Sonntag, 17. März 2013

Welche Geschichte erzählen Sie? - Über die Kraft des Wählens.



Heute möchte ich direkt mit der Tür ins Haus fallen und Ihnen eine Frage stellen. Sie lautet: „Welche Geschichte wählen Sie im Leben?“ Wählen ist eine mächtige Kraft, die oft unterschätzt wird und derer sich viele Menschen nicht bewusst sind. Dabei können Sie in jedem Moment wählen, wie Ihr Leben verläuft, JETZT…und JETZT…und JETZT. Sie haben in der Hand, welche Geschichte Sie in jedem Moment über die verschiedenen Begebenheiten und Menschen in Ihrem Leben erzählen. Damit bestimmen Sie, welche Energie Sie aussenden und damit auch auf Sie zurück kommt und sich in Ihrem Leben manifestiert.

Lassen Sie mich dazu eine Anekdote erzählen:
Neulich gab ich mit einer Kollegin gemeinsam ein 3-tägiges Training in einem Seminarhaus in der Schweiz. Am zweiten Abend, nach einer intensiven Übung, bei der es genau um die Frage ging, welche Geschichte die Teilnehmer im Leben wählen, erzählten wir die Geschichte von dem Piloten, der die Passagiere nie sieht und nur durch das Mikro die Ansage macht „Lehnen Sie sich zurück, entspannen Sie sich und genießen Sie den Flug.“ Und er weiß nur um die Black Box. Wussten Sie, dass in 90% der Fälle die letzten Worte auf einer Black Box „Oh Shit!“ sind? Nun denn, das ist besonders übel für Piloten, die aus einem Kulturkreis kommen, der sagt, dass Sie im nächsten Leben das werden, was Sie zuletzt gesagt haben. Wie dem auch sei, nach dieser Übung und der Pilotengeschichte gingen wir in unser Zimmer. Auf dem Weg dorthin kam uns eine Frau entgegen und sagte „Die Toilette im Gang ist verstopft, die kann man nicht benutzen.“ Das hat uns im ersten Moment zunächst nicht interessiert, da wir ein Zimmer mit eigenem Bad und WC hatten. Wir betraten das Zimmer und mir wurde in dem Moment bewusst, dass unser Bad an das WC auf dem Gang grenzt. Also ging ich ins Badezimmer, um zu prüfen, ob unsere Toilette irgendwelche Anzeichen von Verstopfung aufwies. Das war nicht der Fall, doch der Geruch im Bad löste trotzdem eine gewisse Übelkeit in mir aus. Als ich mich zur Duschkabine umdrehte, war klar warum. Und jetzt entschuldigen Sie bitte die rüde Ausdrucksweise, aber die Scheiße aus der verstopften Toilette im Gang war bei uns durch den Abfluss in der Duschwanne gelandet. Das sah recht ekelhaft aus. Was dann folgte, war sehr interessant und fast Comedy-reif.

Meine Kollegin und ich hatten die Wahl, welche Geschichte wir in dem Moment erzählen. Variante 1 wäre gewesen, wir beide in die schlechte Laune gekippt wären und ein niederes Drama inszeniert hätten. Das hätte ungefähr so klingen können: „So ein Mist. Das ist ja absolut ekelhaft. Wir werden uns beschweren. Das ist ja eine Zumutung. Wo sind wir denn hier gelandet. Wir verlangen sofort ein anderes Zimmer. Das geht ja gar nicht….etc.“ Wir hätten wirklich die ganze Litanei an Drama abziehen können. Wir hätten die Opfer der Umstände sein können, die armen Frauen, die jetzt diesen Gestank aushalten mussten.
Wir hätten die Seminarhausleitung angreifen und beschuldigen können, das dies ja absolut unmögliche Zustände seien. Es wäre ein leichtes gewesen, diese Situation zum Anlass zu nehmen, „aufzudrehen“, Beschimpfungen und Beschwerden loszuwerden, Recht zu haben, andere ins Unrecht zu setzen, etc. Wir hätten eine hieb- und stichfeste Täter-Opfer-Geschichte erzählen können in der Hoffnung, dass uns letztendlich ein Hausmeister rettet und die Misere in Ordnung bringt.

Wir wählten jedoch beide unabhängig voneinander einen anderen Modus, nämlich den verantwortlichen Modus, der Humor erlaubte. Das sah dann so aus: Vor der ekeligen Duschkabine erinnerte ich mich an die zuvor im Trainingsraum erzählte Piloten-Pointe und sagte zu dem braunen Desaster in der Dusche „Lehnen Sie sich zurück, entspannen Sie sich und genießen Sie den Flug.“ Als nächstes traten meine Kollegin und ich direkt in Aktion. Wir gingen aus dem Zimmer und suchten etwas, um den Abfluss in Gang zu bringen. In einer Abstellkammer auf dem Flur fanden wir zwei Gummi-Pömpel. Meine Kollegin ging also in unsere Dusche, ich in die Toilette auf dem Gang und gleichzeitig legten wir mit diesen Dingern los. Das war ein Bild für Götter und wir lachten uns kaputt. Resultat: Wir hatten noch mehr braune Brühe in der Dusche als vorher, was unser Gelächter noch verstärkte. Auch das gefundene Rohrfrei-Granulat half nicht. Es gelang uns, zwischendrin eine Dame vom Seminarhaus per Handy zu erreichen und Bescheid zu geben, dass die Rohrleitungen verstopft waren. Das löste jedoch unser Problem nicht. Es war nach  Mitternacht und es war klar, dass unser Bad so schnell nicht wieder begehbar war, geschweige denn noch ein anderes Zimmer frei war. Was nun?

