Donnerstag, 12. November 2015

Thema Beziehung: Durch wessen Augen siehst Du Deinen Partner?



Hast Du Dir einmal Gedanken gemacht, durch wessen Augen Du Deinen Partner siehst? Die meisten mögen jetzt vielleicht antworten „Ist doch klar, durch meine!“. Doch interessanterweise sehen wir unseren Partner oftmals genau nicht durch unsere eigenen Augen, sondern durch die Augen unserer Mutter, unseres Vaters, oder anderer Autoritätspersonen und Rollenvorbilder. Das kann sehr schnell dazu führen, dass Du gewöhnliche Beziehung mit Reibereien, Streit, kleinen oder großen Dramen erschaffst und dadurch Nähe, Intimität und Vertrautheit zerstörst. Doch was bedeutet es konkret, den Partner nicht authentisch und neutral mit eigenen Augen zu sehen, sondern durch die Augen einer anderen Person?

Hier ein Beispiel: Vor einiger Zeit berichtete mir eine Mutter von zwei Kindern, dass sie mit ihrem Mann immer wieder aneinander geriet, sie ständig Meinungsverschiedenheiten hatten und stritten, obwohl sie sich doch eigentlich nur nach einer erfüllenden und nährenden Beziehung sehnte und auch versuchte daran zu arbeiten. Trotzdem fand sie sich wieder, wie sie direkt morgens nach dem Aufwachen ihrem Mann gegenüber zu allererst erwähnte, was er noch nicht erledigt hatte, falsch gemacht hatte usw. Es war wie ein automatisches Programm, das ablief und mit dem sie dafür sorgte, dass sie ihren Mann zum Schwein machte. Auf die Frage, wer ihr weibliches Rollenvorbild in der Kindheit gewesen sei, sagte sie „Meine Mutter“. Auf die nächste, weitaus gefährlichere Frage, wie ihre Mutter ihren Vater gesehen und behandelt habe, wurde es still. Dann antwortete sie: „Sie hat ihn fortwährend klein gemacht und ihn als Versager dargestellt.“ Die Art und Weise mit einem Partner umzugehen, hatte sie als Kind also unbewusst von ihrer Mutter abgeschaut und abgespeichert, sodass sie ihren eigenen Mann nun durch die Augen ihrer Mutter sah und die besagte Haltung, die ihre Mutter gegenüber ihrem Vater gezeigt hatte, kopierte. Die junge Frau konnte bis dahin die zahlreichen Kleinigkeiten, die ihr Mann täglich erledigte, gar nicht sehen. Sie sah weder, dass er sich liebevoll mit den Kindern beschäftigte, noch dass er im Haushalt half. Stattdessen sah sie, dass er beim gemeinsamen Kochen, die leere Verpackung auf der Arbeitsplatte stehen ließ und der kleinen Tochter die „falschen“ Socken anzog. Dieses  Beispiel ist nur eines von vielen und trifft übrigens für Männer und Frauen gleichermaßen zu.

In der Kindheit orientieren wir uns naturgemäß an Autoritätspersonen, die meist Rollenmodelle darstellen. In Bezug auf Beziehung orientieren sich Männer und Frauen häufig an der Mutter als weibliches Rollenmodell bzw. am Vater als männliches Rollenmodell. Anstatt unseren Partner mit neutralen Augen anzuschauen und ihn für das anzuerkennen, was er ist, projizieren Männer wie Frauen oftmals das Verhalten ihrer Eltern auf den Partner.

Mutter als weibliches Rollenvorbild:
Je nachdem, wie Deine Mutter agiert hat, kann es sein, Du unterschiedliche Dinge übernommen hast. Es gibt diesbezüglich sicherlich viele verschiedene Facetten. Im Folgenden werden daher nur die beiden Extreme dargestellt:

1.    Wenn dein Vater dominant – vielleicht sogar aggressiv und gewalttätig – war, Deine Mutter Dir ihre Sichtweise der Dinge geschildert hat und das Verhalten des Vaters als negativ bewertet hat, um Dich auf ihre Seite zu ziehen, dann hat sie dich dahingehend manipuliert, Deinen Vater durch ihre Augen zu sehen. Wenn Deine Mutter nie Stellung bezogen hat, sie Dich möglicherweise sogar beschwichtigt hat, wenn Du rebellisch werden wolltest, um nicht den Zorn des Vaters zu erregen, dann hat sie sich komplett angepasst verhalten. Falls Du Dich sehr mit Deiner Mutter identifiziert hast und Dir einer oder mehrere dieser Aspekte bekannt vorkommen, dann könnte Dein unbewusstes Programm sein, dass Du – wenn Du eine Frau bist - in einer Beziehung versuchst, es Deinem Partner permanent recht zu machen. Dann verhältst Du dich möglicherweise angepasst, bist lieb und nett um der Harmonie willen und vermeidest, kraftvoll, zentriert und präsent als erwachsene Frau Deinem Partner gegenüber zu treten und Grenzen zu setzen. Möglicherweise ziehst Du dann sogar einen Mann an, der die Verhaltensweise Deines Vaters zeigt, damit Du unbewusst Dein „nettes-Mädchen-Muster“ weiter bedienen kannst.

