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Dienstag, 16. September 2014

Wenn alle Menschen Freunde wären... - Aspekte der nächsten Kultur



Was ist eigentlich los mit der Welt? Es scheint, als tobe nur noch der blanke Irrsinn. Die Anzahl der Krisenherde und Kriege wächst ständig, die Menschen sind zunehmend verunsichert und die Politiker waren und sind Marionetten der großen Wirtschaftsunternehmen, deren Ziel es ist, wertvolle, jedoch knappe Ressourcen zu sichern und maximalen Profit zu erzielen. Nur darum geht es: wer kann sich welche Ressourcen sichern und seine Machtposition ausbauen? (Für weitere Hintergründe zum tatsächlichen, aktuellen Spiel auf der Erde sehen Sie sich z. B. das folgende Youtube Video von Ken Jebsen an: https://www.youtube.com/watch?v=PIyd9tXdKpY#t=465).

Doch dieser Artikel soll nicht davon handeln, was gerade alles nicht funktioniert. Denn je mehr Energie Sie auf das richten, was nicht funktioniert, desto schlimmer wird es. Das ist ein universelles Gesetz. Lassen Sie uns daher einmal gemeinsam unsere Energie auf einige Aspekte der „Nächsten Kultur“ richten, einer Kultur, in der etwas völlig anderes möglich ist, als das, was wir im Augenblick vorfinden. Was wäre Ihre Vision? Wie würde solch eine Kultur aussehen?

1. Ein neues Bewusstsein und Wertesystem
Ein wesentlicher Aspekt der nächsten Kultur wäre wohl ein neues Wertesystem, in dem die Menschen volle Bewusstheit darüber hätten, dass die Erde NICHT UNSER Planet ist. Vielleicht haben Sie schon einmal von der kopernikanischen Revolution gehört. Die erste kopernikanische Revolution bestand in der Erkenntnis, dass sich die Sonne nicht um die Erde dreht, sondern die Erde um die Sonne. 



Aktuell stehen wir am Rande der zweiten kopernikanischen Revolution. Was bedeutet das? Das Industriezeitalter hat für die Einstellung bei den Menschen gesorgt, dass die Erde uns gehört, wir endlos Ressourcen erschließen können und die menschlichen Bedürfnisse nach Geld, materiellen Gütern und Macht im Mittelpunkt stehen. Dies hat sich als selbstmörderisches Paradigma entpuppt.

Der nächsten Kultur würde das Bewusstsein zugrunde liegen, dass wir Menschen nicht die Erde besitzen, sondern die Erde uns besitzt, wir also Gast auf der Erde sind. Die Ressourcen sind endlich und Ziel in der nächsten Kultur wäre es, nachhaltig mit den bestehenden Ressourcen umzugehen bzw. erneuerbare Ressourcen zu nutzen. Allein dieser Bewusstseinswandel würde dazu führen, dass die Menschen in der nächsten Kultur wieder achtsam mit der Erde umgehen. Es würde eine Rückverbindung mit der Natur stattfinden und nachhaltige Ideen wie z. B. freie Energie würden gefördert. Die Erde und ihr Erhalt stünden im Mittelpunkt. Menschen würden nicht mehr auf Macht-Positionen beharren, sondern sich in den Dienst sogenannter heller Prinzipien, wie z. B. Vertrauenswürdigkeit, Liebe, Frieden, Gemeinschaft, Harmonie, Klarheit, Transformation, Möglichkeit, Schönheit, Güte, Großzügigkeit, etc. stellen.



2. Ein neues Spiel: Gewinnen geschieht
Die nächste Kultur würde ein komplett neues Spiel spielen. Die aktuelle, moderne Kultur propagiert das Spiel „Ich gewinne – Du verlierst“, das von einem Mangel an Ressourcen ausgeht (zu wenig Jobs, Geld, Liebe, Anerkennung, etc.)  und damit Konkurrenz, Wettkampf und hierarchische Strukturen fördert. Die Menschen kämpfen gegeneinander (sei es im Alltag, im Job, oder auf globaler Ebene).