Wir verschlossen die Duschkabine, räumten unsere Sachen aus dem Bad und schlossen die kleine Glas-Schiebtür. Als nächstes überlegten wir, wie wir dem Geruch im Zimmer Herr werden konnten. 1. Schritt: lüften. 2. Schritt: wir bauen aus zwei Schälchen eine Duftlampe. Auf der Suche nach Streichhölzern, fand meine Kollegin dann im Flur doch tatsächlich auf einem Fenstersims eine echte Duftlampe. Duftöl fand sich ein paar Meter weiter und Streichhölzer auch. Also tränkten wir das Zimmer mit Lemon-Gras Duft, was ziemlich gut funktionierte. So konnten wir zumindest schlafen. Und was soll ich sagen, wir haben bei dieser Aktion und der Suche nach Möglichkeiten 1,5 Stunden Tränen gelacht und hatten einen Heiden-Spaß.

Und die Moral von der Geschichte? Die Moral ist, dass Sie immer die Wahl haben, welche Geschichte Sie erzählen und dass Sie damit Ihr Leben massiv beeinflussen. Sie können für jede Geschichte, die Sie wählen, Beweise finden. Lassen Sie uns dazu einmal ein Experiment machen.


Experiment 1: Welche Geschichte erzählen Sie?
Schauen Sie einmal bewusst auf Ihr Leben. Welche Geschichte erzählen Sie über verschiedene Menschen und Situationen gerade? Welche Geschichte erzählen Sie über den Nachbarn, der schon wieder lauthals singt und Ihre Nachtruhe stört? Welche Geschichte erzählen Sie über Ihren Partner, der gerade mal wieder den Toiletten-Deckel nicht geschlossen hat oder seine Socken auf dem Boden liegen lässt? Welche Interpretation lassen Sie sich gerade über die Person einfallen, die vor Ihnen ohne zu blinken mit dem Auto aus der Parklücke auf die Straße fährt? Und wie ist es mit dem jähzornigen Chef, der Ihnen immer mehr Arbeit auf den Tisch legt? Welche Geschichte erzählen Sie?

Wählen Sie einmal bewusst 3 Situationen aus, von denen Sie sagen würden,  jemand anderes muss sich ändern, damit es Ihnen besser geht. Oder die Umstände müssten sich ändern, damit es Ihnen besser geht, Ihnen der Job wieder Spaß macht, oder Sie in Ihrer Partnerschaft glücklicher wären. Schreiben Sie diese Situationen auf ein Blatt Papier.

Spüren Sie dabei einmal in sich hinein, was mit Ihrer Energie passiert, wenn Sie Beweise finden, dass die anderen es nicht auf die Reihe kriegen, oder Sie schikanieren. Schreiben Sie auch diese Empfindungen auf.  Wie fühlen Sie sich? Vielleicht fühlen Sie sich traurig, Ihre Energie geht flöten und Ihr ganzer Körper wird schwer. Vielleicht spüren Sie auch, dass ein Kampfmodus anspringt und Sie sofort zig Beweise finden, warum Sie Recht haben.


Experiment 2: Wählen Sie eine neue Geschichte
Die Herausforderung besteht nun darin, dass Sie jeweils eine neue Geschichte wählen und verantwortlich in Aktion treten. Wenn der jähzornige Chef Ihnen also immer mehr Arbeit auf den Tisch knallt, könnten Sie z. B. die verantwortliche Geschichte so erzählen: „Ich habe diesen Job gewählt und damit auch den Chef. Also kann ich jetzt Verantwortung übernehmen und lernen, meinem Chef eine Grenze zu setzen und ihm zu sagen, dass mein Arbeitspensum voll ist.

Oder wenn Ihr Partner Sie gerade wieder nervt, weil er die Socken rumfliegen lässt, dann wählen Sie doch einmal eine Geschichte, in der Sie ihn/sie für seine/ihre Seins-Eigenschaften wertschätzen. Was schätzen Sie an ihm/ihr? Warum haben Sie ihn/sie als Partner gewählt?

Gehen Sie das einmal für jede der 3 Situationen durch. Sie können wirklich für jede Geschichte Beweise finden. Sie haben die Wahl, ob Sie Groll aufbauen bzw. das arme Opfer sind, oder ob Sie verantwortlich agieren.

