Donnerstag, 20. Juli 2017

Auf dem Weg zu außergewöhnlicher Beziehung: Wie viel Groll hegst Du gegen Deinen Partner?



Viele Menschen haben die tiefe Sehnsucht, eine außergewöhnliche Beziehung zu erschaffen, doch es mag ihnen oftmals nicht recht gelingen. Eine Ursache dafür ist Groll, der in der Partnerschaft entstanden ist und bisher nicht aufgelöst wurde bzw. weiter genährt wird. Jeder noch so kleinen Grollpunkt, den Du ansammelst, sorgt dafür, dass Nähe und Vertrautheit nach und nach zerstört werden und sich nicht weiter entfalten können. Jeder Grollpunkt ist wie ein spitzer Haken oder ein Giftpfeil in Deinem Herzen, der Intimität und Intensität in Beziehung vermeidet.

Lass mich daher heute ohne große Umschweife eine gefährlichen Frage stellen: Wie viel Groll hegst Du gegen Deinen Partner?

Eine unangenehme Frage, nicht wahr? Aus dem aktuellen Moment heraus würdest Du möglicherweise sagen, dass Du nicht viel oder gar keinen Groll hegst. Doch die Frage zielt darauf ab, wie viel Groll Du in der Vergangenheit bereits angesammelt hast, der nun unbewusst in Deinen Zellen wabert. Es lohnt sich wirklich, diese Frage einmal aufrichtig zu beantworten und das Thema Groll unter die Lupe zu nehmen, denn angesammelter Groll steht außergewöhnlicher Beziehung im Wege. Die Tatsache, dass Du Groll hegst, heißt nicht zwangsläufig, dass Deine Beziehung grundsätzlich nicht funktioniert. Doch wenn Du Groll in Dir ansammelst und nicht mit Deinem Partner / Deiner Partnerin klärst, dann ist das Resultat mittel- und langfristig gewöhnliche Beziehung.

Oftmals werden die Grollpunkte in übertragenem Sinne in einem großen Rabattmarkenheft gesammelt, ähnlich den Heftchen in einem Supermarkt, in die Du Punkte einkleben kannst, um dann bei einem vollen Heftchen etwas zu gewinnen oder eine Prämie zu kassieren. Die Prämie bei einem vollen Groll-Heft besteht darin, dass Du vermeintlich das Recht hast, zum großen Gegenschlag gegen Deinen Partner auszuholen. Dann kommt es zum großen Streit, es fliegen die Fetzen und die Harmonie ist erst recht dahin, oder aber Du verlässt die Beziehung, weil Dein Partner / Deine Partnerin im Licht des Grolls als Idiot(in) erscheint.

Groll kann dabei auf verschiedene Art und Weise entstehen, z. B. durch folgende 10 Punkte:

·       Streiterei / Jammern / Beschuldigungen / Rechthaberei: Jede Art von Täter-Retter-Opfer Dynamik, die Du mit Deinem Partner ausagierst, erzeugt Groll. Viele Paare meinen, dieses Spiel sei das Leben, weil es sich aufgrund der involvierten Emotionen sehr intensiv anfühlt. Doch tatsächlich ist es ein unbewusstes, unverantwortliches Ausagieren von Gefühlen, das Dir Energie raubt und Nähe und Vertrautheit zerstört. Beschuldigungen haben den Zweck, Verantwortung zu vermeiden und den Partner zum Schwein anstatt zum König / zur Königin zu machen. Dies kann übrigens auch still in Deinen Gedanken erfolgen. Wenn Du beispielsweise nur denkst „So ein(e) Idiot(in), jetzt hat er/sie das und das wieder nicht gemacht“, dann erschaffst Du damit bereits einen Grollpunkt in Dir, selbst, wenn Du ihn nicht gegenüber Deinem Partner aussprichst.

·       Ungeprüfte Annahmen: Ungeprüfte Annahmen basieren meist auf unterschiedlichen Glaubenssätzen oder Weltsichten. Wir meinen, dass der Partner in bestimmten Situationen genauso reagiert, wie wir und vergessen in dem Moment, dass er/sie eine ganz andere Art von Erziehung, Erfahrungen, Geschichten und Meinungen in sich trägt. Du siehst die Welt durch Deine Brille und nimmst an, dass Dein Partner die Dinge genauso sieht.

·       Erwartungen: Dies können (unausgesprochene) Erwartungen an Deinen Partner sein, die er nicht erfüllt, oder unausgesprochene Erwartungen an Dich, die Du spürst und die Dich einengen. Erwartungen sind prädestiniert dafür, enttäuscht zu werden und basieren meist auf ungeprüften Annahmen.

