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Samstag, 15. Januar 2022

3 entscheidende Fragen, um Dein Leben neu auszurichten

 

Heute möchte ich mit einem Bild beginnen und Dich einladen, dies einmal kurz auf Dich wirken zu lassen.


Na, hat Dir beim Anblick dieses Bildes kurz der Atem gestockt? Das ist verständlich, denn die meisten Menschen würden wohl weder in solch eine Gletscher-Region kommen, noch freiwillig über diese Leiter gehen. Doch möglicherweise wird genau dieses Foto von Stacy Taniguchi zum Sinnbild für Dein Jahr 2022 und Dein Leben insgesamt.

Etwas, das Du besitzt und das Dir niemand auf der Welt jemals wegnehmen kann ist WAHL. Du hast immer die Fähigkeit zu wählen. Selbst, wenn Du Dich nicht entscheiden kannst, ist das eine Wahl. Du wählst in dem Fall, Dich nicht zu entscheiden. Genauso kannst Du auch wählen, wie Du in Deinem Leben wachsen möchtest. Im Leben hast Du grundsätzlich zwei Wahlmöglich-keiten: 1. Gedeihe in Deinem Leben und sei inspiriert oder 2. Ertrage es bzw. halte es aus. Was Du wählst, bleibt Dir überlassen. Doch mache Dir bewusst, dass Du Schöpfer*in Deines eigenen Lebens bist. Du kannst in vermeintlichen Umständen, Beziehungen, Dramen etc. bleiben, die Dir möglicherweise nicht gut tun, oder Du kannst etwas anderes wählen. Es ist und bleibt Deine Wahl. Das ist die innere Freiheit, die Du hast. Um Deinen Weg zu gehen bzw. neu auszurichten, helfen Dir möglicherweise folgende 3 entscheidende Fragen:

 

1.    Die Frage von Nietzsche:

Nietzsche würde an dieser Stelle die ewig wiederkehrende Frage stellen: „Wenn Du Dein Leben immer und immer wieder genauso leben könntest wie bisher bis in alle Ewigkeiten, würdest Du es tun?“

Bei dieser Frage geht es darum, einmal zu schauen, wo Du im Leben gerade stehst und aus Deiner Komfortzone heraus zu treten. Um Nietzsches Frage einmal konkret auf den Alltag zu übertragen, kannst Du Dir auch folgende Fragen stellen:

 

·         Wenn Du den Job, den Du gerade machst immer und immer weiter machen könntest, bis in alle Ewigkeiten, würdest Du es tun?

·         Wenn Du die Beziehung, die Du gerade lebst (oder auch nicht lebst) immer weiter so leben könntest, würdest Du es tun?

·         Wenn Du immer und immer wieder genau an dem Ort leben würdest, an dem Du gerade lebst, würdest Du es tun?

·         Wenn Dein Tagesablauf immer und immer wieder so wäre, wie er aktuell tagein tagaus ist, würdest Du ihn wählen?

Du kannst die Ursprungsfrage von Nietzsche auch noch weiter auf alles, was Du in Deinem Leben vorfindest aufschlüsseln. Fakt ist, wenn Du auch nur eine Frage mit NEIN beantwortet hast, dann stehst Du am Rande der Gletscherspalte. Dann ist es Zeit, Deine Komfortzone zu verlassen und zu wachsen, zu gedeihen, Neues zu wagen.

 

2.    WOFÜR überquerst Du die Leiter?

Und genau hier kommt das Bild der Gletscherspalte ins Spiel, das Stacy auf einer seiner Mount Everest Touren aufgenommen hat. Es gibt solche Überquerungsleitern bei großen Bergexpeditionen tatsächlich. Die unangenehme an solchen Leitern ist, dass Dich ein einzelner, heftiger Windstoß von der Leiter fegen kann und Du 1000 Meter in den Abgrund stürzt. Doch anstatt Dich von dieser Angst blockieren zu lassen – im Alltag wäre das Deine Angst, Deine bequeme, kuschelig warme Komfortzone zu verlassen – geht es darum den Blick nach vorne zu richten und Dir folgende Frage zu stellen:

 

 „Was würde Dich dazu bringen, die Leiter zu überqueren?“

·         Würdest Du Sie für 1 Euro überqueren? Wahrscheinlich eher nicht.