Den neuen, lauthals singenden Nachbarn habe ich zum Beispiel direkt nebenan wohnen. Er singt jedoch nicht tagsüber, sondern bevorzugt nach 23 Uhr. In dem hellhörigen Haus hört sich das an, als würde er mir direkt ins Ohr singen. Die Opfergeschichte würde so lauten: „So ein Idiot. Hat keinen Respekt und nimmt noch nicht einmal Rücksicht auf die Nachbarn. Hallo… ich würde gerne schlafen. Kann der vielleicht seine Klappe halten….?“ Etc., etc., etc.  Spüren Sie da mal hinein. Merken Sie, wie schnell sich Ihr Verstand in diese Geschichte einklinkt und Sie mit dieser Geschichte in einen klebrigen Sumpf aus Groll und Unmut gelangen?

Die neue Geschichte über meinen Nachbarn lautet so: „Er ist ein sehr musikalischer Mensch und liebt es, zu singen. Ich schätze seine Musikalität, Kreativität und Lebensfreude. Und vielleicht ist es ihm gar nicht bewusst, dass das Haus so hellhörig ist.“ Spüren Sie wieder, wie die Energie sich in Ihnen verändert?

Mit dieser neuen Geschichte konnte ich neulich übrigens auf meinen Nachbarn zugehen, ihn für seine Musikalität wertschätzen und ihn bitten, nachts etwas leiser zu singen, was er seitdem gerne tut. Es war ihm in der Tat nicht bewusst, dass sein Gesang durch das ganze Haus schallte.

Welche Geschichte wählen Sie in Ihrem Leben in jeder Situation? JETZT … und JETZT… und JETZT?
Alles, was passiert, ist neutral. Es ist, wie es ist. Nur das. Etwas passiert. Punkt. Doch wir sind mit unserem brillanten Verstand unglaublich kreative Geschichtenmacher und erfinden ständig Geschichten über alle Begebenheiten und Menschen, denen wir im Leben begegnen.

Der Spruch „Wie es in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus“ entspricht genau dem. Wenn Sie vorziehen, Drama-Geschichten über alles und jeden in Ihrem Leben zu erzählen (und wenn Sie es nur innerlich für sich tun) und ständig Gründe finden, warum etwas nicht geht, schlecht ist, sowieso wieder schief geht oder Sie gar nichts tun können, dann werden Sie genau das in Ihrem Leben vorfinden. Wir sind, was wir denken. Gedanken sind wie energetische Informationen, die wir kontinuierlich in das Universum hinaus schicken. Das universelle Feld kann jedoch nicht anders, als auf das zu reagieren, was wir aussenden. Es empfängt sozusagen unsere Impulse. Unsere Gedanken sind wie elektromagnetische, unsichtbare Wellen, die in das morphogenetische Feld ausgesandt werden.

Es ist somit hilfreich, auf Ihre Gedanken zu achten. Wir haben das nicht wirklich gelernt, sodass es möglich ist, dass die Medien, die Presse und die Politiker die Gesellschaft mit Angst, Hass und Drama-Geschichten füttern. Kennen den Song von den Ärzten „Lass reden“? Dort heißt es in einem Satz über eine populäre Deutsche Zeitung“… und wer wisse das nicht, sie besteht aus Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht.“  Und genau darum geht es. Die Medien manipulieren die Gesellschaft dahin gehend, dass Gedanken über Angst, Hass, Gewalt, Opfer-Täter-Retter-Mechanismen und Probleme genährt werden. Das geschieht auf sehr subtiler Ebene.

Das Entscheidende ist, dass sowohl unsere bewussten als auch unbewussten Gedanken in das universelle Feld rausgehen und sich manifestieren. Wenn Sie also täglich die Katastrophen-Berichte in den Zeitungen und Nachrichten aufnehmen und Krimis und Mordserien im Fernsehen anschauen, speichern Ihre Nervenzellen das und Sie senden diese Eindrücke letztendlich wieder ins universelle Feld aus. (Machen Sie aus Spaß einmal das Experiment, 2 Wochen komplett auf Fernsehen und Zeitung zu verzichten und schauen Sie einmal, wie sich Ihr kompletter Körper entspannt, Sie anders schlafen und sich Ihr Wohlbefinden insgesamt verändert).

Sie können wieder lernen, auf Ihre Gedanken zu achten und bewusst wahrzunehmen, welche Geschichten in Ihrem Leben wirken. Welche Geschichte erzählen Sie? Welche Geschichten denken Sie sich jeden Tag, jede Minute mit Ihrem schlauen Verstand aus?  Ihr Nachbar ist nur Ihr Nachbar und der singt vielleicht. Punkt. Das ist das, was ist. Welche Geschichte wählen Sie? Eine Drama-Geschichte oder eine verantwortliche Geschichte?

Jede Geschichte hat eine Absicht. Die Absicht kann entweder verantwortlich oder unverantwortlich sein. Und verstehen Sie das bitte nicht falsch, keine ist gut oder schlecht. Sie produzieren lediglich völlig unterschiedliche Ergebnisse. Die Ergebnisse, die Sie in Ihrem Leben in unterschiedlichen Bereichen vorfinden, geben Ihnen also direkt Auskunft darüber, welche Geschichte Sie in Ihrem Leben mir Vorliebe erzählen.