Das Spiel der nächsten Kultur würde lauten „GEWINNEN GESCHIEHT“. Diesem Spiel liegt eine kreative Kollaboration zugrunde, bei der alle gewinnen. Stellen Sie sich vor, die Menschen würden füreinander arbeiten und sich gegenseitig unterstützen.
Es ginge um Synergie, Integration und Ausrichtung von Ressourcen. Dieses Spiel würde einschließen, nicht ausschließen. GEWINNEN GESCHIEHT ist weniger ein Spiel als vielmehr ein helles Prinzip und basiert auf Gemeinschaft und einem Netzwerkdenken. Bei diesem Spiel gibt es kein „ICH“ und kein „DU“. Es geht nicht mehr um das Ego-getriebene Profitdenken, um Machtposition oder Konkurrenz. Es geht um das Prinzip gemeinsam etwas zu erreichen und darum, nicht nur miteinander, sondern füreinander zu arbeiten. GEWINNEN GESCHIEHT basiert auf Fülle und Gemeinschaft.

3. Ermächtigung jedes Einzelnen
Stellen Sie sich weiterhin vor, jede einzelne Person wäre ermächtigt, könnte ihr ganzes Potenzial leben und ihre Talente vollständig einbringen. Es gäbe eine Gesellschaft, in der die Menschen nicht mehr durch Politik, Medien und die Konsum- und Pharmaindustrie klein gehalten und zu schlafenden, neurotischen Schafen manipuliert würden, sondern wach, präsent und in ihrer vollen Kraft wären. Sie wären in der Lage, absolute Verantwortung zu übernehmen, kraftvolle Entscheidungen und Unterscheidungen zu treffen und Klarheit zu schaffen.

Es gäbe keine Schulen, in denen die Kreativität und der Genius der Kinder abgetötet würden, um sie zu normen und in das gesellschaftliche Raster zu pressen. Vielmehr würde freies Lernen ermöglicht bzw. eine Art Lernen, das die individuellen Talente und die Begeisterung der Kinder fördert. Kinder könnten sich frei entfalten.

Durch die Ermächtigung jedes Einzelnen käme es nicht mehr darauf an, auf welcher Hierarchiestufe eine Person steht. Unternehmen würden vielmehr zu sogenannten Netzwerk- bzw. Galaxie-Organisationen werden, in denen jeder Mitarbeiter seine Talente an der entsprechenden Stelle einbringen könnte und die kreative Gruppenintelligenz im Vordergrund stünde. Anstatt die Strategie des einsamen Wolfes an der Spitze zu propagieren, ginge es darum, gemeinsam hellen Prinzipien zu dienen und das individuelle Können und die Weisheit einzubringen. Die Seins-Eigenschaften einer Person würden im Mittelpunkt stehen und wertgeschätzt, also das, was eine Person in ihrem Sein tatsächlich ausmacht.

4. Bewusstes Fühlen
Eng gekoppelt mit der Ermächtigung jedes Menschen ist das sogenannte „Bewusste Fühlen“. In der nächsten Kultur wäre dies ein entscheidender Aspekt. Menschen würden wieder lernen, zu fühlen und ihre Gefühle bewusst zu nutzen. In der modernen Gesellschaft wurde uns das nicht beigebracht. Uns wurde eingetrichtert, dass Gefühle nicht okay sind und wir sie besser nicht zeigen sollen. Tatsache ist jedoch, dass unsere Gefühle ein geniales Navigationssystem sind, das uns zielsicher durch das Leben leitet. Die übergreifenden Gefühlsterritorien Wut, Freude, Traurigkeit und Angst dienen uns. Gefühle sind neutrale Energie und Information, die uns im Leben den Weg weisen. Wut brauchen Sie z. B. um Grenzen zu setzen, Entscheidungen zu treffen, vorwärts zu gehen, den Keller auszumisten und Klarheit zu schaffen. Traurigkeit dient Ihnen, weil Sie durch den Zugang zur Traurigkeit, authentisch-menschlich sein können, Herzensverbindungen zu anderen Menschen aufbauen und auch altes loslassen können. Sie brauchen die Traurigkeit. Auch die Angst ist sehr nützlich. Wir brauchen sie z. B. um kreativ zu sein, Pläne zu machen, uns in unbekanntes Gebiet vorzuwagen und Neues auszuprobieren. Und die Freude dient uns, um z. B. andere zu begeistern, zu führen,  über den Tellerrand zu schauen, zu feiern und unserer Vision zu folgen.