·         Würdest Du sie überqueren, wenn Du Dein eigenes, 3-jähriges Kind auf der anderen Seite siehst, dass völlig selbstversunken haarscharf am Rand der Gletscherspalte spielt und droht hinunter zu fallen? Ja, vermutlich würdest Du sofort loslaufen.

 

Beantworte einmal radikal ehrlich die Frage. Wofür würdest Du in Deinem Leben die Leiter überqueren. Was siehst Du auf der anderen Seite der Gletscherspalte, für das es sich lohnt zu gehen? Welche Art Leben wartet dort auf Dich, welche Art Beziehung? Wenn Du das heraus gefunden hast, schau einmal, welches das dahinter stehende Prinzip ist? Das Prinzip, das Du für Dich an dieser Stelle herausfindest, ist Dein Kernprinzip, das Dich im Leben an Deine Ziele bringt.

Als ich mir diese Frage vor 15 Jahren gestellt habe, war ich nicht mehr glücklich in meinem alten Job und mit dem Thema Beziehung sah es auch nicht so rosig aus. Das was auf der anderen Seite der Gletscherspalte leuchtete, war damals „Sinnhaftigkeit und Erfüllung im Leben“. Dafür war ich bereit über die Leiter zu gehen, ohne zu wissen, was das bedeuten würde bzw. welchen Job ich in Zukunft machen würde oder was es für mein Beziehungsleben bedeuten würde. Es war dennoch das, wonach ich strebte.

 

3.    WIE überquerst Du die Leiter?

Doch es ist nicht nur entscheidend, was für Dich auf der anderen Seite der Leiter ist. Das ist lediglich das erste Puzzel Teil. Die fast wichtigere Frage ist:  „WIE überquerst Du die Leiter?“

Wenn wir beispielsweise wieder das spielende Kleinkind nehmen, für das Du über die Brücke gehen würdest, um es vor dem Abstürzen zu bewahren, dann ist es nicht sehr sinnvoll, auf die Leiter zu stürmen und Leute, die noch auf der Leiter sind, in den Abgrund zu schubsen. Das WIE sind Deine Prinzipien, die Dich über die Leiter bringen, bzw. die Dich in Deinem Leben voran bringen um an dem neuen Ziel rauszukommen.

 

Als ich damals das Prinzip der Sinnhaftigkeit und Erfüllung im Leben vor Augen hatte, waren die Prinzipien, WIE ich über die Leiter gehe sofort klar. Für mich waren es damals Klarheit, Inspiration, Möglichkeit, Lebensfreude und Integrität, die mir den nötigen Fokus gaben über die Leiter zu gehen.

 

Die Komfortzone zu verlassen, ist alles andere als leicht. Du wirst Angst spüren, weil Du nicht weißt, was da draußen – außerhalt der weichen Komfortzone – auf Dich wartet. Es wird Menschen geben, die versuchen, Dich daran zu hindern, weil Du möglicherweise auch an ihren sicheren Strukturen rüttelst. Deine eigenen Glaubenssätze und Geschichten werden versuchen, Dich daran zu hindern. Wenn Du die Komfortzone verlässt, wirst neues erleben und vielleicht nicht wissen wie es geht. Doch genau das ist es, was Dein Leben bereichert. Vertraue der Angst. Sie zeigt Dir einfach nur, dass etwas Neues auf Dich zukommt. Genau wie auf der Leiter, machst Du einfach immer nur den nächsten Schritt und hältst den Blick nach vorne gerichtet.

 

Das Leben ist kostbar. Was machst Du daraus? Bleibst Du im immer gleichen Sumpf stecken oder hast Du den Mut, Deine Komfortzone zu verlassen, zu wachsen und ein Leben voller Inspiration und Erfüllung zu leben? Es ist Deine Wahl. Gehst Du über die Leiter?

 

Herzlichst,

Nicola

P. S. Unten findest Du das Bild mit den Fragen, falls Du es Dir als Erinnerung ausdrucken möchtest.




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INSPIRATION, DIE BEWEGT!

