Mittwoch, 9. Mai 2018

3 essentielle Fragen für mehr Energie, Fluss und Lebensfreude in Deinem Leben.


Den Frühling nutzen viele Menschen dazu, physischen Frühjahrsputz zuhause zu machen. Doch hast Du Dir einmal überlegt, auch in Dir selbst Frühjahrsputz zu machen? Das klingt vielleicht auf den ersten Blick nicht sehr attraktiv. Putzen ist nicht jedermanns Sache. Es lohnt sich jedoch, einige Dinge in Dir zu entstauben, wieder zum Leben zu erwecken und vielleicht das ein oder andere zu auszumisten. Das einzige, was Du brauchst, ist Experimentierfreude, Aufrichtigkeit und die Bereitschaft, Klarheit zu schaffen. Was Du gewinnst, sind mehr Energie, Fluss und Lebensfreude in Deinem Leben. Bist Du bereit?

Es gibt sicher viele verschiedene Komponenten, die entscheidend sind für mehr Energie, Fluss und Lebensfreude in Deinem Leben. 3 sehr wichtige Fragen in diesem Zusammenhang sind jedoch folgende:

1. Wo ist Deine Aufmerksamkeit?
2. Wie groß ist Dein JETZT?
3. Was ist für Dich stimmig?

Lass uns einmal betrachten, was es mit diesen 3 Fragen auf sich hat.

1. Wo ist Deine Aufmerksamkeit?
Wir vergeuden oftmals sehr viel Zeit damit, uns über Dinge Gedanken oder gar Sorgen zu machen, die noch gar nicht eingetreten sind oder die uns Energie rauben. Hier einige Beispiele:

·         Du machst Dir Gedanken oder Sorgen, was wohl passiert, wenn etwas ganz bestimmtes eintritt, z. B.
o   Dir Dein Job gekündigt wird
o   Ein geliebter Mensch in Deinem Umfeld stirbt
o   Deine Kinder in die Schule kommen
o   Du einen wichtigen Termin verpasst
o   Dein Partner/Deine Partnerin Dich verlässt
o   Du nicht genug Geld verdienst
o   Du keinen Job findest bzw. keinen, der Dich erfüllt
o   etc.

·         Du machst Dir Gedanken oder Sorgen, was andere wohl über Dich denken, wenn
o   Du bestimmte Äußerung machst
o   Du Deine Meinung vertrittst
o   Du Grenzen setzt und der andere womöglich empört ist
o   Du Deinen ganz eigenen Weg gehst
o   Du vielleicht außergewöhnliche Kleidung trägst,
o   Du gesellschaftliche Regeln und Normen hinterfragst
o   Du bestimmte Leute nicht zu Deinem Geburtstag oder zum Familienfest einlädst,
o   etc.

·         Du verstrickst Dich in Bewertungen und Geschichten bezüglich Situationen bzw. Menschen   in Deinem Umfeld, z. B. dass
o   Der Nachbar neurotisch ist, weil er die Hecke mit einem Lineal nachmisst, wenn er sie geschnitten hat
o   Dein Kollege unmöglich ist, weil er Dir Informationen nicht weitergeleitet hat
o   Dein Chef ein Idiot ist
o   überhaupt der ganze Job ätzend ist, weil Du so viel arbeiten musst und es Dir keinen Spaß macht,
o   Dein Partner ein Jammerlappen ist, weil er sich ständig beschwert
o   etc.

Unser Gehirn ist darauf programmiert, fortwährend Gedanken zu produzieren. So funktioniert unser intellektueller Körper nun einmal. Du kannst jedoch beeinflussen, welche Art von Gedanken Du produzierst bzw. worauf Du Deine Aufmerksamkeit lenkst.

Wenn Dich Gedanken der oben genannten Kategorien immer wieder beschäftigen, lenkst Du Deine Aufmerksamkeit beispielsweise grundsätzlich auf das, was Du NICHT möchtest bzw. was Dir Energie entzieht. Da Deine Energie Deiner Aufmerksamkeit folgt, gibst Du damit den Szenarien Energie, die Du eigentlich vermeiden möchtest und produzierst dadurch weitere Sorgen, Unwohlsein und Mangel. Die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Je mehr Energie Du bestimmten Gedanken gibst, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie sich manifestieren.

Früher gab es modellierbare Bilder aus Nägeln. Die Nägel waren locker durch Löcher einer Holzplatte gesteckt und konnten sich im Loch hin und her bewegen ohne herauszufallen. Das Bild wurde dann zunächst so umgedreht, dass alle Nägel mit den langen Enden auf eine Seite rutschten. Anschließend hast Du z. B. Deine Faust oder Hand in diese Seite hineingedrückt, sodass sie  sich auf der anderen Seite der Holzplatte abzeichnete, weil die Nägel nur dort eingedrückt wurden, wo Deine Faust bzw. Hand war. Ähnlich funktioniert es mit der Manifestation von Gedanken. Wenn Du einen Gedanken immer wieder denkst und diesen noch mit einem Gefühl verknüpfst (z. B. Angst) dann wird dieser zu einer gefühlten inneren Realität und einem inneren Abdruck (ähnlich dem Nagel-Bild).