Sind Sie zum Beispiel total gestresst, weil Sie einen Job haben, sich auch noch um die Schwiegermutter kümmern müssen und keine Zeit mehr für sich haben? Tolle Opfergeschichte! Erzählen Sie die verantwortliche Variante. Entscheiden Sie sich und wählen Sie etwas anderes. Wer hat den Job angenommen? (Sie!) Wer hat gewählt den Mann/die Frau an Ihrer Seite zu heiraten und damit die Schwiegermutter? (Sie!) Wer könnte sich dafür entscheiden, wieder etwas für sich selbst zu tun? (Sie!) Sie merken schon, Sie kommen aus der Nummer nicht raus. So schmerzhaft das Realisieren vielleicht ist, letztendlich sind Sie selbst für alles verantwortlich. Lassen Sie sich von diesem Schmerz treffen und verändern.

Entscheiden Sie sich, ab sofort mit Bedacht zu wählen, welche Geschichte Sie erzählen. Erzählen Sie eine Geschichte, die auf Verantwortung, Fülle, Liebe und Leichtigkeit basiert? Eine Geschichte, in der alle gewinnen, Nähe und Vertrautheit zwischen Menschen möglich ist und die sogenannten hellen Prinzipien dient, wie z. B. Gemeinschaft, Liebe, Lebensfreude, Integrität, Klarheit, Schönheit, Kreativität, Achtsamkeit, Güte, Authentizität, Verbundenheit, Ermächtigung und Möglichkeit?

Oder wählen Sie eine Geschichte, die auf Mangel und Wettkampf beruht? Eine Geschichte, in der das Spiel heißt „Ich gewinne, Du verlierst“, in der es nicht genug Liebe, genug Anerkennung oder genug Geld gibt und sogenannte Schattenprinzipien wie z. B. Groll, Hass, Rache, Besserwisserei, Trennung, Rechthaberei, Macht und Zerstörung vorherrschen?

Welche Geschichte wählen Sie, jetzt und in jedem weiteren Moment? Sie haben die Wahl. Das Wählen ist deshalb so kraftvoll, weil Sie jederzeit und vor allem OHNE GRUND wählen können. Sie entscheiden. Sie können sich dafür entscheiden, ab sofort keine unverantwortlichen Drama-Geschichten mehr zu erzählen, denn mal ehrlich, das einzige, was Sie dadurch erreichen ist, dass Sie älter werden und graue Haare kriegen. Sie können einfach etwas anderes wählen, ohne Grund. Dann liegt die wahre Kraft bei Ihnen. Sie können jetzt wählen, verantwortliche Geschichten zu erzählen und zu staunen, wie sich Ihr Leben dadurch auf magische Weise verändert.

Sie kennen ja den Satz: „Alle sagten es geht nicht. Bis einer kam, der das nicht wusste und es einfach gemacht hat.“ Sie können wählen. Sie können neue Geschichten wählen und damit eine neue Realität kreieren, jetzt und ohne Grund.

In diesem Sinne herzliche Grüße,

Ihre Nicola Nagel

Dienstag, 12. Februar 2013

Auf der Suche nach dem Glück - Folgen Sie dem Fluss!



Wann haben Sie das letzte Mal an einem Fluss gesessen und einfach nur das Wasser angeschaut? Kürzlich saß ich an einem Bach in den Bergen und dachte, dass die Natur ja schon sagenhaft ist. Sie zeigt uns nämlich genau den Reichtum und die Vielfalt, die in uns stecken und die Leichtigkeit, mit der wir zielsicher durch das Leben navigieren und unserem roten Lebensfaden folgen können. Doch wo lernen wir diese Dinge? Es gibt kein Fach „Lebensfluss“ oder „Glücklich leben“ in der Schule.

Viele meinen, das Ziel im Leben sei es, Glück zu finden oder glücklich zu sein. Aber was ist Glück? Viele Menschen verknüpfen Glück mit einem Zustand von Harmonie, Frieden und Freude, während andere Menschen wiederum Glück an dem Besitz materieller Dinge festmachen. Getreu dem Motto „wenn ich erst dies und das erreicht habe, ja dann bin ich glücklich.“ Die Krux ist nur, dass Sie mit dieser Haltung das Glück in Ihrem Leben auf ein Podest stellen und es womöglich verpassen. Denn dann können Sie nur glücklich sein, wenn alles genau so eintrifft, wie sie es logisch definiert haben. Sobald es auch nur die geringste Abweichung gibt, sind Sie nicht mehr glücklich. Sie machen Ihr Glück also an Konzepten fest, die Ihnen Ihr schlauer Verstand vorgibt.

Glück ist jedoch nicht das Ziel. Glück ist der Weg. Glück ist eine Entscheidung. Um es mit den Worten von Lee Lozowick einmal zu sagen „Glück kommt von der Wahl dessen, was ist“. Glück ist eigentlich der Grundzustand der Menschen, doch durch bewusste und unbewusste Denk- und Verhaltensmuster legen wir uns selbst Steine in den Weg. Wir begrenzen uns selbst durch Zweifel, Negativität und alte, blockierende Entscheidungen, die wir in uns tragen. Schauen Sie einmal auf Ihr Leben. Für was haben Sie sich entschieden? Haben Sie sich für Glück entschieden? Oder haben Sie sich für Schwierigkeiten und Dramen entschieden? Sie brauchen nur Ihr Leben anschauen und haben sofort die Antwort.

