo Du Gründe für Deine Wahl bzw. Deine Entscheidung angibst, hat der Grund die Kraft. Wenn Du – um beim genannten Beispiel zu bleiben – nur sagst: „Ich gehe heute nicht joggen.“, wer hat dann die Kraft? Richtig, dann bleibt die Kraft bei Dir.

Es geht nicht darum, dass Du ab sofort nie wieder Gründe angibst. Wenn Du eine Entscheidung triffst, ohne Grund wählst und Dich dann jemand nach dem Warum fragt, geht es nicht darum, die andere Person vor den Kopf zu stoßen und keinen Grund zu nennen. Es geht vielmehr darum, den Automatismus zu durchbrechen und Deine Kraft von den Gründen wieder bewusst zurück zu holen. (Kinder können das übrigens großartig. Auf die Frage „Warum machst Du das?“ sagen sie oft nur „Darum!“). Wenn Du also die nächste Einladung zum Grillen bekommst und nicht hingehen möchtest, probiere einmal folgende Variante: „Vielen Dank für die Einladung. Toll, dass Du an mich denkst. Ich bin diesmal jedoch nicht dabei.“ Punkt. Kein Grund. Am Anfang fühlt es sich möglicherweise komisch an, keine Gründe mehr anzugeben. Vielleicht musst Du Dir sogar bewusst auf die Lippen beißen, damit der Grund nicht automatisch rauskommt. Übe es jedoch weiterhin, bis Du den Automatismus durchbrochen hast und Du wirst merken, wie viel Kraft und Energie Du zurück bekommst.

Aus dem zu wählen, was nicht angeboten wird und ohne Grund zu wählen kann beängstigend sein. Wenn Du als Kind in der Schule Deine Hausaufgaben vergessen hattest und einen großartigen Grund erfinden konntest, bist Du wahrscheinlich glimpflich davon gekommen. Wenn Du hingegen nur gesagt hast „Ich habe sie nicht gemacht“, hast Du möglicherweise einen Eintrag ins Klassenbuch bekommen und bist somit bestraft worden.

Was sollen die Familie, der Partner, die Freundin, die Kollegen, der Chef oder die Nachbarn denken, wenn Du plötzlich neue Dinge ohne Grund tust und damit aus der Norm fällst? Lass sie denken, was sie wollen. Sie werden es möglicherweise gar nicht merken. Sollten sie auf Deine Entscheidung hin einen Grund brauchen, werden sie schon nach dem Warum fragen. Falls übrigens jemand ein Problem mit Deiner Wahl hat, dann lass die Person ihr Problem haben. Es ist nicht Dein Problem. Diese Person hat lange dafür gearbeitet, um dieses Problem zu haben, also rette sie nicht, indem Du Dich ihretwegen umentscheidest.

Alte Muster zu durchbrechen kann zunächst beängstigend sein, denn Du weist manchmal nicht, wie Du Dich im neuen Modus bewegen sollst. So fühlt es sich einfach an. Die gute Nachricht ist: Angst ist Angst, das Gefühl des Magiers, der aus dem Nichts Neues entstehen lässt. Nutze die Angst  - entgegen gesellschaftlicher Normen, die Angst als schlecht bezeichnen - als inneres Navigationssystem, das Dir klar anzeigt, dass Du Dich auf ungewohntes Terrain begibst. Dann vertraue der Angst und gehe mutig voran.

Wähle authentisch
Die dritte Komponente, die Deine Entscheidungen wirklich kraftvoll sein lässt, ist Deine Authentizität. Wenn Du Dinge wählst, hinter denen Du nicht stehst, dann kommt der Bumerang früher oder später zurück und Du bist unzufrieden, genervt oder gar unglücklich.