Die entscheidende Frage ist also: Worauf richtest Du Deine Aufmerksamkeit? Das ist nicht zu verwechseln mit positivem Denken. Es geht hierbei nicht darum, dass Du Dir immer wieder einen vermeintlich positiven Satz vorsagst, sobald Du wahrnimmst, dass Du destruktive Gedanken hast. Es geht darum, achtsam zu werden, worauf Du Deine Aufmerksamkeit richtest. Wählst Du das, was Dir Sorgen macht, Mangel kreiert oder Dich nervt? Oder richtest Du Deine Aufmerksamkeit auf das, was Dich nährt?

2. Wie groß ist Dein JETZT?
Die zweite wichtige Frage beschäftigt sich damit, wie groß Dein JETZT ist, d. h. wie groß die Zeitspanne ist, in der Du lebst. Während Kinder noch ein sehr kleines Jetzt haben und von Moment zu Moment im Spielen versinken können, haben die meisten erwachsenen Menschen ein sehr großes Jetzt. Wie zeigt sich ein großes Jetzt? Es zeigt sich z. B. dadurch, dass:

·         Du schon morgens daran denkst, was Du bis abends alles erledigt haben musst
·         Du Dir heute Gedanken darüber machst, wie das Treffen mit der Freundin nächste Woche wird
·         Du in der Vergangenheit lebst und gedanklich z. B. bei der Besprechung mit Deinem Chef letzte Woche oder bei dem schönen Wochenendausflug vor 3 Tagen bist
·         Du bereits gedanklich im Urlaub bist, der in 3 Monaten ansteht
·         etc.

Das Jetzt ist bei vielen Menschen sehr groß, sodass sie in Tagen, Monaten oder sogar Jahren denken.

Die Sache ist die: Du kannst nicht mehr ändern, was in der Vergangenheit passiert ist, denn es ist schon vorbei. Du kannst auch nicht das ändern, was in der Zukunft liegt, denn es ist noch nicht da. Wenn Du in der Vergangenheit oder in der Zukunft bist, bist Du nicht im Hier und Jetzt präsent. Stattdessen gibst Du Deine Kraft an die Vergangenheit oder die Zukunft ab, die Du nicht kontrollieren kannst. Der einzige Moment, in dem Du wirklich Kraft hast, ist im Hier und Jetzt.

Du kannst als Erinnerung für das Jetzt einen kleinen Stein in Deine Hosentasche tun. Drücke mehrmals am Tag auf den Stein. In dem Moment, wo Du den Stein berührst und den Druck an Deinem Finger spürst, da ist das Jetzt. Minimiere Dein Jetzt auf diesen Moment. Sei präsent und wach in diesem Moment. Nur dort hast Du Kraft. Das Leben passiert Hier und Jetzt, nicht morgen, nicht übermorgen oder letzte Woche. Nur Hier und Jetzt. Mit dieser Wachheit kannst Du dann auch Veränderung vornehmen im Hier und Jetzt. Sobald Du in diesem Moment präsent bist und eine Situation vorfindest, die für Dich nicht funktioniert, kannst Du deklarieren, dass jetzt etwas völlig anderes möglich ist, als das.

Das wiederum bringt uns zur dritten Frage.

3. Was ist für Dich wirklich stimmig?
Wenn Du im Hier und Jetzt präsent und damit in Deiner Kraft bist, stellt sich die Frage, was für Dich genau in diesem Hier und Jetzt stimmig ist.

·         Ist es stimmig, das zu tun, was Du gerade tust?
·         Nährt Dich das, was in diesem Moment ist?
·         Folgst Du in diesem Moment Deiner Freude oder einer vermeintlichen Verpflichtung, die Dir keinen Spaß bringt?
·         Was inspiriert Dich jetzt?
·         Worin besteht jetzt die Notwendigkeit? (Was wird in diesem Moment gebraucht, entweder von Dir oder von anderen).

Um dem zu folgen, was für Dich wirklich stimmig ist, kann es notwendig sein, zunächst einmal die Dinge auszumisten, die für Dich nicht mehr stimmig sind. Bist Du beispielsweise Verpflichtungen eingegangen, hinter denen Du nicht mehr stehst und die Dir keine Freude mehr bereiten (z. B. Mitgliedschaft in irgendeinem Verein, eine Wohnung, in der Du Dich nicht wohl fühlst, die Übernahme von Aufgaben, die Dich eigentlich nerven, etc.)?

An welchen Dingen in Deinem Leben hältst Du fest, obwohl sie nicht mehr zu Dir gehören, Dir nicht gut tun und alles andere als stimmig für Dich sind? Wie viel unnötigen Ballast schleppst Du mit Dir rum?

Beginne damit, in Dich hinein zu spüren, was sich für Dich stimmig anfühlt, was Dir entspricht und was Dich nährt. Dann fang an, Platz für das zu schaffen, indem Du mit den Dingen aufhörst, die Dich nicht mehr nähren.

Vielleicht sagst Du jetzt: „Das ist leichter gesagt, als getan“. Nun, niemand hat gesagt, dass es leicht ist. Und zieh einmal in Betracht, dass es möglicherweise leichter ist, als Du denkst und Du Dir nur zu viele Gedanken darüber machst, wie das denn gehen soll. Denke nicht darüber nach. Fang einfach in kleinen Schritten an, zu experimentieren. Die einzige Frage ist, ob Du mehr Energie, Fluss und Lebensfreude in Deinem Leben haben möchtest oder nicht.