Bist Du ein Mann, so könnte es sein, dass Du Dich daran gewöhnt hast, dass Frauen klein Beigeben und alles tun, um es Männern recht zu machen und sie nicht zu provozieren. Möglicherweise hast Du dadurch die unbewusste Annahme getroffen, dass Frauen schwach und sehr leicht manipulierbar sind.

2.    Wenn Deine Mutter hingegen der Ansicht war, dass Dein Vater ein Waschlappen, fauler Hund oder Verlierer sei und dies in Deinem Beisein immer wieder zum Ausdruck gebracht hat, indem Sie ihn z. B. belächelt, beschuldig, klein gemacht, verspottet, lächerlich oder ähnliches gemacht hat, dann hast Du dieses Muster möglicherweise abgespeichert und projizierst heute als Frau dieses Muster auf Deinen Partner. Dann machst Du eventuell Deinen Partner unbewusst durch Kleinigkeiten zum Schwein, bewertest jede seiner Aktionen in „gut“ und „schlecht“ bzw. „richtig“ und „falsch“, findest genau die Dinge, die er eben „schon wieder“ nicht hinbekommen hat, und rollst mit den Augen, wenn er irgendetwas nicht so macht, wie Du es gerne hättest (z. B. die Socken rumliegen lässt, den Toilettendeckel nicht schließt, Dinge vergisst etc.). Du findest zig Beweise jeden Tag, dass er ein Idiot ist, und lässt ihn das auch entsprechend wissen.

Wenn Du ein Mann bist, könnte eine Auswirkung sein, dass Du die Grundannahme übernommen hast, dass Frauen Männern nichts zutrauen, sie als Feinde ansehen, ständig rumnörgeln und Du es einer Frau nicht recht machen kannst. Möglicherweise spürst Du deswegen eine gewisse Unsicherheit in Gegenwart von Frauen und bist permanent auf Hab-Acht-Stellung. Eventuell ist Dir gegenüber Deiner Partnerin auch schon einmal der Spruch von den Lippen geglitten „Oh man, Du bist genau wie meine Mutter“. Abgesehen davon siehst Du möglicherweise auch Deinen Vater durch die Augen Deiner Mutter und hast ihre Meinung übernommen.

In beiden Fällen hast Du kein Rollenvorbild gehabt, kein lebendes Beispiel dafür, was es bedeutet, den Partner mit Respekt zu behandeln. In beiden Fällen hast Du gelernt als Kind den Vater durch die Augen und Blockaden der Mutter zu sehen. Du hast Deinen Vater nicht neutral gesehen, sondern hattest nur die Projektionen Deiner Mutter auf Deinen Vater als Modell.

Vater als männliches Rollenvorbild:
Auch auf der Vaterseite gibt es sicherlich viele Facetten an Rollenvorbildern. Doch lass uns auch in diesem Fall beispielhaft zwei Extreme betrachten:
1.    Wenn Dein Vater dominant war, die Kontrolle über alles behalten musste, sein Wort Gesetz war, er Deiner Mutter über den Mund gefahren ist und sie in Deiner Gegenwart als inkompetent oder dumm dargestellt hat, dann siehst Du – wenn Du ein Mann bist – Deine Mutter und auch Deine Partnerin möglicherweise durch die Augen Deines Vaters. Da er Dein männliches Rollenvorbild für Beziehung war, dirigierst Du möglicherweise Deine Partnerin genauso durch die Gegend, sagst ihr, was sie tun und lassen soll und sorgst unbewusst dafür, dass sie nicht in ihre Kraft kommt. Wenn Du Dich mit Deinem Vater identifiziert hast und er sich in Deiner Gegenwart abwertend über Deine Mutter geäußert hat, dann hast Du möglicherweise nicht gelernt, was es bedeutet, eine Frau wirklich respektvoll zu behandeln.

Wenn Du Als Frau sehr mit Deinem Vater identifiziert warst, könntest Du den Eindruck gewonnen haben, dass Du es Männern nicht recht machen kannst und hast deswegen möglicherweise immer die Frage im Hinterkopf, ob Du gut genug für einen Mann bist. Möglicherweise hast Du auch eine ganz andere Annahme getroffen, nämlich dass Männer dominant und aggressiv sind. Falls Deine Mutter es damals geschafft hat, Dich auf ihre Seite zu ziehen oder Du selbst entschieden hast, Dich auf ihre Seite zu stellen, könnte es sein, dass Du unbewusst einen gewissen Männerhass entwickelt hast, der sich heute gleichermaßen unbewusst über Deine Energie im Zusammensein mit Männern ausdrückt (z. B. indem Du kleine, ironische Witze über Männer reißt oder ihnen Gemeinheiten an den Kopf schmeißt).