·       Klammern: Das ist ein Aspekt, der zahlreiche Menschen in Beziehung auf die Palme bringt und Groll erzeugt. Es gibt Menschen, die meinen, den Partner zu „brauchen“ bzw. ohne ihn nicht leben zu können. Meist ist dies darin begründet, dass sie selbst in der Kindheit nicht genug Liebe bekommen haben und sich daher an den Partner klammern, um das Loch der Vergangenheit zu füllen. Mit dem Klammern geht meist eine spezielle Art von verbaler und emotionaler Manipulation einher. Da dies in höchstem Maße einengend für den Partner ist, ist es nicht ungewöhnlich, dass dieser dann Groll ansammelt, weil er sich in seinem Raum und seiner Freiheit beschnitten fühlt.

·       Inauthentizität und angepasstes Verhalten: Ein Punkt, der dem Klammern sehr ähnlich ist, ist das angepasste Verhalten. Wenn sich jemand angepasst verhält, versucht er / sie, es dem Partner permanent in jeglicher Hinsicht recht zu machen. Um der lieben Harmonie willen, oder um die Liebe des Partners zu gewinnen, geben inauthentische Personen ihre Autorität an den Partner ab und sagen beispielsweise ja, obwohl sie nein meinen und stecken ihre eigenen Interessen weit hinter denen des Partners zurück. Sie spielen eine inauthentische Rolle, so dass bewusster oder unbewusster Groll in zweierlei Hinsicht entsteht. Zum einen beim Partner, dem es irgendwann in höchstem Maße auf die Nerven gehen kann, wenn die andere Person nicht bei sich und in ihrer Kraft ist. Zum anderen bei der Person, die sich angepasst verhält, weil sie ihre Interessen nicht mehr verfolgt.

·       Kontrolle: Eine weitere gefährliche Groll-Falle ist Kontrolle. Wenn Du Deinem Partner nicht traust - weil Du Dir möglicherweise letztendlich selbst nicht traust – und anfängst ihn zu kontrollieren, sein Handy oder seine E-Mails zu überprüfen, oder ihm genaue Vorgaben machst, wann er wo und wie zu erscheinen hat, ist das ein ziemlicher Garant dafür, dass er irgendwann Groll hegt.

·       Nicht eingehaltene Vereinbarungen: Vereinbarungen sind sehr anfällig für Groll. Wenn Du beispielsweise mit Deinem Partner seit langer Zeit verabredet bist, um ins Theater zu gehen, er am Tag X jedoch eine halbe Stunde später aus der Arbeit kommt, als vereinbart und Ihr dann zum Theater hetzen müsst, dann kann das schon unbewusst Groll in Dir auslösen. Selbst wenn Ihr noch pünktlich ankommt und Du Dir leicht wütend sagst „Egal. Hat ja zum Glück noch geklappt“, so kann dennoch Groll zurück bleiben, weil Eure Vereinbarung nicht eingehalten wurde.

·       „Schlechte Laune“ des Partners: Wenn Dein Partner schlechte Laune hat und Du es persönlich nimmst oder gar Deine Laune von seiner Laune abhängig machst, kann dadurch sehr schnell Groll entstehen.

·       Fehlende Zeit: Wenn Ihr beide oder einer von Euch so im Arbeitsstress seid, dass Ihr kaum noch bewusste Paar-Zeit mehr miteinander habt, dann kann das früher oder später Groll auslösen. Ein klassischer Satz ist z. B. „Du hast nie Zeit!“ oder „Deine Arbeit ist Dir wichtiger als ich!“

·       Fehlende Intimität / unerfüllte Bedürfnisse:
Letztendlich können auch fehlende Intimität oder unerfüllte Bedürfnisse zu Groll führen. Beziehung sterben oftmals nicht aus Mangel an Liebe sondern aus Mangel an Intimität. Intimität kann dabei auf verschiedenen Ebenen bzw. in 4 Körpern stattfinden. Physische Intimität schließt beispielsweise Sexualität, Zärtlichkeit und gemeinsame Unternehmungen ein. Intellektueller Intimität liegen u. a. tiefe Gespräche und gemeinsame Pläne zugrunde. Ganz wichtig ist auch emotionale Intimität, die u. a. Verletzlichkeit, Offenheit, Mitgefühl  und das Teilen von Gefühlen mit 1000%igem Vertrauen beinhaltet. Energetische Intimität zeugt von Präsenz, gemeinsamen Ritualen, Würde und gemeinsamer Entwicklung. Wenn Du auf diesen Ebenen nicht genährt wirst in Deiner Beziehung, dann kann aus einem unbewussten Mangel an Intimität heraus sehr schnell Groll entstehen.

Es gibt sicherlich noch weitere Kategorien, doch diese 10 Punkte decken bereits viele Groll-Auslöser ab.

Wenn Du ausßergewöhnliche Beziehung erschaffen möchtest, ist es extrem wichtig, dass Du Groll in Deiner Beziehung klärst. Dies erfordert ein wenig Arbeit.