Frederic Dodson hat in seinem Buch Reality Creation Coaching einmal ein schönes Beispiel gegeben. Er saß mit einem Klienten auf einer Parkbank und fragte diesen: „Was würdest Du jetzt am liebsten tun?“ Der Klient, der selbständig war, sagte: „Nun, ich sollte jetzt mal dringend nach Hause gehen und Kundenakquise am Telefon machen“. Federic Dodson sagte: „Das war nicht die Frage. Die Frage war, was Du jetzt am liebsten tun würdest. Was wäre JETZT für Dich stimmig?“ Der Klient schaute in den Park und sagte: „Nun, am liebsten würde ich jetzt da vorne zu dem Baum gehen und die Eichhörnchen füttern, aber das ist ja nicht sehr lukrativ.“ Dodson sagte nur: „Erzähl das mal den Eichhörnchen.“ Also ging der Klient zu dem Baum und fütterte die Eichhörnchen. Eine Frau kam des Weges und sprach ihn an, weil er die Eichhörnchen fütterte. Sie kamen ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass sie die Geschäftsführerin einer großen Firma mit mehreren tausend Mitarbeitern war, die genau den Service brauchte, den der Klient anzubieten hatte. So wurde diese Firma der neue Kunde des Klienten.

Worauf richtest Du im Hier und Jetzt Deine Aufmerksamkeit und was ist für Dich jetzt stimmig?

Herzliche Grüße,
Nicola Nagel


GIB DEINEM LEBEN EINE NEUE RICHTUNG!
www.viva-essenza.com

Montag, 16. April 2018

Wie kraftvoll sind Deine Entscheidungen in Deinem Leben?


Wir tragen eine sehr große Kraft in uns, die in der Hektik des Alltags schnell in Vergessenheit geraten kann: Du kannst WÄHLEN und damit kraftvolle Entscheidungen treffen. Zu wählen und zu entscheiden ist eine der großen menschlichen Kräfte, die uns niemand nehmen kann. Wir schwächen sie jedoch oftmals dadurch, dass wir: 

  1. nur aus dem wählen, was uns angeboten wird
  2. einen Grund für unsere Entscheidung / Wahl angeben
  3. nicht authentisch entscheiden
  4. meinen, die Wahl muss für einen langen Zeitraum Gültigkeit haben.
Vielleicht warst Du schon einmal in einer Situation, oder bist gerade in einer Situation, die scheinbar ausweglos oder alternativlos erscheint und Dich denken lässt, keine Wahl zu haben. Die Frage ist jedoch, wieso meinst Du, keine Wahl zu haben? Wenn Du beispielsweise in ein Restaurant gehst und die Menükarte bekommst, meinst Du dann, Du hättest nur die Möglichkeit, das auszuwählen, was auf der Speisekarte steht? Wenn Du in einer Beziehung steckst, die Dich nicht nährt, meinst Du, Du hättest keine andere Wahl? Meinst Du, nur einen Job machen zu können, der Deinem Ausbildungs- oder Studienabschluss entspricht? Meinst Du Dich so verhalten zu müssen, wie es die gesellschaftliche Norm vorschreibt? Meinst Du, bestimmte Dinge erst tun zu können, wenn Du ein bestimmtes Einkommen hast? Meinst Du, dass Du keine Wahl hast, wenn Du in einem Unternehmen arbeitest, das die Leute durch streng hierarchische Machtstrukturen klein hält und manipuliert? Meinst Du, keine Wahl zu haben, was die politischen Strukturen in Deinem Land angeht? Meinst Du keine Wahl zu haben, was die umwelttechnischen und klimatischen Veränderungen betrifft?

Experiment 1: Wo meinst Du, keine Wahl zu haben?
Schreib einmal auf, in welchen Situationen Du meinst, keine Wahl zu haben. Sei radikal ehrlich. Es kann sich dabei um Situationen aus der Gegenwart, der Vergangenheit oder sogar der Zukunft handeln. Es kann sich um kleine Alltagssituationen oder auch größere Lebenssituationen handeln. Wo hast Du scheinbar keine Wahl?

Wähle aus dem, was nicht angeboten wird
Wir ziehen oftmals nicht in Betracht, dass wir auch aus dem wählen können, was nicht angeboten wird. Wir sind so in gesellschaftliche, bürokratische und wohl begründete Konventionen verstrickt, dass wir nicht merken, wie viele großartige Möglichkeiten an uns vorüberziehen, weil wir nur das sehen, was uns angeboten wird. Zeit, die Scheuklappen abzunehmen. 

Wenn Du wieder einmal meinst, keine Wahl zu haben, dann dreh Dich einmal um Dich selbst und deklariere für Dich, dass Du etwas völlig anderes wählen kannst. Das nächste Mal, wenn Du in ein Restaurant gehst, wähle beispielsweise etwas aus, das nicht auf der Karte steht. Bitte den Kellner, ob sie Deine Wunsch-Komposition zaubern können. Oder sage „Bringen Sie mir etwas Leckeres“ und lass Dich überraschen, was Du serviert bekommst.