Stellen Sie sich vor, alle Menschen würden ihre Einstellung zu Gefühlen ändern und wieder bewusst fühlen, was würde passieren? Richtig, hätten die Menschen wieder Zugang zu ihrem inneren Navigationssystem und würden somit ihre Taubheitsschwelle senken, könnten sie nicht mehr in Unternehmen arbeiten, die nicht nachhaltig unterwegs sind. Sie könnten nicht in Firmen arbeiten, die Menschen schlecht behandeln, giftige Produkte wie z. B. Pestizide oder genmanipuliertes Saatgut herstellen, Waffen für Kriege produzieren, Plastikprodukte herstellen oder die Erde ausbeuten. Durch bewusstes Fühlen würden die Menschen stattdessen nur noch in Firmen und für Projekte arbeiten, die den Menschen und der Erde dienen, sie respektieren und wertschätzen.

5. Menschlichkeit, Authentizität und Miteinander Sein
Bewusst fühlen würde zudem einen weiteren wichtigen Aspekt der nächsten Kultur mit sich bringen: Menschlichkeit, Authentizität und Miteinander-Sein. Die Menschen würden wieder die Klarheit erlangen, dass wir nicht voneinander getrennt, sondern eins sind. Wir sind alle miteinander und mit der Erde verbunden. Wir SIND die Erde.

Es würde wieder der Sinn für Gemeinschaft und aufrichtiges Miteinander-Sein aufleuchten. Niemand müsste sich mehr verstellen, um irgendeinem vorgegaukelten Ideal zu entsprechen. Jeder Einzelne könnte authentisch menschlich sein. Es würde menschliche Nähe und neues Vertrauen untereinander entstehen. Es gäbe keinen Rassismus, keine Verurteilung wegen unterschiedlicher Hautfarbe oder Religionszugehörigkeit. Es gäbe einfach eine bunte Vielfalt an großartigen Menschen. Menschen wären Menschen, ohne weitere ausgrenzende, oder trennende Geschichten. Herzlichkeit, Verbindung, Lebensfreude, Respekt, Wertschätzung und Frieden stünden an oberster Stelle. Was wäre, wenn alle Menschen Freunde wären?


Dies sind sicher nur einige wenige Aspekte der nächsten Kultur. Die gute Nachricht ist: wir befinden uns bereits an der Schwelle zu einer neuen Kultur. Das alte System bricht mehr und mehr zusammen. Auch die aktuelle Krisenlage in der Welt ist nur ein weiteres Zeichen dafür, dass die Zeit der alten Strukturen abgelaufen ist. Viele Menschen sind mittlerweile dabei, neue Wege einzuschlagen und das Spiel der modernen Gesellschaft, der Politiker und des Wirtschaftssystems nicht mehr mitzuspielen. Es gibt weltweit Bewegungen, nicht staatliche Organisationen und Initiativen, die bereits massiv daran arbeiten, eine neue Kultur zu erschaffen. Es geht jedoch nicht darum, das alte System zu bekämpfen. Das an sich wäre wieder alte, moderne Kultur, also Kampf und Konkurrenz. Es geht vielmehr darum, neue Möglichkeiten zu erschaffen, die das bisherige System obsolet machen. Und es geht darum, sich zu erheben, Stellung zu beziehen und sich zu vernetzen, für eine neue Kultur, für die Erde, für die Menschen. (Sehen Sie sich folgendes Youtube Video an: https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=FCSZFsyvPg8)

Für was stehen Sie? In welcher Kultur wollen Sie leben?

Herzliche Grüße,
Ihre Nicola Nagel

    www.viva-essenza.com  

 
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Montag, 10. Februar 2014

Welcher Gehirntyp sind Sie? Über die Notwendigkeit verschiedener Gehirntypen in Zeiten schnellen Wandels.


Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie es eigentlich kommt, dass einige Menschen scheinbar schnell und klar entscheiden können und andere nicht? Warum die einen erst einmal lange reden, bevor sie sagen, was sie wollen, während andere direkt auf den Punkt kommen? Oder warum einige Menschen aktiv durch die Gegend springen während andere sich eher gemütlich bewegen? Wir tendieren dazu anzunehmen, dass eine andere Person genauso agiert wie wir. Schließlich sind für uns bestimmte Handlungen völlig logisch, also muss es für jemand anderen doch eigentlich genauso logisch sein, richtig? Vielleicht ist es für Sie zum Beispiel „völlig normal“, Aufgaben zügig abzuarbeiten und einen ordentlichen Schreibtisch zu haben und Sie können womöglich überhaupt nicht nachvollziehen, wie der Kollege sich in seinem Zettel-Chaos auch nur ansatzweise zurechtfinden kann.

Es gibt viele Faktoren, die zusammenspielen, wenn es darum geht, wie eine Person „tickt“. Ein entscheidender Faktor ist allerdings die Art und Weise, wie das Gehirn gestrickt ist. Wesentliche Persönlichkeits-Merkmale des Menschen hängen von seiner individuellen Hirn-Struktur ab und es ist hilfreich zu wissen, welche unterschiedlichen Gehirntypen es gibt. Dann nämlich können Sie in der jeweiligen, zum Gehirntyp passenden „Sprache“ mit einer Person kommunizieren und eine andere Art von Kontakt und Beziehung aufbauen.

Der ursprüngliche Ansatz der verschiedenen Gehirntypen stammt von dem amerikanischen Hirnforscher Paul MacLean. Er unterscheidet 3 Bereiche im Gehirn, die evolutions-geschichtlich verschieden alt sind und unterschiedliche Funktionen übernehmen, aber dennoch zusammenwirken und sich miteinander verständigen müssen:

  • das Stammhirn oder Reptiliengehirn (Farbe: grün)
  • das Zwischenhirn oder limbische System (Farbe: rot)
  • das Großhirn oder die Neokortex (Farbe: blau)


Diese drei so verschiedenartigen Gehirne müssen laut MacLean im
„dreieinigen Gehirn“ („Tribune Brain“) zusammenarbeiten, aber jedes
Gehirn behält dabei seine ganz spezifischen „Spielregeln“ bei.  Erst aus dem Zusammenwirken der instinktiven Reaktion des Stammhirns, der emotionalen Reaktion des Zwischenhirns und der rationalen Reaktion des Großhirns ergibt sich menschliches Verhalten. 

In den letzten Jahren ist jedoch noch ein vierter Typ hinzugekommen, denn unser Gehirn entwickelt sich weiter. Wir befinden uns im Übergang vom Informationszeitalter in ein Zeitalter, das mehr und mehr spirituell geprägt ist und in dem die
Menschen sich auf energetische Fähigkeiten und Wahrnehmungen
besinnen. Der vierte und jüngste Gehirntyp könnte somit als

  • „energetisches Gehirn“ (Farbe: gelb)  bezeichnet werden.

Jeder Mensch verfügt über ein individuelles „Anteilsverhältnis“ dieser vier Hirnbereiche. Ein Typ überwiegt jedoch normalerweise und prägt maßgeblich die Persönlichkeit. Lassen Sie uns einmal schauen, was die Eigenschaften der unterschiedlichen Gehirntypen sind.


Der GRÜNE Typ:
Menschen bei denen der grüne Gehirntyp dominiert sind sehr gesellig und eher gemütlich veranlagt. Ihnen ist es wichtig, erst einmal Small-Talk über die Familie, das Wochenende oder Ereignisse aus der Vergangenheit zu machen, bevor sie zum eigentlichen Thema kommen. Sie sind echte Kontakt-Menschen. Wenn der grüne Typ z. B. einer Ihrer Kunden ist, ist es sinnvoll, erst einmal eine Weile mit ihm zu plaudern, bevor Sie zum geschäftlichen übergehen. Menschen mit einem großen Grün-Anteil sind Teamspieler, die kompromissfähig und auch sehr flexibel sind. Sie verlassen sich auf ihre Intuition, doch wenn es um Entscheidungen geht, setzen sie gerne auf alt bewährtes. Von der Statur her sind sie eher etwas rundlich veranlagt. Sie sind sehr herzliche Menschen, denen auch Nähe und Berührung (z. B. eine Umarmung zur Begrüßung) wichtig ist.