EXPERIMENT 1: Groll sichtbar machen
Schreibe einmal auf, in Bezug auf was Du Deinem Partner / Deiner Partnerin grollst. Hat er z. B. vergessen, Dich anzurufen, den Rasen zu mähen, seine Klamotten ordentlich wegzuräumen, den Klodeckel runter zu machen, die Zahnpastatube von oben anstatt von der Mitte her ausgedrückt, kann er sich nicht entscheiden, wann und wohin er mit Dir in Urlaub fahren möchte, oder hat er eine Verabredung vergessen, etc.? Finde dann heraus, warum Du hauptsächlich Groll ansammelst. Welche oben genannten Groll-Sammel-Kategorien sind Dir vertraut? Schreibe jeden noch so kleinen Punkt auf, auch wenn er Dir lächerlich erscheint. Sei radikal ehrlich. Die Akzeptanz und Bewusstheit über Deinen Groll ist bereits der erste Schritt zum Auflösen des Grolls.


EXPERIMENT 2: Groll auflösen
Grollpunkte kannst Du auf verschiedene Arten auflösen.

Option 1: Erwartungen zurück nehmen
Wenn der Groll aufgrund einer nicht erfüllten Erwartung entstanden ist, kannst Du ihn wie folgt auflösen:
·         Beantworte dann folgende Frage: Bist Du bereit, eine oder mehrere Erwartungen zurück zu nehmen (und zwar nicht im Verstand sondern wirklich spürbar in Deinem Körper)?
·         Falls Du aufrichtig von innen heraus eine Erwartung an Deinen Partner zurücknehmen möchtest, kannst Du folgendes tun: Gehe zu Deinem Partner hin (oder bitte eine Freundin stellvertretend für Deinen Partner Dir gegenüber zu stehen, oder – als komplett ungefährliche Variante: nimm ein Foto von Deinem Partner) und nimm die Erwartung aufrichtig mit den Worten zurück „Ich nehme die Erwartung, dass Du …(nenne hier die Erwartung)… jetzt FÜR IMMER von Dir zurück.“ Entscheidend ist das „FÜR IMMER“. Sonst kommt der clevere Gremlin  - der König Deiner eigenen Unterwelt -  und denkt sich „Okay, ich nehme die Erwartung für heute zurück. Aber morgen ist ja ein neuer Tag…“. Sobald Du eine Erwartung aufrichtig für immer von Deinem Partner zurück nimmst, verschwinden die energetische Erwartungsbarriere und der Groll, die Nähe und Intimität verhindert haben und Entspannung macht sich breit, sowohl bei Dir, als auch bei Deinem Partner.

Option 2: Kommunikation vollenden
Liegt Dir etwas anderes quer im Magen, kannst Du Deinen Partner um ein Gespräch bitten, und ihm erzählen, wie Du eine konkrete Situation wahrgenommen hast. Er hört zunächst nur zu und vollendet dann die Kommunikation, indem er das wiederholt, was er Dich hat sagen hören (bitte ihn, es als Aussage zu wiederholen, nicht als Frage). Vielleicht wirst Du Dir albern vorkommen, doch es geht darum, dass Du Dich zeigst, dass Du Deine Maskerade fallen lässt und zu erkennen gibst, was in Deinem Inneren los ist. Es geht nicht um Diskussion oder Rechtfertigung. Entscheidend ist, dass Dein Grollpunkt gehört wird. Durch jeden aufgelösten Grollpunkt kommt automatisch ein Stück Nähe zurück.

Checke jedoch auch bewusst, ob es sich um einen relevanten Grollpunkt handelt, oder ob Deine Box (Dein Ego) eventuell einfach nur neurotisch ist. Wann muss ein Grollpunkt benannt werden und wann nicht? Es hat etwas mit der Liebe zu tun. Ist Dir die Beziehung oder das Thema wichtiger? Musst Du kostbare Zeit mit „Grollpunkte auflösen“ verbringen oder kannst Du innerlich shiften und eine andere, gelassenere Haltung einnehmen? Es geht nicht darum, alle Grollpunkte runterzuschlucken, doch manchmal können kleine Grollpunkte, die Du aussprichst zu einer Blockade werden. Bist Du beispielsweise am Haken, weil der Müllerimer nicht geleert ist oder ist Deine Liebe groß genug und Du kannst gelassen bleiben?

Option 3: Bewusste Gefühlsarbeit
Falls der Groll auf Deinen Partner riesen groß ist, oder Du feststellst, dass es sich sogar noch um Groll aus vergangenen Beziehungen handelt, dann ist es unter Umständen nicht sinnvoll, diese riesige Ladung mit Deinem Partner zu teilen. Vielmehr könnte es äußerst hilfreich sein, dass Du Dir einen sicheren Trainingsraum und einen entsprechenden Raumhalter suchst, um den Groll bewusst auszudrücken, ohne dass jemand verletzt wird. Manchmal ist es notwendig, dass Du Deine 4 Körper ohne die Gegenwart Deines Partners auf diese Art und Weise vom Groll reinigst. Gleiches gilt für Muster wie Klammern, Kontrollieren oder angepasstes Verhalten. Diese Muster sind vielschichtig und erfordern in der Regel eine grundlegende Erweiterung Deiner Sichtweise bzw. das Auflösen alter Entscheidungen, die noch aus vergangener Zeit unbewusst in Deinem Körper gespeichert sind.