Wenn Du als junger Mensch überlegst, welches Studium Du belegen sollst und Dich viele verschiedene Studiengänge jeweils nur zum Teil anlachen, dann stelle Dir Dein Studium selbst zusammen und wähle das, was Dich inspiriert. Eine junge Trainings-Teilnehmerin hat aus verschiedenen Studiengängen nur einzelne Fächer belegt, zwischen drin in einem Ökodorf gearbeitet und Erfahrung gesammelt, dann wieder einige Fächer studiert und sich so ihr eigenes Lebensstudium zusammengestellt. Bekommt sie dafür ein Zertifikat? Nein, sicherlich nicht. Doch sie möchte sowieso nicht in einem herkömmlichen, hierarchischen Unternehmen arbeiten.

Wenn Du Dir in Deinem Job eine andere Art Arbeitsklima und Miteinander wünscht, wähle es! Es ist Deine Wahl. Du kannst jederzeit beginnen, genau da wo Du gerade bist.

Wenn Du Deine Wahl von den Umständen abhängig machst, dann bist Du Opfer dieser Umstände und machst Dein Leben davon abhängig, ob bzw. wie sich die Umstände verändern. Opfer zu sein ist sehr bequem, denn in dieser Rolle musst Du keine Verantwortung übernehmen, kannst jammern und bekommst Aufmerksamkeit und Mitleid. Ändern tut sich jedoch dadurch nichts. Wenn Du Deine Kraft des Wählens wieder in Besitz nehmen möchtest, dann bedeutet das automatisch, dass Du einen höheren Grad an Verantwortung übernimmst. Du übernimmst Verantwortung, bewusst etwas zu wählen, das Dir entspricht bzw. sich stimmig anfühlt und trägst die Konsequenzen. Wenn Du bewusst wählst, kannst Du somit kein Opfer mehr sein. Das ist der Preis.

Wählen ohne Grund
Das Wählen ist deshalb auch eine so große menschliche Kraft, weil wir jederzeit ohne Grund wählen können. Die Kraft ist bei vielen Menschen jedoch dadurch geschwächt, dass sie fortwährend Gründe für ihre Wahl oder Entscheidung angeben. Das betrifft einerseits Alltagssituationen wie z. B. „Ich gehe heute nicht joggen, weil es regnet“ oder „Ich gehe heute Abend nicht aus, weil ich müde bin.“ oder „Ich fahre diesen Weg zur Arbeit, weil ich ihn immer fahre“ oder „Ich halte im Job lieber meinen Mund, weil ich dann keinen Ärger bekomme.“

Andererseits betrifft es auch größere Entscheidungen, wie z. B. „Ich kaufe dieses Auto, weil ich mobil sein muss und die Marke mag“ oder „Ich arbeite in dem Konzern, weil ich das Geld zum (Über-)Leben brauche“. Wir geben ständig Gründe für unsere Wahl an. Das ist nicht verwunderlich; schließlich werden die Menschen von den Medien den ganzen Tag mit Gründen manipuliert, um sich für bestimmte Produkte zu entscheiden. Vielleicht hast Du auch schon einmal fadenscheinige Gründe angegeben, weil Du nicht authentisch die Wahrheit sagen wolltest. Wenn Du beispielsweise abends zum Grillen mit Freunden eingeladen warst und Du partout keine Lust hattest, hast Du da schon einmal eine Ausrede erfunden? (z. B. „Ah… Du… Ich muss für morgen noch dringend etwas fertig machen. Ich kann leider nicht.“)

Experiment 2: Wo, wann und gegenüber wem gibst Du automatisch Gründe an?
Mach Dir einmal bewusst, wann und wie oft Du automatisch Gründe für Deine Wahl angibst.
Schreibe die Situationen am besten auf. Dann beginne damit, den Automatismus zu durchbrechen und keine Gründe mehr anzugeben. 

Was ist der Hintergrund, keinen Grund mehr anzugeben? Nun, wenn Du einen Grund für Deine Wahl angibst, wer hat dann die Kraft? Wenn Du beispielsweise sagst: „Ich gehe heute nicht joggen, weil es regnet“, wer hat dann die Kraft? …Der Grund hat die Kraft. In dem Moment, wo Du Gründe für Deine Wahl bzw. Deine Entscheidung angibst, hat der Grund die Kraft. Wenn Du – um beim genannten Beispiel zu bleiben – nur sagst: „Ich gehe heute nicht joggen.“, wer hat dann die Kraft? Richtig, dann bleibt die Kraft bei Dir.

Es geht nicht darum, dass Du ab sofort nie wieder Gründe angibst. Wenn Du eine Entscheidung triffst, ohne Grund wählst und Dich dann jemand nach dem Warum fragt, geht es nicht darum, die andere Person vor den Kopf zu stoßen und keinen Grund zu nennen. Es geht vielmehr darum, den Automatismus zu durchbrechen und Deine Kraft von den Gründen wieder bewusst zurück zu holen. (Kinder können das übrigens großartig. Auf die Frage „Warum machst Du das?“ sagen sie oft nur „Darum!“). Wenn Du also die nächste Einladung zum Grillen bekommst und nicht hingehen möchtest, probiere einmal folgende Variante: „Vielen Dank für die Einladung. Toll, dass Du an mich denkst. Ich bin diesmal jedoch nicht dabei.“ Punkt. Kein Grund. Am Anfang fühlt es sich möglicherweise komisch an, keine Gründe mehr anzugeben. Vielleicht musst Du Dir sogar bewusst auf die Lippen beißen, damit der Grund nicht automatisch rauskommt. Übe es jedoch weiterhin, bis Du den Automatismus durchbrochen hast und Du wirst merken, wie viel Kraft und Energie Du zurück bekommst.