Lassen Sie uns einmal zu dem Fluss-Beispiel zurückkehren und schauen, was das bedeutet. Mit der Geburt besteigt jeder ein Boot auf dem Fluss des Lebens. Als Zubehör gibt es lediglich ein Ruder, das dazu da ist, in möglichen Untiefen zu navigieren oder Felsen zu umschiffen. Ansonsten werden Sie nur vom Fluss getragen. 

Dem Fluss zu folgen ist eigentlich sehr einfach, denn mit der Strömung zu treiben ist natürlich, leicht, stimmig, ungezwungen und unkompliziert. Der Fluss ist auch so angelegt, dass es immer wieder Stellen gibt, an denen wir unser Geschick und Können unter Beweis stellen müssen. Vielleicht gibt es Stromschnellen oder Felsen im Wasser. Die Schwierigkeit liegt jedoch vor allem darin, dass am Ufer so viele Dinge und Menschen sind, die versuchen, uns abzulenken und unseren Kurs zu manipulieren, sodass wir sehr leicht von selbigem abkommen können.

Vor ca. 1,5 Jahren lernte ich eine Frau kennen, mit der ich einen interessanten Austausch hatte. Wir kamen auf den Lebensfluss zu sprechen. Als ich ihr erzählte, dass ich meine Berufung als Trainerin lebe, sagte sie „Toll, ich würde auch gerne meine Berufung leben.“ Ich fragte sie, was ihre Berufung sei und sie antwortete, dass sie begeistert sei von Feng Shui, gerne Feng Shui Beraterin wäre und dazu auch schon eine Ausbildung gemacht hätte. Sie würde gerne Firmen und Privatpersonen darin unterstützen, den Energiefluss in Räumen optimal zum Fließen zu bringen. Sie hätten Sie sehen sollen. Sie strahlte und war in dem Moment eine völlig andere Person. Ich fragte sie, wann sie damit anfangen wolle, doch sie wusste es nicht genau. Da ich ihr Potenzial sah, schlug ich ihr ad hoc vor, die darauf folgende Woche bei mir in der Wohnung anzufangen. Gesagt getan. Sie kam, stellte mir Fragen, schaute meine Wohnung an, bestimmte die Himmelsrichtungen etc. Dann wollte sie eine Ausarbeitung machen und mir diese zukommen lassen. Doch sie brach den Kontakt ab.

Letzte Woche erhielt ich überraschend eine E-Mail von eben dieser Frau. Sie schrieb, sie sei zunächst so euphorisch gewesen, doch dann habe sie es sich leider wieder nicht zugetraut, die Kenntnisse ihrer Ausbildung einzusetzen und möglicherweise durch ihre Hinweise falsche Dinge in Gang zu bringen. Ich war traurig, als ich das las. Nicht, weil meine Feng Shui Beratung flöten gegangen war. Nein, ich war traurig, weil diese Frau sich von Ängsten, Sorgen, Stimmen, die vermutlich nicht einmal ihre eigenen sind (z. B. „Du kannst das nicht. Das ist viel zu riskant.“) abhielten lies, auf Kurs ihres Flusses zu bleiben. Der Lebensfluss hatte sie bereits zur Feng Shui Ausbildung gebracht, doch jetzt hatte sie Angst, die Fahrt fortzusetzen.

Stellen Sie sich vor, sie stehen am Ufer und sehen Ihr Boot vor sich im Wasser liegen. Sie wissen, es ist Ihr Boot. Sie müssen eigentlich nur einsteigen und sich mit dem Ruder vom Ufer abstoßen und los geht‘s. Nun steigen Sie also ein und merken, dass es womöglich wackelig ist. Sie kennen das vielleicht: wenn man einen Fuß in so eine Nuss-Schale setzt, dann wackelt der kleine Kahn erst einmal hin und her, bis man sein Gleichgewicht gefunden hat und sicher sitzt. Diese Frau hat also den Fuß in das Boot gesetzt und bei den ersten schunkelnden Auswirkungen gleich wieder einen Rückzieher gemacht.

Sie ist nur ein Beispiel dafür, was vielen Menschen passiert. Es passiert jedem von uns fast täglich, bei unterschiedlichsten großen und kleinen Dingen. Wir tun etwas nicht, das vielleicht spannend, lustig oder begeisternd wäre, weil wir Angst haben, zu versagen oder einen Fehler zu machen. Wir meinen, wir müssen erst stundenlang oder wochenlang Pläne machen und alle möglichen Risiken abprüfen, bevor wir einen Schritt tun können. Wie viele goldene Möglichkeiten haben Sie im Leben dadurch schon verpasst? Warum ist es immer wieder so schwierig den Schritt ins Boot zu schaffen?

Wenn wir in unser Boot einsteigen, dann begeben wir uns auf eine Wildwasserfahrt. Sind Sie schon einmal mit einem Kanu über Wildwasser gefahren, oder waren Sie einmal beim Rafting? Ich empfehle Ihnen, so etwas einmal zu machen. Auch Surfen oder Skifahren kommen dem, was ich beschreiben möchte, einigermaßen nahe. In dem Moment, wo Sie Ihr Boot besteigen, sind Sie „in Kontrolle außer Kontrolle“. Wie bitte? Was soll das denn heißen?