Von der Schattenseite betrachtet, ist der grüne Typ irrational und steckt seine Nase gerne in anderer Leute Angelegenheiten. Zudem kann er sehr bürokratisch und hartnäckig sein. Wenn Sie mit diesem Gehirn-Typ zu tun haben, sei es privat oder im Job, können Sie ihn am besten „abholen“, wenn Sie geduldig Zuhören, über die Kinder und die Familie sprechen und Ihr Tempo verlangsamen.  


Der ROTE Typ:
Menschen, bei denen der rote Gehirntyp überwiegt, sind sehr aktiv und dynamisch. Sie haben enorme Energie und sind voller Tatendrang. Sie sind präsent in der Gegenwart,  handeln schnell, sind entscheidungsfreudig und denken praktisch und konkret. Die roten Typen sind sehr spontan und können andere Menschen mitreißen. Sie sind selbstsicher und bereit Risiken einzugehen und mit den Konsequenzen entsprechend umzugehen. Rote Typen jonglieren auch gerne mit mehreren Bällen gleichzeitig und beginnen z. B. 5 Projekte auf einmal. Dementsprechend kann es gut sein, dass um sie herum eher Chaos herrscht und auf dem Schreibtisch schon einmal „Land-unter“ ist.

Von der Schattenseite betrachtet sind Menschen mit einem überwiegenden Rot-Anteil sehr dominant und ich-bezogen. Sie können hektisch, arrogant und ungeduldig sein und bewegen sich für andere oftmals zu schnell. Wenn Probleme auftreten, neigen sie dazu, diese zu bekämpfen, anstatt konstruktive Lösungen zu suchen.

Wenn Sie diesen Gehirntyp um sich haben, arbeiten oder agieren sie am besten mit ihm, indem Sie der Person Raum geben, sie sich bewegen lassen und nicht blockieren. Und lachen Sie gemeinsam mit dieser Sorte Mensch, das schafft Verbindung.
 

Der BLAUE Typ:
Menschen, bei denen der blaue Gehirntyp überwiegt sind zukunftsorientiert und denken systematisch und abstrakt. Sie machen meist detaillierte Pläne und ziehen alle Eventualitäten in Betracht. Sie haben einen Sinn für Details und multiple Sichtweisen. Menschen diesen Typs können logisch und strategisch denken und verstehen es, andere zu überzeugen oder auch zu überreden.

Von der Schattenseite betrachtet sind Menschen mit einem überwiegenden Blau-Anteil sehr pedantisch, zögerlich und perfektionistisch veranlagt. Manchmal erscheinen sie auch langweilig oder besserwisserisch.

Wenn Sie diesen Gehirntyp gegenüber haben, dann kommen Sie besser direkt auf den Punkt. Der blaue Typ steht überhaupt nicht auf Small-Talk, persönliche Dinge und innigen Kontakt. Stattdessen ist er distanziert und sachlich. Punkten können Sie bei diesem Typ Mensch auch, wenn Sie klar und spezifisch sind, in dem was Sie sagen bzw. wollen, pünktlich sind und klar mit ja und nein antworten. Rum-ge-eier kann der blaue Typ nicht ausstehen.  Blaue Typen sind übrigens sehr ordentliche Menschen. Schauen Sie sich also einmal den Schreibtisch Ihrer Kollegen oder die Wohnung Ihrer Freunde und Bekannten an.

Blaue Typen sind in der Regel von der Statur her dünn.