Aus dem zu wählen, was nicht angeboten wird und ohne Grund zu wählen kann beängstigend sein. Wenn Du als Kind in der Schule Deine Hausaufgaben vergessen hattest und einen großartigen Grund erfinden konntest, bist Du wahrscheinlich glimpflich davon gekommen. Wenn Du hingegen nur gesagt hast „Ich habe sie nicht gemacht“, hast Du möglicherweise einen Eintrag ins Klassenbuch bekommen und bist somit bestraft worden.

Was sollen die Familie, der Partner, die Freundin, die Kollegen, der Chef oder die Nachbarn denken, wenn Du plötzlich neue Dinge ohne Grund tust und damit aus der Norm fällst? Lass sie denken, was sie wollen. Sie werden es möglicherweise gar nicht merken. Sollten sie auf Deine Entscheidung hin einen Grund brauchen, werden sie schon nach dem Warum fragen. Falls übrigens jemand ein Problem mit Deiner Wahl hat, dann lass die Person ihr Problem haben. Es ist nicht Dein Problem. Diese Person hat lange dafür gearbeitet, um dieses Problem zu haben, also rette sie nicht, indem Du Dich ihretwegen umentscheidest.

Alte Muster zu durchbrechen kann zunächst beängstigend sein, denn Du weist manchmal nicht, wie Du Dich im neuen Modus bewegen sollst. So fühlt es sich einfach an. Die gute Nachricht ist: Angst ist Angst, das Gefühl des Magiers, der aus dem Nichts Neues entstehen lässt. Nutze die Angst  - entgegen gesellschaftlicher Normen, die Angst als schlecht bezeichnen - als inneres Navigationssystem, das Dir klar anzeigt, dass Du Dich auf ungewohntes Terrain begibst. Dann vertraue der Angst und gehe mutig voran.

Wähle authentisch
Die dritte Komponente, die Deine Entscheidungen wirklich kraftvoll sein lässt, ist Deine Authentizität. Wenn Du Dinge wählst, hinter denen Du nicht stehst, dann kommt der Bumerang früher oder später zurück und Du bist unzufrieden, genervt oder gar unglücklich.

Experiment 3: Wo bzw. wann hast Du nicht authentisch gewählt?
Ein etwas gefährlicheres Experiment besteht nun darin, dass Du einmal aufschreibst, wo Du nicht authentisch gewählt hast. Wo hast Du JA gesagt, aber meintest NEIN. Wo hast Du Dich für etwas entschieden, obwohl Du es nicht wolltest oder umgekehrt? Wo hast Du vielleicht aus einem inneren Druck heraus gemeint, Du müsstest Dich sofort entscheiden bzw. eine der vorhandenen Optionen wählen, obwohl es sich für Dich nicht stimmig angefühlt hat? Warum hast Du indem Moment Deine innere Weisheit verleugnet (und Dich möglicherweise direkt danach geärgert, dass Du Dich so entschieden hast)? Diese Frage ist gefährlich. Sie berührt möglicherweise Dein Innerstes. Gleichzeitig geht es darum, Dir genau diesen Punkt aufrichtig einzugestehen und den Schmerz darüber zu spüren, dass Du bei einigen Entscheidungen nicht authentisch warst. Denn nur wenn Du Dir Deine eigene Inauthentizität eingestehst, kannst Du authentisch werden.

Du hast jetzt neue Möglichkeiten. Du kannst wählen, ab sofort nur noch authentisch zu wählen. Ohne Grund. Du kannst selbstverständlich jederzeit aus dem wählen, was angeboten wird, wenn es sich für Dich stimmig anfühlt. Wenn Du jedoch verschiedene Optionen zur Auswahl hast und sich keine stimmig anfühlt, dann wähle die Option, die nicht angeboten wird. Entscheide Dich dafür nicht Opfer der Umstände, sondern Magier der Möglichkeiten zu sein. Nutze Deine Angst, um eine neue Option zu erschaffen. Es liegt in Deiner Hand. Bist Du bereit, Deine Entscheidungen kraftvoll und authentisch zu gestalten?