Bist Du bereit, für außergewöhnliche Beziehung einzustehen und zu beginnen, Deinen eigenen Groll aufzulösen?

Herzliche Grüße,
Nicola Nagel



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www.viva-essenza.com

Mittwoch, 14. Juni 2017

NEXT CULTURE WORK: Stillstand oder Veränderung? - Die Herausforderung dem Alten zu entkommen.



Ein sehr bekanntes Sprichwort von Heraklit von Ephesus (etwa 540 - 480 v. Chr.) besagt: “Nichts ist so beständig wie der Wandel”. Sehr weise Worte, die immer noch ihre Gültigkeit haben. Dass wir in einer Zeit schnellen Wandels leben, in der die Herausforderungen immer größer werden, ist nicht mehr von der Hand zu weisen. Agilität, Flexibilität, Kreativität, Entwicklung und Weitsicht sind daher mittlerweile zu unabdingbaren Qualitäten geworden, die darüber entscheiden, ob Unternehmen in Zukunft tragfähig Bestand haben, oder nicht. Die weltweite New Work Bewegung zeigt deutlich, dass es an der Zeit ist, die Arbeitswelt und das Miteinander in Unternehmen zu verändern. Wie Frederic Laloux in seinem Bestseller Buch „Reinventing Organizations“ schreibt und belegt „Moderne Organisationen haben sensationellen Fortschritt für die Menschheit in weniger als zwei Jahrzehnten hervorgebracht. (…) Und trotzdem spüren viele Menschen, dass die derzeitige Art, wie wir Firmen führen, ausgereizt ist. Wir sind zunehmend desillusioniert von organisatorischem Leben. Umfragen berichten durchweg, dass Menschen am Fuße der Pyramide die Arbeit in den meisten Fällen grauenhaft und als Plagerei empfinden, nicht als Leidenschaft oder Absicht. (…) Und es ist nicht nur am Fuße der Pyramide (…) Das Leben an der Spitze der Pyramiden ist nicht sehr viel erfüllender.“

Um es mit den Worten von Gary Hamel (www.garyhamel.com) - einem der weltweit einflussreichsten und ikonoklastischsten Vordenkern im Business Bereich - zu sagen: „Instinktiv wissen wir, dass Management (im alten Sinne) überholt ist. Wir wissen, dass seine Rituale und Routinen etwas lächerlich im dämmernden Licht des 21. Jahrhunderts aussehen.“

Traditionelles Management – Bürokratie, überholte Rituale und Routinen
Wieso ist die Arbeit für die meisten Arbeitnehmer alles andere als erfüllend? Was sind die überholten Rituale und Routinen von denen Hamel spricht? In meinem Artikel „Gibt es hierarchielose Unternehmen tatsächlich? – Klarheit über einen Missverständlichen Begriff in der New Work Bewegung“ vom 15. April 2017 (siehe http://www.viva-essenza.com/216) wurde bereits ausgeführt, was die Unterschiede zwischen einer klassischen Hierarchie und einer tragfähigen Netzwerkorganisation sind und dass die Notwendigkeit besteht, Unternehmen flexibler zu gestalten und Bürokratien aufzulösen. Dennoch sehen sich Visionäre und mutige Edgeworker immer wieder Hindernissen gegenüber auf dem Weg eine fortschrittliche Firmenkultur, eine neue Art von Unternehmensführung und eine evolutionäre Unternehmensstruktur (eben jene hin zur Netzwerkorganisation) aufzubauen.

In seinem Artikel “Top-Down Lösungen wie Holacracy werden Bürokratie nicht beheben“ hat Gary Hamel es auf den Punkt gebracht, warum Bürokratie und eingefahrene Hierarchie so schwer auszurotten sind (Quelle: https://hbr.org/2016/03/top-down-solutions-like-holacracy-wont-fix-bureaucracy):



1.    Zuerst einmal ist Bürokratie bekannt. Bürokratie ist das führende Betriebssystem fast jeder mittleren und großen Organisation auf dem Planeten. Da Bürokratie überall vorherrscht und überall gleich ist, wird sie im Allgemeinen sowohl als notwendig wie auch unumgänglich angesehen.

2.    Zweitens gibt es Millionen von Managern, die ein fest begründetes Interesse daran haben, den Status Quo aufrecht zu erhalten. Bürokratie ist eine massives Spiel, in das mehrere Spieler involviert sind; und jene, die sich darin hervor tun und profitieren, sind typischerweise diejenigen, die am wenigsten begeistert davon sind, das Spiel zu ändern. Jemand der 30 Jahre darin investiert hat, die Macht und Privilegien eines Geschäftsführers (oder eines Abteilungsleiters) zu erlangen, wird eher weniger positive auf den Vorschlag reagieren, formelle Titel zurück zu stufen und die Verbindung zwischen (hierarchischer) Position und Vergütung abzuschaffen.