2.    Hattest Du hingegen einen Vater, der keine Grenzen setzen konnte, eher weich und zurückhaltend war, sich komplett aus dem Geschehen herausgezogen hat und in Deinem Beisein wiederholt nur ein ignorantes „Jaja“ zu Deiner Mutter gesagt hat oder sie im Extremfall als „Drachen“ bezeichnet hat, den man einfach fauchen und reden lassen sollte, dann siehst Du – wenn Du ein Mann bist - möglicherweise Deine Partnerin heute genau durch diese Augen. Das kann dazu führen, dass Du ihr nicht zuhörst, wenn sie etwas erzählt oder Du sie vor die Wand laufen lässt, wenn sie Deine Meinung oder einen Ratschlag von Dir braucht. Wenn Du Dich mit Deinem Vater identifiziert hast, kann eine Auswirkung zudem sein, dass Du nicht mit Deiner archetypischen, männlichen Kraft verbunden bist, weil Dein Vater Dir nicht gezeigt hat, was das bedeutet. Möglicherweise kannst Du deswegen keine Grenzen setzen, keine klaren Entscheidungen treffen und nicht voller Energie und Tatendrang im Leben stehen.

Bist Du eine Frau und hattest einen starken Bezug zu Deinem Vater, so könnte dieses väterliche Rollenmodell Dich veranlasst haben zu glauben, dass Männer sowieso nicht zuhören können und sich aus dem Staub machen (physisch oder energetisch), wenn es drauf ankommt. Eventuell siehst Du auch Deine Mutter nicht neutral, sondern durch die Augen Deines Vaters.

Dieses Thema ist fast zu komplex, um es in einem kurzen Artikel zu betrachten. Es gibt wie gesagt noch viele weitere Facetten dieser beschriebenen Extreme und darüber hinaus weitere Einflussfaktoren, die die Basis dafür bilden, wie wir Beziehung leben und mit unserem Partner sind. Trotzdem ist es lohnend, sich darüber einmal Gedanken zu machen, woher Du Deine Verhaltensweisen in Beziehung kopiert oder erlernt hast. Sobald wir eine subjektiv gefärbte Sichtweise über den Vater oder die Mutter vermittelt bekommen haben, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass wir unseren Partner bzw. unsere Partnerin durch die gleiche Brille sehen und genau die gleichen Muster auf sie projizieren.
Nur wenn wir zwei Elternteile hatten, die sich gegenseitig mit Respekt behandelt haben, haben wir die Möglichkeit unseren Partner ebenfalls mit Respekt zu behandeln.

Das Interessante ist, dass viele Menschen oftmals Partner wählen, die ihren eigenen Eltern entsprechend ähneln, selbst, wenn die Eltern kein Vorbild für außergewöhnliche und respektvolle Beziehung geliefert haben. Wir ziehen eine Zeit lang genau die Partner an, die uns das spiegeln bzw. mit denen wir unsere jeweiligen Muster und Rollenprogramme abspulen können, bis wir etwas daraus gelernt haben. Deine Box – auch bekannt als Dein Ego, Deine Glaubenssätze, Deine Identität – reproduziert lieber unbewusst das altbekannte, vorgelebte Muster, als sich in unbekanntes, neues Gebiet zu wagen. Wenn Du Dich umschaust, wirst Du mit großer Wahrscheinlichkeit Beziehungen sehen, die alles andere als gesund sind; Beziehungen, in denen sich die Partner gegenseitig beschuldigen, in persönliche, niedere Dramen verstrickt sind oder sogar einer den anderen schlägt. Es lohnt sich daher, wirklich einmal im Detail schonungslos ehrlich zu beschreiben, wie Deine Mutter Deinen Vater und Dein Vater Deine Mutter in Deiner Gegenwart behandelt und dargestellt hat. Das funktioniert gleichermaßen, wenn Du andere Rollenvorbilder hattest.

Experiment: Welches Rollenvorbild hattest Du?
Schreib einmal auf, wer für Dich in Sachen Beziehung Deine Rollenvorbilder waren. Schreibe zusätzlich unter jeden Namen präzise auf, wie dieses vermeintliche Vorbild in Deiner Gegenwart agiert hat und wie sie das jeweils andere Geschlecht dargestellt oder behandelt hat.

Im nächsten Schritt geht es darum, radikal ehrlich zu sein und folgende Frage zu beantworten: Welche dieser Muster und Gewohnheiten projizierst Du heute auf Deinen Partner/Deine Partnerin? Sei ehrlich und schreib es auf. Bewusstheit darüber schafft Klarheit und neue Möglichkeiten für Deine Beziehung.

Es gibt noch einen weiteren Fall, der Beachtung verdient. Wenn Deine Eltern nicht zu einem der oberen Extreme gehörten, könntest Du dazu geneigt haben, Deine Mutter oder Deinen Vater als Ideal gesehen und auf ein Podest gestellt zu haben.