Sonntag, 16. November 2014

Verletzlichkeit in Beziehung



Immer wieder begegne ich Menschen, die sich Verletzlichkeit, Nähe und Authentizität in Beziehung wünschen, doch gleichzeitig damit ringen. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um eine Paar-Beziehung, Beziehung zu Freunden oder sogar um Beziehung zu Kollegen handelt. Scheinbar ist Verletzlichkeit eine delikate Angelegenheit, wird sie doch in der modernen Gesellschaft oftmals als Schwäche, ja sogar als Tabu bezeichnet. Das Thema scheint ein einziges Paradox zu sein. Die Menschen wünschen sich tiefen, authentischen, verletzlichen Kontakt, doch der Schritt dahin, die Maske tatsächlich abzulegen und sich verletzlich zu zeigen, scheint gefährlich. Das ist nicht verwunderlich, werden die meisten doch tagtäglich darin gedrillt, ihre persönlichen Gefühle und ihr Herz an der Eingangstür des Unternehmens, für das sie arbeiten, abzulegen und den ganzen Tag lang eine professionelle, sterile Maske zu tragen. Unsere Gesellschaft unterstützt das Vorgehen des einsamen Wolfes: alles im Griff haben, bloß nicht verletzlich oder angreifbar sein. Wen wundert es da, dass es vielen Menschen auch im Privatleben letztendlich schwer fällt, sich verletzlich zu zeigen. Das Spiel, das im Job so meisterlich gespielt wird und bei dem es oftmals darum geht, die eigene Position zu festigen und zu verteidigen, wird leider allzu häufig auf den privaten Bereich übertragen. Oder aber das Gegenteil passiert: Gerade weil im Job ein stressiges und nicht selten rauhes Umfeld herrscht, versuchen die ein oder anderen im privaten Bereich alles schön harmonisch zu gestalten – zumindest oberflächlich – und lieber alles beim Alten laufen zu lassen. 

Beides ist jedoch nicht authentisch und verhindert letztendlich Nähe, Vertrautheit und Kontakt. Obwohl der Wunsch und die Sehnsucht nach authentischem Kontakt da ist, warten die meisten in der Regel erst einmal ab, ob nicht die andere Person vielleicht den ersten Schritt macht und die Tür zu mehr Vertrautheit öffnet. Was viele Menschen von mehr Verletzlichkeit und Nähe abhält, ist nichts anderes als Angst. Angst davor, zurückgewiesen zu werden, als schwach deklariert zu werden, oder als „Depp“ da zu stehen, denn schließlich können Sie ja nicht wissen, wie der andere reagiert, wenn Sie sich verletzlich zeigen. Mit der gewöhnlichen Einstellung, dass Angst nicht okay sondern bitteschön zu vermeiden ist, begeben wir uns somit in einen fortwährenden Eiertanz zwischen „soll ich?“ oder „soll ich nicht?“ bzw. „Hach ich würd ja gerne, aber…“

Die alte, gängige Sichtweise auf Verletzlichkeit in der modernen Gesellschaft ist, dass Verletzlichkeit gar nicht angemessen bzw. nur in extrem „großen“ Momenten angemessen ist. Solche Momente können jene sein, in denen jemand einen großen Preis gewinnt oder eine Heldentat vollbringt und sich berührt zeigt, oder in zerstörerischen Momenten, wenn beispielsweise Menschen aufgrund eines Erdbebens alles Hab und Gut verlieren. Andernfalls wird Verletzlichkeit als Schwäche gesehen. Sie ist unmännlich, unprofessionell, etwas für Heulsusen und Weicheier. Eine Person die sich verletzlich zeigt, ist laut gängiger Meinung nicht fähig, klare Entscheidungen zu treffen und kann definitiv keine Führungsperson im hierarchischen Firmenkontext sein. Wer verletzlich ist, hat sich nicht im Griff und ist angreifbar. Soweit die Definition, die vielen bekannt sein dürfte. 

Verletzlicher authentischer Kontakt ist jedoch Herz-Nahrung. Unsere Herzen hungern nach diesem Kontakt, denn er ermöglicht uns, dass wir gesehen werden, uns sehen lassen und auch die andere Person wahrhaftig sehen. Sobald wir Verletzlichkeit zulassen und ausdrücken können, zeigen wir uns in unserem wahren Sein. Bevor Sie jedoch da hingehen können, ist es erforderlich zunächst einmal aufzuräumen mit der alten Sichtweise in Bezug auf Verletzlichkeit. 