3.    Drittens gibt es keinen gut etablierten Weg, um eine post-bürokratische Organisation aufzubauen. Während man Inspiration von Firmen bekommen kann, die bekannt dafür sind, nicht-bürokratisch zu sein, wie Morning Star – der in Kalifornien sitzende Verarbeiter von Tomaten – und W. L. Gore –die Firma, die High-Tech Materialen herstellt und für ihre Gore-Tex Stoffe bekannt ist -  so haben diese Firmen ihre markanten Management Praktiken über Jahrzehnte entwickelt. Während es viel von diesen und anderen Vorreitern zu lernen gibt, wird jede Bürokratie gebundene Firma, die ihr Management Vorgehen überarbeiten will, ihre eigene Landkarte erfinden müssen. Die Herausforderung ist nicht geringer als die bei den ersten Chirurgen, die versucht haben, menschliche Organe zu transplantieren: Die Einsätze waren hoch und die Protokolle gering.

4.    Schließlich ist Bürokratie schwer auszurotten, weil sie funktioniert – irgendwie halt. All diese bürokratischen Strukturen und Systeme dienen einer Absicht, jedoch ärmlich. Sie einfach heraus zu schneiden, würde Chaos hervorrufen. Stellen Sie sich vor, was passieren würde, wenn beispielsweise eine Organisation die Positionen des mittleren Managements dezimieren würde, ohne die Mitarbeiter an der Front mit den Fertigkeiten, Anreizen und Informationen auszustatten, die sie benötigen, um sich selbst zu managen. Die Bürokratie zu aufzulösen beinhaltet weniger, sie abzureißen, wie ein altes Gebäude und anstatt dessen ein neues Gebäude zu errichten. Es beinhaltet mehr eine grundlegende Sanierung mit ausreichender Sorgfalt, damit das Gebäude nie über Ihnen zusammen bricht.

Bürokratie einzudrücken erfordert Finesse, nicht brutale Gewalt. Wenn Sie die bürokratische Bremse in Ihrer Firma reduzieren wollen, werden Sie einen Veränderungs-Ansatz benötigen, der aufstrebend, kollaborativ, iterativ und klug ist. Der Schlüssel: revolutionäre Ziele und evolutionäre Wege.

Doch genau diese revolutionären Ziele und evolutionären Wege sind nicht leicht zu gehen. Es kann sogar passieren, dass in einer Firma zunächst große Fortschritte erreicht werden und die Mitarbeiter inspiriert sind, diese Fortschritte jedoch schließlich aufgrund von Mehrheitsanteilen von positionsverhafteten und verneinenden Kräften  im Unternehmen blockiert werden, die an verkrusteten Management-Strategien festhalten wollen. Es ist nicht selten, dass ein Beharren auf alten Führungsstrukturen Veränderung in Firmen verhindert. Wie Hamel in seinen 4 Punkten beschreibt, ist es durchaus verständlich, dass Manager oder Geschäftsführer letztendlich versuchen, gegen eine evolutionäre Veränderung anzugehen, da sie jahrelang in einem Geflecht aus Konkurrenz und Einzelkämpfertum agiert haben, in dem es darum ging, wer gewinnt, das beste Gehalt, den Firmenwagen und sonstige Boni bekommt.

Was hinter dieser Verhinderung von Veränderung steckt, ist die Angst, das Bekannte zu verlieren, das viele Jahre oder gar Jahrzehnte lang funktioniert hat. Diese Angst ist durchaus verständlich. Die Menschen identifizieren sich mit ihrer Weltsicht. Eine konkrete Weltanschauung zu haben, gibt vermeintliche Sicherheit, weil sie klar definiert, wie die die Dinge funktionieren. Genauso verhält es sich mit alten Hierarchiestrukturen und Management-Strategien. Sollen diese aufgebrochen oder gar abgelöst werden, entsteht Angst vor dem Unbekannten. Wie Hamel schreibt, gibt es bisher keine ausgefeilten, allgemein anwendbaren Konzepte, wie eine neue Unternehmensstruktur und –kultur aussehen. Diese sind für jede Firma individuell. Wie soll man darauf vertrauen, dass ein Wandel beispielsweise von einer Hierarchie in eine Netzwerkorganisation funktioniert, wenn man es noch nicht erfahren hat?

Das bedeutet, dass ein entscheidender Aspekt auf dem Weg zu New Work beinhaltet, im Nichtwissen stehen zu können und neue Dinge auszuprobieren, ohne zu wissen, wie es geht. Es geht um Flexibilität und Kreativität, um schrittweises Ausprobieren und schnelles Lernen.