Nun, wenn Sie sich auf eine Wildwasserfahrt begeben, können Sie vielleicht das Boot ein wenig navigieren, in dem Sie das Ruder mal links und mal rechts raushalten. Wirklich kontrollieren können Sie die Fahrt aber nicht mehr. Wenn Sie im Boot sitzend Ihrem persönlichen Fluss folgen und sich ganz darauf einlassen, dann nehmen Sie in null-komma-nichts mächtig Fahrt auf und schwupps ist es vorbei mit der Kontrolle. Das kann gehörig Angst machen, denn viele Menschen lieben doch gerade die Kontrolle und Sicherheit. Der Witz ist jedoch, dass sich Ihre Normalität anpasst, wenn Sie sich erst einmal auf das Boot und den Fluss eingelassen haben. Das bedeutet, dass es nur der erste Moment ist, in dem Sie Angst haben. Sobald Sie erst einmal eine Weile im wackeligen Boot gesessen haben, wird es für Sie ganz normal. Waren Sie schon einmal eine Stunde oder länger auf einem Boot und sind dann wieder an Land gegangen? Was ist da passiert? Richtig, Sie betraten das Ufer und sind erst einmal geschwankt, weil Ihr ganzer Körper noch auf die Wasserbewegung ausgerichtet war. Und Angst ist nur Angst, eine großartige Kraft, die uns hilft in Unbekanntes Gebiet zu gehen (Siehe auch Artikel „2011-06-14_Die Angst vor der Angst“).

Doch stellen Sie sich vor, Sie besteigen nun Ihr Boot und folgen also dem Fluss. Was ist das Schlimmste, was Ihnen passieren kann? Richtig, Sie könnten kentern. Wohlgemerkt „könnten“. Sie „könnten“ jedoch auch morgen auf der Straße von einem Auto überfahren werden, ohne jemals Ihrem Fluss gefolgt zu sein. Blöde Vorstellung, oder?

Wirklich, das Schlimmste, was Ihnen passieren kann, wenn Sie Ihrem Fluss folgen, ist, dass Sie vielleicht in einer Stromschnelle oder an einem Felsen kentern. Und? Dann ist das in dem Moment einfach ein direktes Feedback für Sie, dass das letzte Manöver nicht funktioniert hat. Dann heißt das Motto: aus dem Wasser wieder auftauchen, Boot umdrehen, weiterfahren und das nächste Mal etwas Neues ausprobieren. Oder würden Sie deswegen nie wieder in ein Boot steigen? Haben Sie beim Skilaufen einmal einen Huckel übersehen, sind gestürzt und deswegen nie wieder Ski gelaufen?

Der Witz ist, Sie werden auf Ihrer Wildwasserfahrt auf jeden Fall an Stromschnellen vorbei kommen. Sie werden sogar Wasserfälle mit Ihrem Kahn hinunterstürzen. Doch genau das sind die Momente, in denen Sie sich weiterentwickeln und auf die nächste Ebene kommen, anstatt immer im gleichen Sumpf stecken zu bleiben. Dafür sorgt das Universum, das auf Evolution ausgerichtet ist. Deswegen heißt es ja auch „Wild“-Wasser. Es geht wild und lebendig zu. Der Lebensfluss ist kein stehender Baggersee.

Wenn Sie sich übrigens gar nicht erst vom Ufer ins Boot bewegen, wird das Universum den Hammer rausholen, damit Sie sich endlich auf Ihrem Fluss bewegen. Z. B. brennt Ihr Haus ab, Sie haben einen Unfall, sie verlieren Ihren Job, oder irgendetwas geht mächtig in die Hose, damit Sie aufwachen. Falls Sie etwas in dieser Art gerade erleben, schauen Sie einmal direkt bei sich, anstatt das Opfer der Umstände zu sein. Was soll Ihnen diese Situation zeigen? Hier ein Beispiel: ein enger Freund von mir hatte neulich aus heiterem Himmel eine Fußverletzung konnte nicht mehr auftreten und sich somit nicht fortbewegen. Es ging sprichwörtlich nicht mehr. Die interessante Frage war in dem Moment „was geht in seinem Leben gerade nicht mehr. Wo geht es nicht mehr vorwärts.“ Die Antwort kam ziemlich prompt „Im Job. Der geht einfach nicht mehr. Ich muss etwas anderes machen.“ So „geht“ es nicht mehr weiter.

Es lohnt sich also, direkt in Ihr Boot zu steigen, anstatt überraschend die Keule vom Universum zu kriegen. Bei der Feng Shui Beraterin könnte das z. B. wie folgt aussehen: sie steigt in ihr Boot, hat erst einmal Angst, weil es wackelt, aber wir nehmen an, sie steigt ein. Sie kriegt die ersten Aufträge. Und dann kommt eine Stromschnelle und bei einem Klienten fließt in einem Zimmer die Energie nach ihrer Beratung vielleicht nicht so, wie sie erwartet hatte. Steckt sie deswegen sofort den Kopf in den Sand, oder nimmt sie diese Situation dankbar als Lernsituation an und macht es beim nächsten Mal anders? Glauben Sie, ich sei von Anfang an die Trainerin gewesen, die ich heute bin? Glauben Sie Einstein hat alles gewusst und richtig gemacht?