Experiment 3: Wo bzw. wann hast Du nicht authentisch gewählt?
Ein etwas gefährlicheres Experiment besteht nun darin, dass Du einmal aufschreibst, wo Du nicht authentisch gewählt hast. Wo hast Du JA gesagt, aber meintest NEIN. Wo hast Du Dich für etwas entschieden, obwohl Du es nicht wolltest oder umgekehrt? Wo hast Du vielleicht aus einem inneren Druck heraus gemeint, Du müsstest Dich sofort entscheiden bzw. eine der vorhandenen Optionen wählen, obwohl es sich für Dich nicht stimmig angefühlt hat? Warum hast Du indem Moment Deine innere Weisheit verleugnet (und Dich möglicherweise direkt danach geärgert, dass Du Dich so entschieden hast)? Diese Frage ist gefährlich. Sie berührt möglicherweise Dein Innerstes. Gleichzeitig geht es darum, Dir genau diesen Punkt aufrichtig einzugestehen und den Schmerz darüber zu spüren, dass Du bei einigen Entscheidungen nicht authentisch warst. Denn nur wenn Du Dir Deine eigene Inauthentizität eingestehst, kannst Du authentisch werden.

Du hast jetzt neue Möglichkeiten. Du kannst wählen, ab sofort nur noch authentisch zu wählen. Ohne Grund. Du kannst selbstverständlich jederzeit aus dem wählen, was angeboten wird, wenn es sich für Dich stimmig anfühlt. Wenn Du jedoch verschiedene Optionen zur Auswahl hast und sich keine stimmig anfühlt, dann wähle die Option, die nicht angeboten wird. Entscheide Dich dafür nicht Opfer der Umstände, sondern Magier der Möglichkeiten zu sein. Nutze Deine Angst, um eine neue Option zu erschaffen. Es liegt in Deiner Hand. Bist Du bereit, Deine Entscheidungen kraftvoll und authentisch zu gestalten?

Sei Magier der Möglichkeiten anstatt Opfer der Umstände
wähle aus dem, was nicht angeboten wird – authentisch - ohne Grund

Wähle im Hier und Jetzt
Entscheidend ist zudem, dass Du bei Deiner Wahl im Hier und Jetzt präsent bist, d. h. zentriert und bei Dir. Es geht nicht um gestern, es geht nicht um morgen. Oftmals haben Entscheidungen keine Kraft, weil wir zu sehr mit den Eventualiäten beschäftigt sind, mit den Umständen, die sich möglicherweise verändern könnten. Wenn Du versuchst, alle möglichen Entwicklungen zu berücksichtigen und eine Entscheidung zu treffen, die die nächsten 10 oder 20 Jahre Gültigkeit hat, dann gibst Du Deine Kraft wieder an die Umstände und an die Zukunft ab. Du kannst nicht wissen, wie sich die Dinge entwickeln werden. Du kannst jedoch immer wieder neu wählen und entscheiden, konkret alle 3 Sekunden – jeden Moment. Dabei geht es nicht um Willkür oder Beliebigkeit. Es geht darum, dass Du präsent und aufmerksam wirst, für das was ist. Du wählst im Hier und Jetzt, was für Dich authentisch und stimmig ist. Entsprechend trägst Du die Konsequenzen. Wenn Du dann nach 4 Wochen oder 3 Monaten feststellst, dass der Weg nicht mehr stimmig ist, wählst Du wieder neu. Mach Dir bewusst, dass Du jedem Moment eine neue Wahl treffen kannst. Jetzt…und jetzt…und jetzt…Das ist Deine Kraft.

Falls Du dazu tendierst, Schwierigkeiten beim Wählen zu haben und Dich nicht entscheiden zu können, ist es hilfreich, Deine Wutkraft in Besitz zu nehmen. Um klar und authentisch zu wählen, brauchst Du die Wut als sogenannte Kriegerkraft. Sie ist dazu da, um Entscheidungen zu treffen, Klarheit zu schaffen, Grenzen zu setzen, Ja und Nein zu sagen, etc.; alles Aspekte, die beim Wählen und Entscheiden relevant sind.
 
Im Folgenden findest Du als Übersicht die Landkarte der Kraft des Wählens.


Herzlich kraftvolle Grüße, 
Nicola Nagel

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