Letztendlich steckt hinter der Angst vor Veränderung (und damit vor Kontrollverlust und  Sicherheitsverlust) nur eines: die Angst vor der Angst! In der modernen Gesellschaft – und im Arbeitsleben im Speziellen – wird den Menschen permanent eingetrichtert, dass Gefühle nicht erwünscht und nicht in Ordnung sind. Egal ob Wut, Freude, Traurigkeit, oder Angst, sie werden allesamt als unprofessionell angesehen. Uns wird beigebracht, dass Angst folgende Eigenschaften hat: sie ist erbärmlich, irrational, instabil, feige, impulsiv, hysterisch, nerven-aufreibend, lähmend, kraftlos, schwach, inkompetent, unprofessionell etc. Mit dieser Sichtweise ist es nur verständlich, dass Mitarbeiter und Manager Angst vor der Angst haben. Wenn es jedoch für jemanden nicht okay ist, Angst zu spüren, dann ist es für diese Person auch nicht möglich, einen tiefgreifenden Veränderungsprozess mit zu tragen.

In einem Veränderungsprozess ist Angst jedoch ein wichtiger Bestandteil. Unter der Annahme, dass Angst – wie die anderen Gefühle auch – neutrale Energie und Information beinhaltet, die uns dient, ist es möglich die Angst bewusst zu nutzen um gefährliche Fragen zu stellen, im Nichts zu stehen, Risiken abzuschätzen, innovativ zu sein und mutig in unbekanntes Gebiet zu gehen. Das Gefühl der Angst ist eine absolut notwendig Kraft, um durch Veränderungsprozesse zu navigieren. Die Veränderung ist nicht aufzuhalten, also ist es an den Mitarbeitern eines Unternehmens selbstverantwortlich zu entscheiden, ob sie bereit sind, sich in den Fluss der Veränderung zu begeben oder lieber versuchen, sich an alten, bekannten Strukturen festzukrallen, die irgendwann sowieso einstürzen werden.



Bei dem Thema New Work geht es nicht darum, alle bisherigen Aspekte der Unternehmens-führung über Bord zu schmeißen, im Gegenteil. In der New Work Ausrichtung geht es darum, bisherige Strukturen aufzubrechen, weiter zu entwickeln und neue Möglichkeiten zu generieren, sodass jeder Mitarbeiter sein volles Potenzial einbringen kann, Inspiration und Begeisterung bei der Arbeit erlebt und die Unternehmen sich auf Nachhaltigkeit ausrichten können. Es geht darum, neue Möglichkeiten und Perspektiven zu schaffen, sodass Mitarbeiter durch ein verändertes Selbstverständnis und neues Bewusstsein mit Begeisterung und Leidenschaft für eine größere Vision arbeiten.

Es ist an der Zeit anzuerkennen, dass die verkrusteten Strukturen und altmodischen Vorgehensweisen ausgedient haben. Die junge Generation, die jetzt in die Unternehmen kommt, ist sowieso nicht mehr bereit, sich für eine Firma aufzuopfern, in der sie durch Regularien und Weisungsbefugnisse geknebelt wird. Die nachkommende Generation ist auf der Suche nach Begeisterung, Inspiration, Kraft, der Möglicheit, eigene Talente einzubringen und nach einer gesunden Work-Life-Balance. Sie tolerieren keine starren Strukturen mehr.

Eine interessante Frage ist: Was braucht es, damit Bedenkenträger und verneinende Kräfte mit an Bord kommen können? Ist das überhaupt das Ziel? Vielleicht geht es gar nicht darum, dass alle an Bord sind. Die New Work Bewegung ist schon viel zu weit fortgeschritten, als dass sie noch aufgehalten werden könnte. Vielleicht ist das Bekämpfen von Veränderung durch verneinende Kräfte wie das letzte Aufbäumen der Patriarchen. In der Politik ist aktuell ähnliches sichtbar. Dort, wo versucht wird, anderen Menschen manipulierende, diktatorische Vorgehensweisen überzustülpen, beginnen die Leute gemeinsam auf die Straße zu gehen und für etwas Größeres einzustehen, das allen dient.

Wie der deutsche Zeithistoriker Michael Richter (*1952) sagt: „Was bleibt, ist die Veränderung; was sich verändert, bleibt.” Sich gegen Veränderung zu wehren, ist mittel- und langfristig gesehen alles andere als förderlich. Es macht das Leben eher schwerer denn leichter.

Bist Du bereit, Dich in den Fluss der Veränderung zu begeben und das Ändern zu leben?

(Autorin: Nicola Nagel)

Montag, 15. Mai 2017

Wessen Leben lebst Du?



Hast Du Dich einmal bewusst gefragt, wessen Leben Du eigentlich lebst? Viele antworten auf diese Frage meist sehr schnell mit „Na, ich“. Trotzdem lohnt es sich genau diese Antwort einmal zu hinterfragen. Wir meinen oftmals, dass wir selbst unser Leben führen, doch warum sind viele Menschen dann trotzdem nur bedingt glücklich?