Wie wäre es für Sie, wenn Verletzlichkeit tatsächlich eine Stärke wäre? Wenn es einfach bedeuten würde, dass Sie authentisch, menschlich, berührbar sind, leben und nicht kristallisiert sind? Wie wäre es, wenn Verletzlichkeit nicht peinlich, sondern ein Türöffner wäre? Was, wenn Sie nicht mehr der irrsinnigen Gesellschafts-Norm entsprechen müssten, permanent eine perfekte Maske zu tragen und die Dinge stets im Griff zu haben, sondern sich aufrichtig in Ihrem Sein zeigen könnten?

Im Folgenden finden Sie eine Gegenüberstellung der alten und einer möglichen neuen Sichtweise. 

Verletzlichkeit – Alte Sicht
Verletzlichkeit – Neue Sicht
Schwäche
Stärke
Weichei, Heulsuse
Berührbar
Unprofessionell
Menschlich
Unfähigkeit klare Entscheidungen zu fällen
Fähigkeit Entscheidungen nicht nur aus dem Intellekt zu fällen
Angreifbar
Zugang zur Kraft der Gefühle
Unmännlich
Authentisch
Hat sich nicht im Griff
Zeugt von Nahbarkeit
Peinlich
Mutig
Schließt aus /
entspricht nicht der Gesellschafts-Norm
Schließt ein / verbindet
Ist ein Risiko
Ist eine Chance,
Wirkt abschreckend
Ist ein Türöffner
Sich zum Deppen machen
Das eigene Sein zeigen
Zu vermeiden
Herz-Nahrung
Gefährlich
Entspannend, nährend, erfüllend.

Sich verletzlich zu zeigen, erfordert Mut. Wenn Sie zulassen, dass die Angst in dem Moment, in dem Sie die Möglichkeit haben die Tür zu mehr authentischem Kontakt zu öffnen, Sie im Griff hat und blockiert, dann werden Sie mit großer Wahrscheinlichkeit die Gelegenheit verstreichen lassen. Sie können jedoch auch eine neue Haltung einnehmen. Diese könnte folgendermaßen lauten:

Mut ist die Entscheidung, dass etwas anderes wichtiger ist, als die Angst!

Das bedeutet nicht, dass Sie keine Angst mehr spüren. Im Gegenteil. Es ist sogar angemessen und wertvoll, dass Sie Angst spüren, wenn Sie dabei sind, sich verletzlich zu zeigen, denn die Angst ist in dem Fall ein Indikator, dass Sie neues, unbekanntes Gebiet betreten. Sie können die Angst somit als Hinweis nutzen und gleichzeitig entscheiden, dass authentischer, verletzlicher Kontakt zu der anderen Person wichtiger ist, als die Angst. Sie haben in dem Moment die Chance, Ihre Beziehung zu der anderen Person auf eine völlig neue Ebene zu bringen. Was könnte wichtiger sein?

Sie haben öfter die Möglichkeit, sich verletzlich zeigen, als Sie meinen. Beispielsweise wenn Sie:

·         aufrichtig teilen, wie es Ihnen gerade geht (anstatt pauschal mit „gut“ zu antworten)
·         ein neues Experiment in Intimität mit Ihrem Partner ausprobieren möchten und dies ansprechen.
·         nicht wissen, wie etwas geht und dies aufrichtig mitteilen.
·         über Ihre Gefühle sprechen und klar sagen „Ich fühle mich wütend, ängstlich, traurig, froh, weil...
·         jemanden um Verzeihung bitten
·         eine andere Person um Hilfe bitten.
·         Ihre Wünsche mitteilen.
·         sagen, was für Sie nicht in Ordnung ist.

Kürzlich zeigte sich beispielsweise ein Mann in einem Training absolut verletzlich, indem er aufrichtig unter Tränen seine Traurigkeit ausdrückte. Seine Partnerin, die ebenfalls anwesend war, äußerte danach „Das ist das erste Mal, dass ich Dich weinen sehe“. Beide konnten spüren, dass dieser verletzliche Moment ein Türöffner für eine neue Ebene in ihrer Beziehung war. 