Die Welt ist ein gigantischer Feedback-Generator. Wenn wir losgehen, oder mit unserem Boot losfahren, bekommen wir zwangsläufig Rückmeldung. Dabei vergessen wir oft, dass es nur zwei Arten von Rückmeldung gibt, wenn wir losgehen: „Funktioniert“ oder „Funktioniert nicht“. Es ist einfach eine Rückmeldung darüber, ob in der Vergangenheit etwas funktioniert hat, oder nicht. In unserer Gesellschaft ist „Feedback“ jedoch oft negativ behaftet und wird als persönliche Kritik angesehen, die es zu vermeiden gilt. Ich lade Sie ein, Ihre Sichtweise über Feedback zu ändern, denn wenn Sie in Ihr Boot steigen, werden Sie unmittelbar Rückmeldung  bekommen, ob Ihre Navigation funktioniert, oder nicht. Es ist wirklich nur ein Hinweis darüber, was funktioniert und was nicht. Punkt. Neutral. Kein persönlicher Angriff. Einfach nur eine Rückmeldung. Das ist alles. Sagen Sie „Ah, danke für das Feedback, jetzt weiß ich wo ich stehe.“ Fahren Sie weiter und probieren Sie das nächste Mal etwas anderes aus, bis Sie wissen, was funktioniert. Wenn Sie den gleichen Schlamassel wieder erleben, haben sie vermutlich vergessen, nach dem letzten Feedback etwas zu verändern. Vergessen Sie diesen wichtigen Schritt also nicht. Auf dem Fluss des Lebens gilt es, schnell zu lernen. Sie fahren los, etwas funktioniert nicht, sie kentern, sie fahren wieder los, verändern bei der nächsten Stromschnelle etwas und kommen durch.

Je mehr Sie bei Ihrer Wildwasserfahrt übrigens mit dem Ruder herumfuchteln und versuchen die Fahrt mit dem Verstand zu kontrollieren, desto eher werden Sie kentern oder vom Kurs abkommen. Entspannen Sie sich und vertrauen Sie. Ein Fluss macht sich keine Gedanken darüber, ob er links oder rechts herum fließen muss. Er fließt einfach stetig vor sich hin und bahnt sich seinen Weg. Sie können ihn weder beschleunigen, noch stoppen. Er fließt einfach und trägt Sie. Versuchen Sie also nicht krampfhaft, gegen den Strom zu schwimmen.

Nun gibt es durchaus Schlauberger, die meinen, sie wüssten, wo das Ziel ist und könnten eine Abkürzung nehmen, indem sie ihr Boot aus dem Wasser ziehen, es kopfüber nehmen und zu Fuß quer durch die Walachei rennen, um es an der nächsten Flussgabelung wieder zu Wasser zu lassen. Sehr clever. Dabei vergessen Sie jedoch meistens, dass Abkürzungen mitunter durch wildes Gestrüpp gehen und der Marsch zur Tortur wird. Sie kommen nicht schneller an, nur weil Sie eine Abkürzung nehmen oder meinen, schneller rennen zu müssen.

Experiment: Wo sind Sie nicht im Fluss?
Lassen Sie uns etwas praktischer werden. Nehmen Sie einmal Zettel und Stift und schreiben Sie, ohne groß nachzudenken, die 5 Dinge auf, die in Ihrem Leben nicht laufen. Wo fließt es nicht. Was funktioniert nicht? Was blockiert Sie?

Vielleicht haben Sie schon einmal den Spruch gehört „Change it, love it or leave it“ (Verändere es, liebe es, oder lasse es). Schreiben Sie jetzt hinter jedes der Beispiele entweder das Wort verändern, lieben oder lassen.

Wenn Sie etwas in der Kategorie „verändern“ haben, schreiben Sie nun genau auf, wie die Veränderung aussieht bzw. was der nächste Schritt ist, um die Veränderung einzuleiten. Vielleicht müssen Sie ein Gespräch führen, neu tapezieren oder was auch immer.

Wenn Sie einen Punkt in der Kategorie „lieben“ haben, dann können Sie ab sofort aufhören, sich über diesen Punkt zu beschweren. Sie können ihn akzeptieren und lieben lernen, anstatt sich dagegen zu wehren.

Wenn Sie einen Punkt in der Kategorie „lassen“ haben, dann werden Sie diesen so schnell wie möglich los. Kündigen Sie den Job, die Versicherung oder hören Sie auf, jemandem hinterher zu rennen, oder die Sachen hinterher zu tragen. Lassen Sie es einfach. Hören Sie auf, sich kaputt zu machen, abzuhetzen, zu viele Termine anzunehmen, die Arbeit anderer zu machen und sie dadurch zu retten, etc. Folgen Sie stattdessen dem, was für Sie stimmig ist.