Es könnte daran liegen, dass sie unbewusste Konditionierungen in sich tragen, die sie daran hindern, ihr eigenes Leben zu leben. Stattdessen leben sie in Teilaspekten (z. B. in ihrem Job, ihrer Beziehung, oder in kleinen Alltagssituationen) möglicherweise das Leben der Eltern, anderer Autoritätspersonen (wie z. B. Lehrern oder Idolen), der Medien, oder der Gesellschaft im Allgemeinen.

Kürzlich erhielt ich nach einem Training eine berührende E-Mail von einem Mann, der sich genau diese Frage in Bezug auf seinen Job gestellt hat. Er hatte bisher gedacht, dass er sein Leben nach seinen Vorstellungen lebte und vor allem die Gestaltung seines Berufes auf eigenen Entscheidungen basierte. Nach dem Training wurde ihm plötzlich klar, dass die Ausgestaltung seiner beruflichen Tätigkeit jedoch tatsächlich darauf basierte, dass er es seinem Vater recht machen und dessen Ansprüchen genügen wollte. Basierend auf dieser Erkenntnis entschied er sich, diesem Weg langfristig nicht weiter zu folgen, sondern ab sofort die Dinge so zu gestalten, wie er sie im Herzen spürte.

Wessen Leben lebst Du?  Hier einige Beispiele, die Dir helfen können, diese Frage zu ergründen:

  • Machst Du Dinge, um Bestätigung von anderen zu bekommen?
  • Möchtest Du Deiner Mutter oder Deinem Vater gefallen?
  • Tust Du Dinge, weil andere es von Dir erwarten bzw. um andere nicht zu enttäuschen?
  • Tust Du etwas, um Dich gegenüber anderen zu beweisen?
  • Oder vielleicht, weil Dir jemand gesagt hat, es sei „gut“ für Dich?
  • Oder tust Du Dinge vielleicht sogar, um Dir selbst etwas zu beweisen?
  • Welche Alltagspraktiken hast Du ungefragt von Deinen Eltern übernommen?
  • Ziehst Du Kleidung im Job an, die Dir eigentlich gar nicht entspricht, nur um dazu zu gehören und von anderen als kompetent angesehen zu werden?
  • Hältst Du an Gewohnheiten fest, die Du aus der Gesellschaft einfach übernommen hast, getreu dem Motto „Das macht man halt so!“? (Um beispielsweise „ein guter Bürger“ zu sein, fällst Du im Idealfall nicht auf, passt Dich an, wirst nicht laut, hältst Ordnung, heiratest kirchlich – als Frau bitte in Weiß, und gehst einer geregelten Arbeit nach).
  • Glaubst Du den Medien, die Dir weismachen, dass Du nur erfolgreich bist, wenn Du ein schickes Auto und ein dickes Gehalt hast oder nur attraktiv bist, wenn Du schlank und jung aussiehst?

Unbewusste Konditionierungen führen dazu, dass viele Menschen einen sehr linearen Lebensplan haben. Ein linearer Lebensplan bedeutet, dass alles nacheinander geschieht und zwar so, wie es allgemein üblich ist: Du wirst geboren, Du wächst auf, Du gehst in den Kindergarten, gehst jahrelang in die Schule (wo Du genormt wirst), machst eine Ausbildung oder ein Studium, steigst dann ins Berufsleben ein, heiratest standesamtlich + kirchlich, gründest eine Familie, wirst älter während Du versuchst mit Deinem Job zu überleben oder im Idealfall viel Geld zu machen, gehst in Rente und stirbst irgendwann. Soweit der gängige Plan.

Ein linearer Lebensplan ist getaktet und vorhersagbar. Er lässt nicht viel Abweichung zu, denn sobald Du davon abweichst, könnte es passieren, dass andere Menschen Dich fragend anschauen. In einem linearen Lebensplan werden den verschiedenen Lebensbereichen zudem konkrete Eigenschaften zugeschrieben. So kannst Du z. B. nur in der Schule oder auf Seminaren etwas lernen, musst mit Deinem Job Geld verdienen und Spaß gibt es nur in der Freizeit. In einem linearen Lebensplan ist meist nur defensives lernen möglich, d. h. Wissen baut logisch aufeinander auf. Kommen unvorhergesehene Impulse auf Dich zu, die den linearen Lebensplan in Frage stellen, so landen diese Impulse im Mülleimer des Vergessens. So ist es möglich die Illusion von Sicherheit, Struktur und „Alles im Griff haben“ aufrecht zu erhalten. Ein linearer Lebensplan ist genormt, gewöhnlich, allgemein gültig und vermeintlich sicher. Entscheidungen haben in einem linearen Lebensplan meist langfristige Auswirkungen, d. h. sie werden für 5 bis 10 Jahre oder länger getroffen. Das ist nicht gut und nicht schlecht. Für manche Menschen ist es höchst zufriedenstellend, einen linearen Lebensplan zu haben. Die Frage ist: „Was willst DU in Deinem Leben wirklich und wo gibt es Bereiche, in denen Du nicht Deinen Vorstellungen entsprechend lebst?“