Sei Magier der Möglichkeiten anstatt Opfer der Umstände
wähle aus dem, was nicht angeboten wird – authentisch - ohne Grund

Wähle im Hier und Jetzt
Entscheidend ist zudem, dass Du bei Deiner Wahl im Hier und Jetzt präsent bist, d. h. zentriert und bei Dir. Es geht nicht um gestern, es geht nicht um morgen. Oftmals haben Entscheidungen keine Kraft, weil wir zu sehr mit den Eventualiäten beschäftigt sind, mit den Umständen, die sich möglicherweise verändern könnten. Wenn Du versuchst, alle möglichen Entwicklungen zu berücksichtigen und eine Entscheidung zu treffen, die die nächsten 10 oder 20 Jahre Gültigkeit hat, dann gibst Du Deine Kraft wieder an die Umstände und an die Zukunft ab. Du kannst nicht wissen, wie sich die Dinge entwickeln werden. Du kannst jedoch immer wieder neu wählen und entscheiden, konkret alle 3 Sekunden – jeden Moment. Dabei geht es nicht um Willkür oder Beliebigkeit. Es geht darum, dass Du präsent und aufmerksam wirst, für das was ist. Du wählst im Hier und Jetzt, was für Dich authentisch und stimmig ist. Entsprechend trägst Du die Konsequenzen. Wenn Du dann nach 4 Wochen oder 3 Monaten feststellst, dass der Weg nicht mehr stimmig ist, wählst Du wieder neu. Mach Dir bewusst, dass Du jedem Moment eine neue Wahl treffen kannst. Jetzt…und jetzt…und jetzt…Das ist Deine Kraft.

Falls Du dazu tendierst, Schwierigkeiten beim Wählen zu haben und Dich nicht entscheiden zu können, ist es hilfreich, Deine Wutkraft in Besitz zu nehmen. Um klar und authentisch zu wählen, brauchst Du die Wut als sogenannte Kriegerkraft. Sie ist dazu da, um Entscheidungen zu treffen, Klarheit zu schaffen, Grenzen zu setzen, Ja und Nein zu sagen, etc.; alles Aspekte, die beim Wählen und Entscheiden relevant sind.
 
Im Folgenden findest Du als Übersicht die Landkarte der Kraft des Wählens.


Herzlich kraftvolle Grüße, 
Nicola Nagel

GIB DEINEM LEBEN EINE NEUE RICHTUNG!
www.viva-essenza.com

Donnerstag, 15. März 2018

12 Alltags-Werkzeuge auf dem Weg zu außergewöhnlicher Beziehung


Hast Du Dich einmal bewusst in verschiedenen Momenten Deiner Beziehung gefragt, mit welchem Teil Deines Partners/Deiner Partnerin Du gerade in Beziehung bist? Und nicht nur das, sondern auch welchen Teil von Dir selbst Du gerade in die Beziehung einbringst? Vielleicht stutzt Du jetzt und fragst Dich „Wieso, mit welchem Teil? Ich bin ich und er ist er bzw. sie ist sie.“ Es lohnt sich jedoch, diese Frage einmal ernsthaft zu betrachten und zwar nicht nur einmal, sondern idealerweise mehrmals am Tag, um zu vermeiden, gewöhnliche Beziehung zu erschaffen.

Um außergewöhnliche Beziehung erschaffen zu können, ist es notwendig, dass Du Klarheit über die unterschiedlichen Teile hast, die am Steuer Deiner Beziehung sitzen können und die gänzlich unterschiedliche Absichten verfolgen:

  1. Dein Ego (auch genannt Deine Box, Deine Weltsicht, Deine Identität)
  2. Dein Sein


Welcher Teil sitzt am Steuer?
Um herauszufinden, welcher Teil die Oberhand hat, beantworte einmal folgende 12 Fragen:

  1. Wenn Du mit Deinem Partner sprichst, hast Du da gerne recht und stellst Dinge richtig?

  1. Findest Du Dich gelegentlich oder auch öfter in Streits, Beschuldigungen oder Diskussionen mit Deinem Partner wieder?

  1. Wenn er /sie Dir etwas erzählt, dass Dich nicht interessiert, rollst Du da (wenn auch nur innerlich) mit den Augen oder überlegst in Gedanken schon einmal, was Du noch alles auf Deiner ToDo Liste hast?

  1. Sammelst Du Grollpunkte, weil Dein Partner die Dinge nicht so sieht oder tut, wie Du es gerne hättest? (z. B. seine Sachen wegräumen, im Haushalt helfen, den Autoschlüssel dahin legen, wo er doch immer liegt, o. ä.).

  1. Hast Du Erwartungen an Deinen Partner und lässt Du ihn spüren, wenn er sie nicht erfüllt? (Er/Sie kann es Dir einfach nicht recht machen).

  1. Fallen Dir immer wieder wichtige Dinge ein, die Du erst noch erledigen musst, wenn eigentlich die Gelegenheit da wäre für Nähe und Intimität (fällt Dir dann z. B. ein, dass Du noch 3 Emails schreiben, 5 WhatsApp Nachrichten beantworten oder den Müll raustragen wolltest?).

  1. Verausgabst Du Dich in Deinem Job oder auch in der Freizeit so sehr, dass Du in allen Körpern (vor allem dem physischen, aber auch dem emotionalen, intellektuellen und energetischen Körper) müde und erschöpft bist, sodass Du gar keine Muße mehr hast, um die gemeinsame Zeit mit Deinem Partner wirklich genießen zu können?

  1. Wenn Du eine Frau bist: Beschwerst Du Dich bei Deinem Mann, dass er nicht genauso zuhört, wie Deine Freundin und stattdessen sofort mit Lösungsvorschlägen kommt?
Wenn Du ein Mann bist: Bist Du genervt, weil Deine Partnerin nicht auf den Punkt kommt, sondern stattdessen mehrere Themen gleichzeitig erzählt, oder aber ein Thema viel zu ausschweifend ausführt?