Der Traum vom Ideal
Wenn Du ein Mann bist und deine Mutter die „ideale“ Frau war, dann kann es passieren, dass Du
unbewusst jede Frau, die Dir begegnet und mit der Du eine Beziehung eingehen möchtest, zunächst einmal mit Deiner Mutter vergleichst. Wenn Du Deine Mutter abgöttisch liebst kann es passieren, dass Du eine Frau wählst, die Deiner Mutter möglichst nahe kommt. Das Problem, das dann entstehen kann, ist, dass Du in dem Fall zwar möglicherweise eine Beziehung mit einer Frau hast, die Deiner Mutter ähnlich ist, doch Du wirst ihr nicht die Menge an Liebe zu Teil werden lassen können, die eine Königin an Deiner Seite verdient, weil Deine große Liebe Deine Mutter ist. Du kannst zwar mit Deiner Freundin Sex haben, aber das nicht mit aufrichtiger Liebe und 100%iger Aufmerksamkeit kombinieren. Genau das wäre jedoch eine der Voraussetzungen für eine außergewöhnliche Beziehung.

Gleiches gilt umgekehrt für Frauen, die ihren Vater als Ideal sehen. Sie suchen in einem Mann das Ideal des Vaters, sehen jedoch nicht den Mann respektvoll als das, was er tatsächlich ist: einzigartig und nicht perfekt.

Die Suche nach dem Ideal kann übrigens auch dann passieren, wenn die Eltern eines der beiden oben beschriebenen Extreme verkörpert haben. In dem Fall gestaltet sich das Ideal jedoch etwas anders. Das Ideal basiert dann auf Träumereien oder Idealvorstellungen, die uns die Medien vermitteln (d. h. wie eine Frau/ein Mann zu sein hat, mit Fokus auf Besitztümer, Aussehen und Statuspositionen). Als Frau suchst Du dann einen Mann der dieses vermeintliche Ideal darstellt, das Dein Vater nicht war bzw. als Mann suchst Du eine vermeintlich ideale Frau, die Deine Mutter eben nicht war.

Egal, um welche Art von Ideal es sich handelt: es ist in jedem Fall eine Illusion. Die Suche oder das Streben nach einem Ideal hält uns davon ab, authentisch menschlich mit einem anderen Menschen in Beziehung zu sein.

Ein möglicher Ausweg
Es ist möglich aus diesen Mustern auszusteigen. Normalerweise sind wir im Alter von ca. 15 Jahren dazu entworfen, einen Initiationsprozess ins Erwachsensein zu durchlaufen. Im Gegensatz zu einigen indigenen Kulturen, stellt die moderne Kultur diese Art Initiation jedoch nicht zur Verfügung. Somit bleiben wir meist im Kindheitsmodus stecken, nicht nur was Beziehungsmuster und Rollenvorbilder angeht, sondern generell in Bezug auf das Thema Verantwortung. Ein authentischer Initiationsprozess beinhaltet u. a., dass sich Frauen wie Männer ihre Kraft und Autorität von den Eltern zurückholen und die alten, kopierten und unbewusst laufenden Verhaltens- und Überlebensprogramme ändern. Männer würden beispielsweise in einem sicheren Trainingsumfeld zum einen „ihre Eier von ihrer Mutter zurückholen“ – um es ganz direkt und flapsig in Gorilla-Sprache auszudrücken. Das bedeutet, dass sie in einem Wutprozess ihre Kraft wieder in Besitz nehmen und sich energetisch klar von ihrer Mutter abgrenzen. Zum anderen würden sie sich – falls notwendig – energetisch auch von ihrem Vater abgrenzen. Dadurch kommen sie in ihre männliche Kraft und lernen klare, gesunde Grenzen zu setzen, damit sie den Raum für eine außergewöhnliche Beziehung mit einer Frau halten können.

Frauen würden in einem sicheren Trainingsumfeld umgekehrt das nette, angepasste Mädchen das Klo hinunterspülen und sich ihr Zentrum – also ihre Autorität – von ihrem Vater zurückholen und sich energetisch von ihrer Mutter lösen. (In beiden Fällen – also für Männer und Frauen – bedeutet das NICHT, dass sie ihre Eltern nicht lieben oder sie nicht mehr sehen. Es handelt sich vielmehr um eine Loslösung auf energetischer Ebene, um kraftvoll als erwachsener Mann bzw. Frau das eigene Leben leben zu können). Eltern haben meist nur das Beste für ihre Kinder im Sinn und es ist natürlich, dass wir als Kinder zunächst einmal unsere Autorität an die Eltern oder andere Rollenvorbilder abgeben und uns an ihnen orientieren. Um jedoch außergewöhnliche Beziehung (im Gegensatz zu gewöhnlicher Beziehung) in jedem Moment verantwortlich neu erschaffen zu können, ist es notwendig, Deine Gefühle und Deine Autorität in Besitz zu nehmen und Dein Bewusstsein zu schärfen. Außergewöhnliche Beziehung ist ein fortwährender, bewusster Akt nichtlinearen Kreierens, bei dem Du Deinen Partner als das siehst, was er ist: einzigartig.