Der GELBE Typ:
Menschen mit einem überwiegend gelben Gehirntyp schweben in etwas anderen Sphären. Sie sind oftmals nicht sehr geerdet und Zeit existiert für sie nicht wirklich. Bei Ihnen geht es um das Eins-sein. Sie sind dem Materiellen nicht verhaftet. Stattdessen denken sie holistisch und haben nicht-lineare, d. h. sehr kreative Ideen, die nicht auf gängigen Konzepten oder alt bewährtem beruhen. Sie sind innovativ, Meister der Kollaboration und darauf bedacht, dass alle gewinnen (im Gegensatz zu dem Spiel „Ich gewinne – Du verlierst“). Sie schätzen es, mit anderen zu sein und sich spirituell weiterzuentwickeln.

Menschen diesen Typs haben Vision und sind an Transformation und Evolution interessiert. Probleme sehen sie als Gelegenheiten.

Von der Schattenseite betrachtet sind Menschen mit einem überwiegenden Gelb-Anteil möglicherweise nicht nur wenig geerdet, sondern mitunter arrogant, undeutlich und leben in einer Fantasiewelt. Zudem kann es passieren, dass sie durch zu viel New Age und Psycho Blabla anderen Menschen auf die Nerven gehen oder sie gar ausgrenzen.

Wenn Sie mit Menschen diesen Gehirntyps zu tun haben, können Sie am ehesten auf eine Wellenlänge mit ihnen kommen, wenn Sie gemeinsam mit diesen Personen meditieren oder andere Praktiken wie z. B. Schwertkampf ausüben. Teilen Sie Ihre Vision mit solchen Menschen, dann haben Sie auf jeden Fall einen Anknüpfungspunkt.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der Eigenschaften jedes Gehirntyps.

CHARAKTER
GRÜN
ROT
BLAU
GELB
Beziehung
Kontakt
Dominanz
Distanz
Alles ist eins
Zeit
Vergangenheit
Gegenwart
Zukunft
Zeitlos
Orientierung
Wahrnehmen
Begreifen
Dinger in Ordnung bringen
Harmonisieren, akzeptieren
Denken
Intuitiv
Praktisch, konkret
Systematisch, abstract
Holistisch
Ideen
Standard
Schwarz oder weiß, kein grau
Multiple Sichtweisen, Details
Nicht-linear
Erfolg
Sympathisieren
Mitreißen
Überzeugen, überreden
Gewinnen geschieht
Entschei-dungen
Verläßt sich auf das Bekannte
Spontan
Untersucht alle Konsequenzen
Kommen von den Prinzipien
Handlung
Gewöhnlich
Dynamisch, schnell
Nicht ohne Plan
Kollaboration
Zentrum
Bauch
Arme, Beine
Kopf
Energetischer Körper
Körper Technologie
Rund
Mittel
Dünner
Mittel
Umgang mit Problemen
Traditionell
Kämpfe oder kämpfe
Denkt drüber nach
Gelegenheiten
Stärken:
Teamwork,
Kooperation,
Kompromissfähig
Kann vertrauen,
Flexibel gegenüber anderen

Natürliche Autorität, Enthusiasmus einflößen, praktisch, selbstsicher, geht mit Risiken um.
Plant,
systematisch, logisch, akzeptiert die Fakten, abstraktes Denken
Sein mit,,
nicht-linear, kreiert, großes Bild, Vision, Transformation.
Schwächen:
Steckt Nase in Dinge, ärmliche Entscheidungen, irrational, bürokratisch, hartnäckig.
Hektisch, autoritär, bewegt sich zu schnell, arrogant, ungeduldig.
Zögerlich, pedantisch, perfektionistisch utopisch, langweilig, unrealistisch, besserwissend.
Kosmisch, 
New age,
Nicht geerdet, Fantasiewelt, arrogant, undeutlich,
Psycho Blabla

CHARAKTER
GRÜN
ROT
BLAU
GELB
Zum Ausgleich
Entscheidungen genießen, persönliche Neutralität, Innovationen ausprobieren, systematisieren, analysieren, neutraler sein.

Pläne machen, daran denken, was schief gehen könnte, auf Details achten, mehr Geduld üben, Konsequenzen sehen.
Mehr Spontaneität versuchen, Lernen Kontakt zu genießen, von ideal zu praktisch wechseln, deine Menschlichkeit akzeptieren, mehr Flexibilität ausprobieren.