  1. Beschuldigst Du Deinen Partner gelegentlich für alles, was schief läuft und was nicht erledigt ist.

  1. Hoffst Du, dass Dein Partner Deine unerfüllten Bedürfnisse aus der Vergangenheit stillt? (z. B. den früheren Mangel an Liebe, Aufmerksamkeit, Wertschätzung, etc.)

  1. Wenn Dein Partner einen roten Knopf bei Dir drückt, reagierst Du dann sofort aus dieser Emotion heraus und verfällst in eine Diskussion, in einen Streit, in Schmollen oder Rückzug?

  1. Führst Du in Deinem Kopf wiederholt Dialoge, wie dumm Dein Partner ist, was er/sie wieder alles falsch gemacht hat und dass er möglicherweise nie begreifen wird, was Du tatsächlich brauchst (denn dass müsste er doch eigentlich spüren bzw. in Deinen Augen lesen, oder?)?

Hast Du eine oder mehrere Fragen mit JA beantwortet? Dann erschaffst Du möglicherweise gewöhnliche Beziehung, weil Deine Box/Dein Ego am Werk ist. Sobald Dein Partner etwas sagt, das Dich triggert und Du an den Haken gehst, reagiert bereits Deine Box. Die Box besteht aus Meinungen, Erziehung, kulturellen und religiösen Prägungen, Geschichten, Vorurteilen, gesellschaftlichen Normen und Regeln, Erfahrungen, etc. Der höchste Zweck der Box ist Schutz, Kontrolle und Überleben, d. h. Dein Ego bzw. Deine Box tut alles dafür, um die Dinge so zu belassen, wie sie sind und keine Verantwortung zu übernehmen. So kannst Du in der bequemen Komfortzone bleiben. Das ist nicht gut und nicht schlecht, es ist einfach der Mechanismus der Box. Gleichzeitig produziert dieser Mechanismus jedoch bestimmte Resultate, die auf dem Weg zu außergewöhnlicher Beziehung hinderlich sind.

Die gute Nachricht ist:

Du hast eine Box/ein Ego, doch Du bist nicht Deine Box /Dein Ego.

Wir sind jedoch häufig so mit unserer Box und ihren ganzen Eigenschaften identifiziert, dass wir meinen, wir sind die Box, wir sind unsere Weltansicht, wir sind unsere Glaubenssätze. Somit sind auch oftmals die Boxen in Beziehung, was jedoch letztendlich nur gewöhnlicher Beziehung erlaubt.

Zum Glück gibt es da noch einen anderen Teil: Das Sein.

Das Sein ist die Essenz eines jeden Menschen; der Teil, der sogenannte helle Seins-Qualitäten hat, die jenseits antrainierter Muster, Glaubenssätze und Erfahrungen liegen. Seins-Qualitäten spiegeln sich oft in Prinzipien wie Güte, Liebe, Gelassenheit, Begeisterung, Miteinander, Entwicklung, Großzügigkeit, Klarheit, Disziplin, Teamwork, Vielfalt, Kreativität, etc. wider. Jeder Mensch hat ganz individuelle Seins-Qualitäten.



12 Beispiele, um in den Miteinander-Sein-Modus zu wechseln
Um mit Deinem Partner / Deiner Partnerin außergewöhnliche Beziehung zu erschaffen, ist es hilfreich, dass Du in den Miteinander-Sein-Modus kommst. Hier 12 Alltagsbeispiele, wie das gelingen kann:

  1. Wenn Du Dich in einem Gespräch mit Deinem Partner ertappst, dass Du gerne recht haben möchtest, halte inne und erinnere Dich an folgenden Satz „Entweder Du hast recht, oder Du bist in Beziehung“. Beides gleichzeitig geht nicht. Ein Anführer in Beziehung ist der, der zuerst runterkommt von seiner Position. Hör auf, zu kämpfen! Gib Dein Rechthaben und Besserwissen auf, das einfach nur ein Überlebens-Kontroll-Mechanismus Deiner Box ist.

  1. Sei ein JA für Deinen Partner. Damit ist gemeint, dass Du einmal schaust und radikal ehrlich bist, wie oft und in welchen Situationen Du ein NEIN bist und dann zu einem JA wechselst (sagst Du z. B. oft nein, wenn er einen Vorschlag macht?). Wenn Du oft ein Nein bist, schau Dir den Film „Der Ja-Sager“ mit Jim Carrey an.

  1. Wenn er/sie Dir etwas erzählt, dass Dich nicht interessiert, fokussiere Dich auf die Begeisterung mit der er/sie erzählt oder auf eine andere Qualität, die in ihm/ihr steckt. Entdecke die Seins-Qualität in ihm/ihr. Du kannst die Seins-Qualitäten in den Augen lesen.

  1. Jeder noch so kleine Grollpunkt verhindert Nähe und Intimität. Hab den Mut, Dich verletzlich zu zeigen und Deine Grollpunkte direkt anzusprechen und zu klären, damit Ihr weiter miteinander sein könnt.

  1. Bleibe komplett bei Dir, indem Du lernst, zentriert zu sein. So kannst Du Deinem Partner/Deiner Partnerin kraftvoll auf Augenhöhe begegnen, anstatt Dich in Bedürftigkeit und Angepasstheit zu verlieren. Bitte dann authentisch um das, was Du brauchst (anstatt Erwartungen zu haben).