Herzliche Grüße,
Nicola Nagel

Tipp: weitere ausführliche Details zum Erschaffen von außergewöhnlicher Beziehung findest Du im Buch „Wahre Liebe im Alltag“ von Clinton Callahan


CREATING POSSIBILITIES
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Mittwoch, 14. Oktober 2015

NEW WORK: Im Dienst von etwas Größerem stehen anstatt Dienst nach Vorschrift machen!



Es ist erstaunlich: Die meisten Menschen verbringen den Großteil ihrer Lebenszeit mit einem Job, der ihnen nicht wirklich Spaß macht. Tagein, tagaus. Neulich sagte der Mitarbeiter einer Firma auf die Frage, warum er morgens zur Arbeit gehe: „Warum ich morgens zur Arbeit gehe? Weil ich Geld verdienen muss. Das Leben beginnt erst nach der Arbeit. Das macht doch wohl jeder so. Und wer etwas anderes behauptet, der lügt!“ Scharfe Worte; und doch trifft es wohl für viele Menschen zu.

In diesem Zusammenhang arbeiten viele Menschen nicht nur weil sie „müssen“, sondern machen darüber hinaus noch „Dienst nach Vorschrift“. Dienst nach Vorschrift ist eine innere Haltung, die sich vielfach in der Stimmung eines Unternehmens, in den Krankheitsraten und in der Entwicklung eines Unternehmens zeigt.

Dabei hat sich die Definition von Dienst nach Vorschrift in den letzten Jahren sehr gewandelt. Wurde früher denjenigen Kollegen, die ein bisschen fauler zu sein schienen und zu einer bestimmten Uhrzeit (z. B. um Punkt 17 Uhr) „den Griffel fallen ließen“ nachgesagt, sie machten ja nur Dienst nach Vorschrift, so hat diese innere Haltung heute eine weitaus größere Dimension erreicht. Dienst nach Vorschrift bezieht sich nicht mehr hauptsächlich auf die Arbeitszeit und eine „faule“ Haltung. Die immer strengeren Vorgaben von Zielen und Aufgabenbereichen und damit die starre Fokussierung auf Zahlen, Umsätze, Marktanteile und Profitmaximierung sorgen vielmehr dafür, dass die Mitarbeiter versuchen, zu funktionieren, den Anforderungen und Vorschriften gerecht zu werden und in der Arbeitswelt zu überleben. Häufig festgelegte Kontroll-Instanzen tun ihr übriges dazu. Die „faule“ Haltung ist also dem Perfektionismus gewichen und dem Versuch, möglichst eine „reine Weste“ zu haben. Sie sind damit beschäftigt, die Ziele zu erreichen, Projekte in vorgegebenen Zeiträumen abzuwickeln, noch mehr Aufgaben in noch kürzerer Zeit zu bewältigen und bloß keine Fehler zu machen. In unserer schnelllebigen Zeit mit immer rasanteren Veränderungen und zunehmendem Druck sehen sich viele Mitarbeiter gar nicht mehr in der Lage etwas anderes als Dienst nach Vorschrift zu machen. Das Resultat sind Stress, Burnout und andere psychosomatische Krankheiten, ganz zu schweigen von der ständig präsenten Angst, den Job zu verlieren.

In einem großen, weltweit agierenden IT Konzern sind die Profit-Bandagen und Zielvorgaben so straff angelegt, dass Mitarbeiter, die ihre Ziele über 2 Quartale nicht erreichen, Gefahr laufen, postwendend ihren Job zu verlieren. Also versuchen die Mitarbeiter Dienst nach Vorschrift zu machen, indem sie nicht links und rechts schauen, sondern die Scheuklappen auf das Zahlen-Ziel gerichtet lassen, koste es, was es wolle, zur Not auch die Gesundheit und das Familienleben. Eine traurige Realität in der heutigen Unternehmenswelt. Die hierarchische auf Profit fokussierte Arbeitswelt fördert Einzelkämpfertum, Trennung und Konkurrenz.
Wenn Sie eine Umfrage bei Mitarbeitern in verschiedenen Unternehmen machen in Bezug darauf, wie viele von ihnen tatsächlich sagen würden, dass ihre Arbeit sie erfüllt, so ist das Resultat erschreckend. Nur wenige Mitarbeiter können dies aus ganzem Herzen bestätigen.

Dienst nach Vorschrift schließt auch ein, dass Mitarbeiter in der Regel nur die Aufgaben machen dürfen, die in der Jobbeschreibung stehen. Ob diese ihren Talenten entsprechen oder sie begeistern ist nicht relevant. Hat ein Mitarbeiter sich für einen Job beworben, so sind die Rahmendaten klar. Darüber hinaus kann er sich kaum bewegen, da er sich außerhalb seines Kompetenzbereiches wagen würde und das nicht erwünscht ist. Er wird also durch die Jobbeschreibung per se klein gehalten und in eine Job- bzw. Titelschublade gesteckt.