Eine Möglichkeit für authentischen, verletzlichen Kontakt wäre auch, dass Sie gegenüber einem guten Freund oder einer guten Freundin Themen ansprechen, die Sie beschäftigen, die aber möglicherweise in der Gesellschaft tabu sind. Beispielsweise gibt es intime Themenbereiche wie z. B. Sexualität, die wir alle teilen, die jedoch niemand wirklich wagt anzusprechen. So grübelt jeder für sich in seinem Hirn darüber nach, oder versucht Informationen aus irgendwelchen Zeitschriften zu erhaschen, anstatt dass wir uns einer vertrauten Person mitteilen, uns gegenseitig unterstützen und dadurch gemeinsam das Experiment in Vertrautheit und authentischem Kontakt machen. 

Ich hatte kürzlich das große Glück, mit einer sehr lieben Freundin genau darüber zu sprechen. Jede von uns zeigte sich mehr und mehr verletzlich und schließlich vereinbarten wir, das Experiment zu machen, authentisch verletzlich über ur-weibliche Themen zu sprechen. Eine freudige Aufgeregtheit war spürbar und gleichzeitig machte sich eine unglaubliche Entspannung breit. Hatte ich Angst? Ja! Doch das Spannende ist, dass diese Angst verschwindet, sobald Sie diese als Hinweis zu einem neuen, unbekannten Gebiet nutzen und den Schritt ins „Leere“ wagen. In dem Moment, in dem Sie den Schritt über die bekannte Grenze hinaus wagen, werden Sie feststellen, dass sich plötzlich neuer Boden unter Ihren Füßen auftut. Sie müssen einfach nur weiter atmen und werden dann feststellen, dass Ihr Herz genährt wird, wenn Sie in verletzlichen Kontakt treten und Sie werden das Geschenk einer völlig neuen Qualität Ihrer Beziehungen erleben. 

Sie müssen noch nicht einmal wissen, wie es geht. Allein Ihre Absicht, authentischen, verletzlichen Kontakt zu kreieren, wird Ihnen ermöglichen, den Schritt ins Unbekannte zu gehen. 

Experiment:
Überlegen Sie einmal, mit wem Sie gerne authentischeren und verletzlicheren Kontakt hätten. Ist es Ihr Partner, eine Freundin, jemand in Ihrer Familie?

Wie würde dieser Kontakt aussehen? Über welche Themen würden Sie mit der Person gerne sprechen? 

Das Experiment besteht darin, den ersten Schritt in verletzlichem, authentischem Kontakt mit dieser Person in der Form zu wagen, dass Sie das Gespräch vom gewöhnlichen Modus in neues Gebiet lenken. Ein Anführer in authentischem Kontakt ist derjenige, der den Schritt ins Unbekannte wagt und sich als erster verletzlich zeigt. Eine Möglichkeit ist, dass Sie authentisch etwas von sich teilen und Gesprächs-Starter nutzen, wie z. B.: 

  • „Was mich gerade beschäftigt ist….“
  • „Heute fühle ich mich…, weil…. Wie geht es Dir?
  • „Hast Du Dich auch schon einmal gefragt….“
  • „Kennst Du das, wenn….“
Sie können auch über Ihre Angst sprechen, sich verletzlich zu zeigen und fragen, wie es der anderen Person geht „Hast Du Dir darüber schon einmal Gedanken gemacht?“ Sie werden erstaunt sein, wie schnell das Gespräch eine völlig neue Dimension annimmt und weg geht vom üblichen „Wie geht’s, wie läuft’s, was machst Du so, wie war Dein Tag.“ 

Wenn Sie Experimente in verletzlichem Kontakt machen, achten Sie jedoch auch auf das Timing. Wenn Ihr Partner oder Ihre Freundin gerade mit etwas anderem beschäftigt  oder auf dem Weg zu einem Termin ist, wäre das kein guter Zeitpunkt. Achten Sie darauf, dass Sie in entspannter Atmosphäre sind, beide Zeit haben und der andere auch gerade gesprächsbereit ist.

Verletzlicher Kontakt ist ein großes Geschenk, das unsere Herzen nährt, uns wärmt und verbindet. Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie so viele Gelegenheiten wie möglich kreieren und erleben.

Herzlich verletzliche Grüße, 
Ihre Nicola Nagel

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