  1. Sei wach und präsent, sodass Du die Gelegenheiten und Türen zu Intimität erkennen kannst. Anstatt noch vermeintlich wichtige Alltagsdinge zu erledigen, deklariere, dass die weitaus wichtigste Sache für Dich der Raum von Intimität und Liebe ist. Dann genieße den freien Abend mit Deinem Mann/Deiner Frau.

  1. Achte auf Dich, Deinen Körper, Deine Ernährung und schau, dass Du genug Ruhephasen für Dich hast, damit Du in der gemeinsamen Zeit, die Ihr miteinander verbringt, fit und ausgeruht bist. Ein ständig müder und ausgelaugter Partner ist nicht sehr sexy. Zieh in Betracht, dass Dein Gremlin – der König Deiner eigenen Unterwelt, Dein innerer Schweinehund – arbeiten und erschöpft sein als großartige Möglichkeit inszeniert, um tiefe Intimität und Nähe zu vermeiden.

  1. Nutze sogenanntes Entdeckungszuhören, d. h. wenn Dein Partner Dir etwas erzählt, lenke Dein Ohr bewusst z. B. auf das Prinzip Liebe. Höre zwischen den Zeilen, wo er/sie sagt „Ich liebe Dich“ (wenn er Dir beispielsweise erzählt, dass er wie versprochen noch die Getränke eingekauft hat oder die Heizung repariert hat, zieh einmal in Betracht, dass er das aus Liebe gemacht hat, damit Du versorgt bist bzw. Ihr es warm habt.)

  1. Wertschätze Deinen Partner/Deine Partnerin so oft es geht. Was schätzt Du an ihm/ihr? Bedanke Dich für die vielen kleinen Dinge, die er/sie jeden Tag tut (auch wenn es so etwas ist, wie die Spülmaschine ausräumen).

  1. Nimm Deine Gefühle (Wut-Freude-Traurigkeit-Angst) wieder in Besitz und teile Dich authentisch verletzlich mit, was Du fühlst, anstatt oberflächlich über Alltagslogistik zu sprechen. Beginne mit dem Satz „Ich fühle ich wütend/ängstlich/traurig/froh, weil…“.

  1. Lerne, Deine Wut-Kraft zu nutzen, um Gefühle von Emotionen zu unterscheiden. Sobald Dein Partner etwas sagt oder tut und damit einen roten Knopf bei Dir drückt, atme erst ein paar Mal ruhig weiter. Finde die Lücke. Vermeide, sofort aus der Emotion heraus (die oft auf alten Erlebnissen oder Entscheidungen basiert) zu reagieren. Es könnte helfen, zunächst den Satz zu sagen „Moment, ich bin am Haken. Das hat nichts mit ihm/ihr zu tun.“ Dann teile mit, dass Du gerade am Haken bist. Wenn Du feststellst, dass er/sie Dich immer wieder mit einem Thema an den Haken nehmen kann, kümmere Dich darum, dass Du das Thema bei Gelegenheit angehst und für Dich löst.

  1. Achte auf Deine Gedanken! Sobald Du merkst, dass Du Deinen Partner/Deine Partnerin in Gedanken zum Idiot machst, schlage sofort eine neue Richtung ein. Stelle innerlich ein STOP-Schild auf (oder einen ganzen Schilder-Wald) und finde mindestens eine Sache, die Du an ihm/ihr wertschätzt. Selbst wenn Du ihn/sie nur gedanklich zum Idioten machst, wird es energetisch sofort Auswirkung auf Deine Beziehung haben.

Paar-Experiment im Miteinander-Sein
Und hier noch ein Experiment im Miteinander-Sein, das Du mit Deinem Partner/Deiner Partnerin machen kannst:

Setzt Euch gegenüber voneinander hin (idealerweise ohne Tisch dazwischen), jedoch so, dass Ihr Euch nicht berührt. Nun deklariert Ihr 10 Minuten Seins-Zeit. Während dieser 10 Minuten schaut Ihr Euch in die Augen. Fokussiere Dich dabei am besten auf ein Auge Deines Gegenübers. Es geht bei dem Experiment nicht um Starren, oder darum, wer länger schauen kann oder den anderen zum Lachen bringt. Es geht darum, den anderen in seinem Sein zu sehen und sich selbst sehen zu lassen.
 

Versuche den Modus zu wechseln von „eine Beziehung HABEN“ zu „in Beziehung SEIN“ und sieh Deine Beziehung als einen Raum voller Möglichkeiten, wo Verbindung, Entwicklung, Integrität, Fluss, tiefes Teilen, Leichtigkeit, Liebe, Humor und Intimität entstehen dürfen. Niemand hat gesagt, dass dies einfach ist. Beziehung ist ein bewusster, fortwährender Akt nichtlinearen Kreierens. Die Frage ist: bist Du bereit, Verantwortung zu übernehmen, mehr und mehr in den Seins-Modus zu wechseln,  um achtsam und präsent authentische und außergewöhnliche Beziehung zu erschaffen?

Viel Freude beim Experimentieren!

Herzliche Grüße, 
Nicola Nagel


GIB DEINEM LEBEN EINE NEUE RICHTUNG!
www.viva-essenza.com