Der Job wird oftmals als lästiges Übel betrachtet, der vielleicht noch erträglich ist, wenn man mit netten Kollegen das Büro teilt, doch das monatliche Gehalt sehen nicht wenige als „Schmerzensgeld“ für ihre „vergeudete“ Lebenszeit und den Dauerstress an. Die Hauptmotivation Leistung zu erbringen basiert auf Kontrolle und monetärem oder materiellem Ausgleich in Form von Gehalt, Firmenwagen, Boni, Aktienanteilen, extra Urlaubstagen oder sonstigen Sozialdienstleistungen. Die vermeintliche Sicherheit wird zu einem Gefängnis.

Wen wundert es da, dass die Mitarbeiter abends ausgepowert, müde, matt und erschöpft mit dem Gedanken aus dem Büro gehen „Endlich Feierabend. Bloß raus hier.“ Viele haben es sich zur Gewohnheit gemacht, anschließend zuhause erst einmal ein Bier oder ein Glas Wein zur Entspannung zu trinken. Die unbewusste Absicht dieser vermeintlich entspannenden Handlung ist jedoch, die Taubheitsschwelle durch Alkohol möglichst hoch zu halten, um den Erschöpfungszustand des Körpers und mögliche aufkommende Gefühle nicht fühlen zu müssen.

Ein möglicherweise irrführendes Verständnis zum Thema Resilienz trägt sein übriges dazu. Schließlich wird von den Mitarbeitern verlangt, dass sie Ausdauer haben, belastbar und stress-resistent sind, um alle Vorgaben und Vorschriften erfüllen zu können. Das Missverständnis könnte darauf beruhen, dass Mitarbeiter immer wieder hören, dass ihre persönlichen Belange nicht zählen, sondern die Zahlen im Vordergrund stehen und den Druck eben aushalten können und belastbar sein müssen, wenn sie ihren Job behalten wollen. Gefühle sind da keinesfalls erwünscht (Ziehen Sie einmal in Betracht, dass die gängige Meinung über Gefühle in der Gesellschaft folgende ist: Wut ist zerstörerisch, irrational, unhöflich, unkontrolliert, gefährlich, chaotisch und unreif. Traurigkeit ist schwach, emotional, unprofessionell, negativ, ruiniert den Tag der anderen, entmutigt, zu weich und nicht erwünscht. Angst ist instabil, irrational, lähmend, kraftlos, inkompetent und die Person ist feige. Zu viel Freude ist unrealistisch, kindisch, nicht ernst zu nehmen, naiv, albern, unlogisch). Somit ertragen viele die Strapazen und versuchen, Dienst nach Vorschrift zu machen, ohne jedoch eine stabile innere Resilienz entwickelt zu haben, die auf authentischer und archetypischer, d. h. ursprünglicher Gefühlskraft basiert.

Dabei wären es genau diese Gefühle, die wertvoller Raketentreibstoff für Veränderung wären und eine Person belastbar machen ohne auf Kosten der Gesundheit zu gehen. Erst wenn Sie bewusst die vier großen Gefühls-Territorien (Wut, Freude, Traurigkeit, Angst) in Besitz nehmen und die dahinter liegende neutrale Energie und Information erkennen, können Sie diese als Indikator für notwendige Veränderung nutzen. Doch stattdessen retten sich die meisten Mitarbeiter bisher zum nächsten Urlaub. Neulich erwähnte eine Mitarbeiterin, sie denke nur von Urlaub zu Urlaub, denn das sei das einzige, worauf sie sich freuen könne. Zwischen den Urlauben versuche sie nur zu funktionieren und den Erwartungen der Unternehmensleitung bzw. des Vorgesetzten zu entsprechen, also Dienst nach Vorschrift zu machen. Erschreckenderweise erachten es viele Mitarbeiter auch als „normal“, wenn sie zu Beginn des Urlaubs – sobald der Körper nicht mehr unter Strom steht und quasi zusammenbrechen „darf“ - erst einmal krank werden. Was für eine „kranke“ Normalität ist das? Wie weit ist es gekommen in der Unternehmenswelt? Wer bleibt dabei auf der Strecke? Die Menschen und die Erde. Dieses Vorgehen dient unbewusst sogenannten unverantwortlichen Schattenprinzipien, wie z. B. Zerstörung, Konkurrenz, Neid, Habgier, Rache, Missgunst, Arroganz, Ignoranz, Machtmissbrauch etc. Diese zeigen sich nicht nur in der Gesamtfokussierung einer Firma, sondern letztendlich in jeder Besprechung, in jeder einzelnen Person.

Eine ganz andere Art von Arbeitswelt wäre möglich, wenn die Werte und der Kontext in Unternehmen durch die Veränderung der inneren Haltung jedes Einzelnen transformiert würden. Im Gegensatz zu „Dienst nach Vorschrift“ würde die neue Ausrichtung lauten „Im Dienst von etwas Größerem stehen“. Was bedeutet das konkret?