Es gibt viele Gründe, etwas, das Sie begeistert, nicht zu tun. Unser Kopf wartet mit allerlei Stimmen auf, die uns einflüstern, dass es besser ist, Ihrem Fluss nicht zu folgen. Doch es reicht genau ein Grund dafür, um zu beginnen. Sie müssen nur den ersten Schritt ins Boot schaffen. Die Fahrt beginnt von allein und schon bald werden Sie merken wie viel Freude Sie auf dem Weg haben und wie spannend und möglichkeitsreich der Fluss ist.

Glauben Sie mir, ich bin auch schon mit meinem Boot in Stromschnellen angeeckt und gefühlte 10.000 Wasserfälle hinabgestürzt. Doch jede einzelne Herausforderung war ein Erlebnis und hat mich auf die nächste Ebene gebracht. Von der einen oder anderen Stromschnelle habe ich eine  Weile eine Beule gehabt, doch ganz ehrlich: ich möchte keine missen, denn ich habe eine Menge gelernt und erlebt. Der Lebensfluss ist ein Abenteuer. Die Frage ist immer, was machen Sie, wenn Sie sich eine Beule holen oder kentern. Stehen Sie wieder auf, verändern etwas und fahren weiter oder verharren Sie ab sofort nur noch am sicheren, langweiligen Ufer, an dem alles nur gewöhnlich ist und Sie stagnieren?

Zwischen Ihnen und Ihrem Lebensfluss-Boot steht nur eine Person: Sie selbst. Hören Sie einfach auf, gedankliche Staudämme zu errichten und steigen Sie endlich ein.

Das erinnert mich gerade an einen Ausschnitt aus dem Film „Der friedvolle Krieger“.  Der Student Dan wird von seinem weisen Lehrer mit dem Spitznamen „Sokrates“ gebeten, am nächsten Tag morgens früh am vereinbarten Treffpunkt zu erscheinen mit den Worten „Du bist soweit. Ich möchte Dir etwas zeigen“. Dan erscheint und ist absolut euphorisch. Er freut sich unglaublich, während beide Stunde um Stunde einen Berg hochwandern. Es ergibt sich folgender Dialog:

·         Sokrates: „Es gibt nur 3 Regeln im Leben.“
·         Dan: „Es gibt nur 3 Regeln im Leben?“
·         Sokrates: „Und du kennst sie bereits.“
·         Dan: „Paradox, Humor und Veränderung.“
·         Sokrates: „Paradox…“
·         Dan: „…Das Leben ist ein Rätsel. Verschwende keine Zeit damit, es zu ergründen.“
·         Sokrates: „Humor…“
·         Dan: „…Bewahre Dir Deinen Sinn für Humor, besonders, was Dich selbst betrifft. Er ist Deine unermessliche Stärke.“
·         Sokrates: „Veränderung…“
·         Dan: „…Vergiss nicht, dass nichts bleibt, wie es ist.“
·         Dan: „Hey, bitte sag, dass wir bald da sind…Komm schon, Sokrates, wir rennen schon seit 3 Stunden hier rauf.“
·         Sokrates: „JETZT sind wir da.“
·         Dan (schaut sich verwundert um): „Wo sind wir?“
·         Sokrates: „An dem Ort, den ich Dir zeigen wollte.“
·         Dan: „Wegen der Aussicht, oder was?“
·         Sokrates: „Da, neben Deinem Fuß.“
·         Dan: „Die Blume?...Ich warne Dich.“
·         Sokrates: „Nein, der Stein.“
·         Dan: „Ist da irgendwas besonderes an diesem Stein?“
·         Sokrates: „Stimmt was nicht?“
·         Dan: „Ach komm schon, Sokrates, das ist es, wofür ich endlich weit genug sein soll?“
·         Sokrates: „Na den ganzen Weg hier rauf warst Du aufgeregt, du warst überglücklich.“
·         Dan: „Weil ich gedacht habe, dass es hier etwas zu sehen gibt.“ …
·         Sokrates: „Und was hat sich geändert?
·         Dan: „Das nichts hier ist, außer diesem Stein.“
·         Sokrates: „Das hätte ich Dir vermutlich vorher verraten sollen, mh? Aber ehrlich gesagt, ich war selbst nicht so ganz sicher, was wir hier finden würden. Weil ich das nie bin…Tut mir leid, dass Du nicht mehr glücklich bist.“
·         Dan (nach kurzer Besinnung): „Der Weg…Der Weg ist es, der uns glücklich macht und nicht das Ziel.“

Wenn Glück Ihr Ziel ist, dann sind Sie gedanklich in der Zukunft und verpassen das Glück JETZT in diesem Moment. In der Zukunft haben Sie keine Kraft. Es geht um den Weg. Wählen Sie das Glück. Wählen Sie diesen Moment mit allem, was er ist und genießen Sie die Wildwasserfahrt. Seien Sie in diesem Moment. Lassen Sie sich überraschen, was der nächste Moment für Sie bereit hält. Und wenn Sie einmal kentern, bewahren Sie sich Ihren Humor. Wie gesagt, Glück kommt von der Wahl dessen, was ist.

Ahoi und herzliche Grüße, 
Ihre Nicola Nagel


POTENZIALE LEBEN!

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