Handwerk,
Gemüse anbauen, Kinder haben.
Wie man mit ihnen arbeitet:
Umarmen, berühren, über Kinder reden, Geschichten aus der Vergangenheit, Zuhören, Geduld, Mit ihnen warm werden.
Raum geben, mit ihnen lachen, überschwänglich sein, sie nicht blockieren, sie sich bewegen lassen.
Zum Punkt kommen, klar sein, spezifisch sein, persönliche Dinge vermeiden, ja oder nein sagen, pünktlich sein.
Runterkommen, mit ihnen meditieren, deine Vision mit ihnen teilen, es nicht persönlich nehmen, mit ihnen leiden, mit ihnen praktizieren (Schwertkampf)


Wie gesagt, vereinen wir alle Gehirntypen in uns, jedoch ist einer dominant. So kann es z. B. sein, dass Sie zu 60% blau, 20% rot, 15% grün und 5% gelb sind. Oder Ihr dominanter Teil ist rot mit 70%, gefolgt von grün mit 20%, blau mit 7% und gelb mit 3%. Die Gewichtung ist bei jedem Menschen unterschiedlich.

Gerade in Zeiten schnellen Wandels, in denen wir uns derzeit befinden, ist eines jedoch wichtig zu wissen:

Wenn Sie ein Projekt mit mehreren Beteiligten durchführen, visionäre Ideen generieren und umsetzen wollen und dafür ein Team zusammenstellen müssen, so ist es entscheidend, dass Sie eine Mischung ALLER Gehirntypen an Bord haben. Wenn Sie nur rote Typen haben, wird das Projekt in einem Chaos enden, da alle nur auf sich bedacht sind und jeder der größte sein möchte. Haben Sie zu viele blaue Typen im Team, dann wird es ein dauerhaftes Diskutieren, Konsequenzen-Abwägen, Zögern und eine dröge, logisch-analytische Apokalypse. Bei zu viel grünen Typen im Team, bringen Sie ein Projekt vermutlich nie zu Ende, weil die Leute viel zu gerne über anderes reden, als sich mit dem Wesentlichen zu beschäftigen. Bei zu viel gelben Typen im Team sind zwar großartige Visionen garantiert, jedoch mangelt es letztendlich an praktikablen Möglichkeiten, die Visionen auch Realität werden zu lassen.

Wenn Sie auf der anderen Seite bisher gedacht haben, alle im Team sind dynamisch oder können logisch denken, bis auf den einen Kollegen, der so gemütlich und langsam ist, dann betrachten Sie diesen Kollegen nun einmal mit neuen Augen. Sie können froh sein, ihn an Bord zu haben. In einem Team, das ansonsten z. B. von roten und blauen Typen geprägt ist, ist der grüne Kollege der entscheidende Fels in der Brandung und verbindet die Leute womöglich durch seine Kommunikation und seine Art Kontakte und Beziehungen zu pflegen.

Gerade jetzt geht es mehr denn je darum, die Vielfältigkeit eines Teams und das kreative Potenzial jeden Gehirntyps zu erschließen, anstatt vorzugeben, dass alle gleich zu ticken haben. Gleiches gilt auch für Ihren Freundes und Bekanntenkreis. Vielfalt, Abwechslung und Weiterentwicklung sind garantiert, wenn Sie eine bunte Mischung aller Gehirntypen um sich haben und deren kreatives Potential nutzen.

Mit dieser Klarheit über die verschiedenen Gehirntypen, können Sie ab sofort ganz anders in Kontakt mit Menschen treten. Schauen Sie einmal, zu welchem Gehirntyp Sie, Ihr Partner, Ihr Chef, Ihre Kunden, Ihre Freunde und Bekannten gehören. Wen haben Sie im Team? Sobald Sie das herausfinden, können Sie beginnen, in der der Sprache des jeweiligen Gehirntyps mit der Person zu sprechen und staunen, welch neue Art von Verbindung entsteht und welche Vielfalt und welches Genie-tum zum Vorschein kommt.

Viel Freude beim Forschen und Experimentieren.

Herzlichst, 
Ihre Nicola Nagel


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