Im Dienst von etwas Größerem zu stehen bedeutet, sogenannten hellen Prinzipien zu dienen, die eine andere und zwar verantwortliche und bewusste Absicht haben, die den Menschen und der Erde dienen, wie z. B. Klarheit, Miteinander, Evolution,  Nachhaltigkeit, Gemeinschaft, Kreativität, Sinnhaftigkeit, Wertschätzung, Aufmerksamkeit, Authentizität, Kommunikation, Integrität, Verpflichtung, Disziplin, Respekt, Offenheit, Transparenz, Fairness, Möglichkeit, Dienst, Ermächtigung etc.

Hellen verantwortlichen Prinzipien zu dienen bedeutet, den Fokus Richtung Nachhaltigkeit zu verändern und für die Menschen und die Erde zu arbeiten. Die Profitfokussierung weicht der Tragfähigkeit. Tragfähigkeit bedeutet in diesem Zusammenhang nicht nur ökologisch tragbar, sondern ökologisch, ökonomisch und sozial tragbar. Tragfähigkeit beginnt dabei vor allem beim Zwischenmenschlichen. Denn so wie wir uns gegenseitig behandeln, so behandeln wir die Erde. Bewusstheit und Verantwortung beginnt bei jedem Einzelnen.

Im Job im Dienst von etwas Größerem zu stehen, würde z. B. bedeuten, für die  gemeinsame Vision einer sinnerfüllten Arbeitswelt zu arbeiten, in der die Menschen ihre persönlichen Talente einbringen können und als einzigartige Individuen gesehen werden, die etwas zu geben haben. Können die Mitarbeiter ihre Talente für eine größere, nachhaltige Vision einbringen, anstatt an einer zahlen-fokussierten Job-Beschreibung gemessen zu werden, so werden sie ermächtigt. Dann sind Inspiration und Begeisterung der Antrieb für ihr Handeln und Sein, anstatt das Gehalt.
Das Leben findet nicht mehr abends nach Feierabend statt, sondern den ganzen Tag. Ein ganz frappierender Unterschied ist, dass Sie am Ende des Tages immer noch voller Energie sind. Im Dienst von etwas Größerem zu stehen schließt ein, dass Sie Ihre Gefühle wieder in Besitz nehmen und diese verantwortlich einsetzen um z. B.

·       mit Ihrer bewussten Wutkraft klare Grenzen zu setzen, Klarheit zu schaffen, tragfähige Entscheidungen zu treffen, Nein bzw. Ja zu sagen, zentriert zu sein anstatt sich angepasst zu verhalten, und in Aktion zu treten,
·       mit Ihrer bewussten Angst Neuland zu betreten, Dinge auszuprobieren, innovativ und kreativ zu sein, Pläne zu machen, präzise zu sein, gefährliche Fragen zu stellen, zu improvisieren, wach und präsent zu sein,
·       mit Ihrer bewussten Traurigkeit authentisch verletzlich zu sein, menschlich und mitfühlend zu sein, aufrichtigen Kontakt herzustellen, alte Dinge loszulassen,
·       mit Ihrer bewussten Freude andere zu begeistern, zu führen, voranzugehen, durch Herausforderungen zu tanzen, leicht zu sein und andere Menschen ohne Grund wertzuschätzen.

Die Inbesitznahme der Gefühle lässt Sie erneut Zugang zu einem unschätzbar wertvollen, inneren Navigationssystem haben, das Sie zielsicher durch das Leben und die Arbeitswelt führt und Sie sinnerfüllt handeln, Grenzen setzen und verantwortlich agieren lässt. Darin zeichnet sich letztendlich stabile, innere Resilienz aus.

Wenn Mitarbeiter eines Unternehmens im Dienst von etwas Größerem stehen, dann steht das Miteinander im Vordergrund. Es geht darum, gemeinsam für die Evolution zu arbeiten, für eine gemeinsame Vision, Möglichkeiten zu erschaffen und an den Projekten zu arbeiten, die jedem Einzelnen inspirieren. Dann beginnt das Leben nicht erst nach der Arbeit, sondern Sie leben in der Arbeit. Mehr noch, Sie nehmen die Arbeit nicht mehr als Arbeit wahr, sondern als inspirierende Zeit im Dienst von etwas Größerem.

Der ein oder die andere mag jetzt sagen, das sei Wunschdenken. Letztendlich liegt es an jedem Einzelnen. Es liegt an Ihnen, für was oder wen Sie arbeiten möchten und wie sie die meiste Zeit Ihres Lebens verbringen wollen.