Im Gegensatz zu einem linearen Lebensplan, gibt es auch nichtlineare Möglichkeiten. Ganz anders als in einem linearen Lebensplan kannst Du bei einem nichtlinearen Lebensplan in jedem Moment eine neue Entscheidung treffen, da Du nur präsent im Jetzt lebst. In jedem Moment, d. h. alle 3 Sekunden – eine Sekunde für die Entscheidung und 2 Sekunden damit die Entscheidung in Deinem Körper landen kann. Jetzt… und jetzt…und jetzt…und jetzt…

Bei einem nichtlinearen Lebensplan hast Du zudem die Freiheit, bekannte Wege jederzeit zu verlassen, Spaß beim Lernen zu haben, Geld in der Freizeit zu verdienen, überhaupt nicht in Rente zu gehen, weil Deine Berufung Dir so viel Spaß macht und Dich erfüllt, etc. Ein wesentlicher Aspekt, der einen linearen von einem nichtlinearen Lebensplan unterscheidet, besteht darin, dass Du im übertragenen Sinne versuchst, so oft wie möglich zu sterben und alte Konditionierungen und Glaubenssätze zu transformieren. Wie Werner Erhardt schon einen seiner aufgeregten Schüler, der einen Vortrag halten musste, fragte: „Ist heute ein guter Tag, um zu sterben?“

Bei einem nichtlinearen Lebensplan bist Du präsent im JETZT, im Fluss, vertraust Deinen Impulsen und machst immer nur den nächsten Schritt. Schließlich kannst Du nicht wissen, wie die Dinge in 5 oder 10 Jahren sein werden. Du hinterfragst. Das bedeutet nicht, dass Du nicht mehr zuverlässig bist und die Entscheidungen nach gut Dünken und Deiner Tageslaune über den Haufen wirfst. Vielmehr stellst Du Dir die Frage, ob Dich das, was Du tust, wirklich erfüllt und Dir entspricht und Du die Dinge eben nicht tust, weil Du oder andere sie ungeprüft schon immer so getan haben.

 


Bei einem nichtlinearen Lebensplan ist alles möglich. Auch sogenanntes expansives Lernen. Bei einem nichtlinearen Lebensplan bist Du nicht daran gebunden, erst in der Schule, dann während der Ausbildung und möglicherweise noch im Job zu lernen. Dein ganzes Leben bedeutet Lernen und Weiterentwicklung. Während bei einem linearen Lebensplan eher Dein Verstand und Deine Glaubenssätze (Deine Box) die Kontrolle über Dein Leben haben, kann bei einem nichtlinearen Lebensplan Dein Sein erstrahlen. Das Sein liebt es, zu spielen, kreativ zu sein, inspiriert zu sein und im Jetzt zu leben.

Als Filmtipp schau Dir einmal den Film „Das Leben des Walter Mitty“ an. Dieser Film ist ein schönes Beispiel dafür, was es bedeutet, aus einem linearen Lebensplan auszubrechen. Niemand hat gesagt, dass es leicht ist, gewohnte Pfade zu verlassen, wenn Du schon lange darauf wanderst. Es geht auch nicht darum, Dein ganzes Leben über Bord zu werfen. Es lohnt sich jedoch, einmal mutig die Frage zu stellen, was Du im Deinem Leben wirklich willst und was möglicherweise alte Konditionierungen sind, die Du ungeprüft von anderen übernommen hast.

Im Folgenden findest Du noch einmal eine kurze Übersicht mit den wesentlichen Unterschieden eines linearen und nichtlinearen Lebensplans. 


Linearer Lebensplan
Nichtlinearer Lebensplan
Getaktet, genormt, vorhersagbar
Individuell
Das Leben passiert in strukturierten Abschnitten
Alles ist jederzeit möglich: lernen, spielen, Geld verdienen, Spaß haben…
Angepasst an gesellschaftliche Normen
Welche Normen?
Du wirst geboren und stirbst zum Schluss
Du versuchst, so oft es geht zu sterben und wieder geboren zu werden, um Dich aus alten Konditionierungen herauszuschälen

Vermeintlich sicher
Fließend, flexibel, beweglich
Leben und Denken in großen Zeitspannen
Leben und Denken im Jetzt
Getroffene Entscheidungen sind langfristig (5 – 30 Jahre) und werden zwischendrin nicht hinterfragt
Du kannst alle 3 Sekunden eine neue Entscheidung treffen
Defensives Lernen
Expansives Lernen
Dein Verstand und Deine Glaubenssätze beherrschen Dein Leben
Dein Sein kann erblühen
Du achtest möglicherweise darauf, was andere von Dir denken und was Dein Status ist
Wenn andere ein Problem mit Deinem nichtlinearen Lebensplan haben, lässt Du das Problem bei ihnen.


Wenn du wirklich glücklich sein wolltest, wer könnte Dich daran hindern?

Herzliche Grüße,
Nicola Nagel


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