Der zu Beginn zitierte Mitarbeiter fragte mich am Ende der Besprechung: „Warum stehen Sie denn morgens auf?“ Ich schaute ihn ruhig an. Es war keine Frage aus reiner Neugier. Es war eine echte Frage, die aus seinem Herzen kam, das sich danach sehnte aus der Illusion der Geld-Sicherheit auszusteigen. Also antwortete ich ihm authentisch verletzlich: „Ich stehe nicht auf, weil ich Geld verdienen muss oder reich werden will. Geld ist nicht meine oberste Priorität. Ich stehe auf, weil ich mich entschieden habe, mich in den Dienst von etwas Größerem zu stellen. Die Erde ist kurz vor dem Kollaps. Wir Menschen verbrauchen die Ressourcen von zwei Planeten, obwohl nur einer zur Verfügung steht. Ich liebe die Erde und ich liebe die Menschen und es ist mir ein Herzensanliegen, dass beide gemeinsam in Harmonie existieren können. Meine Vision ist, dass wir eine neue Kultur erschaffen, in der die Menschen bewusst und respektvoll miteinander und mit der Erde umgehen und Unternehmen absolut verantwortlich und nachhaltig agieren. Für diese Vision lebe ich. Das ist meine Inspiration und meine Berufung. Dafür stehe ich jeden Morgen auf.“ Es wurde still im Raum. Es war spürbar, dass sich der innerste Teil dieser Menschen auch nach etwas anderem sehnten, als der gewöhnlichen, stressgeladenen Arbeitswelt und dem Dienst nach Vorschrift. Und genau in diesem authentischen Moment entstand eine ganz besondere Verbindung.

Was ist Ihre Vision? Wonach sehnen Sie sich?

Im Folgenden finden Sie nochmals eine Gegenüberstellung der wesentlichen Unterschiede zwischen „Dienst nach Vorschrift“ und „Im Dienst von etwas Größerem“.

Dienst nach Vorschrift
Im Dienst von etwas Größerem stehen
Für Profitmaximierung
Für die Erde
Für den größtmöglichen Marktanteil
Für die Menschen
Fokus auf Umsatzsteigerung
Fokus auf Nachhaltigkeit (Zwischenmenschlich und in Bezug auf die Ressourcen der Erde)
Einsatz gemäß Job-Beschreibung und vermeintlich fachlicher Kompetenz. Talente sind nicht relevant
Einsatz von persönlichen Talenten und Vorlieben
Antrieb durch monetären oder materiellen Ausgleich (Gehalt, Firmenwagen, sonstige Sozial-Leistungen)
Antrieb durch Inspiration, Vision, Begeisterung
Vorgaben und Ziele erfüllen
Möglichkeiten erschaffen
Das Leben beginnt nach Arbeitsschluss
Leben im Tun und Sein
Arbeit als Pflicht und notwendiges Übel
Arbeit als Möglichkeit der Entwicklung
Hauptsache die Arbeit ist erledigt
Es geht um Evolution
Gehalt wird als „Schmerzensgeld“ gesehen
Gehalt ist nebensächlich
Fördert Einzelkämpfertum
Fördert wahres Miteinander und Zusammenhalt
Die Frage nach dem Sinn wird nicht gestellt
Sinnerfülltes Handeln
Arbeit ist ein Gefängnis
Arbeit ist Erfüllung
Unbewusste Ausrichtung auf Überleben
Bewusste Ausrichtung auf Leben.
Resilienz = Stress und Belastbarkeit auf aushalten i. S. von die Taubheitsschwelle hoch halten
Resilienz = Belastbarkeit durch klare authentische Inbesitznahme der Gefühle als neutrale Energie, Information und damit Wegweiser für Veränderung
Der Job wird als Sicherheit gewertet
Bewusstheit darüber, dass Sicherheit eine Illusion ist
Mitarbeiter darf sich nur in seinem zugeteilten Aufgabenbereich bewegen.
Mitarbeiter bewegen sich Themen- und Bereichsübergreifend, je nachdem, wo ihr Talent und/oder Kompetenz gebraucht wird.

Mitarbeiter dienen unbewusst sog. Schattenprinzipien
Mitarbeiter stehen im Dienst von Hellen Prinzipien

Am Tagesende lautet der Gedanke „Bloß raus hier. Endlich Feierabend. Nach mir die Sintflut.“
Am Tagesende lautet der Gedanke „Oh, schon Abend? Das Projekt ist so inspirierend, ich kann gar nicht aufhören.“
Am Ende des Tages sind die Mitarbeiter ausgepowert, müde, matt, erschöpft und müssen sich erholen
Am Ende des Tages sind die Mitarbeiter immer noch voller Energie und Inspiration
Der Urlaub wird als „Rettungsinsel“ angestrebt und ist dringend notwendig, um sich vom Stress und Druck zu erholen
Urlaub? Ist eine nette Abwechslung, jedoch nicht mehr zwingend erforderlich, um die Batterien aufzuladen.

(Autorin: Nicola Nagel)

Tipp:
Mehr zum Thema „Im Dienst von etwas Größerem stehen“ finden Sie im Buch „Edgeworker: Leadership war gestern – Es ist Zeit für die Führungs-(R)Evolution!“ von Nicola Nagel und Patrizia Servidio

Mehr zum Thema „Resilienz“ in Form von authentischer Inbesitznahme der Gefühlskräfte finden Sie im Buch „Die Kraft des bewussten Fühlens“ von Clinton Callahan



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